{"id":13327,"date":"2019-05-10T09:40:43","date_gmt":"2019-05-10T07:40:43","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=13327"},"modified":"2019-05-09T11:53:10","modified_gmt":"2019-05-09T09:53:10","slug":"klimaschutz-bosch-ab-2020-weltweit-co2-neutral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=13327","title":{"rendered":"Klimaschutz: Bosch ab 2020 weltweit CO2-neutral"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fr\u00fcheste CO2-Neutralstellung eines globalen Industrieunternehmens<\/strong><\/p>\n<p><strong>Boschs CO\u2082-Neutralstellung bislang beispiellos in Umfang und Zeitraum<\/strong><\/p>\n<p><strong>Investitionen in Anlagen, Geb\u00e4ude, regenerative Energien und \u00d6kostrom<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mehr als eine Milliarde Euro f\u00fcr Energieeffizienz<\/strong><\/p>\n<p>Bereits ab dem kommenden Jahr wird Bosch vollst\u00e4ndig klimaneutral sein. Ab 2020 werden die \u00fcber 400 Bosch-Standorte weltweit \u2013 von der Entwicklung \u00fcber die Produktion bis zur Verwaltung \u2013 keinen CO <sub>2<\/sub> -Fu\u00dfabdruck mehr hinterlassen. Damit ist Bosch das erste gro\u00dfe Industrieunternehmen, das dieses ehrgeizige Ziel in nur gut einem Jahr realisiert. \u201eWir \u00fcbernehmen Verantwortung f\u00fcr den Klimaschutz und handeln deshalb jetzt\u201c, so Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Robert Bosch GmbH. Um die CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t schnell umzusetzen, wird Bosch kurzfristig mehr \u00d6kostrom zukaufen und unvermeidbare CO <sub>2<\/sub> -Emissionen mit Kompensationsma\u00dfnahmen ausgleichen. Bis 2030 wird das Unternehmen sukzessive den Anteil an regenerativen Energien erh\u00f6hen, sowohl in der Eigenversorgung als auch im Zukauf. Dar\u00fcber hinaus wird Bosch eine Milliarde Euro in die Energieeffizienz seiner Standorte investieren.<\/p>\n<p>Mit dem Erreichen der Klimaneutralit\u00e4t hat Bosch keinen negativen Einfluss mehr auf die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosph\u00e4re. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum 2015 ratifizierten Pariser Klimaschutzabkommen. Das sieht vor, die globale Erw\u00e4rmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegen\u00fcber vorindustriellen Werten zu begrenzen. \u201eJeder muss beim Klimaschutz seinen Beitrag leisten\u201c, so Denner weiter.<\/p>\n<h2>Fr\u00fche CO <sub>2<\/sub> -Neutralstellung dank fr\u00fchem Engagement<\/h2>\n<p>Industrieunternehmen wie Bosch haben gro\u00dfen Einfluss auf die Gestaltung einer weitgehend klimaneutralen Welt. Rund 32 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen entfallen laut Internationaler Energieagentur auf die Industrie. Aktuell st\u00f6\u00dft Bosch rund 3,3 Millionen Tonnen CO <sub>2<\/sub> pro Jahr aus. Seit 2007 hat das Unternehmen den CO <sub>2<\/sub> -Aussto\u00df relativ zur eigenen Wertsch\u00f6pfung bereits um fast 35 Prozent gesenkt. \u201eWir fangen nicht bei Null an. Wir haben unsere bisherigen Ziele zur relativen Senkung der CO <sub>2<\/sub> -Emissionen immer \u00fcbertroffen. Jetzt wird es Zeit f\u00fcr absolute Ziele. Der finale Countdown kann starten\u201c, erkl\u00e4rt Denner.