{"id":12252,"date":"2019-03-25T09:33:29","date_gmt":"2019-03-25T08:33:29","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=12252"},"modified":"2019-03-25T09:33:29","modified_gmt":"2019-03-25T08:33:29","slug":"erhebliche-operative-ergebnisverbesserung-im-geschaeftsjahr-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=12252","title":{"rendered":"Erhebliche operative Ergebnisverbesserung im Gesch\u00e4ftsjahr 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Konzernumsatz von 878,5 Mio. EUR gegen\u00fcber Vorjahr leicht gestiegen<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Starke Performance im Sektor Industrie f\u00fchrte zu Umsatzanstieg von 5,6% auf <\/strong><strong>567,0 Mio. EUR; hingegen war der Umsatz im Sektor Medizin um 7,6 % r\u00fcckl\u00e4ufig<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Um negative Sondereffekte bereinigtes EBITDA stieg um 40,6% auf 50,3 Mio. EUR, bereinigte EBITDA-Marge von 4,1% auf 5,7%<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Um negative Sondereffekte bereinigtes EBIT auf 15,4 Mio. EUR deutlich erh\u00f6ht und positiv im Vergleich zum Vorjahr, bereinigte EBIT Marge von -0,1% auf 1,7% gestiegen<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Nettojahresverlust insbesondere durch Wertminderung im Segment Sempermed und Einmaleffekte im Rahmen der Restrukturierung verursacht<\/strong><\/p>\n<p>Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) der b\u00f6rsennotierten Semperit Gruppe konnte im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 bei leicht steigenden Ums\u00e4tzen deutlich erh\u00f6ht werden: \u201eWir haben die Talsohle durchschritten: Unser versch\u00e4rfter Restrukturierungs- und Transformationskurs hat zu einer erheblichen operativen Ergebnisverbesserung im Sektor Industrie gef\u00fchrt\u201c, betont Dr. Martin F\u00fcllenbach, Vorsitzender des Vorstands der Semperit AG Holding. \u201eWermutstropfen bleibt die negative Entwicklung im Sektor Medizin, f\u00fcr dessen Restrukturierung wir bewusst den Zeitraum von 36 Monaten angesetzt haben. Wir arbeiten mit h\u00f6chster Konzentration am dringend erforderlichen Turnaround der Sempermed.\u201c<\/p>\n<p><strong>Signifikante operative Ergebnisverbesserung in den Industriesegmenten<\/strong><\/p>\n<p>Die positive Entwicklung des Sektors Industrie wurde vor allem von einem Anstieg in den Segmenten Sempertrans und Semperflex getragen. Gleichzeitig hat der Semperit-Vorstand die laufenden Restrukturierungsma\u00dfnahmen auf Konzernebene konsequent intensiviert und beschleunigt. Dies f\u00fchrte zu einer Verbesserung der operativen Performance. Die Initiativen zur Effizienzsteigerung im Rahmen von SemperMOVE10 umfassten bis Ende 2018 insgesamt mehr als 700 funktions- und segment\u00fcbergreifende Initiativen in den Bereichen World Class Manufacturing, Quality, Pricing und fokussierte Marktentwicklung. Der Beitrag zur Steigerung der Profitabilit\u00e4t wird mittels laufendem Monitoring gemessen.<br \/>\n\u201eWir sehen in den Industriesegmenten zahlreiche positive Signale und sind auf einem guten Weg. Waren unsere Ergebnisse der letzten zwei Jahre konzernweit h\u00e4ufig durch Sondereffekte belastet, so k\u00f6nnen wir restrukturierungsbedingte Einmaleffekte f\u00fcr den Industriesektor in den kommenden beiden Jahren ausschlie\u00dfen\u201c, so F\u00fcllenbach. Seit Beginn der Restrukturierungs- und Transformationsphase wurde die Komplexit\u00e4t im Industriesektor durch die Schlie\u00dfung der Produktionsstandorte in Frankreich und China sowie durch den Verkauf des Produktionsstandortes in Italien erheblich reduziert. Dies hat zu hohen Einmalbelastungen gef\u00fchrt. Aus heutiger Sicht sind keine weiteren erheblichen Belastungen aus der weiteren Optimierung des Produktionsfootprints (im Industriesektor) in 2019 zu erwarten.<\/p>\n<p><strong>Sempermed-Wertminderung belastet<\/strong><\/p>\n<p>Im Sektor Medizin war nicht nur ein R\u00fcckgang der abgesetzten Mengen zu verzeichnen, sondern musste zu Ende des 1. Halbjahres im Zusammenhang mit einem Impairment-Test auch eine Wertminderung um 55,2 Mio. EUR vorgenommen werden, die entsprechend auf das ausgewiesene Konzernergebnis durchschl\u00e4gt.