{"id":11315,"date":"2019-02-05T10:59:31","date_gmt":"2019-02-05T09:59:31","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=11315"},"modified":"2019-02-05T11:00:16","modified_gmt":"2019-02-05T10:00:16","slug":"kunststoff-recycling-forscher-der-zuse-gemeinschaft-liefern-neue-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=11315","title":{"rendered":"Kunststoff-Recycling \u2013 Forscher der Zuse-Gemeinschaft liefern neue L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"post-content\">\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\">Seit 1. Januar 2019 gilt das Verpackungsgesetz mit seinen steigenden Anforderungen an das Recyceln von Kunststoff-Verpackungen. Wie l\u00e4sst sich die Wiederverwertung von Kunststoffen ausweiten und weiter verbessern? Antworten darauf haben Forschungsinstitute der Zuse-Gemeinschaft. Expertise in Sachen Kunststoffe ist in zahlreichen der bundesweit mehr als 70 Institute stark vertreten.<\/h4>\n<p>Kunststoffe lassen sich am besten wiederverwerten, wenn sie nicht nur sortenrein getrennt zur Verf\u00fcgung stehen, sondern sich auch in ihren Ausgangsstoffen gleichen. Allerdings geben Unternehmen ungern die sensiblen Daten ihrer Rezepturen preis. Hier setzt ein Projekt des Kunststoff-Zentrums SKZ an. Ohne die einzelnen Zutaten der Kunststoffe zu kennen, erfassen die W\u00fcrzburger Wissenschaftler in einem neuen, von der EU gef\u00f6rderten Kooperationsprojekt, wichtige Messgr\u00f6\u00dfen bei der Produktion wie Temperatur, Druck und Flie\u00dfeigenschaften des Materials, die mittels digitaler Technologien f\u00fcr die Wiederverwertung bereitgestellt werden. <span id=\"more-4162\"><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_4174\" class=\"wp-caption alignleft\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4174 size-full\" src=\"https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20122018_SKZ_Compoundieren_BildrechteSKZ_Beitrag.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" srcset=\"https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20122018_SKZ_Compoundieren_BildrechteSKZ_Beitrag-200x134.jpg 200w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20122018_SKZ_Compoundieren_BildrechteSKZ_Beitrag-300x200.jpg 300w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20122018_SKZ_Compoundieren_BildrechteSKZ_Beitrag-400x267.jpg 400w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20122018_SKZ_Compoundieren_BildrechteSKZ_Beitrag.jpg 500w\" alt=\"Kunststoff-Recycling SKZ Compoundieren Pressenbild Zuse Gemeinschaft\" width=\"500\" height=\"334\" \/><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">Die Aufbereitung von Kunststoffen, das sogenannte Compoundieren, ist zentraler Schritt bei der Kunststoffproduktion, so auch beim Recycling. Bildquelle: SKZ<\/p>\n<\/div>\n<p>\u201eWir entwickeln einen digitalen Werkzeugkasten, so dass die einzelnen, in der Neuware verwendeten Inhaltsstoffe nicht unbedingt bekannt sein m\u00fcssen, um sp\u00e4ter ein hochwertiges Recycling-Produkt herzustellen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Hermann Achenbach vom Gesch\u00e4ftsfeld Nachhaltigkeit des SKZ. So kann Recycling k\u00fcnftig schon verst\u00e4rkt beginnen, bevor das Produkt aus Neuware \u00fcberhaupt vermarktet ist. Das Projekt des Kunststoff-Zentrums SKZ zielt n\u00e4mlich vor allem auf Reste aus der Produktion und gewerbliche Abf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Sind die Mengen f\u00fcr\u2019s Kunststoff-Recycling zusammen, geht es bei der Verarbeitung von gebrauchtem Plastikmaterial, z. B. aus Verpackungen, darum, ein hohes Qualit\u00e4tsniveau zu halten. Dazu wird der Kunststoff beim sogenannten Compoundieren mit Zusatzstoffen aufbereitet, um die gew\u00fcnschten Eigenschaften zu erzielen. \u201eWir haben Additivierungen f\u00fcr die Recyclingware entwickelt, um die Bruchdehnungen der Ausgangsmaterialien um das Zehnfache zu erh\u00f6hen, so dass dieses Material in vielen hochwertigen Anwendungen Neuware ersetzen kann\u201c, erkl\u00e4rt Achenbach.<\/p>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\">Mischungen aus mehreren Kunststofftypen<\/h4>\n<p>Auf der Ebene der Produktion setzte auch ein Projekt des Instituts f\u00fcr Kunststofftechnologie und -recycling (IKTR) an. Den Anlass f\u00fcr das Projekt gab das Problem eines mittelst\u00e4ndischen Kunststoff-Verarbeiters, bei dem t\u00e4glich kleine Mengen unterschiedlicher Kunststoffe \u00fcbrigblieben. \u201eZum Entsorgen zu schade, zum Verarbeiten zu wenig\u201c lautete sein Fazit.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Verarbeiter entwickelten die Forscher des IKTR Rezepturen f\u00fcr Kunststoffmischungen. Mit einem speziellen Vertr\u00e4glichkeitsvermittler wurde ein Produkt aus f\u00fcnf unterschiedliche Komponenten hergestellt, welches sich durch besonders gute Eigenschaften auszeichnete. Aus der Kunststoffmischung konnten Formteile f\u00fcr Armaturen und Abdeckungen hergestellt werden. \u201eDie Entwicklung tr\u00e4gt dazu bei, Rohstoffe zu sparen, Restmengen wirtschaftlich zu verwerten und Lagerkapazit\u00e4ten freizuhalten\u201c, erl\u00e4utert IKTR-Vorstandsvorsitzende Anke Schadewald.