<\/p>\n<h2>Fokus auf nachhaltige, regenerative Energieversorgung<\/h2>\n<p>Ab 2020 gleicht Bosch verbleibende, nicht vermeidbare CO <sub>2<\/sub> -Emissionen vor allem durch den Zukauf von \u00d6kostrom aus bestehenden Anlagen und Kompensationsleistungen aus. Hier investiert das Unternehmen in Umweltprojekte, die die soziale und \u00f6kologische Entwicklung unterst\u00fctzen und nach strengen Standards zertifiziert sind. Bis 2030 sollen Kompensationsma\u00dfnahmen sukzessive zur\u00fcckgefahren werden. Daf\u00fcr verst\u00e4rkt Bosch seine Investitionen in regenerative Energien. So sollen unternehmenseigene Photovoltaik-Anlagen, wie zum Beispiel an den indischen Standorten Nashik und Bidadi, ausgebaut werden. Insgesamt rechnet das Unternehmen dadurch mit einer Verzehnfachung der bereits installierten Energieleistung. Zus\u00e4tzlich schlie\u00dft Bosch weltweit langfristige und exklusive Liefervertr\u00e4ge mit neuen Wind- und Solarparks, die sich somit auch ohne staatliche F\u00f6rderung rechnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Eine Milliarde Euro f\u00fcr Energieeffizienz \u2013 auch mit vernetzten L\u00f6sungen<\/h2>\n<p>Ein wichtiger Hebel zur CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t ist die Energieeffizienz. Bosch investiert in den kommenden zehn Jahren eine Milliarde Euro in die Energieeffizienz seiner Anlagen und Geb\u00e4ude. \u201eDen Energieverbrauch und Kohlendioxidaussto\u00df wollen wir absolut senken, nicht nur relativ zur Wertsch\u00f6pfung\u201c, betont Denner. Bis 2030 sollen zus\u00e4tzliche Energie-Einsparungen in H\u00f6he von 1,7 Terawattstunden pro Jahr realisiert werden, mehr als ein F\u00fcnftel des aktuellen Jahresverbrauchs und vergleichbar mit dem Stromverbrauch der privaten Haushalte von K\u00f6ln. Bosch setzt bereits seit Jahren auf ein konsequentes Umweltmanagement. Allein 2018 wurden rund 500 Energieeffizienz-Projekte umgesetzt, die den Energieverbrauch um knapp 1,5 Prozent reduziert haben. Wesentlicher Effizienztreiber ist inzwischen auch die Vernetzung der Produktion. In mehr als 30 Werken weltweit setzt Bosch bereits die eigene Energy-Plattform aus dem Industrie-4.0-L\u00f6sungsportfolio ein. Die Plattform ist eine cloudbasierte Software-L\u00f6sung, die den Stromverbrauch jeder einzelnen Maschine verfolgen und steuern kann.<\/p>\n<h2>Klimaschutz rechnet sich gesellschaftlich \u2013 und \u00f6konomisch<\/h2>\n<p>Durch den Zukauf von \u00d6kostrom, CO <sub>2<\/sub> -Kompensationsleistungen und Versorgung mit regenerativen Energien entstehen dem Unternehmen bis 2030 Mehrkosten in H\u00f6he von einer Milliarde Euro. Im gleichen Zeitraum investiert Bosch eine Milliarde Euro in die Steigerung der eigenen Energieeffizienz. Die zunehmende Energieeffizienz bringt Bosch eine Ersparnis in H\u00f6he von rund einer Milliarde Euro. Damit reduziert sich der Aufwand des Unternehmens f\u00fcr die CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t bis zum Jahr 2030 von rund zwei Milliarden auf eine Milliarde Euro. \u201eKlimaschutz ist machbar und mit der n\u00f6tigen Konsequenz schnell umsetzbar\u201c, betonte Denner. \u201eUnsere Investitionen n\u00fctzen nicht nur uns bei Bosch, sie n\u00fctzen der gesamten Menschheit.