{"id":12559,"date":"2019-04-05T08:10:45","date_gmt":"2019-04-05T06:10:45","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=12559"},"modified":"2019-04-04T10:13:58","modified_gmt":"2019-04-04T08:13:58","slug":"zf-steigert-umsatz-und-investiert-in-loesungen-fuer-die-mobilitaet-der-naechsten-generation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=12559","title":{"rendered":"ZF steigert Umsatz und investiert in L\u00f6sungen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der n\u00e4chsten Generation"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Umsatz steigt im Jahr 2018 organisch um rund sechs Prozent auf 36,9 Milliarden Euro (Vj.: 36,4 Milliarden Euro)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Bereinigtes EBIT liegt bei 2,1 Milliarden Euro (Vj.: 2,3 Milliarden Euro)<\/strong><\/li>\n<li><strong>H\u00f6here Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung sowie Investitionen in neue Systeme<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gr\u00f6\u00dfter Auftrag in der ZF-Geschichte f\u00fcr weiterentwickeltes elektrifiziertes Automatgetriebe<\/strong><\/li>\n<li><strong>Geplante \u00dcbernahme von Wabco bedeutender Schritt im Sinne der Konzernstrategie \u201eNext Generation Mobility\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Friedrichshafen. Die ZF Friedrichshafen AG hat ihren Umsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 erneut gesteigert. Der Konzernumsatz stieg \u2013 bereinigt um Wechselkurseinfl\u00fcsse und M&amp;A-Aktivit\u00e4ten \u2013 um rund sechs Prozent auf 36,9 (Vorjahr: 36,4) Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT betrug 2,1 (Vj.: 2,3) Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 5,6 (Vj.: 6,4) Prozent. Ende Dezember besch\u00e4ftigte ZF weltweit 148.969 (Vj.: 146.148) Mitarbeiter. Mit seiner Strategie \u201eNext Generation Mobility\u201c verfolgt ZF das Ziel, den Menschen eine sichere, saubere und bezahlbare Mobilit\u00e4t zu erm\u00f6glichen.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir gestalten den schnell fortschreitenden Wandel der Mobilit\u00e4tsindustrie, um unseren Kunden \u00fcberzeugende Systeml\u00f6sungen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der n\u00e4chsten Generation zu bieten. Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir f\u00fcr die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt sind\u201c, sagte der Vorsitzende des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG, Wolf-Henning Scheider, am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Friedrichshafen. Um weiterhin technologisch f\u00fchrend zu sein, hat ZF seine Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr weiter um rund elf\u00a0Prozent gesteigert. Bereinigt um \u00c4nderungen in der Rechnungslegung, hat ZF insgesamt 2,5 (Vj.: 2,2) Milliarden Euro f\u00fcr Forschung und Entwicklung ausgegeben; das entspricht einer Forschungs- und Entwicklungskostenquote von 6,7\u00a0Prozent.<\/p>\n<p><strong>Fokus auf Mobilit\u00e4ts- und Transportdienstleistungen<\/strong><br \/>\nBesonders im boomenden Bereich der Mobilit\u00e4ts- und Fahrdienstleistungen (\u201eMobility\/Transport as a Service\u201c) schafft ZF neue Mobilit\u00e4tsangebote wie den e.GO People Mover. Dieser elektrisch angetriebene, k\u00fcnftig auch autonom fahrende Kleinbus wird im Herbst in ersten Testflotten in Aachen und Friedrichshafen unterwegs sein. Vor wenigen Wochen hat ZF zudem die Mehrheitsbeteiligung an 2getthere bekanntgegeben, einem niederl\u00e4ndischen Anbieter autonomer elektrischer Personentransportsysteme. \u201eDie Beteiligung war ein wichtiger Schritt f\u00fcr uns, denn 2getthere verf\u00fcgt \u00fcber mehr als 30 Jahre Erfahrung im Markt f\u00fcr den autonomen Personentransport und au\u00dferdem \u00fcber eine einmalige Engineering- und Software-Kompetenz\u201c, betonte Scheider. Mit den fahrerlosen Transportsystemen von 2getthere wurden in zahlreichen Gro\u00dfst\u00e4dten, H\u00e4fen und Flugh\u00e4fen weltweit bisher mehr als 14 Millionen Personen rein elektrisch, zuverl\u00e4ssig und profitabel bef\u00f6rdert. Aufgrund der langj\u00e4hrigen Erfahrung liegt die Verf\u00fcgbarkeit der Mobilit\u00e4tssysteme von 2getthere bei \u00fcber 99,7\u00a0Prozent.