<\/p>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\">Gluten: Mehr als Bio-Kitt f\u00fcr Kunststoff<\/h4>\n<p>Kreislaufwirtschaft mit nachwachsenden Rohstoffen betreibt das Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ). Die Kunst der Bio-Kunststoffproduktion liegt darin, die Strukturen pflanzlicher Rohstoffe fit zu machen f\u00fcr anspruchsvolle Eins\u00e4tze in Konsum- und Industrieg\u00fctern. Dabei hilft das als Getreidekleber bekannte Gluten. Das KUZ setzt Gluten f\u00fcr spritzgussf\u00e4hige Bio-Kunststoffverbindungen ein. Daf\u00fcr nutzen die Wissenschaftler die gro\u00dfe Reaktionsfreudigkeit des sehr elastischen Glutens. So kann der Getreidekleber zwischen verschiedenen Reaktionspartnern \u201evermitteln\u201c und Haftung herstellen.<\/p>\n<p>Aufbauend auf diesen Erfolgen arbeiten die Leipziger Forscher an einem vom Bundeswirtschaftsministerium gef\u00f6rderten Projekt, in dem der aus Zuckerrohr gewonnene, spr\u00f6de Biokunststoff Polylactid (PLA) mit Hilfe des Glutens geschmeidiger gemacht wird. \u201eAus dem Zuckerrohr wird durch Fermentation ein Polymer, speziell das Polylactid, gewonnen und in das zuckerrohrbasierte Polylactid lagern sich Gluten-Tr\u00f6pfchen ein. Sie sorgen f\u00fcr mehr Elastizit\u00e4t. Im Kunststoff ist Gluten daher mehr als nur Bio-Kitt, denn es kann Strukturen ver\u00e4ndern\u201c, sagt KUZ-Bereichsleiterin Petra Krajewsky.<\/p>\n<div id=\"attachment_4176\" class=\"wp-caption alignleft\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4176 size-full\" src=\"https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Zuse-Gemeinschaft-Pressebild-In-solch-einer-Compoundieranlage-lassen-sich-auch-Biokunststoffe-aufbereiten.-Bildquelle-KUZ.png\" sizes=\"auto, (max-width: 447px) 100vw, 447px\" srcset=\"https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Zuse-Gemeinschaft-Pressebild-In-solch-einer-Compoundieranlage-lassen-sich-auch-Biokunststoffe-aufbereiten.-Bildquelle-KUZ-200x136.png 200w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Zuse-Gemeinschaft-Pressebild-In-solch-einer-Compoundieranlage-lassen-sich-auch-Biokunststoffe-aufbereiten.-Bildquelle-KUZ-300x205.png 300w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Zuse-Gemeinschaft-Pressebild-In-solch-einer-Compoundieranlage-lassen-sich-auch-Biokunststoffe-aufbereiten.-Bildquelle-KUZ-400x273.png 400w, https:\/\/newsroom.kunststoffverpackungen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/Zuse-Gemeinschaft-Pressebild-In-solch-einer-Compoundieranlage-lassen-sich-auch-Biokunststoffe-aufbereiten.-Bildquelle-KUZ.png 447w\" alt=\"Kunststoff-Recycling Zuse Gemeinschaft Pressebild In Solch Einer Compoundieranlage Lassen Sich Auch Biokunststoffe Aufbereiten. Bildquelle KUZ\" width=\"447\" height=\"305\" \/><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">In solch einer Compoundieranlage lassen sich auch Biokunststoffe aufbereiten. Bildquelle: KUZ<\/p>\n<\/div>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\"><\/h4>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\">Kunststoff-Recycling \u2013 Vom Design bis zur Wiederverwertung<\/h4>\n<p>Ob nachwachsender oder konventioneller Rohstoff: Effizientes Recyceln beginnt beim Design und erstreckt sich bis zur Abnahme der recycelten Produkte am Markt. Denn der gelungenen Aufbereitung von Kunststoffabf\u00e4llen zu recycelten Produkten muss eine entsprechende Nachfrage gegen\u00fcberstehen. An Werkstoffen f\u00fcr die Erzeugung von Kunststoffen wurden im Jahr 2017 rund 14,4 Mio. t verarbeitet, davon 4,4 Mio. t f\u00fcr Verpackungen und 3,5 Mio. t f\u00fcr den Bausektor. Laut Angaben der Studie \u201eStoffstrombild Kunststoffe\u201c von Conversio erreichte der Anteil an Rezyklat durchschnittlich rund 12 Prozent. Bei den Verpackungen war der Anteil mit 9 Prozent unterdurchschnittlich, im Bausektor mit knapp 22 Prozent lag er weit \u00fcber dem Mittel.<\/p>\n<h4 data-fontsize=\"18\" data-lineheight=\"22\">Partner f\u00fcr erfolgreiche Kreislaufwirtschaft<\/h4>\n<p>\u201eDie aktuellen Anforderungen am Kunststoffmarkt zeigen, wie unerl\u00e4sslich eine enge Kooperation von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft f\u00fcr einen erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis ist. Die Institute der Zuse-Gemeinschaft sind ein zentraler Partner f\u00fcr solchen Transfer und f\u00fcr eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft. Projekte aus unseren Reihen tragen dazu bei, die Recyclinganteile im Verpackungsmarkt weiter zu steigern\u201c, erkl\u00e4rt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Zuse-Gemeinschaft, Dr. Annette Treffkorn.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0 Zuse-Gemeinschaft<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 1. 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