\u201c<\/p>\n<h2>Bosch-Projekte mit Vorbildcharakter \u2013 eine Auswahl<\/h2>\n<p><strong>Das Werk Feuerbach \u2013 Energieeffizient, durch Mensch und Maschine<\/strong><br \/>\nIm deutschen Feuerbach befindet sich der \u00e4lteste Bosch-Standort weltweit. Gegr\u00fcndet 1909, hat sich Feuerbach kontinuierlich und konsequent modernisiert und tr\u00e4gt zur Energieeffizienz des gesamten Unternehmens bei. Das Team vor Ort setzt dabei auf Energiemonitoring und die Sensibilisierung der Mitarbeiter durch Schulungen in der so genannten Energieerlebniswelt. Mittels erfolgreicher Projekte wie zum Beispiel W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung, Raumautomation, Abschaltmanagement, Hallensanierungen konnte das Werk den Energiebedarf im Vergleich zum Jahr 2007 um mehr als 50 Prozent reduzieren und seinen CO <sub>2<\/sub> -Aussto\u00df \u2013 relativ zur Wertsch\u00f6pfung \u2013 um 47 Prozent senken.<\/p>\n<p><strong>Homburg \u2013 Daten nutzen, Energie sparen<\/strong><br \/>\nDas energieeffiziente, selbstlernende Werk \u2013 dieser Vision kommt der deutsche Bosch-Standort Homburg im Saarland immer n\u00e4her. Der Standort hat dadurch in den vergangenen beiden Jahren rund 5 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, seit 2007 sind es sogar mehr als 23 000 Tonnen CO <sub>2<\/sub> . Der Ansatz: Maximale Transparenz trifft technische Innovation. Mithilfe von rund 10 000 Messpunkten werden Daten der Anlagen in einer Bosch-eigenen Energiemanagement-Plattform zusammengef\u00fchrt. Die Mitarbeiter k\u00f6nnen so den Verbrauch jeder einzelnen Maschine verfolgen und verbrauchsoptimiert steuern. Zu den technischen L\u00f6sungen z\u00e4hlen bedarfsorientierte Regulierung der Hallenl\u00fcftung, Abw\u00e4rme-nutzung aus diversen Bearbeitungsprozessen und nicht zuletzt das Abschaltmanagement der Anlagen.<\/p>\n<p><strong>Renningen \u2013 Bepflanzte D\u00e4cher, Photovoltaik-Anlagen \u2013 und CO <sub>2<\/sub> -neutral<\/strong><br \/>\nSeit Januar 2019 ist der Bosch-Standort Renningen CO <sub>2<\/sub> -neutral gestellt. Die Erdgas-Nutzung f\u00fcr das Heizungssystem wird vollst\u00e4ndig \u00fcber Kompensationsma\u00dfnahmen ausgeglichen. Der Strombedarf wird \u00fcber den Zukauf von \u00d6kostrom abgedeckt. Erg\u00e4nzend erzeugen die insgesamt 460 installierten Photovoltaik-Module auf den D\u00e4chern der Campusgeb\u00e4ude Strom f\u00fcr den Eigenbedarf. Durch die vollst\u00e4ndige Dachbepflanzung des Forschungscampus gewinnt die Temperaturregelung in den Geb\u00e4uden: Eine unterirdische Zisterne mit einem Fassungsverm\u00f6gen von rund 3 600 m3 sammelt durchsickerndes Regenwasser, das f\u00fcr die K\u00fchlt\u00fcrme der Klimaanlage genutzt wird. Zus\u00e4tzlich sch\u00fctzen die begr\u00fcnten Dachfl\u00e4chen bei Sonnenschein vor direkter Sonneneinstrahlung und zu starker Aufheizung der D\u00e4cher. Diese Kombination spart 20 bis 30 Prozent Energie bei der Klimatisierung der Geb\u00e4ude. Der Standort verf\u00fcgt dar\u00fcber hinaus \u00fcber eine eigene Wasseraufbereitungsanlage. Insgesamt spart Bosch dadurch rund 20 000 m\u00b3 Trinkwasser pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Rodez \u2013 Nachhaltiges Heizsystem<\/strong><br \/>\nDen CO <sub>2<\/sub> -Fu\u00dfabdruck verkleinern \u2013 mit diesem Ziel hat das Team am Standort Rodez in Frankreich bereits 2009 seine Planungen begonnen. Seit 2013 