{"id":10801,"date":"2019-01-11T11:33:34","date_gmt":"2019-01-11T10:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10801"},"modified":"2019-01-11T11:33:34","modified_gmt":"2019-01-11T10:33:34","slug":"modernste-vr-technologie-in-magdeburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10801","title":{"rendered":"Modernste VR-Technologie in Magdeburg"},"content":{"rendered":"<div class=\"fhg-content fhg-richtext\">\n<h4><b>Das gr\u00f6\u00dfte 3D-Mixed-Reality-Labor Europas steht in Magdeburg: Mit einer H\u00f6he von vier und einem Durchmesser von 16 Metern erinnert der Elbedome des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF an eine halbierte Kugel. Hier k\u00f6nnen Unternehmen Maschinen, Anlagen, komplette Fabriken oder ganze St\u00e4dte 1:1 eindrucksvoll erlebbar machen. Ein Interview mit Steffen Masik, Leiter der Gesch\u00e4ftsstelle Elbedome, \u00fcber die Besonderheiten des Labors.<\/b><\/h4>\n<h4>Vergangenen Mai wurde das einzigartige Labor f\u00fcr Simulationen nach aufw\u00e4ndiger Modernisierung (siehe Kasten \u00bbIn virtuelle Welten eintauchen\u00ab) wiederer\u00f6ffnet. Herr Masik, welche Neuerungen bietet das Visualisierungssystem nach der Renovierung?<\/h4>\n<p>Statt nur des Panoramas kann nun auch der Boden als Projektionsfl\u00e4che verwendet werden. Somit lassen sich virtuelle Objekte in den Raum hereinholen und mit realen Elementen innerhalb des Elbedomes verbinden. Das neue stereoskopische Projektionssystem erm\u00f6glicht zus\u00e4tzlich die dreidimensionale Wahrnehmung der Modelle. Nebenbei verf\u00fcgt der Elbedome jetzt \u00fcber eine erheblich hellere und h\u00f6her aufl\u00f6sende Projektion sowie moderne Rechentechnik zur Bilderzeugung und Simulation.<\/p>\n<h4>K\u00f6nnen Sie beschreiben, wie die Technologie funktioniert? Wodurch zeichnen sich 3D-Mixed-Reality-Anwendungen aus?<\/h4>\n<p>Die Projektion erfolgt mithilfe von 25 hochaufl\u00f6senden und taglichthellen Stereo-Projektoren auf Boden und Panorama sowie gegebenenfalls auf weitere Gegenst\u00e4nde im Raum. Ein automatisiertes Kalibrierungssystem hilft uns, schnell auf ge\u00e4nderte Projektionsparameter umzustellen. Mixed-Reality-Anwendungen verbinden reale Objekte wie Arbeitspl\u00e4tze, Roboter oder Steuerungen mit virtuellen Elementen, beispielsweise einer Maschine, Anlage oder einer ganzen umgebenden Fabrik. Durch ein hochgenaues Trackingsystem sind Ergonomieuntersuchungen an den realen oder virtuellen Prototypen von Arbeitspl\u00e4tzen, Anlagen oder Maschinen m\u00f6glich.<\/p>\n<h4>F\u00fcr welche Aufgaben eignet sich der Elbedome besonders?<\/h4>\n<p>Der Elbedome besitzt eine Panorama- und Boden-Projektionsfl\u00e4che von \u00fcber 450 Quadratmetern. Durch diese gewaltigen Dimensionen eignet er sich besonders f\u00fcr die Darstellung gro\u00dfer Objekte wie zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Fabriken oder ganzen St\u00e4dten. Die Gr\u00f6\u00dfe des Raums erlaubt es weiterhin, auch gro\u00dfe Objekte als Hologramme in den Raum zu projizieren und den Betrachtern den Eindruck zu vermitteln, sich inmitten der virtuellen Welt zu befinden. Ebenso stellt der Elbedome genug Raum f\u00fcr die Beteiligten von industriellen Planungen zur Verf\u00fcgung oder kann als Marketinginstrument bis zu 30 Besucher gleichzeitig virtuelle Welten erleben lassen.<\/p>\n<h4>Wof\u00fcr nutzen Unternehmen virtuelle Welten typischerweise?<\/h4>\n<p>Virtuelle Realit\u00e4ten werden in produzierenden Unternehmen genutzt, um Planungsst\u00e4nde zu bewerten, Entscheidungsfindungsprozesse voranzutreiben sowie Qualifikations-, Kommunikations- und Marketingma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. Beispielsweise ist die Planung einer Fabrik ein hochkomplexer Prozess. Hier arbeiten verschiedene Berufsgruppen interdisziplin\u00e4r zusammen und m\u00fcssen einander verstehen. Virtuelle Realit\u00e4ten helfen dabei, unterschiedliche Daten zu kombinieren und verschiedene Sichtweisen zu vereinen.<\/p>\n<h4>Was bringt die Technik, inwiefern profitieren Ihre Kunden davon?<\/h4>\n<p>Unsere Kunden k\u00f6nnen den Elbedome beispielsweise als Erlebnis-, Lern- und Kreativraum einsetzen und damit die Kommunikation mit ihren Kunden wirksam verbessern, Marketingveranstaltungen durchf\u00fchren, die durch ihre Einzigartigkeit im Kopf bleiben, oder nachhaltig Mitarbeitende schulen und Erfahrungen von Experten transferieren. Wir erm\u00f6glichen es damit insbesondere den Unternehmen der Region, sich von ihren Wettbewerbern abzuheben und durch innovative Planungsmethoden, durchg\u00e4ngige Digitalisierung und nachhaltiges Marketing \u00fcberregional Sichtbarkeit zu erlangen.<\/p>\n<h4>Im Mixed-Reality-Labor arbeiten Sie an den Fragen der Zukunft. Welchen Zukunftsthemen widmen sie sich vor allem? Auf die Entwicklung welcher Technologien und Anwendungen legen Sie den Fokus?