<br \/>\nVor dem Hintergrund der besonderen Problemkomplexit\u00e4t im Sektor Medizin wurde das Transformationsprojekt bewusst und mit Bedacht auf eine Gesamtdauer von 36 Monaten ausgelegt: Die strukturellen Herausforderungen bei den Betriebsprozessen (Operations), in der IT sowie beim Produkt- und Marktansatz erfordern diese Zeitspanne.<br \/>\nDer Konzernumsatz stieg im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 leicht auf 878,5 Mio. EUR, wobei der Sektor Industrie eine Umsatzsteigerung von 5,6% erzielte. Demgegen\u00fcber war der Umsatz im Sektor Medizin um 7,6% r\u00fcckl\u00e4ufig. Bereinigt um den negativen Sondereffekt von 3,9 Mio. EUR aus der Schlie\u00dfung des Sempertrans-Standortes in China, stieg das EBITDA von 35,8 Mio. EUR auf 50,3 Mio. EUR und die bereinigte EBITDA-Marge von 4,1% auf 5,7%. Das ausgewiesene EBITDA lag im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 bei 46,4 Mio. EUR, im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 bei 100,2 Mio. EUR.<\/p>\n<p><strong>Entsprechend entwickelte sich auch das bereinigte EBIT sehr erfreulich und stieg von<\/strong><\/p>\n<p>-0,8 Mio. EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 auf 15,4 Mio. EUR im gleichen Zeitraum 2018, die bereinigte EBITDA-Marge von -0,1% auf 1,7%. Das ausgewiesene EBIT lag bei -47,7 Mio. EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 nach 37,6 Mio. EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 (enthielt Sondereffekte aus der Joint Venture-Transaktion in Thailand).<br \/>\nIn Summe ergab sich ein bereinigtes Ergebnis nach Steuern von -17,3 Mio. EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 im Vergleich zum bereinigten Wert von -43,3 Mio. EUR ein Jahr davor. Der ausgewiesene Wert f\u00fcr das Ergebnis nach Steuern f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2018 lag bei<br \/>\n-80,4 Mio. EUR verglichen mit -26,3 Mio. EUR zuvor und war signifikant durch die Wertminderung im Segment Sempermed (EUR 55,2 Mio.) sowie den Kosten f\u00fcr die Schlie\u00dfung des Sempertrans Standorts in China (EUR 7,8 Mio.) belastet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 -1,07 EUR nach -2,11 EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2017 (bereinigt). Die ausgewiesenen Werte betrugen -4,13 EUR nach -1,25 EUR.<\/p>\n<p>Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Verm\u00f6genswerte lagen im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 mit 80,8 Mio. EUR \u00fcber dem Vorjahresniveau mit 74,5 Mio. EUR. Die Investitionsschwerpunkte bildeten Erweiterungs- und Verbesserungsinvestitionen in den Segmenten Semperflex (Erweiterung der Hydraulikschlauchproduktion am Standort Odry, Tschechien) sowie Sempertrans (vor allem zur Erweiterung des Mischbetriebes).<br \/>\nMit einer Eigenkapitalquote von 42,9% (Jahresende 2017: 32,6%) verf\u00fcgte Semperit zum Bilanzstichtag \u00fcber eine weiterhin solide Kapitalausstattung, die zuvor durch die Vereinbarung einer Hybridkapital-Line mit dem Kernaktion\u00e4r im Dezember 2017 gest\u00e4rkt wurde. Das Hybridkapital ist bilanzrechtlich nach den Vorschriften der IFRS als Eigenkapital zu qualifizieren. Im M\u00e4rz 2018 erfolgte eine Aufnahme von 130,0 Mio. EUR aus der Hybridkapital-Linie. Die liquiden Mittel lagen per 31. Dezember 2018 bei 121,5 Mio. EUR und damit unter dem Niveau per Jahresende 2017 mit 165,5 Mio. EUR.<\/p>\n<p><strong>Sektor Industrie: starke operative Performance<\/strong><\/p>\n<p>Der Sektor Industrie (Segmente Semperflex, Sempertrans und Semperform) entwickelte sich differenziert: allen voran konnte Semperflex, gefolgt von Semperform den Umsatz steigern, wohingegen bei Sempertrans ein R\u00fcckgang zu verzeichnen war. In Summe stieg der Umsatz des Sektors von 537,0 Mio. EUR um 5,6% auf 567,0 Mio. EUR. Aufgrund der positiven Entwicklung in den Segmenten ist die Profitabilit\u00e4t im Sektor Industrie in Summe gestiegen. Das EBITDA stieg um 66,1% auf 71,3 Mio. EUR, das EBIT um 98,7% auf 44,6 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,0% auf 12,6%, die EBIT-Marge von 4,2% auf 7,9%.<br \/>\nDazu beigetragen haben neben den Initiativen aus dem Restrukturierungs- und Transformationsprogramm auch erfolgreiche Marktinnovationen einschlie\u00dflich der Entwicklung eines neuen Fl\u00fcssiggasschlauches f\u00fcr die Automobilindustrie sowie neuen F\u00f6rdergurten f\u00fcr den Untertagebergbau in Australien, den USA und Kanada. Im Sektor Industrie sind keine weiteren Einmalbelastungen erkennbar.