{"id":10506,"date":"2018-12-11T10:36:54","date_gmt":"2018-12-11T09:36:54","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10506"},"modified":"2018-12-11T10:36:54","modified_gmt":"2018-12-11T09:36:54","slug":"textor-wir-brauchen-mehr-recyclingfaehige-verpackungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10506","title":{"rendered":"Textor: Wir brauchen mehr recyclingf\u00e4hige Verpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Der Trend, der bei der letzten Stoffstromstudie Kunststoff schon zu erahnen war, hat sich mit den neuen Zahlen der Conversio-Studie erh\u00e4rtet. Im Vergleich zur Studie von 2013 zeigt die aktuelle Erhebung, dass das Kunststoffrecycling um 32 Prozent zugenommen hat. Das betonte Dr. Dirk Textor, Vorsitzender des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling, am 6. Dezember vor den mehr als 200 Teilnehmern der Berliner Konferenz von AGVU, bvse und BDE zum Verpackungsrecycling.<\/p>\n<p>Allerdings, auch das geh\u00f6re zur Wahrheit dazu, w\u00fcrden von den insgesamt mehr als 5,2 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4llen, die durch den privaten oder gewerblichen Endverbraucher entstehen (Post-Consumer-Abf\u00e4lle), immer noch fast 3,2 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle verbrannt und lediglich rund 2 Millionen Tonnen recycelt.<\/p>\n<p>Wenn man nur die Kunststoffverpackungen betrachtet, sieht die Bilanz jedoch deutlich besser aus, so Textor. Zwar werden mit 1,54 Millionen Tonnen Abf\u00e4llen aus Kunststoffverpackungen immer noch mehr Verpackungen verbrannt als recycelt, doch ist die Bilanz inzwischen fast ausgeglichen, denn immerhin 1,5 Millionen Tonnen werden werkstofflich recycelt.<\/p>\n<p>Die so gewonnenen Recyclate haben auch ihren Markt. Aus ihnen werden von der kunststoffverarbeitenden Industrie neue Verpackungen hergestellt, Paletten, Wasserrinnen, Kabelkan\u00e4le oder auch Spielplatzger\u00e4te. Entscheidend ist jedoch, dass man es richtig macht, betonte Dr. Dirk Textor.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Indikator f\u00fcr die Recyclingf\u00e4higkeit, so Textor, ist der Preis. Beispielsweise sei f\u00fcr die Sortierfraktion 324 Polypropylen ein Marktpreis von mindestens 150 Euro pro Tonne zu erzielen. Dagegen k\u00f6nne man froh sein, wenn man f\u00fcr die Sortierfraktion 328-2 PET ohne Zuzahlung einen Abnehmer im Markt finde.<\/p>\n<p>Textor bezeichnete in seinem Vortrag das &#8220;Design for Recycling&#8221; als entscheidende Stellschraube f\u00fcr das Recycling. Hier w\u00fcrden immer noch gravierende Fehler von Seiten der Hersteller gemacht. So w\u00fcrden momentan neue Verpackungen in den Waschmittelmarkt eingef\u00fchrt, die aus opakem PET bestehen, welches wahrscheinlich aus PET-Recyclat hergestellt wird.<\/p>\n<p>&#8220;Dass Recyclat verwendet wird, ist ja grunds\u00e4tzlich schon einmal ein Fortschritt. Der Haken bei der Sache ist jedoch, dass diese Verpackung nach dem Stand der Technik nicht recyclingf\u00e4hig ist und nur noch verbrannt werden kann.&#8221; Vor dieser Neueinf\u00fchrung, so erkl\u00e4rte er, bestand die Verpackung des gleichen Waschmittels aus Polypropylen und konnte hervorragend recycelt werden.<\/p>\n<p>Es gebe also beim \u201eDesign for Recycling\u201c viel zu beachten, denn Recycling-Produkte seien seiner Meinung nach nur dann wirklich nachhaltig, wenn sie so hergestellt werden, dass sie nach der Gebrauchsphase auch wieder neu in den Recyclingprozess gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Fazit seines Vortrages machte Textor deutlich, dass der Trend zu mehr Kunststoffrecycling sich immer weiter verst\u00e4rkt. Das setze jedoch zwingend voraus, dass die Kunststoffprodukte recyclingf\u00e4hig sind. Das gelte auch f\u00fcr Produkte, die aus Recyclaten hergestellt werden. Dr. Dirk Textor: &#8220;Wir brauchen mehr recyclingf\u00e4hige Verpackungen, dann werden wir auch deutlich mehr Kunststoffe recyceln als bisher.&#8221;<\/p>\n<p>Quelle: bvse<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Trend, der bei der letzten Stoffstromstudie Kunststoff schon zu erahnen war, hat sich mit den neuen Zahlen der Conversio-Studie erh\u00e4rtet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6837,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-10506","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10506","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10506"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10506\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10507,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10506\/revisions\/10507"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6837"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10506"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10506"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10506"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=10506"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}