{"id":10584,"date":"2018-12-14T10:51:08","date_gmt":"2018-12-14T09:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10584"},"modified":"2018-12-14T10:51:08","modified_gmt":"2018-12-14T09:51:08","slug":"maschinenbau-bleibt-robust-in-schwierigem-umfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10584","title":{"rendered":"Maschinenbau bleibt robust in schwierigem Umfeld"},"content":{"rendered":"<div class=\"panel-block\">\n<h4 class=\"rover preview-text\">Die Maschinenbauer in Deutschland haben den handelspolitischen St\u00fcrmen im Jahr 2018 erfolgreich getrotzt und trotz vieler Verunsicherungen ihre Belegschaften sogar vergr\u00f6\u00dfert.<\/h4>\n<\/div>\n<div id=\"accordionArticle\" class=\"ue-editor-wrapper\">\n<div class=\"row rover\">\n<div class=\"col-xs-12\">\n<div class=\"article_text article_text_html rover float_img_left\">\n<p>\u201eDas von uns f\u00fcr 2018 prognostizierte Produktionswachstum von 5 Prozent auf den Rekordwert von 228 Milliarden Euro ist ehrgeizig, aber realisierbar\u201c, sagte VDMA-Pr\u00e4sident Carl Martin Welcker auf der Jahrespressekonferenz des Verbands. Nach zehn Monaten des laufenden Jahres wies der Maschinenbau ein Produktionsplus von 3,7 Prozent auf. Damit wird 2018 zum zweiten Wachstumsjahr in Folge. Die Auftragseing\u00e4nge im Maschinenbau erreichten in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres ein Plus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br \/>\nZugleich erh\u00f6hte sich die Zahl der Besch\u00e4ftigten (in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern) im Inland bis September um 34.000 auf 1,067 Millionen \u2013 ein Zuwachs von 3,4 Prozent. \u201eDas zeigt, dass die Maschinenbauer keine Angst vor der Zukunft haben und weiter investieren wollen\u201c, erl\u00e4uterte Welcker. Die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen im Maschinenbau liegt bei mehr als 1,3 Millionen Menschen, damit ist die Branche weiterhin gr\u00f6\u00dfter industrieller Arbeitgeber im Land.\u00a0 Sorgen bereiten den Unternehmen allerdings Engp\u00e4sse sowohl in den Lieferketten, als auch bei Fachkr\u00e4ften. Laut aktuellen Umfragen leiden 27 Prozent der Maschinenbauer in Deutschland unter einem Mangel an Arbeitskr\u00e4ften, in 28 Prozent der Unternehmen wird die Produktion aufgrund von Materialknappheit behindert. \u201eDiese Engp\u00e4sse k\u00f6nnten das Wachstum auch in diesem Jahr noch begrenzen\u201c, sagte Welcker.<\/p>\n<p><strong>2019 mit weniger Schwung<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das kommende Jahr rechnen die VDMA-Volkswirte nur noch mit einem Produktionswachstum von real 2 Prozent im Maschinenbau. Erwartet wird, dass sich das Tempo der Weltwirtschaft verlangsamen wird. Dies wird auch im Maschinenbau, der eine Exportquote von beinahe 80 Prozent aufweist, zu sp\u00fcren sein. Positiv ist, dass die Auftr\u00e4ge in den B\u00fcchern derzeit im Durchschnitt noch eine Reichweite von 8,6 Monaten haben. Aber der anhaltende Handelsdisput der USA mit China, in den auch die EU noch st\u00e4rker hineingezogen werden k\u00f6nnte, die Gefahr eines harten Brexits, die Sanktionen gegen Russland sowie die Verschuldungskrise Italiens sind nur die offensichtlichsten H\u00fcrden f\u00fcr das weitere Wachstum. \u201eWir m\u00fcssen damit rechnen, dass all diese Einschr\u00e4nkungen des freien Handels sich auch im Maschinenbau st\u00e4rker bemerkbar machen\u201c, sagte Welcker. Vom Inlandsmarkt erhofft sich die mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gte Industrie dagegen einen weiter anhaltenden Schwung: die Investitionen haben hierzulande zwar bereits angezogen, sind aber immer noch unterdurchschnittlich. \u201eZudem werden Automatisierungsl\u00f6sungen, die der Maschinenbau anbietet, gerade in Zeiten knapper Fachkr\u00e4fte f\u00fcr viele Unternehmen unverzichtbar\u201c, sagte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row rover\">\n<div class=\"col-xs-12\">\n<div class=\"article_text article_text_html rover float_img_left\">\n<p><strong>Ringen um die Spitze zwischen China und USA<\/strong><br \/>\nDie Exporte der Maschinenbauer aus Deutschland legten in den ersten neun Monaten 2018 um nominal 5,2 Prozent auf 131,9 Milliarden Euro zu. China (plus 11,4 Prozent auf 14,23 Milliarden Euro) und USA (plus 6,9 Prozent auf 14,16 Milliarden Euro) lieferten sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz in der Exportrangliste, mit knappem Vorsprung f\u00fcr die Volksrepublik. Das Exportplus nach China in diesem Zeitraum wird allerdings getr\u00fcbt von den Aussichten einer sich abschw\u00e4chenden chinesischen Binnenkonjunktur, die auch unter den Strafz\u00f6llen der amerikanischen Regierung leidet. Zugleich steigen Arbeits- und Produktionskosten in China weiter an. Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten profitiert derzeit noch von abgesenkten Unternehmenssteuern, allerdings werden auch hier die Inlandsinvestitionen schon wieder schw\u00e4cher. \u201eWir erwarten deshalb von der EU, dass sie die Verhandlungen sowohl \u00fcber ein schlankes Freihandelsabkommen mit den USA als auch \u00fcber ein Investitionsabkommen mit China energisch vorantreibt\u201c, forderte Welcker. Zudem sei die Europ\u00e4ische Union in der eigenen Region gefordert, gerade im Jahr der Europawahl f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhalt der Mitgliedsl\u00e4nder zu sorgen. Um die Wirtschaft innerhalb der EU zu st\u00e4rken, sei auch ein Abbau \u00fcberbordender B\u00fcrokratie notwendig, welche insbesondere im Mittelstand enorme Zusatzkosten verursache, betonte Welcker und nannte als Beispiel die nationale Umsetzung der Entsenderichtlinie. Monteure oder Servicefachkr\u00e4fte m\u00fcssen h\u00e4ufig sehr kurzfristig zu Kunden innerhalb Europas reisen \u2013 dies wird durch die Regularien im Prinzip aber unm\u00f6glich gemacht.<\/p>\n<p><strong>Gefahr eines harten Brexits bleibt<\/strong><br \/>\nAls nach wie vor schwer absch\u00e4tzbare Belastung der Gesch\u00e4fte erweist sich der Brexit. Zwar haben sich die Exporte der Maschinenbauer aus Deutschland nach Gro\u00dfbritannien in den ersten neun Monaten 2019 um 4,5 Prozent erh\u00f6ht \u2013 hier d\u00fcrften ein kr\u00e4ftiger Lageraufbau sowie vorgezogene Investitionen eine wichtige Rolle gespielt haben. Doch die Gefahr eines harten Brexits mit all seinen schwer absch\u00e4tzbaren Folgen bleibt bis zur Annahme des Austrittsabkommens durch das britische Parlament bestehen. \u201eUnsere Unternehmen m\u00fcssen sich angesichts der unklaren Situation mit Hochdruck auf einen harten Brexit vorbereiten. Die Chancen, dieses Szenario noch zu vermeiden, werden jeden Tag kleiner\u201c, warnte Welcker.<\/p>\n<p><strong>Politik darf keine Technologie bevorzugen<\/strong><br \/>\nKlare Erwartungen haben die Maschinenbauer an die weitere Arbeit der Gro\u00dfen Koalition in Berlin. \u201eSachpolitik statt Personaldebatten ist jetzt zwingend angesagt\u201c, betonte der VDMA-Pr\u00e4sident. Dazu geh\u00f6re, weiter f\u00fcr den freien globalen Handel zu streiten, aber auch eine Innovationspolitik, die die Digitalisierung auf vielen Feldern der Gesellschaft f\u00f6rdert und zugleich technologieneutral ist. \u201eDer Staat wei\u00df nicht besser als die Unternehmen und deren Kunden, welche Technologie sich durchsetzen wird\u201c, warnte Welcker. Der Maschinenbau-Pr\u00e4sident erinnerte die Regierung auch an das Versprechen einer steuerlichen Forschungsf\u00f6rderung, wie es im Koalitionsvertrag steht. \u201eDie mittelst\u00e4ndische Industrie ist es leid, hier immer wieder vertr\u00f6stet zu werden, w\u00e4hrend fast alle anderen L\u00e4nder in Europa dieses Instrument bereits erfolgreich anwenden\u201c, res\u00fcmierte Welcker.<\/p>\n<p>Quelle: VDMA<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Maschinenbauer in Deutschland haben den handelspolitischen St\u00fcrmen im Jahr 2018 erfolgreich getrotzt und trotz vieler Verunsicherungen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-10584","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10584"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10585,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10584\/revisions\/10585"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10584"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=10584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}