{"id":11903,"date":"2019-03-07T08:47:07","date_gmt":"2019-03-07T07:47:07","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=11903"},"modified":"2019-03-06T15:35:07","modified_gmt":"2019-03-06T14:35:07","slug":"2019-schwieriges-jahr-in-herausforderndem-umfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=11903","title":{"rendered":"2019: schwieriges Jahr in herausforderndem Umfeld"},"content":{"rendered":"<p><strong>Umsatzwachstum deutlich \u00fcber Marktniveau<\/strong><\/p>\n<p>2018 ist Autoneum organisch um 3.7%1 und damit deutlich \u00fcber Markt gewachsen. In Schweizer Franken stieg der Umsatz auf 2 281.5 Mio. CHF. Insbesondere operative Ineffizienzen bei Neuanl\u00e4ufen im Nordamerika-Hauptmarkt USA haben jedoch das Konzernergebnis belastet. Trotz der erneut starken Performance der Business Group Europe mit einer EBIT-Marge von 8.3% sank die Marge des Konzerns im Vorjahresvergleich auf 5.0%.<br \/>\nF\u00fcr 2018 beantragt der Verwaltungsrat aufgrund des niedrigeren Konzernergebnisses eine Dividende von 3.60 CHF pro Aktie.<br \/>\nErstmals seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 ist die Zahl der weltweit produzierten Fahrzeuge 2018 gegen\u00fcber dem Vorjahr gesunken. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte Autoneum in s\u00e4mtlichen Regionen, mit Ausnahme von Nordamerika, aufgrund eines vorteilhaften Modellmixes deutlich an Umsatz zulegen. Das Unternehmen erzielte 2018 ein organisches Wachstum von 3.7%. Der in Schweizer Franken konsolidierte Umsatz stieg um 3.4% von 2 205.4 Mio.<br \/>\nCHF2 auf 2 281.5 Mio. CHF.<\/p>\n<p><strong>Operative Ineffizienzen in den USA wirken sich auf Konzernprofitabilit\u00e4t aus<\/strong><\/p>\n<p>Operative Ineffizienzen insbesondere bei Neuanl\u00e4ufen im Nordamerika-Hauptmarkt USA und die Expansion in Asien sowie steigende Rohmaterialpreise und signifikant anziehende Personalkosten in Osteuropa und China haben die Profitabilit\u00e4t des Konzerns im Berichtsjahr belastet.<br \/>\nDie anhaltend hohe Produktionseffizienz in Europa kombiniert mit einer optimalen Auslastung sowie die konsequent an die Marktpotenziale angepassten Kapazit\u00e4ten in der Region SAMEA wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus, konnten aber die R\u00fcckg\u00e4nge in Nordamerika und Asien nicht kompensieren. Das EBITDA sank im Vorjahresvergleich um 60.7 Mio. CHF auf 197.2 Mio. CHF, was einem R\u00fcckgang der EBITDA-Marge um 3.0 Prozentpunkte auf 8.6% entspricht. Das EBIT reduzierte sich auf 114.1 Mio. CHF (2017: 179.9 Mio. CHF). Die EBIT-Marge lag mit 5.0% unter dem Vorjahreswert.<\/p>\n<p><strong>Hohe Eigenkapitalquote<\/strong><\/p>\n<p>Prim\u00e4r aufgrund des defizit\u00e4ren Ergebnisses der Business Group North America sank der Konzerngewinn 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 118.9 Mio. CHF auf 74.7 Mio. CHF. Das niedrigere Ergebnis f\u00fchrte zu einem R\u00fcckgang des Cashflows aus operativer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit auf 124.0 Mio. CHF (2017: 145.2 Mio. CHF). Die expansionsbedingten Investitionen ins Sachanlageverm\u00f6gen summierten sich 2018 auf 162.6 Mio. CHF und lagen damit um 11.0 Mio. CHF<br \/>\nunter dem 2017 verzeichneten H\u00f6chststand. Der Ergebnisr\u00fcckgang sowie die Investitionen in den Kapazit\u00e4tsaus- und -aufbau reduzierten die Gesamtkapitalrendite (RONA) auf 7.8% (2017: 15.0%) und erh\u00f6hten die Nettoverschuldung auf 283.7 Mio. CHF (2017: 183.3 Mio. CHF). Die<br \/>\nEigenkapitalquote lag mit 39.2% (2017: 42.7%) nur leicht unter dem finanziellen Mittelfristziel von mindestens 40%. Der Gewinn pro Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 11.83 CHF (2017: 19.53 CHF).