<\/p>\n<p><strong>Sektor Medizin: Mengenr\u00fcckgang und Wertminderung<\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung des Segments Sempermed war durch den sich verst\u00e4rkenden Wettbewerbs- und Preisdruck, vor allem in Nordamerika, sowie einen Strategiewechsel beim Verkauf von Handschuhen (Verlagerung des Fokus auf Eigenproduktion anstelle von Handelsware) und der nicht zufriedenstellenden operativen Performance gepr\u00e4gt. Dies f\u00fchrte zu einer r\u00fcckl\u00e4ufigen Absatz- und Umsatzentwicklung. Der Umsatz sank um 7,6% auf<br \/>\n311,5 Mio. EUR im Gesch\u00e4ftsjahr 2018. Das EBITDA lag bei -3,9 Mio. EUR (keine Bereinigung f\u00fcr das EBITDA im Gesch\u00e4ftsjahr 2018) gegen\u00fcber dem bereinigten Wert f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2017 in H\u00f6he von 1,8 Mio. EUR. Das um die Wertminderung im ersten Halbjahr 2018 von 55,2 Mio. EUR bereinigte EBIT lag f\u00fcr Gesch\u00e4ftsjahr 2018 bei -14,3 Mio. EUR verglichen mit -12,1 Mio. EUR im Jahr zuvor.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2019<\/strong><\/p>\n<p>Der Semperit-Vorstand f\u00fchrt den eingeschlagenen Restrukturierungs- und Transformationsprozess mit aller Konsequenz weiter. Fortlaufende und potenziell neue Ma\u00dfnahmen zur Erh\u00f6hung der Rentabilit\u00e4t und Verringerung der Komplexit\u00e4t stehen unver\u00e4ndert ganz oben auf der Agenda des Vorstands.<br \/>\nDer Fokus der Restrukturierungsma\u00dfnahmen liegt klar auf dem Segment Sempermed, an dessen Turnaround weiterhin intensiv gearbeitet wird. Im Sektor Industrie sind die Fortschritte klar erkennbar, laufende und weitere Initiativen werden umgesetzt. Semperit fokussiert sich insbesondere im Sektor Industrie zun\u00e4chst auf organisches Wachstum und wird sich im Laufe des Jahres auch sukzessive mit anorganischen Wachstums\u00fcberlegungen besch\u00e4ftigen.<br \/>\nDa Semperit derzeit \u00fcber ausreichende Kapazit\u00e4ten in der Produktion und im Mischbetrieb verf\u00fcgt, sind f\u00fcr das Jahr 2019 Investitionsausgaben (CAPEX, inkl. Instandhaltung) von nur mehr rund 40 Mio. EUR geplant. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 lag dieser Wert aufgrund umfangreicher Erweiterungsinvestitionen, die noch in den vorhergehenden Jahren eingeleitet wurden, bei 81 Mio. EUR und war damit doppelt so hoch. Damit soll auch dem Ziel eines ausgeglichenen beziehungsweise positiven Free Cashflows im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 n\u00e4hergekommen werden.<\/p>\n<p>Eine erh\u00f6hte Finanzdisziplin wird durch schrittweise Kostenoptimierung und die Verringerung der Nettoverschuldung durchgesetzt, wobei unser Fokus auf Value Management liegt und der Free Cashflow dabei eine wichtige Steuerungsgr\u00f6\u00dfe in unserer Finanzplanung darstellt.<br \/>\nSeit dem Start des Restrukturierungs- und Transformationsprozesses hat der Vorstand signifikante Potenziale zur Ergebnisverbesserung identifiziert und entsprechende Umsetzungsma\u00dfnahmen in die Wege geleitet. Der Abschluss der Transformation der Semperit Gruppe ist f\u00fcr Ende 2020 geplant. Ab diesem Zeitpunkt soll die Semperit Gruppe als zentrale Steuerungsgr\u00f6\u00dfe eine EBITDA-Marge von rund 10% (Run Rate 2021) erzielen.<br \/>\nGesch\u00e4ftsbericht 2018: https:\/\/www.semperitgroup.com\/de\/ir\/.<br \/>\nNachhaltigkeitsbericht 2018: https:\/\/www.semperitgroup.com\/nachhaltigkeit\/nachhaltigkeitsberichte\/.<\/p>\n<p>Quelle: Semperit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITDA) der b\u00f6rsennotierten Semperit Gruppe konnte im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 bei leicht steigenden Ums\u00e4tzen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-12252","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12252"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12253,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12252\/revisions\/12253"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12252"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=12252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}