{"id":10776,"date":"2019-01-10T11:35:29","date_gmt":"2019-01-10T10:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10776"},"modified":"2019-01-10T11:36:25","modified_gmt":"2019-01-10T10:36:25","slug":"innovationen-fuer-eine-klimaschonende-chemieproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10776","title":{"rendered":"Innovationen f\u00fcr eine klimaschonende Chemieproduktion"},"content":{"rendered":"<div class=\"title aem-GridColumn aem-GridColumn--default--12\">\n<div class=\"cmp-title\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"text component aem-GridColumn--default--none aem-GridColumn--default--9 aem-GridColumn aem-GridColumn--offset--default--0\">\n<div class=\"textbody\">\n<div class=\"cmp-text\">\n<ul>\n<li><b>BASF verfolgt ambitioniertes Programm zum \u201eCarbon Management\u201c, bei dem Forschung und Entwicklung neue Perspektiven er\u00f6ffnen<\/b><\/li>\n<li><b>Forschungspressekonferenz pr\u00e4sentiert vier wegweisende Projekte f\u00fcr CO<sub>2<\/sub>-arme Produktionsverfahren der Zukunft<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Klimaschutz ist fest in der neuen Unternehmensstrategie von BASF verankert. \u00a0Ein zentrales Ziel dabei lautet, bis zum Jahr 2030 CO<sub>2<\/sub>-neutral zu wachsen. Hierf\u00fcr optimiert BASF kontinuierlich bestehende Prozesse, ersetzt fossile Energiequellen schrittweise durch erneuerbare und entwickelt grundlegend neue emissionsarme Produktionsverfahren. Diese Arbeiten b\u00fcndelt das Unternehmen in einem ehrgeizigen Programm zum \u201eCarbon Management\u201c. Aktuelle Forschungsergebnisse zu den neuen Verfahren und innovative klimaschonende Produkte pr\u00e4sentiert BASF heute auf der Forschungspressekonferenz in Ludwigshafen.<\/p>\n<p>\u201eUm die Klimaschutzziele zu erreichen, m\u00fcssen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im gro\u00dfen Stil vermieden werden. CO<sub>2<\/sub> als Rohstoff zu nutzen, ist nur in Einzelf\u00e4llen sinnvoll und kann daher den Klimawandel nicht entscheidend bremsen\u201c, betont Dr. Martin Bruderm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer der BASF. In den vergangenen Jahrzehnten habe das Unternehmen schon eine erhebliche Vermeidung von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erreicht, indem Produktionsprozesse optimiert und die Effizienz gesteigert wurde. So habe BASF seit 1990 die Emissionen halbiert und zugleich die Produktionsmenge verdoppelt. Die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen erneut deutlich zu senken, erfordere ganz neue Technologien, so Bruderm\u00fcller und daher habe BASF ein ambitioniertes Forschungsprogramm angesto\u00dfen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften CO<sub>2<\/sub>-Quellen in der chemischen Industrie sind fossile Brennstoffe, denn Chemie braucht Energie. So ben\u00f6tigen die Steamcracker der BASF eine Temperatur von 850\u00b0C, um Rohbenzin zur Weiterverarbeitung in Olefine und Aromaten aufzuspalten. K\u00f6nnte diese Energie mit regenerativem Strom eingebracht werden, anstelle des bisher \u00fcblichen Erdgases, w\u00e4re eine deutliche Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von bis zu 90 Prozent m\u00f6glich. In den kommenden f\u00fcnf Jahren soll deshalb das weltweit erste elektrische Beheizungskonzept f\u00fcr Steamcracker entwickelt werden. Gleichzeitig m\u00fcssen Materialpr\u00fcfungen zeigen, welche Metallwerkstoffe f\u00fcr die ben\u00f6tigten hohen Stromst\u00e4rken geeignet sind, um derartige Hochtemperatur-Reaktoren entsprechend auszur\u00fcsten.