{"id":10941,"date":"2019-01-18T15:14:56","date_gmt":"2019-01-18T14:14:56","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=10941"},"modified":"2019-01-18T15:14:56","modified_gmt":"2019-01-18T14:14:56","slug":"ein-strahlender-durchblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=10941","title":{"rendered":"Ein strahlender Durchblick"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>100 %-Inline-Kontrolle der Extrudatqualit\u00e4t mit Mikrowellen-Tomografie<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Das SKZ und der Lehrstuhl f\u00fcr Numerische Mathematik der Universit\u00e4t des Saarlandes arbeiten bis Mitte 2020 im Rahmen eines \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsprojekts an der Mikrowellen-Tomografie zur Beurteilung der Extrudatqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Viele bestehende Verfahren zur Beurteilung der Extrudatqualit\u00e4t liefern als Offline-Pr\u00fcfungen lediglich zeitversetzt Informationen. Die Folgen sind gro\u00dfe Ausschussmengen und zeitverz\u00f6gerte Korrekturm\u00f6glichkeiten sowie die damit verbundene geringe Wirtschaftlichkeit. \u201eDie derzeit eingesetzte Inline-Messtechnik beschr\u00e4nkt sich aufgrund der enormen Datenmenge auf Punktinformationen oder setzt a-priori Informationen wie eine Homogenit\u00e4t von Materialeigenschaften \u00fcber die gesamte Wanddicke voraus, was oftmals nicht der Realit\u00e4t entspricht\u201c, erkl\u00e4rt Marcel Mayr vom SKZ.<\/p>\n<p>Die Mikrowellen-Tomografie erm\u00f6glicht hingegen eine wirtschaftlich sinnvolle 100 %-Inline-Kontrolle direkt w\u00e4hrend der Bauteilherstellung. Die dabei verwendete Mikrowellen-Strahlung ist im Vergleich zu R\u00f6ntgenstrahlung, die etwa bei der Computertomografie genutzt wird, nicht ionisierend und damit g\u00e4nzlich gef\u00e4hrdungsfrei. Daher entfallen aufw\u00e4ndige Arbeitsschutzma\u00dfnahmen und ein hoher organisatorischer Aufwand. Weiterhin wird im Vergleich zu der etablierten Ultraschalltechnik kein Koppelmedium ben\u00f6tigt, sodass die Pr\u00fcfung ber\u00fchrungsfrei und weitestgehend temperaturunabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Jedoch ist die Mikrowellen-Tomografie noch immer eine Randerscheinung im akademischen Umfeld. Das soll nun ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p>Die beiden Forschungsstellen arbeiten aktuell im Rahmen des \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Forschungsprojekts an der Weiterentwicklung dieser Technologie. Das Ergebnis ist ein Demonstrator, den interessierte Unternehmen f\u00fcr ihre Anwendungen erproben k\u00f6nnen. Sowohl die dreidimensionale Erfassung der Bauteilgeometrie, die Detektion von herstellungsbedingten Fehlstellen wie Lunkern als auch die Materialcharakterisierung, etwa hinsichtlich des lokalen F\u00fcllstoffgehaltes, werden mit dem Demonstrator erm\u00f6glicht. Dabei werden mit dem Brechungsindex und dem Absorptionskoeffizient zwei verfahrensspezifische Mikrowellen-Kennwerte ber\u00fccksichtigt, die jeweils f\u00fcr sich allein keine dreidimensionale Rekonstruktion in hoher Qualit\u00e4t erm\u00f6glichen. Werden die gewonnenen Informationen jedoch vereint, so ergibt sich eine Abbildung in hoher Aufl\u00f6sung und Detailtreue (vgl. Bild).<\/p>\n<p>Allen Firmen, die ein Interesse an einer im Prozess dokumentierbaren Produktqualit\u00e4t haben, wird die M\u00f6glichkeit geboten, kostenlos und unverbindlich an dieser Entwicklung teilzuhaben.<\/p>\n<p>Das Vorhaben 19948 N der Forschungsvereinigung F\u00f6rdergemeinschaft f\u00fcr das SKZ wird \u00fcber die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur F\u00f6rderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gef\u00f6rdert. Das SKZ bedankt sich f\u00fcr die finanzielle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Quelle: SKZ<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das SKZ und der Lehrstuhl f\u00fcr Numerische Mathematik der Universit\u00e4t des Saarlandes arbeiten bis Mitte 2020 im Rahmen eines \u00f6ffentlich&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10942,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-10941","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10941"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10941\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10943,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10941\/revisions\/10943"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10941"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=10941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}