{"id":12489,"date":"2019-04-03T12:50:57","date_gmt":"2019-04-03T10:50:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=12489"},"modified":"2019-04-02T12:51:59","modified_gmt":"2019-04-02T10:51:59","slug":"eigenspannungen-in-kurzfaserverstaerkten-spritzgussbauteilen-quantitativ-bestimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=12489","title":{"rendered":"Eigenspannungen in kurzfaserverst\u00e4rkten Spritzgussbauteilen quantitativ bestimmen"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>W\u00e4hrend des Fertigungsprozesses von spritzgegossenen kurzfaserverst\u00e4rkten Kunststoffbauteilen entstehen Eigenspannungen, die auf die \u00dcberlagerung mehrerer Ph\u00e4nomene (z. B. Temperaturgradienten, Fertigungsparameter) zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Diese Eigenspannungen k\u00f6nnen die Bauteileigenschaften sowohl positiv als auch negativ beeinflussen \u2013 je nachdem, ob sie einer \u00e4u\u00dferen Last gleich- oder gegengerichtet sind (Zug- oder Druckspannungen). In den meisten F\u00e4llen liegen allerdings keine Informationen \u00fcber die H\u00f6he und Richtung fertigungsbedingter Eigenspannungen vor. Daraus resultieren erhebliche Unsicherheiten in der Bauteilauslegung. Fr\u00fchzeitiges Versagen oder Abweichungen bei der Ma\u00dfhaltigkeit k\u00f6nnen die Folgen sein.<\/p>\n<p>Mit der inkrementellen Bohrlochmethode steht ein vergleichsweise kosteng\u00fcnstiges und zugleich industriell praktikables Pr\u00fcfverfahren zur quantitativen Bestimmung von tiefenabh\u00e4ngigen Eigenspannungsprofilen zur Verf\u00fcgung. Die inkrementelle Bohrlochmethode basiert auf einer Teilentlastung der Oberfl\u00e4che durch das Anbohren der Bauteiloberfl\u00e4che. Die in der N\u00e4he des Bohrlochs vorhandenen Spannungen (Eigenspannungen) werden mit Hilfe von speziellen DMS-Rosetten in Abh\u00e4ngigkeit der Bohrlochtiefe erfasst und mit Hilfe eines speziellen Algorithmus ausgewertet. In einem vorangegangenen Forschungsvorhaben konnte das Verfahren bereits erfolgreich f\u00fcr die Messung an unverst\u00e4rkten (isotropen) Kunststoffbauteilen eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Ziel eines k\u00fcrzlich gestarteten Forschungsvorhabens ist nun die Weiterentwicklung der Methode hinsichtlich der Anwendbarkeit auf faserverst\u00e4rkte, also anisotrope Kunststoffbauteile. Hierf\u00fcr sollen bestehende Versuchsparameter und Auswerteprozeduren erweitert und mit Methoden der Prozess- und Struktursimulation kombiniert werden, um die zus\u00e4tzlichen Abh\u00e4ngigkeiten (richtungsabh\u00e4ngige Materialeigenschaften) f\u00fcr den Fall der Anisotropie zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Das Verfahren soll im Rahmen eines vom 01.12.2018 bis 31.11.2020 laufenden Vorhabens zudem dazu verwendet werden, den Einfluss von Eigenspannungen auf das Verhalten faserverst\u00e4rkter Kunststoffbauteile zu untersuchen. Durch systematische Variation verschiedener Material- (Polymer, Fasergehalt und -konzentration) und Prozessparameter (Str\u00f6mungs- und Abk\u00fchlbedingungen) wird aufgezeigt, wie der Eigenspannungszustand gezielt beeinflusst werden kann, um positive Eigenschaften im Bauteil (z. B. h\u00f6here Festigkeiten und Spannungsrissbest\u00e4ndigkeiten) zu erreichen.<\/p>\n<p>Interessierte Industrieunternehmen sind eingeladen, das Forschungsvorhaben kostenfrei zu begleiten und fr\u00fchzeitig von den Ergebnissen zu profitieren.<\/p>\n<p>Das Vorhaben (20329 N) der Forschungsvereinigung &#8220;F\u00f6rdergemeinschaft f\u00fcr das S\u00fcddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V.&#8221; wird \u00fcber die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) im Rahmen des Programms zur F\u00f6rderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Quelle: SKZ<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend des Fertigungsprozesses von spritzgegossenen kurzfaserverst\u00e4rkten Kunststoffbauteilen entstehen Eigenspannungen, die auf die \u00dcberlagerung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6734,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-12489","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12489"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12490,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12489\/revisions\/12490"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12489"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=12489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}