{"id":12267,"date":"2019-03-26T09:51:24","date_gmt":"2019-03-26T08:51:24","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=12267"},"modified":"2019-03-25T09:54:04","modified_gmt":"2019-03-25T08:54:04","slug":"im-trend-digitale-transformation-und-kreislaufwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=12267","title":{"rendered":"Im Trend: Digitale Transformation und Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<div class=\"news-text-wrap\">\n<p><strong>Fakuma 2020 fokussiert voranschreitende Vernetzung<\/strong><\/p>\n<p>Die Fakuma \u2013 Internationale Fachmesse f\u00fcr Kunststoffverarbeitung, anerkannt als Branchen- und Technologiebarometer \u2013 belegt im Zeitraffer, wie schnell sich die Kunststoffindustrie weiterentwickelt. Die Fachveranstaltung mit dem Schwerpunkt Spritzgie\u00dfen pr\u00e4sentiert fortlaufend die L\u00f6sungen der Hersteller und Anbieter sowie von Systemintegratoren zur Bew\u00e4ltigung aktueller und k\u00fcnftiger Herausforderungen. Auf dem gro\u00dfen Erfolg der Veranstaltung 2018 aufbauend (erstmals kamen 1933 Aussteller aus 40 Nationen an den Bodensee), plant das Messeunternehmen P.E. Schall GmbH &amp; Co. KG bereits f\u00fcr die Session 2020 \u2013 mit weiter steigender Internationalit\u00e4t und wiederum auf allen verf\u00fcgbaren Fl\u00e4chen. \u201eWir belegen seit Jahren alle Hallenfl\u00e4chen, aber mehr als 85.000 m\u00b2 sind im modernen Messezentrum Friedrichshafen leider nicht drin\u201c, erkl\u00e4rt Dipl.-Kffr. Bettina Schall, gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin des Veranstalters.<\/p>\n<p><strong>,,Anhaltend hohe Nachfrage&#8221; bei Spritzgie\u00dfmaschinen<\/strong><\/p>\n<p>Dass es bei den Herstellern von Kunststoffmaschinen auch im achten Jahr in Folge weiteres Wachstum zu verbuchen gilt, unterstreicht eindrucksvoll das technologische Know-how der Hersteller und Anbieter. Zwar berichteten die Spritzgie\u00dfer auf ihren Wirtschaftspresse-Konferenzen unaufgeregt von einer gewissen Beruhigung des Auftragseingangs; angesichts der derzeitigen l\u00e4ngeren Lieferzeiten aufgrund von Engp\u00e4ssen bei Zulieferteilen, Personalmangel und fehlenden Fertigungskapazit\u00e4ten kommt vielen Unternehmen die momentane Marktberuhigung aber nicht ungelegen. Dr. Christoph Steger, CSO der Engel Group, A-Schwertberg, und Mitglied im Fakuma-Ausstellerbeirat, sprach in diesem Zusammenhang von einer gewissen Seitw\u00e4rtsbewegung, die sich allerdings auf einem nie zuvor erreichten hohen Niveau vollziehe. Die ,,etwas abgek\u00fchlte&#8221; Nachfrage verdarb demnach keinem Unternehmen w\u00e4hrend der Fakuma 2018 die gute Laune. Zumal die Kunststoffbranche trotz mancher Brexit- und B\u00f6rsen-Unkenrufe weiter brummt, und dies auch obwohl die Automobilindustrie aufgrund der Diesel-Delle derzeit eine Menge Projekte ausbremst.<\/p>\n<p><strong>Fakuma ist die wichtigste Fachmesse f\u00fcr Praktiker<\/strong><\/p>\n<p>Rund 47.650 Fachbesucher aus 126 L\u00e4ndern reisten 2018 an den Bodensee. Zwar wurden die Rekord-Besucherzahlen der Jubil\u00e4umsveranstaltung knapp verfehlt, aber Veranstalter und Aussteller waren sehr zufrieden, weil die Qualit\u00e4t der Besucher stimmte. Viele Aussteller loben die Fakuma als \u201eechte Arbeitsmesse&#8221; und als die Fachausstellung f\u00fcr gestandene Praktiker, die sich konsequent an der Prozesskette der Kunststoffverarbeitung orientiert. \u201eNirgendwo sonst gelingt es, Vorstellungen, Projekte und Visionen mit Kunden konkreter zu er\u00f6rtern wie am Bodensee, weshalb der Branchentreff f\u00fcr uns Aussteller auch klar den Status einer Ordermesse hat\u201c, brachte es ein Spritzgie\u00dfer auf den Punkt. \u00dcberdies erfordern Digitalisierung und Vernetzung sowie die weiterf\u00fchrende Prozessintegration und Systeml\u00f6sungen bei Maschinen und Peripherie einen kontinuierlichen Dialog zwischen Maschinenbauern und Kunststoff-Verarbeitern. Folgerichtig waren Globalisierung, Digitalisierung und Circular Economy die beherrschenden Themen auf der Fakuma.