<\/p>\n<p><strong>Mit Hybridgetrieben langfristig erfolgreich<\/strong><br \/>\nZF arbeitet nicht nur an neuen Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen, sondern entwickelt auch erfolgreiche, etablierte Produkte wie das 8-Gang-Automatgetriebe f\u00fcr Pkw weiter \u2013 vor allem durch die umfassende Elektrifizierung. In dieser Woche hat ZF mit der BMW AG einen Liefervertrag f\u00fcr das weiterentwickelte 8-Gang-Automatgetriebe geschlossen. Dies umfasst auch Hybridgetriebevarianten. Der Vertrag stellt den gr\u00f6\u00dften Auftrag f\u00fcr die Lieferung von Automatgetrieben in der Geschichte von ZF dar und best\u00e4tigt die Bedeutung der Hybridtechnik f\u00fcr die individuelle Mobilit\u00e4t der Zukunft.<\/p>\n<p>Seinen ersten Serieneinsatz bei einem Hersteller erf\u00e4hrt in diesem Jahr der elektrische Zentralantrieb von ZF f\u00fcr Pkw. Stark nachgefragt wird die bereits erfolgreich im Markt etablierte elektrische Portalachse f\u00fcr Stadtbusse, f\u00fcr die ZF zahlreiche Neuauftr\u00e4ge von Busherstellern gewinnen konnte. \u201eZF hat Elektrobusse f\u00fcr Europa marktf\u00e4hig gemacht\u201c, sagte Scheider.<\/p>\n<p><strong>Geplante Akquisition von Wabco st\u00e4rkt Nutzfahrzeugsparte<\/strong><br \/>\nEin weiterer bedeutender Schritt von ZF ist die geplante Akquisition von Wabco. \u201eDie geplante \u00dcbernahme ist Bestandteil unserer ZF-Strategie und erweitert die Kompetenz des Unternehmens erstmals auf das Bremsen von Nutzfahrzeugen\u201c, sagte Scheider. \u201eDamit k\u00f6nnen wir unseren Kunden umfangreiche Systeml\u00f6sungen f\u00fcr den sicheren und automatisierten Transport von Personen und G\u00fctern bieten.\u201c ZF hatte vergangene Woche bekanntgegeben, Wabco \u2013 einen weltweit f\u00fchrenden Zulieferer von Bremsregelsystemen, Technologien und Dienstleistungen zur Verbesserung der Sicherheit, Effizienz und Vernetzung von Lkw, Bussen und Anh\u00e4ngern \u2013 f\u00fcr 136,50 US-Dollar je Aktie zu \u00fcbernehmen. Dies entspricht einem Gesamtwert von etwa sieben Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der \u00dcbernahme wird Anfang n\u00e4chsten Jahres erwartet und macht ZF langfristig unabh\u00e4ngiger von den Zyklen des Pkw-Markts. Wabco besch\u00e4ftigt rund 16.000 Mitarbeiter weltweit und hat im Vorjahr einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro erwirtschaftet.<\/p>\n<p><strong>Strukturelle Weichenstellungen machen ZF schneller<\/strong><br \/>\nUm auf die unterschiedlichen Marktanforderungen noch zielgerichteter und schneller reagieren zu k\u00f6nnen, hat ZF ein sogenanntes \u201eDual Operating System\u201c eingef\u00fchrt, das unterschiedliche Geschwindigkeiten und Organisationsmodelle erlaubt. In diesem Zuge wurde die fr\u00fchere Division Aktive &amp; Passive Sicherheitstechnik in die drei Divisionen Passive Sicherheitstechnik, Aktive Sicherheitstechnik sowie Elektronik und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) aufgeteilt. Hinzu kommen System- und Projekth\u00e4user, die divisions\u00fcbergreifend Themen wie automatisiertes Fahren oder Elektromobilit\u00e4t vorantreiben. \u201eMit diesen neuen Strukturen und Prozessen haben wir Hierarchien und Komplexit\u00e4t vereinfacht, k\u00f6nnen noch schneller reagieren und unsere Kunden noch besser bedienen\u201c, sagte Scheider.<\/p>\n<p><strong>Solide wirtschaftliche Entwicklung<\/strong><br \/>\nMit 36,9 (Vj.: 36,4) Milliarden Euro hat ZF den zu Beginn des vergangenen Jahres prognostizierten Umsatz von rund 36,5 Milliarden Euro \u00fcbertroffen. Die Umsatzerl\u00f6se erh\u00f6hten sich gegen\u00fcber 2017 nominell um 1,3 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseinfl\u00fcsse und M&amp;A-Aktivit\u00e4ten stiegen die Umsatzerl\u00f6se organisch um rund sechs Prozent und damit st\u00e4rker als der Markt. Besonders die Divisionen Nutzfahrzeugtechnik (plus zw\u00f6lf Prozent) und Industrietechnik (plus 13\u00a0Prozent) verzeichneten \u00fcberdurchschnittliche organische Umsatzzuw\u00e4chse.<\/p>\n<p>Das bereinigte EBIT von 2,1 (Vj.: 2,3) Milliarden Euro ist im Wesentlichen gepr\u00e4gt durch die Erh\u00f6hung der Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung, gestiegene Materialpreise, negative Wechselkurseffekte sowie ein sich eintr\u00fcbendes Marktumfeld. Die bereinigte EBIT-Marge liegt bei 5,6 Prozent, der um Unternehmensk\u00e4ufe und -verk\u00e4ufe bereinigte Free Cashflow bei 0,9 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Seine Schulden aus der TRW-Akquisition hat ZF unterdessen weiter abgebaut. \u201eWir haben im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr die Bruttoverschuldung um 1,4 Milliarden Euro auf 5,0 Milliarden Euro reduziert und damit die finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit unseres Unternehmens weiter gest\u00e4rkt\u201c, sagte ZF-Finanzvorstand Dr. Konstantin Sauer. \u201eMit einer Eigenkapitalquote von 28 Prozent steht ZF auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament.