{"id":11385,"date":"2019-02-08T09:38:48","date_gmt":"2019-02-08T08:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=11385"},"modified":"2019-02-08T09:39:24","modified_gmt":"2019-02-08T08:39:24","slug":"11385","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=11385","title":{"rendered":"KraussMaffei auf der JEC"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 13.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">&#8211; KraussMaffei untermauert Systemkompetenz beim faserverst\u00e4rkten Leichtbau<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 13.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">&#8211; Weltweit einzigartige prozessunabh\u00e4ngige Beratungskompetenz<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 13.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">&#8211; FiberForm setzt Ma\u00dfst\u00e4be beim thermoplastischen Leichtbau durch kurze Zykluszeiten<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 13.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">&#8211; Pultrusionsanlagen iPul erfolgreich im Markt etabliert<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 13.5pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\">&#8211; UD-Tapes clever kombiniert mit FiberForm<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Von der Idee zur serienreifen Faserverbundl\u00f6sung: Auf der JEC World vom 12. bis 14. M\u00e4rz in Paris (Halle 6, Stand R28) untermauert KraussMaffei seine f\u00fchrende Systemkompetenz bei der Entwicklung und Umsetzung serientauglicher Prozesse f\u00fcr den faserverst\u00e4rkten Leichtbau. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen neue Verfahren und Anwendungen sowohl thermoplastischer als auch duroplastischer Matrixmaterialien wie das FiberForm-Verfahren, die Pultrusion oder das UD-Tapelegen. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die KraussMaffei Gruppe mit der\u00a0Spritzgie\u00df-, Reaktions- und Extrusionstechnik ist weltweit der einzige Anbieter am Markt, der alle drei Technologien aus einer Hand anbieten kann. \u201eWir beraten unsere Kunden prozessunabh\u00e4ngig und begleiten sie nachhaltig von der Idee bis zur serienreifen Faserverbundl\u00f6sung. Diese Expertise sowie die Erfahrung und die weltweiten Referenzen von Serienproduktionen zeichnen uns aus. Dabei liefern wir L\u00f6sungen entlang der gesamten Prozesskette und arbeiten eng mit Partnern aus Industrie und Forschung zusammen\u201c, erkl\u00e4rt Nicolas Beyl, President des Segments Reaktionstechnik der KraussMaffei Gruppe.<\/p>\n<p><strong>St\u00fcckzahlen von mehr als 1 Mio. pro Jahr<\/strong><\/p>\n<p>Wie sich dieser Systemgedanke in serienreifen Prozessen umsetzen l\u00e4sst, untermauert KraussMaffei zum Beispiel mit dem FiberForm-Verfahren. Intelligente Automationsl\u00f6sungen sowie eine dem Spritzgie\u00dfprozess optimal angepasste Aufheiztechnologie sorgen hier f\u00fcr Zykluszeiten von unter 60 Sekunden. Erstmalig auf der JEC wird ein endlosfaserverst\u00e4rktes Serien-Thermoplast-Leichtbauteil mit einer St\u00fcckzahl von mehr als 1 Mio. pro Jahr gezeigt. F\u00fcr dessen Herstellung werden besonders leichte und \u00e4u\u00dferst stabile Faserverbundwerkstoffe &#8211; sogenannte Organobleche &#8211; umgeformt und hinterspritzt. Das nur 0,5 mm starke Organoblech gew\u00e4hrleistet die geforderte Steifigkeit bei geringem Eigengewicht und tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Gewichtseinsparung bei (bis zu 4\u00a0kg\/Fahrzeug). Der Spritzgie\u00dfprozess unterst\u00fctzt die Ma\u00dfeinhaltung der Geometrie und ist f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen Bauteilfunktionen verantwortlich.