<\/h4>\n<p>Das Fraunhofer IFF forscht vorrangig an L\u00f6sungen, wie Unternehmen ihre Produktion sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten k\u00f6nnen und entwickelt somit die Arbeitssysteme der Zukunft. Der Elbedome unterst\u00fctzt diese Themen als Anwendungslabor und stellt eine einzigartige Schnittstelle zu industriellen Forschungspartnern bereit. Der Fokus f\u00fcr den Elbedome liegt dabei in der Verarbeitung und Visualisierung von gro\u00dfen Planungs- und Simulationsdatens\u00e4tzen sowie Echtzeitdaten aus der Produktion und der intuitiven Interaktion mit den daraus entstehenden cyberphysischen Systemen. Doch auch aktuelle Anwendungen aus den Bereichen Architektur, St\u00e4dteplanung oder Medizin zeigen, dass die Einsatzm\u00f6glichkeiten des Elbedomes weit \u00fcber den industriellen Bereich hinausgehen und hier nahezu keine Grenzen gesetzt sind.<\/p>\n<h4>Wer kann das Labor mieten? Wer nutzt es vorrangig?<\/h4>\n<p>Wir stellen den Elbedome gern jedem interessierten Unternehmen stundenweise oder auch f\u00fcr l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume zur Verf\u00fcgung. Einerseits k\u00f6nnen wir mithilfe des Elbedomes den Unternehmen dabei eindr\u00fccklich vermitteln, welche Vorteile die Digitalisierung und die Werkzeuge von Industrie 4.0 bieten, andererseits k\u00f6nnen Unternehmen nat\u00fcrlich auch eigene Datens\u00e4tze mitbringen und den Elbedome f\u00fcr die interne und externe Kommunikation verwenden. Selbstverst\u00e4ndlich steht der Elbedome auch Wissenschaftlern insbesondere den lokalen Universit\u00e4ten und Hochschulen sowie den Fraunhofer-Kolleginnen und -Kollegen f\u00fcr ihre Industrie- und Forschungsprojekte zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h4>Welche aktuellen Entwicklungsprojekte verfolgen Sie derzeit im Elbedome?<\/h4>\n<p>Einerseits entwickeln wir unser Dienstleistungsportfolio und damit auch die angebotenen Funktionalit\u00e4ten st\u00e4ndig weiter. In verschiedenen Projekten untersuchen wir gemeinsam mit Industriepartnern, welche Datens\u00e4tze aus Planung und Betrieb zuk\u00fcnftig im Elbedome interessant sein werden und wie diese mit anderen Informationen verbunden und visualisiert werden k\u00f6nnen. Andererseits untersuchen wir aber auch, wie Menschen effizient und ausdauernd in derartigen Umgebungen arbeiten k\u00f6nnen, ohne dass ihnen beispielsweise schlecht oder schwindelig wird.<\/p>\n<h4>2018 wurde das Virtual Development und Training Centre VDTC zum \u00bbEuropean Digital Innovation Hub\u00ab ernannt. Welche M\u00f6glichkeiten erhalten Unternehmen in Sachsen-Anhalt dadurch?<\/h4>\n<p>Das VDTC wurde zum DIH ernannt, weil wir uns seit Jahren in der Region f\u00fcr das Thema \u00bbDigitalisierung in produzierenden Unternehmen\u00ab einsetzen und mit unserer Arbeit in den wichtigsten Netzwerken und Initiativen vertreten und mit den wichtigsten Stakeholdern vernetzt sind. Wir bieten mit unseren L\u00f6sungen, Werkzeugen, Forschungsthemen und nicht zuletzt dem Elbedome einen kompetenten Ansprechpartner in Sachsen-Anhalt, um in Sachen Digitalisierung zu unterst\u00fctzen und zu vermitteln.<\/p>\n<p>Uns erm\u00f6glicht die Aufnahme in die Riege der DIH nun unser Engagement, das wir f\u00fcr Unternehmen vor allem auf der regionalen Ebene vorantreiben, auf ein europ\u00e4isches Niveau zu heben. Wir haben in den letzten Monaten gemerkt, dass die Klassifizierung als DIH f\u00fcr uns einiges mehr an Sichtbarkeit bedeutet. Dies muss nun in Vorteile f\u00fcr Unternehmen in der Region umgem\u00fcnzt werden. \u00dcber das Netzwerk von DIH bieten wir Unternehmen Zugang zu neuen Partnern und neuem Wissen, welches sie vielleicht nicht direkt vor Ort finden. Auf der anderen Seite k\u00f6nnen wir auch mit Industriepartnern als Ansprechpartner f\u00fcr ausl\u00e4ndische Anfragen dienen, um dann die Internationalisierung regionaler Unternehmen, vor allem innovativer KMU, voranzutreiben. Gerade Letzteres hat in Sachsen-Anhalt hohe Priorit\u00e4t. Wir arbeiten eng mit dem Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung zusammen, um die Aktivit\u00e4ten des DIH auszuweiten und auch Themen wie Entrepreneurship und Start-ups mit weiteren Partnern im Land voranzutreiben.<\/p>\n<p>Quelle: Fraunhofer<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das gr\u00f6\u00dfte 3D-Mixed-Reality-Labor Europas steht in Magdeburg: Mit einer H\u00f6he von vier und einem Durchmesser von 16 Metern erinnert der Elbedome&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10802,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-10801","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10801"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10803,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10801\/revisions\/10803"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10801"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=10801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}