{"id":11215,"date":"2019-01-31T10:22:57","date_gmt":"2019-01-31T09:22:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=11215"},"modified":"2019-01-31T10:40:58","modified_gmt":"2019-01-31T09:40:58","slug":"arburg-auf-der-hannover-messe-2019-am-factory-produziert-on-demand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=11215","title":{"rendered":"Arburg auf der Hannover Messe 2019: AM Factory produziert \u201eon demand\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>AM Factory: Vollautomatisierte, 100 Prozent r\u00fcckverfolgbare additive Fertigung in Losgr\u00f6\u00dfe 1<\/strong><\/li>\n<li><strong>Freeformer: Offenes additives Fertigungssystem f\u00fcr Einzelteile und Kleinserien aus Originalmaterial<\/strong><\/li>\n<li><strong>Digitalisierung: MES, Scada-System und neues Kundenportal steigern Produktionseffizienz<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Als Vorreiter der Kunststoffbranche in Sachen Industrie 4.0 und Digitalisierung zeigt Arburg auf der Hannover Messe vom 1. bis 4. April 2019 wieder zukunftsweisende Praxisl\u00f6sungen im Bereich \u201eDigital Factory\u201c. Highlight auf dem Stand J10 in Halle 6 ist in diesem Jahr die \u201eAM (Additive Manufacturing) Factory\u201c: Eine Turnkey-Anlage fertigt Vakuumgreifer in sechs verschiedenen Varianten \u201eon demand\u201c \u2013 vollautomatisiert und zu 100 Prozent r\u00fcckverfolgbar. Das neue Scada-System ATCM (Arburg Turnkey Control Module) sammelt, visualisiert und \u00fcbermittelt dabei die relevanten Prozessdaten. Zudem pr\u00e4sentiert Arburg sein neues Kundenportal und das Leitrechnersystem ALS, eine spezielle MES-L\u00f6sung f\u00fcr Kunststoffverarbeiter.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eMit \u00fcber 30 Jahren Erfahrung in der IT-vernetzten Produktion sind wir Vorreiter unserer Branche zum Thema Digitalisierung und Industrie 4.0. Ich bin \u00fcberzeugt, dass eine Kombination von Additive Manufacturing, Automation und Digitalisierung enormes Potenzial bietet und der kunststoffverarbeitende Betrieb damit fit f\u00fcr die Zukunft wird\u201c, erkl\u00e4rt Heinz Gaub, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Technik bei Arburg. \u201eEin herausragendes Praxisbeispiel dazu zeigen wir in unserer neuen \u201aAM Factory\u2018. Eine Turnkey-Anlage rund um einen Freeformer 300-3X f\u00fcr die industrielle additive Fertigung produziert hier vollautomatisiert, vernetzt und zu 100 Prozent r\u00fcckverfolgbar individualisierte Greifer-Varianten.\u201c<\/p>\n<p><strong>AM Factory: Greifer-Variante nach Kundenwunsch<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee der AM Factory ist, Kleinserien oder Bauteile in Losgr\u00f6\u00dfe\u00a01 vollautomatisiert \u2013 und damit z. B. auch mannlos \u00fcber Nacht \u2013 additiv zu fertigen oder zu veredeln. Auf der Hannover Messe 2019 wird als Beispiel die Fertigung von Vakuumgreifern f\u00fcr Schachfiguren gezeigt. F\u00fcr jede Figur \u2013 Dame, K\u00f6nig, L\u00e4ufer, Springer, Turm oder Bauer \u2013 gibt es eine eigene Greifer-Variante mit passender Geometrie. Die zentralen Elemente der Turnkey-Anlage sind ein Freeformer 300-3X, ein Sechs-Achs-Roboter und das Scada-System Arburg Turnkey Control Module (ATCM). Dar\u00fcber hinaus kommt bei der AM Factory eine modulare und skalierbare Sicherheitssteuerung zum Einsatz, die Arburg speziell f\u00fcr komplexe Turnkey-Anlagen entwickelt hat, um den kontinuier\u00adlich steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen.<\/p>\n<p><strong>Schritt f\u00fcr Schritt zum individualisierten Bauteil<\/strong><\/p>\n<p>Der Auftrag der gew\u00fcnschten Greifer-Variante wird zun\u00e4chst an einem Terminal gestartet. Jedes Bauteil erh\u00e4lt im ATCM automatisch eine eigene Nummer (ID). Die komplette Handhabung \u00fcbernimmt ein Kuka Sechs-Achs-Roboter. Er entnimmt eine Greifer-Grundplatte aus dem Schachtmagazin und f\u00fchrt sie der Station \u201eLaserbeschriftung\u201c zu. Dort wird sie mit einem DM-Code gekennzeichnet und ist eindeutig r\u00fcckverfolgbar. Das Einlegeteil wird auf einem Werkst\u00fccktr\u00e4ger platziert, in der n\u00e4chsten Station plasmabehandelt und vor dem Einlegen in den Freeformer-Bauraum gescannt. Daraufhin erg\u00e4nzt der Freeformer 300-3X entsprechend des hinterlegten 3D-Druck-Auftrags in rund drei Minuten Bauzeit die gew\u00fcnschte funktionale Kontur aus dem Elastomer TPU (Desmopan 9370). Der fertige Vakuumgreifer wird entnommen, erneut gescannt und noch in der Fertigungszelle einer taktilen Funktionspr\u00fcfung unterzogen. Dazu wird die gew\u00fcnschte Schachfigur angesaugt und auf dem Schachbrett umgesetzt.