{"id":12480,"date":"2019-04-03T11:12:06","date_gmt":"2019-04-03T09:12:06","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=12480"},"modified":"2019-04-02T11:30:15","modified_gmt":"2019-04-02T09:30:15","slug":"smarter-emv-schutzschirm-aus-der-spritzgiessmaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=12480","title":{"rendered":"Smarter EMV-Schutzschirm aus der Spritzgie\u00dfmaschine"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Elektronik, Elektromotoren und Sensoren erobern immer mehr Lebensbereiche \u2013 nicht nur im Elektroauto. Daher werden Werkstoffe, die gute elektromagnetische Abschirmeigenschaften mit dem wirtschaftlichen Spritzguss verbinden, immer wichtiger. Barlog Plastics bietet mit Kebablend<sup>\u00ae<\/sup> EC die ideale Werkstofffamilie f\u00fcr diesen Einsatzbereich an.<\/em><\/p>\n<p>Unter dem Namen <strong>Kebablend<sup>\u00ae<\/sup> EC<\/strong> b\u00fcndelt die BARLOG Plastics GmbH, Overath bei K\u00f6ln, k\u00fcnftig eine ganze Familie hochspezialisierter Compounds Technischer Kunststoffe, die elektronische Bauteile hocheffektiv gegen elektromagnetische Felder abschirmen. Oder Sensoren wirksam elektromagnetisch \u201eversiegeln\u201c \u2013 Stichwort: <em>Elektromagnetische Vertr\u00e4glichkeit<\/em> (EMV). Obwohl die Schirmd\u00e4mpfungseigenschaften von Kebablend<sup>\u00ae<\/sup> EC-Compounds zum Teil an die von Metallen heranreichen k\u00f6nnen (bis zu 70 dB), bieten sie alle Vorteile des Spritzguss-Verfahrens: hohe Designfreiheit und Funktionsintegration sowie einen wirtschaftlichen Verarbeitungsprozess, der viele konventionelle Arbeitsschritte wie etwa eine nachtr\u00e4gliche Galvanisierung oder die umst\u00e4ndliche Montage metallischer Geh\u00e4usekomponenten \u00fcberfl\u00fcssig macht.<\/p>\n<p>\u201eKlassische\u201c Werkstoffe f\u00fcr die Abschirmung elektromagnetischer Felder zeichnen sich entweder durch gute magnetische Eigenschaften aus oder sind elektrisch leitf\u00e4hig. BARLOG verf\u00fcgt \u00fcber erhebliche Erfahrungen mit entsprechenden Kunststoff-Compounds: Viele Kunden setzen diese sogar bereits seit Jahren erfolgreich in EMV-sensiblen Anwendungen ein. Die neue Kebablend<sup>\u00ae<\/sup> EC-Familie b\u00fcndelt dieses Know-how nun und bringt dem Kunden dar\u00fcber hinaus eine spezialisierte, besonders auf EMV-Fragen zugeschnittene anwendungstechnische Beratung. So unterst\u00fctzt BARLOG den Anwender etwa dabei, f\u00fcr jede Aufgabe und jeden abzuschirmenden Wellenl\u00e4ngenbereich (etwa Radarfrequenzen) die perfekte L\u00f6sung zur EMV-gerechten Bauteilauslegung zu finden und Kosteneinsparungspotenziale zu heben. Etwa durch die Wahl geeigneter Compounds mit optimalen mechanischen Eigenschaften und zugleich maximierter Best\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber spezifischen Medien im Einsatzumfeld. Typische Anwendungsbereiche f\u00fcr Kebablend<sup>\u00ae<\/sup> EC sind zum Beispiel Batterie-Einhausungen, Geh\u00e4use von (Radar-) Sensoren oder Komponenten von Elektromotoren.<\/p>\n<p><strong>Der Ersatz schwerer Metallabschirmungen wird immer wichtiger<\/strong><\/p>\n<p>\u201eJe mehr Elektronik zum Beispiel in Automobilen eingesetzt wird\u201c, erkl\u00e4rt Robert Konnerth, Produktmanager vom bergischen Kunststoff-Spezialisten Barlog Plastics, \u201edesto wichtiger ist, dass sich diese Komponenten gegenseitig nicht beeinflussen.\u201c Im Automobil gilt das bei weitem nicht nur f\u00fcr Elektromotoren, gar elektrische Antriebsstr\u00e4nge, sondern zum Beispiel auch f\u00fcr Radarsensoren, die \u201eAugen\u201c der Bordelektronik: Diese m\u00fcssen sogar sehr aufwendig elektromagnetisch eingekapselt werden, denn jede St\u00f6rung von au\u00dfen kann hier im Endeffekt zu schweren Unf\u00e4llen f\u00fchren. Gleichzeitig m\u00fcssen sie nat\u00fcrlich so konstruiert sein, dass ihre Strahlung selber keine Irritationen verursacht.