\u201c Ende 2017 hatte die Eigenkapitalquote noch 24 Prozent betragen.<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiterzahl leicht gestiegen<\/strong><br \/>\nZum 31. Dezember 2018 besch\u00e4ftigte ZF weltweit 148.969 Mitarbeiter (Vj.: 146.148). Dem Ausbau der Kapazit\u00e4ten folgend, entstanden zus\u00e4tzliche Stellen besonders in den Bereichen automatisiertes Fahren und Elektromobilit\u00e4t, vor allem in den Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik. Weltweit sind mehr als 17.000 Mitarbeiter in Forschungs- und Entwicklungsprojekten t\u00e4tig.<\/p>\n<p><strong>Marktumfeld bleibt angespannt<\/strong><br \/>\nDie anhaltenden Unsicherheiten in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung vieler L\u00e4nder sowie neue regulatorische Vorgaben in der Emissionsgesetzgebung schaffen ein nach wie vor angespanntes Umfeld weltweit. In Anbetracht der erwarteten Marktentwicklungen und unter Annahme konstanter Wechselkurse erwartet ZF f\u00fcr 2019 einen Konzernumsatz in der Gr\u00f6\u00dfenordnung zwischen 37 und 38 Milliarden Euro. ZF strebt eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5,0 und 5,5 Prozent sowie einen um Unternehmensk\u00e4ufe und -verk\u00e4ufe bereinigten Free Cashflow von rund einer Milliarde Euro an. \u201eMit unserem breitem Produktportfolio, unseren zukunftsweisenden technischen Konzepten und unserem Netzwerk sind wir ein attraktiver Systemanbieter f\u00fcr unsere Kunden, um gemeinsam mit ihnen die Mobilit\u00e4t der n\u00e4chsten Generation zu pr\u00e4gen\u201c, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Scheider.<\/p>\n<p><strong>Die wichtigsten Kennzahlen im \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<table width=\"578\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"157\"><\/td>\n<td width=\"157\"><strong>2018<\/strong><\/td>\n<td width=\"157\"><strong>2017<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Konzernumsatz<\/td>\n<td width=\"157\">36,9 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">36,4 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Mitarbeiter weltweit<\/td>\n<td width=\"157\">148.969<\/td>\n<td width=\"157\">146.148<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">EBIT (bereinigt)<\/td>\n<td width=\"157\">2,1 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">2,3 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">EBIT-Marge (ber.)<\/td>\n<td width=\"157\">5,6 %<\/td>\n<td width=\"157\">6,4 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">F&amp;E-Ausgaben<\/td>\n<td width=\"157\">2,5 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">2,2 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Invest in Sachanlagen<\/td>\n<td width=\"157\">1,6 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">1,4 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Eigenkapitalquote<\/td>\n<td width=\"157\">28 %<\/td>\n<td width=\"157\">24 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Free Cashflow (ber.)<\/td>\n<td width=\"157\">891 Mio. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">1,8 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Umsatz Europa<\/td>\n<td width=\"157\">17,4 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">17,4 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">&#8211; davon Deutschland<\/td>\n<td width=\"157\">7,4 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">7,7 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Umsatz Nordamerika<\/td>\n<td width=\"157\">10,3 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">10,0 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Umsatz S\u00fcdamerika<\/td>\n<td width=\"157\">1,0 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">1,1 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Umsatz Asien-Pazifik<\/td>\n<td width=\"157\">8,0 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">7,8 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">&#8211; davon China<\/td>\n<td width=\"157\">6,2 Mrd. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">5,9 Mrd. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"157\">Umsatz Afrika<\/td>\n<td width=\"157\">233 Mio. \u20ac<\/td>\n<td width=\"157\">199 Mio. \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ZF Friedrichshafen AG hat ihren Umsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 erneut gesteigert. 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