<\/p>\n<p><strong>Ausbau der Marktf\u00fchrerschaft durch globale Expansion<\/strong><\/p>\n<p>Auch 2018 war gepr\u00e4gt vom Auf- und Ausbau der weltweiten Produktionskapazit\u00e4ten. Die starke Nachfrage nach leichtgewichtigen und multifunktionalen Komponenten f\u00fcr Akustik- und W\u00e4rmemanagement hat in Europa erstmals seit der Verselbst\u00e4ndigung von Autoneum im Jahr 2011 den Bau eines neuen Werkes erfordert. Seit Mai produziert Autoneum im ungarischen Kom\u00e1rom Teppichsysteme, Stirnwandisolationen und Radhausverkleidungen sowie weitere<br \/>\nakustisch wirksame Bauteile f\u00fcr deutsche und britische Hersteller in Ungarn und der Slowakei. Nachfragebedingt hat das Unternehmen auch den Entwicklungs- und Produktionsstandort f\u00fcr Werkzeug- und Formenbau im tschechischen Hn\u00e1tnice erweitert. Ab Sommer 2019 werden neu auf 6 000 Quadratmetern nach modernsten Produktionsverfahren Spritz-, Biege- oder Schaumwerkzeuge unter anderem f\u00fcr die Produktion von Teppichsystemen, Stirnwandisolationen und<br \/>\nHitzeschildern gefertigt. In China hat Autoneum seinen strategiegetriebenen Wachstumskurs mit neuen Werken in Pinghu (Provinz Zhejiang) und Shenyang Tiexi (Provinz Liaoning) zus\u00e4tzlich zu den acht bestehenden fortgesetzt. Im rund 100 Kilometer s\u00fcdwestlich von Schanghai gelegenen Pinghu wird Autoneum j\u00e4hrlich \u00fcber f\u00fcnf Millionen Unterbodenkomponenten aus der innovativen Materialkombination Ultra-Silent f\u00fcr europ\u00e4ische, US-amerikanische und chinesische<br \/>\nKunden fertigen. In Shenyang Tiexi, dem zweiten Werk von Autoneum in der Provinz Liaoning, produziert das Unternehmen auf einer Fl\u00e4che von 23 000 Quadratmetern Teppichsysteme, Stirnwand- und Bodenisolationen sowie Hitzeschilder f\u00fcr deutsche und schwedische Fahrzeughersteller<br \/>\nin China.<\/p>\n<p>Gerade Teppichsysteme sind angesichts neuer Mobilit\u00e4tsformen wie selbstfahrender Autos und einer entsprechend intensiver beanspruchten Passagierkabine besonders wirkungsvoll zur Abschirmung externer L\u00e4rmquellen. Um solche Komponenten bereits in der Vorentwicklung neuer Fahrzeugmodelle zu konzeptionieren, hat Autoneum 2018 das Messsystem \u00abCarpet Cleanability Analyzer\u00bb entwickelt. Mit dem zugrundeliegenden Verfahren ist es m\u00f6glich, die Reinigungsf\u00e4higkeit und Schmutzresistenz unterschiedlicher Teppichoberfl\u00e4chen zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Seine Innovationsf\u00fchrerschaft hat Autoneum mit \u00abIFP-R3\u00bb, einem Herstellungsverfahren f\u00fcr multifunktionale, filzbasierte Stirnwand- und Bodenisolationen, weiter ausgebaut. Mit der entsprechenden Produktionsanlage erh\u00f6ht sich der Ausstoss um 50% gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4ngermodell bei gleichzeitig geringerem Materialeinsatz. IFP-R3 eignet sich insbesondere f\u00fcr die Fertigung grossfl\u00e4chiger Komponenten und den Einsatz in SUVs. Damit tr\u00e4gt Autoneum massgeblich zur Gewichts-, Ger\u00e4usch- und Emissionsreduzierung dieses weltweit wachsenden Fahrzeugsegments bei.<\/p>\n<p><strong>Verwaltungsrat beantragt Dividende von 3.60 CHF<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund des niedrigeren Konzernergebnisses beantragt der Verwaltungsrat anl\u00e4sslich der Generalversammlung am 28. M\u00e4rz 2019 die Auszahlung einer Dividende von 3.60 CHF (2018: 6.50 CHF) pro Aktie. Dies entspricht einer Aussch\u00fcttung von rund 16.8 Mio. CHF und damit rund 30% des Konzerngewinns, der den Autoneum-Aktion\u00e4ren zurechenbar ist.<\/p>\n<p><strong>Business Groups<\/strong><\/p>\n<p>Die Business Group Europe war auch 2018 Umsatztreiber von Autoneum. In einem stagnierenden Markt hat die Business Group den Umsatz in Lokalw\u00e4hrungen um 7.7% gesteigert. In Schweizer Franken legte er um 11.1% auf 984.5 Mio. CHF (2017: 886.2 Mio. CHF) zu, womit Europe zur umsatzst\u00e4rksten Business Group von Autoneum avancierte. Das EBIT verbesserte sich im Berichtszeitraum um 9.0 Mio. CHF auf 82.0 Mio. CHF; dies entspricht einer EBIT-Marge von 8.3%. Aufgrund der kontinuierlich umgesetzten Effizienzsteigerungen konnte im Vergleich zum Vorjahr trotz h\u00f6herer Materialkosten eine leichte Margenverbesserung erzielt werden.