<\/p>\n<p>Diese und \u00e4hnliche Anforderungen sind unter anderem in der internationalen Richtlinie <em>UN ECE-R10<\/em> geregelt, die sich mit dem Themenfeld <em>Funkentst\u00f6rung<\/em> besch\u00e4ftigt. Unter diesem scheinbar simplen Oberbegriff fordert sie etwa f\u00fcr Elektrofahrzeuge die Abschirmung aller Bauteile vom Stecker bis zum Kabel, um Kopplungseffekte mit anderen elektrischen Bauteilen zu verhindern; s\u00e4mtliche Leitungen zwischen Batterie, Schaltteilen und Motor m\u00fcssen hochfrequenzdicht sein. Alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge m\u00fcssen auf ihre elektromagnetische Vertr\u00e4glichkeit gepr\u00fcft werden, um Ausf\u00e4lle zu vermeiden \u2013 und dies unter dem erheblichen Kostendruck, unter dem die Automobil-OEMs stehen.<\/p>\n<p><strong>Das Know-how liegt in der Auswahl und Dosierung der Additive<\/strong><\/p>\n<p>Der Ersatz schwerer Metall-Abschirmungen, die zudem aufwendig und damit teuer zu montieren sind, tut daher Not. Die Entwicklung von Kunststoff-Alternativen f\u00fcr die effektive Abschirmung elektromagnetischer Felder ist jedoch eine hochkomplexe Aufgabe: Das Aufbringen leitf\u00e4higer Lacke, Galvanisieren oder Bedampfen sind zus\u00e4tzliche Arbeitsschritte, die zudem h\u00e4ufig L\u00fccken, also \u201eStrahlungsl\u00f6cher\u201c hinterlassen; das Hinterspritzen metallischer Folien schr\u00e4nkt die Gestaltungsfreiheit des Ingenieurs massiv ein. \u201eDie L\u00f6sung ist der Spritzguss mit Kunststoffen, die bereits von Haus aus die n\u00f6tigen Abschirmeigenschaften mitbringen\u201c, so Konnerth. \u201eWie unsere Kebablend\u00ae EC-Typen.\u201c<\/p>\n<p>Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kebablend\u00ae EMV-Compounds liegen nicht nur im Tr\u00e4gerpolymer (PA 6.6, POM etc.): Sie sind auch auf jeweils eigene elektromagnetische Frequenzbereiche zugeschnitten, in denen sie die optimale Abschirmwirkung entfalten. Je nach Wellenl\u00e4ngenbereich \u2013 zun\u00e4chst haben sich die Barlog-Ingenieure auf Radarfrequenzen konzentriert \u2013 weisen die aktuell verf\u00fcgbaren Compounds Schirmd\u00e4mpfungen um 40 bis 70 dB auf (gepr\u00fcft nach ASTM D4935). F\u00fcr andere Bereiche wird derzeit an entsprechenden L\u00f6sungen gearbeitet, aktuell unter anderem in einem gemeinsamen Projekt mit dem <em>Kunststoff-Institut f\u00fcr die mittelst\u00e4ndische Wirtschaft NRW GmbH <\/em>(\u201eEMV-Abschirmung durch Kunststoffe\u201c)<em>.<\/em><\/p>\n<p>\u201eDenn ob ein Compound zum Beispiel Radarsignale oder UKW-Frequenzen absorbiert, durchl\u00e4sst oder gar reflektiert, h\u00e4ngt stark von Natur und Anteil der gew\u00e4hlten Additive ab\u201c, so Konnerth. \u201eWir verf\u00fcgen zum Gl\u00fcck \u00fcber breite Erfahrungen mit einem einzigartigen Spektrum geeigneter Materialien wie Graphit, Kupfer, weichmagnetischen Ferriten oder Stahlfasern, um nur wenige Beispiele zu nennen. Bei der Auswahl unterst\u00fctzen wir unsere Kunden nat\u00fcrlich gerne. Der Kunde sagt uns, was er braucht \u2013 und wir k\u00fcmmern uns um die Produktentwicklung von der Idee bis zur Serie. Und zwar auf h\u00f6chstem Niveau: Bei Bedarf tragen wir sogar ausf\u00fchrliche Simulationen zur Magnetflussf\u00fchrung bei.\u201c<\/p>\n<p>Alle Infos dazu vom 7. bis 9. Mai am BARLOG-Stand, Stand-Nr. 107, auf der Electric &amp; Hybrid Vehicle Technology Expo Europe 2019 in Stuttgart.<\/p>\n<p>Quelle: Barlog<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elektronik, Elektromotoren und Sensoren erobern immer mehr Lebensbereiche \u2013 nicht nur im Elektroauto. 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