versorgt ein eigenes Biomasseheizwerk den Standort. In der Anlage werden Holzschnitzel verbrannt, die das Werk aus der lokalen, nachhaltigkeitszertifizierten Forstwirtschaft bezieht. Die dabei entstehende Energie nutzt Rodez f\u00fcr die Erzeugung von Warmwasser und Prozessw\u00e4rme. Durch den Einsatz der Holzschnitzelanlage deckt der Standort durchschnittlich 90 Prozent seines Heizbedarfs. J\u00e4hrlich werden rund 6 600 Tonnen Holzschnitzel ben\u00f6tigt. Bei der Verbrennung dieser Biomasse wird lediglich die Menge an CO <sub>2<\/sub> frei, die die B\u00e4ume zuvor der Atmosph\u00e4re entzogen haben. Pro Jahr reduziert das Werk seine Emissionen um rund 600 Tonnen.<\/p>\n<p><strong>Werke Bidadi und Nashik, Indien \u2013 CO <sub>2<\/sub> -Einsparung aus eigener Kraft<\/strong><br \/>\nBosch Indien verfolgt die CO <sub>2<\/sub> -Neutralit\u00e4t mithilfe der eigenen nat\u00fcrlichen Energiequellen. Angespornt von der Idee, den Standort tags\u00fcber komplett regenerativ versorgen zu k\u00f6nnen, begann das Team am Standort Nashik 2015 mit der Installation erster PV-Anlagen. Mittlerweile erzeugen 50 000 Solarpanels auf D\u00e4chern, Parkpl\u00e4tzen und freistehenden Fl\u00e4chen rund 20 Prozent des vom Werk j\u00e4hrlich ben\u00f6tigten Energiebedarfs. Der Standort verringerte seinen CO <sub>2<\/sub> -Aussto\u00df seit 2015 um rund 23 000 Tonnen und sparte etwa 25 000 Megawattstunden Energie ein. Das entspricht einem Energiebedarf von rund 23 500 indischen Haushalten. Auch f\u00fcr die Reinigung der Module haben die Bosch-Experten eine umweltschonende L\u00f6sung entwickelt: Das Wasser wird mehrfach recycelt und umweltschonend gereinigt.<\/p>\n<p>Ca. 1 100 Kilometer weiter s\u00fcdlich setzt der Standort Bidadi ebenfalls auf Solarenergie. Der Standort kann sich zu rund 30 Prozent selbst versorgen. Die PV-Anlage hat neben der Energiegewinnung noch einen weiteren Nutzen: Sie schaffen optimale Anbaubedingungen f\u00fcr Gem\u00fcse und Kr\u00e4uter und stellen so die Versorgung der Werkkantine sicher. Neben der Sonne nutzt der Standort auch den Regen: Dieser wird gezielt in einen kleinen See umgeleitet, um die Wasserversorgung der lokalen Bev\u00f6lkerung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Bosch in Mexiko \u2013 Erneuerbare Energien als Hauptquelle<\/strong><br \/>\nMexiko ordnet seine Energieversorgung neu. Die mexikanische Energiereform sieht vor, 35 Prozent des Strombedarfs bis 2024 aus nicht fossilen Energiequellen zu erzeugen. Die geografische Lage und die klimatischen Bedingungen, mit vielen Sonnenstunden und windertragreichen Gegenden sowie eine engagierte F\u00f6rderung durch Politik und Unternehmen, bieten eine gute Basis. Bosch ist Teil dieser Bewegung und setzt hohe Ma\u00dfst\u00e4be: Mehr als 80 Prozent des Strombedarfs aller Bosch-Standorte in Mexiko wird \u00fcber Exklusiv-Bezug aus einem Windpark, \u201eDominica\u201c im Bundesstaat San Luis Potos\u00ed, abgedeckt. Durch die Umstellung auf vorwiegend erneuerbare Energien konnte Bosch Mexiko in 2018 56\u00a0000 Tonnen CO <sub>2<\/sub> einsparen.<\/p>\n<p>Quelle: Bosch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits ab dem kommenden Jahr wird Bosch vollst\u00e4ndig klimaneutral sein. 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