<\/p>\n<p><strong>Vernetzung bei den Kunststoff-Verarbeitern geht weiter<\/strong><\/p>\n<p>Produkte und Services im Bereich Produktionstechnik sinnvoll mit lT zu durchwirken um Ressourcen zu sparen, transparenter und flexibler zu werden und effizienter zu arbeiten, so lautete einst die Aufgabenstellung einer lndustrie-4.0-Strategie. Dass sich die Hersteller von Kunststoffverarbeitungsmaschinen hier mittlerweile deutlich weiterentwickelt haben und heute weitreichende Digitalisierung und Vernetzung ihrer Maschinen anbieten, war auf der Fakuma durchg\u00e4ngig sichtbar. Dank intelligenter Assistenzsysteme und einer weitreichenden vertikalen Integration \u2013 vom ERP bis in die Tiefen der Maschinen \u2013 sind sich selbst optimierende L\u00f6sungen keine Vision mehr. Sie sind f\u00fcr gewisse Aufgaben bereits zur Realit\u00e4t geworden und konnten schon auf der Fakuma 2018 bestaunt werden, oder anders herum: Die Vernetzung ist bei den Kunststoff-Verarbeitern angekommen! ,,Aber es sei noch ein weiter Weg zur\u00fcckzulegen bis zur fl\u00e4chendeckenden Vernetzung&#8221;, so ein Insider, \u201eund wohin die Reise wirklich geht mit Industrie 4.0, IoT und Digitaler Transformation, wird sich wahrscheinlich erst wieder auf der Fakuma 2020 zeigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Circular Economy im Maschinenbau angekommen<\/strong><\/p>\n<p>Dass das derzeit eher schlechte lmage von Kunststoffen in der breiten \u00d6ffentlichkeit, hervorgerufen durch die Diskussion \u00fcber die Verschmutzung der Weltmeere wegen Plastikm\u00fcll, zu einer Sensibilisierung der Branche f\u00fchrt, sieht Bettina Schall auch als Chance. Noch deutlicher wurde Thorsten Ratzmann, CEO der Firma P\u00f6ppelmann, in seinem Statement: \u201eKunststoff als vielf\u00e4ltig zu verarbeitendes Material ist mittlerweile in Verruf gekommen und die Kunststoffindustrie hat ein echtes Reputationsproblem&#8221;. F\u00fcr Viele \u2013 so scheint es auf den ersten Blick \u2013 ist Plastik \u201eb\u00f6se\u201c und muss reduziert werden! Das mag zwar eine verlockende Zielsetzung sein, jedoch \u2013 und das zeigte schon die Fakuma 2018 deutlich \u2013 ist wohl eher das Gegenteil die Realit\u00e4t. F\u00fcr eine nachhaltigere Zukunft muss und wird immer Kunststoff eingesetzt werden. So hat der Begriff der Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy in der Kunststoffindustrie l\u00e4ngst Fu\u00df gefasst. L\u00e4ngst geht es nicht mehr um das ,,ob&#8221;, sondern um das \u201eWie&#8221;. Dass die Kreislaufwirtschaft auch im K-Maschinenbau angekommen ist, war am Bodensee sichtbarer denn je. Zumal nur durch Dialoge das Erreichen h\u00f6herer Recyclingquoten oder die Effizienz-Verbesserung der Abfallwirtschaft global gemeistert werden kann. Damit Verarbeiter zunehmend Recyclate bei der Herstellung von Kunststoffprodukten verwenden, brauchen sie sichere Materialqualit\u00e4ten in ausreichender Menge. Diese aber erh\u00e4lt man nur, wenn ausreichend recycelbare Kunststoffabf\u00e4lle gesammelt werden. An der Fakuma in Friedrichshafen drang durch, dass die Kunststoffindustrie selbst k\u00fcnftig viel mehr tun muss: \u201eWenn wir eines Tages geschlossene Kreisl\u00e4ufe haben wollen, m\u00fcssen wir die Kr\u00e4fte aller Partner in der Wertsch\u00f6pfungskette b\u00fcndeln, und das schlie\u00dft auch die Endverbraucher mit ein. Wir m\u00fcssen gemeinsam entschlossen an allen entscheidenden Schritten des Kreislaufs wie der Herstellung der Produkte, der Gebrauchsphase und der Entsorgung arbeiten&#8221;, war von einem Recyclingexperten in Friedrichshafen zu h\u00f6ren. Dem ist eigentlich nichts hinzuzuf\u00fchren, denn das MEGAthema bleibt in jedem Fall auf der Agenda!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die 27. Fakuma findet vom 13. bis zum 17. Oktober 2020 in Friedrichshafen statt!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.Fakuma-Messe.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.Fakuma-Messe.de<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fakuma belegt im Zeitraffer, wie schnell sich die Kunststoffindustrie weiterentwickelt. 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