<\/p>\n<p>Ein weiteres Musterbauteil aus einem Forschungsprojekt mit der TU Dresden demonstriert den Einsatz von Recyclingmaterialien wie etwa rezyklierte Carbonfasern und wiederaufbereitete Compounds. Au\u00dferdem wurde erstmals die entwickelte Spritzgie\u00df-Fertigungstechnologie des \u201eSch\u00e4umformens\u201c an einer komplexen Geometrie umgesetzt. Mit dieser Technologie lassen sich in einem One-Shot-Prozess thermoplastische Sandwichstrukturen mit faserverst\u00e4rkten Decklagen herstellen.<\/p>\n<p>Die erfolgreiche Kombination aus FiberForm und Wendeplattentechnik f\u00fcr das Mehrkomponenten-Spritzgie\u00dfen zeichnen die dritte Anwendung aus, eine Mittelarmlehne f\u00fcr den Automobil-Innenraum, die in der Planet Area Automotive der JEC zu sehen sein wird. \u201eDurch diese Kombination lassen sich ganz neue optische und haptische Bauteileigenschaften von thermoplastischen Composites in einem Prozess realisieren. So verf\u00fcgt die Mittelarmlehne dank der TPE-Komponente \u00fcber eine besonders weiche und optisch ansprechende Oberfl\u00e4che der Funktions- und Sichtteile\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Mesut Cetin, Gruppenleiter Produktmanagement der KraussMaffei Automation. Der Einsatz des Organoblechs wiederum f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Steifigkeit und Festigkeit des Bauteils. Dadurch k\u00f6nnen die Versteifungsrippen und das Bauteil selbst d\u00fcnnwandiger gestaltet werden, was zu einer Gewichtsreduzierung von rund 20 Prozent und zu einer Kostenreduzierung von rund 15 Prozent f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Neue Dimensionen\u00a0bei der Pultrusion mit iPul<\/strong><\/p>\n<p>Weiteres Highlight auf dem KraussMaffei Stand ist die Pr\u00e4sentation der iPul-Technologie der KraussMaffei Reaktionstechnik. Mit der 2017 in den Markt eingef\u00fchrten Systeml\u00f6sung hat das Unternehmen neue Ma\u00dfst\u00e4be bei der Pultrusion, dem kontinuierlichen Strangziehen von faserverst\u00e4rkten Profilen und Rundst\u00e4ben, gesetzt. Die iPul-Anlage erlaubt bis zu zweimal schnellere Produktionsgeschwindigkeiten im Vergleich zu \u00fcblichen Wannenverfahren.<\/p>\n<p>\u201eMit der iPul-Anlage haben wir genau den Puls der Zeit getroffen. Gro\u00dfes Interesse weckt die neue Technologie in der Bauindustrie, etwa f\u00fcr Fensterprofile oder Bewehrungsst\u00e4be in Beton, oder in der Windkraft. Hier erhielten wir unl\u00e4ngst einen Serienauftrag f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Projekt in Russland\u201c, erkl\u00e4rt Philipp Zimmermann, Leiter der Business Unit Composites\/Surfaces bei KraussMaffei. Aber auch die Automobilindustrie und die Energie- und Stromversorgung bieten viel Potenzial. \u201eHier haben wir in Zusammenarbeit mit Tier1-Zulieferern und dem Fraunhofer IGCV zwei zukunftsweisende Entwicklungsprojekte gestartet. Dabei zeigt die Pultrusion ihre wahre St\u00e4rke: Die kosteneffiziente Produktion von Faserverbundprofilen bei geringen Einstiegsh\u00fcrden von Anlagen- und Werkzeuginvest. Attraktiver wird der Leichtbau nicht mehr werden\u201c, erkl\u00e4rt Zimmermann.<\/p>\n<p>Mit der neuen iPul-Serie stellt KraussMaffei erstmals schl\u00fcsselfertige Komplettanlagen zur Verf\u00fcgung, in denen die Anlagen-, Prozess- und Werkzeugtechnologie aus einer Hand stammen. Wichtige Verfahrensparameter wie die Austragsleistung und Abzugsgeschwindigkeit werden zentral gesteuert. Ein weiterer Vorteil von iPul ist die gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t und Pr\u00e4zision der Anlagen. Dank der Injektionsbox und Dosiertechnik mit einem neu entwickelten Mischkopf ist es m\u00f6glich, komplett unterschiedliche Harze zu verarbeiten, auch hochreaktive Polyurethansysteme.