<br \/>\nNiedrigere Produktionsvolumen der von Autoneum belieferten Modelle haben bei der Business Group North America zu einem w\u00e4hrungsbereinigten Umsatzr\u00fcckgang von \u20133.4% gef\u00fchrt. In Schweizer Franken summierte sich der Umsatz auf 921.8 Mio. CHF (2017: 963.8 Mio. CHF).<br \/>\nOperative Ineffizienzen und entsprechende Restrukturierungsaufw\u00e4nde sowie gestiegene Lohnkosten und Rohmaterialpreise haben im Berichtsjahr zu einem negativen Ergebnis gef\u00fchrt. Das EBIT lag mit \u20138.2 Mio. CHF deutlich unter dem Vorjahresniveau (2017: 65.3 Mio. CHF). Obwohl die Automobilproduktion im weltgr\u00f6ssten Markt China 2018 im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, hat die Business Group Asia vor allem dank volumenstarker Auftr\u00e4ge japanischer<br \/>\nund europ\u00e4ischer Kunden ein Umsatzwachstum von 6.6% in Lokalw\u00e4hrungen erzielt. In der Konzernw\u00e4hrung steigerte sich der Umsatz um 7.6% auf 260.3 Mio. CHF (2017: 241.9 Mio. CHF). Urs\u00e4chlich f\u00fcr das nur einstellige Umsatzwachstum ist ein Rechnungslegungseffekt, der die Vorjahreszahlen positiv beeinflusst hat und ohne den das organische Wachstum 2018 weiterhin zweistellig gewesen w\u00e4re. Die Expansion, auch in dieser Region steigende Rohmaterialund<br \/>\nLohnkosten sowie wachsender Druck auf die Verkaufspreise resultierten in einer EBITMarge von 7.3%.<br \/>\nDie Business Group SAMEA (S\u00fcdamerika, Mittlerer Osten und Afrika) hat die Marktentwicklung in dieser Region erneut um ein Vielfaches \u00fcbertroffen und den Umsatz organisch um 24.4% gesteigert. Durch die starke W\u00e4hrungsabwertung in dieser Region sank der Umsatz in Schweizer Franken jedoch um \u20132.3% auf 111.5 Mio. CHF (2017: 114.1 Mio. CHF). H\u00f6here Produktionsmengen, vor allem in Brasilien, sowie ein weiterhin volumenstarkes Exportgesch\u00e4ft in der T\u00fcrkei<br \/>\nund in S\u00fcdafrika waren ausschlaggebend f\u00fcr diese \u00fcberdurchschnittlich hohe Wachstumsrate.<br \/>\nDer kompromisslose Fokus auf operative Prozessoptimierung sowie die Anpassung der Produktionskapazit\u00e4ten an das s\u00fcdamerikanische Marktpotenzial spiegeln sich deutlich im Ergebnis der Business Group wider. Das EBIT von 10.8 Mio. CHF (2017: 1.2 Mio. CHF) enth\u00e4lt einen positiven Sondereffekt in H\u00f6he von 7.5 Mio. CHF durch eine nachtr\u00e4glich zugesprochene Umsatzsteuergutschrift aus Vorperioden. Die EBIT-Marge lag dadurch bei 9.7%. Aber auch ohne diesen Sondereffekt haben sich sowohl das EBIT als auch die EBIT-Marge im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt, womit die Business Group SAMEA in eine Phase nachhaltigen Profitabilit\u00e4tswachstums eingetreten ist.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts eines stagnierenden Automobilmarktes, Handelsstreitigkeiten und geopolitischer Spannungen geht Autoneum f\u00fcr 2019 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Allerdings werden die anhaltenden Verluste in Nordamerika und die mit dem Turnaround verbundenen Kosten sowie das noch ausstehende \u00abReturn on Investment\u00bb in China zu Profitabilit\u00e4tseinbussen f\u00fchren. F\u00fcr das erste Halbjahr 2019 erwartet das Unternehmen daher ein negatives<br \/>\nKonzernergebnis. Basierend auf den ergriffenen Gegenmassnahmen sollte Autoneum 2020 substanzielle Ergebnisverbesserungen und 2021 wieder ein gesundes Profitabilit\u00e4tsniveau erreichen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Jahresabschluss und zum Gesch\u00e4ftsbericht 2018 finden Sie unter<br \/>\nwww.autoneum.com\/de\/2019\/03\/06\/jahresergebnis-2018.<\/p>\n<p>Quelle: Autoneum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2018 ist Autoneum organisch um 3.7%1 und damit deutlich \u00fcber Markt gewachsen. 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