<\/p>\n<p>Die Produktion von Wasserstoff setzt ebenfalls erhebliche Mengen an CO<sub>2<\/sub> frei. Wasserstoff wird von der chemischen Industrie in gro\u00dfen Mengen als Reaktionspartner ben\u00f6tigt \u2013 von BASF beispielsweise f\u00fcr die Ammoniaksynthese, ist aber auch f\u00fcr viele nachhaltige Anwendungen der Zukunft als Energietr\u00e4ger und Energiespeicher unverzichtbar. Gemeinsam mit Kooperationspartnern entwickelt BASF deshalb eine neue Prozesstechnologie zur Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas. Dabei wird Erdgas direkt in die Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff gespalten. Das anfallende Kohlenstoffprodukt kann potenziell zur Herstellung von beispielsweise Stahl oder Aluminium eingesetzt werden. Dieser Prozess der Methanpyrolyse erfordert vergleichsweise wenig Energie. Stammt diese zudem aus erneuerbaren Quellen, kann Wasserstoff im industriellen Ma\u00dfstab CO<sub>2<\/sub>-frei produziert werden.<\/p>\n<p><b>Entwicklung neuer Katalysatoren ist ein Schl\u00fcssel zum Erfolg<\/b><\/p>\n<p>Als zentrales, gro\u00dfvolumiges Zwischenprodukt sind Olefine ein besonders wichtiger Ansatzpunkt f\u00fcr neue emissionsarme Verfahren. Die erheblichen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, die bei der heutigen Herstellung in Steamcrackern entstehen, k\u00f6nnten auch durch das sogenannte trockene Reformieren von Methan deutlich reduziert werden. Hierbei entsteht ein Synthesegas, das \u00fcber die Zwischenstufe Dimethylether zu Olefinen umgesetzt werden kann. Einen solchen Weg konnten BASF-Forscher nun erstmals mit ganz neuen, leistungsf\u00e4higen Katalysatorsystemen bahnen. Vermarket werden diese Katalysatoren einer neuen Generation in Kooperation mit Linde. Je nach Verf\u00fcgbarkeit von Rohstoffen und regenerativem Strom stellt dieses innovative Verfahren dann eine Erg\u00e4nzung oder Alternative zu dem m\u00f6glichen elektrischen Beheizen von Steamcrackern dar.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die stoffliche Nutzung von CO<sub>2<\/sub> als chemischen Rohstoff pr\u00e4sentiert BASF einen neuen Ansatz: die Herstellung von Natrium-Acrylat aus Ethen und CO<sub>2<\/sub>. Natrium-Acrylat ist ein wichtiger Ausgangsstoff f\u00fcr Superabsorber, die in Windeln und anderen Hygieneprodukten eine breite Anwendung finden. Forschern des von BASF unterst\u00fctzten \u201eCatalysis Research Laboratory\u201c (CaRLa) an der Universit\u00e4t Heidelberg gelang es vor wenigen Jahren erstmals, den Katalysezyklus f\u00fcr diese Reaktion zu schlie\u00dfen. Inzwischen haben Experten der BASF den Prozess in Richtung einer industriellen Nutzung entscheidend weiterentwickelt und in einer Miniplant-Anlage im Laborma\u00dfstab die erfolgreiche Umsetzung demonstriert. Gegen\u00fcber dem bisherigen Produktionsverfahren f\u00fcr Superabsorber, das auf Propen basiert, w\u00fcrde das CO<sub>2<\/sub> im neuen Prozess etwa 30 Prozent der fossilen Rohstoffe ersetzen, wenn dieser sich auch im gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab als stabil und energetisch g\u00fcnstig bew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><b>Bekenntnis zu Spitzenforschung im globalen Wissensverbund<\/b><\/p>\n<p>Die vier pr\u00e4sentierten Projekte stehen stellvertretend f\u00fcr das einzigartige Themen-Portfolio der BASF-Forschung, das auch die Arbeit an wegweisenden Sprunginnovationen einschlie\u00dft. BASF strebt an, die Aufwendungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung weiterhin auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre zu halten. Im Jahr 2017 lagen diese Aufwendungen bei 1.888 Millionen \u20ac, die Summe f\u00fcr 2018 wird zur Bilanz-Pressekonferenz Ende Februar ver\u00f6ffentlicht. Die Forschungs-pipeline von BASF umfasst rund 3.000 Projekte, die von weltweit mehr als 11.000\u00a0Mitarbeitern in Forschung und Entwicklung bearbeitet werden. Ein wichtiger Baustein des Wissensverbundes ist das globale Netzwerk von F&amp;E-Kooperationen mit exzellenten Universit\u00e4ten, Forschungsinstituten und Unternehmen.<\/p>\n<p>Quelle: BASF<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klimaschutz ist fest in der neuen Unternehmensstrategie von BASF verankert.  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