<\/p>\n<p>Das Erfassen und Zusammenf\u00fchren der Prozess- und Qualit\u00e4tsdaten \u00fcbernimmt das ATCM. \u00dcber ein HMI-Terminal (Human Machine Interface) mit Touch-Panel visualisiert es zudem die wichtigen Funktionen der kompletten Fertigungszelle. Der Datentransfer erfolgt \u00fcber die Kommunika\u00adtionsplattform OPC UA. \u00dcber seinen DM-Code ist jeder Vakuumgreifer zu 100 Prozent r\u00fcckverfolgbar. Auf einer individuellen Website werden nach Scannen des Codes relevante Fertigungsdaten wie z. B. Bauzeit, Material, Tropfenanzahl und Bauraumtemperatur dargestellt.<\/p>\n<p><strong>Freeformer: offenes System verarbeitet Originalmaterialien<\/strong><\/p>\n<p>Der Freeformer 300-3X l\u00e4sst sich problemlos automatisiert in vernetzte Fertigungslinien integrieren. Das automatische \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen der Bauraumt\u00fcr erfolgt \u00fcber optionale Robot-Schnittstellen. Mit drei direkt beheizten Austragseinheiten kann die neue gro\u00dfe Maschine aus zwei Kunststoff-Komponenten und St\u00fctzmaterial komplexe und belastbare Funktionsbauteile in Hart-Weich-Verbindung herstellen. Das Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) bietet zudem Materialfreiheit und wird deshalb als \u201eoffenes System\u201c bezeichnet. Ausgangsbasis sind qualifizierte Original\u00adkunststoffe in Form kosteng\u00fcnstiger Granulate, wie sie auch im Spritzgie\u00dfen eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Hinsichtlich Branche und Einsatzbereich sind dem Freeformer kaum Grenzen gesetzt. \u00dcber die additive Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien hinaus lassen sich durch Kombination von additiver Fertigung, Spritzgie\u00dfen und Industrie 4.0-Technologien Gro\u00dfserienteile in Losgr\u00f6\u00dfe 1 veredeln und individualisieren. F\u00fcr die industrielle Anwendung sind individualisierte Kunststoffteile f\u00fcr Konsumg\u00fcter, medizinische Einzelteile (Implantate), Betriebsmittel sowie funktionale Ersatzteile pr\u00e4destiniert. Eine Auswahl an Bauteilen kann der Besucher an einer interaktiven Station selbst hinsichtlich Funktionalit\u00e4t und Qualit\u00e4t testen.<\/p>\n<p><strong>\u201eIntegrated Lightweight Plaza\u201c: Freeformer f\u00fcr den Leichtbau<\/strong><\/p>\n<p>Interessant sind im Zusammenhang mit dem AKF-Verfahren auch die Themen Funktionsintegration und Leichtbau. Beispielsweise lassen sich bionisch optimierte Bauteile konstruieren und additiv fertigen, ohne fertigungstechni\u00adsche Zw\u00e4nge wie beim Spritzgie\u00dfen ber\u00fccksichtigen zu m\u00fcssen. Arburg zeigt dazu auf der Hannover Messe 2019 in der Sonderausstellung \u201eIntegrated Lightweight Plaza\u201c (Halle 5) einen Freeformer 200-3X. Zudem wird Manuel W\u00f6hrle, Senior Sales Manager Lightweight bei Arburg, am 2. April 2019 im Rahmen des \u201eForum Industrial Supply\u201c (Halle 4) einen Vortrag halten zu innovativen Leichtbau-Verfahren in der additiven Fertigung und im Spritzgie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Branchenvorreiter beim Thema Digitalisierung<\/strong><\/p>\n<p>Das Angebot von Arburg f\u00fcr die IT-vernetzte und produktions\u00adeffiziente Kunststoffteilefertigung reicht von digitalen Assistenzpaketen f\u00fcr Allrounder-Spritzgie\u00dfmaschinen \u00fcber Predicitive Maintenance bis zum eigenen MES, Kundenportal und Remote Service.<\/p>\n<p>Das Leitrechnersystem ALS ist bereits seit 1986 das MES von Arburg speziell f\u00fcr die Spritzgie\u00dffertigung und wird seither kontinuierlich weiterentwickelt. Als zentraler Baustein von Industrie 4.0 erm\u00f6glicht ALS den Online-Datenaustausch \u00fcber Produktions\u00adeinrichtungen und -standorte hinweg (horizontale Integration) ebenso wie mit einem PPS\/ERP-System (vertikale Integration). Pr\u00e4sentiert wird, wie das ALS alle relevanten Produktions- und Qualit\u00e4tsdaten erfasst und archiviert und z.\u00a0B. R\u00fcckmeldungen und Kennzahlen zu Maschinen, f\u00e4lligen Wartungen, laufenden Auftr\u00e4gen und zur Produktionsqualit\u00e4t zur Verf\u00fcgung stellt \u2013 auch f\u00fcr mobile Anwendungen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus treibt Arburg die Digitalisierung bei seinen Gesch\u00e4ftsprozessen und Dienstleistungen voran. Das neue Kundenportal stellt \u00fcber eine Cloud-L\u00f6sung verschiedene Dienstleistungen geb\u00fcndelt und \u00fcbersichtlich bereit. Als zentrale Applikationen (Apps) werden z. B. das \u201eMachine Center\u201c, das zu jeder Maschine wichtige Informationen und Dokumente enth\u00e4lt, der \u201eShop\u201c f\u00fcr die Bestellung von Ersatzteilen und das \u201eService Center\u201c vorgestellt. Nach Freischaltung der gew\u00fcnschten Applikationen und Services lassen sich diese \u00fcber einen PC oder ein mobiles Endger\u00e4t nutzen.<\/p>\n<p>Quelle: Arburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Vorreiter der Kunststoffbranche in Sachen Industrie 4.0 und Digitalisierung zeigt Arburg auf der Hannover Messe vom 1. bis 4. 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