<\/p>\n<p><strong>Erstklassige Oberfl\u00e4chen f\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige Bauteile<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem LFI-Verfahren (Long-Fiber-Injection) pr\u00e4sentiert KraussMaffei eine weitere in der Serie etablierte Systeml\u00f6sung f\u00fcr den faserverst\u00e4rkten Leichtbau. \u201eDas LFI-Verfahren ist ideal f\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige, komplexe und zugleich d\u00fcnnwandige Bauteile. Typische Endanwendungen sind zum Beispiel Abdeckungen f\u00fcr Lkw, Nutzfahrzeuge und Landmaschinen. Hier sehen wir weiterhin viel Potenzial am Markt, vor allem in China und in den USA\u201c, so Zimmermann. Dabei sorgt der hohe Automatisierungsgrad f\u00fcr kurze Zykluszeiten. Die hohen Faservolumengehalte von bis zu 50 Prozent gew\u00e4hrleisten eine hohe Bauteilstabilit\u00e4t bei gleichzeitig niedrigem Gewicht. LFI-Bauteile zeichnen sich durch eine hohe Temperaturfestigkeit und eine exzellente Schlagz\u00e4higkeit aus und verf\u00fcgen werkzeugfallend \u00fcber direkt verwendbare Oberfl\u00e4chen. Auf der JEC pr\u00e4sentiert KraussMaffei ein Serienbauteil einer Traktor-Seitenabdeckung.<\/p>\n<p><strong>UD-Tapes clever kombiniert mit FiberForm<\/strong><\/p>\n<p>Um eine Prozess-Stufe vor dem FiberForm-Verfahren geht es beim UD-Tape-Legen der KraussMaffei Berstorff, dem Spezialisten f\u00fcr die Extrusion. UD-Tapes sind B\u00e4nder unterschiedlicher Breite mit unidirektional ausgerichteten Verst\u00e4rkungsfasern, beispielsweise aus Glas oder Carbon, die in eine thermoplastische Matrix eingebettet werden. \u201eUD-Tapes bieten zum Beispiel die Grundlage f\u00fcr Organobleche f\u00fcr das FiberForm-Verfahren. Damit untermauern wir unsere Systemkompetenz und zeigen auf der JEC, wie wir Know-how aus Extrusion und thermoplastischem Leichtbau der Spritzgie\u00dftechnik b\u00fcndeln, um neue Leichtbau-L\u00f6sungen zu entwickeln\u201c, erkl\u00e4rt Hilmar Heithorst, Produktmanager bei KraussMaffei Berstorff.<\/p>\n<p>Ein weiteres Anwendungsbeispiel f\u00fcr UD-Tapes sind Thermoplastic Composite Pipes (TCP). Auf einer TCP-Anlage werden Kunststoffrohre mit UD-Tapes umwickelt und anschlie\u00dfend die Lagen verschmolzen. Durch diesen Materialverbund und die Ausrichtung der L\u00e4ngsfasern erreichen sie eine hohe Druckbest\u00e4ndigkeit und sind somit f\u00fcr die Anforderungen in der \u00d6l- und Gasindustrie hervorragend geeignet.<\/p>\n<p>KraussMaffei Berstorff arbeitet bei der Entwicklung der UD-Tape-Herstellung eng mit dem Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum f\u00fcr Polymersynthese und \u2013Verarbeitung PAZ in Schkopau zusammen. Hier steht seit 2017 eine neue UD-Tape-Anlage, die gr\u00f6\u00dfte Schmelzimpr\u00e4gnieranlage der Welt. Die UD-Tape-Anlage erlaubt eine Herstellungsgeschwindigkeit von bis zu 20 Metern pro Minute bei Verarbeitungstemperaturen bis 350\u00b0C<\/p>\n<p><strong>KraussMaffei auf der JEC<\/strong><strong><br \/>\nHalle 6, Stand R28<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Idee zur serienreifen Faserverbundl\u00f6sung: Auf der JEC World untermauert KraussMaffei seine Systemkompetenz bei der Entwicklung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11386,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-11385","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11385"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11385\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11388,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11385\/revisions\/11388"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11386"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11385"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=11385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}