{"id":10180,"date":"2018-11-26T10:41:37","date_gmt":"2018-11-26T09:41:37","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10180"},"modified":"2018-11-26T10:41:37","modified_gmt":"2018-11-26T09:41:37","slug":"schluesseltechnologien-fuer-ein-industrielles-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10180","title":{"rendered":"Schl\u00fcsseltechnologien f\u00fcr ein industrielles Internet"},"content":{"rendered":"<p>Am 22. November fand in Berlin die Fachkonferenz \u00bbFraunhofer-Tag der Kognitiven Internet-Technologien\u00ab statt. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten die Fragen, was die Industrie ben\u00f6tigt, um bestehende H\u00fcrden der Digitalisierung zu \u00fcberwinden. Passend zur aktuellen Verabschiedung der Umsetzungsstrategien Digitalisierung und K\u00fcnstliche Intelligenz der Bundesregierung sowie der momentanen Diskussion um den Mobilfunkstandard 5G standen konkrete Schl\u00fcsseltechnologien und Szenarien im Vordergrund<\/p>\n<p>Erst in der Woche vor der Konferenz verabschiedete die Bundesregierung die Umsetzungsstrategie \u00bbDigitalisierung gestalten\u00ab und die \u00bbStrategie K\u00fcnstliche Intelligenz\u00ab (KI) mit konkreten Zielen, Ma\u00dfnahmen und Zeitpl\u00e4nen. Ziel ist es, die Digitalisierung in Unternehmen und Gesellschaft sowie die Spitzenforschung auf dem Gebiet voranzutreiben. So soll Deutschland die Technologief\u00fchrerschaft bei KI-Technologien erlangen.<\/p>\n<p>Auf dem Fraunhofer-Tag der kognitiven Internet-Technologien tauschten sich jetzt Experten aus Wirtschaft, und Politik mit Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern \u00fcber konkrete L\u00f6sungen aus, wie bestehende H\u00fcrden f\u00fcr Unternehmen abgebaut und Digitalisierungsvorhaben umgesetzt werden k\u00f6nnen. \u00bbDer digitale Wandel erm\u00f6glicht der deutschen Industrie, die eigene Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu erhalten und auszubauen. Die Steuerung vernetzter Prozesse, Datenaustausch in Echtzeit und die steigende Bedrohung durch Cyberangriffe stellen die Industrie vor neue Herausforderungen. Kognitive Technologien k\u00f6nnen Unternehmen bef\u00e4higen, digitale Produktions- und Gesch\u00e4ftsprozesse schnell und sicher umzusetzen. Die Bundesregierung sollte ganzheitliche L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr die speziellen Bed\u00fcrfnisse der Industrie f\u00f6rdern\u201c, sagt Iris Pl\u00f6ger, Mitglied der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI).<\/p>\n<p>Zu diesen Bed\u00fcrfnissen z\u00e4hlen vertrauensw\u00fcrdige Methoden der Datenauswertung und Kontrollmechanismen f\u00fcr maschinelle Lernverfahren. Vor allem aber gilt es, den Zugang zu Daten zu verbessern ohne die Datensicherheit und -souver\u00e4nit\u00e4t zu gef\u00e4hrden. Auf der technischen Ebene f\u00fchren hohe Datenaufkommen \u2013 wie sie f\u00fcr digitalisierte Prozesse notwendig sind \u2013 wenn sie die in Cloud-Backends transferiert und dort aufw\u00e4ndig bearbeitet werden, zudem zu hohen Latenzzeiten und erschweren so echtzeitf\u00e4hige KI.<\/p>\n<p><strong>Kognitive Internet-Technologien als Schl\u00fcssel zur erfolgreichen Digitalisierung<\/strong><\/p>\n<p>Kurz gesagt, eignet sich das Internet, wie wir es kennen, an vielen Stellen nicht mehr als technische Infrastruktur f\u00fcr eine digitalisierte und agile Produktentwicklung, f\u00fcr flexible Dienstleistungen und Anlagen. \u00bbDie Industrie braucht ein neues Internet, um die infrastrukturellen Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen, dass der Gro\u00dfteil der Unternehmen KI \u00fcberhaupt nutzen kann. Fraunhofer arbeitet in einem disziplin\u00fcbergreifenden Cluster daran, mit neuen Konzepten und Schl\u00fcsseltechnologien der kognitiven Sensorik, Datensouver\u00e4nit\u00e4t und Daten\u00f6konomie sowie neuen Verfahren des maschinellen Lernens dieses neue kognitive Internet f\u00fcr die Industrie zu entwickeln\u00ab, erkl\u00e4rt Prof. Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer-Clusters of Excellence \u00bbCognitive Internet Technologies\u00ab.<\/p>\n<p>Zum Beispiel erm\u00f6glicht eine kognitive Sensorik industrielle Analytics bereits in den Sensoren vor Ort, was hohe Latenzzeiten verhindert. Geringere Datenmengen lassen sich mittels \u00bbInformed Machine Learning\u00ab anreichern und erzielen so dennoch zuverl\u00e4ssige Ergebnisse. Auf dieser Basis k\u00f6nnen Unternehmen in Echtzeit auf Ereignisse reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen. Ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsarbeiten sind Datensicherheit- und Datensouver\u00e4nit\u00e4t. Durch Nutzungskontrollen, Vorverarbeitung der Daten und eine dezentrale, datenschutzwahrende KI k\u00f6nnen Unternehmen ihre Daten anderen Gesch\u00e4ftspartnern oder Kunden zur Verf\u00fcgung stellen, ohne ihre Assets unkontrolliert aus der Hand geben zu m\u00fcssen. Der abgestimmte Einsatz neuer KI-Technologien soll Firmen zudem dabei unterst\u00fctzen, die komplexen Abl\u00e4ufe digitalisierter Gesch\u00e4ftsprozesse besser zu beherrschen.<\/p>\n<p>Auf dem Fraunhofer-Tag der kognitiven Internet-Technologien stellten Forschende bereits konkrete Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Vernetzung, Lokalisierung, Informationssicherheit, Daten\u00f6konomie und Informed Machine Learning vor. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler legten dar, wie Industrieunternehmen die Komplexit\u00e4t digitaler Transformationsprozesse beherrschen und sich mit Hilfe kognitiver Technologien wie KI zukunftsf\u00e4hig machen k\u00f6nnen. Die Veranstaltung widmete sich in einem Pressegespr\u00e4ch, einer Konferenz, Branchenworkshops und einem politischen Abend einen ganzen Tag lang der digitalen Zukunft der deutschen Industrie.<\/p>\n<p>Quelle: Fraunhofer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22. November fand in Berlin die Fachkonferenz \u00bbFraunhofer-Tag der Kognitiven Internet-Technologien\u00ab statt. 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