{"id":13441,"date":"2019-05-15T08:43:23","date_gmt":"2019-05-15T06:43:23","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=13441"},"modified":"2019-05-14T11:45:14","modified_gmt":"2019-05-14T09:45:14","slug":"ein-laenderreport-im-vorfeld-der-k-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=13441","title":{"rendered":"Ein L\u00e4nderreport im Vorfeld der K 2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"media\">\n<div class=\"media__body\">\n<div class=\"media__body__txt media__body__txt--link-icons\">\n<p><strong>Die asiatische Region besch\u00e4ftigt sich intensiv mit Trends und Problemen, um ein \u201eperfektes\u201c zuk\u00fcnftiges Wirtschaftswachstum zu erzielen, das auch in der Kunststoffbranche zu einem Dominoeffekt f\u00fchren wird. Im Vorfeld der K 2019, The World\u00b4s No. 1 Trade Fair Plastics and Rubber, die von 16. bis 23. Oktober 2019 in D\u00fcsseldorf stattfinden wird, werfen wir zun\u00e4chst einen Blick auf die asiatische Wirtschaft, aufgegliedert in verschiedene Bereiche, um dann f\u00fcr die Kunststoffbranche, das Marktwachstum sowie die Herausforderungen in der Region zu identifizieren.<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer sich auf Achterbahnfahrt befindenden Weltwirtschaft ist davon auszugehen, dass das schleppende Handelswachstum mit weiteren Handelsbeschr\u00e4nkungen und Unsicherheiten auf politischer Ebene rechnen darf.\u00a0 Laut Aussagen der OECD (Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wird das Wachstum der Weltwirtschaft voraussichtlich von 3,3% in 2019 auf 3,4% in 2020 steigen, wobei die im letzten Jahr f\u00fcr beide Jahre vorhergesagten 3,5% nicht erreicht werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In China, wo neue politische Ma\u00dfnahmen die schwachen Entwicklungen im Handel kompensiert haben, bleibt die Vorhersage der OECD mit einer Wachstumssteigung von 6,2% auf 6,3% in 2019 fast unver\u00e4ndert zu 2018. Und w\u00e4hrend das Wachstum in Indien im dritten Quartal 2018 auf 7,1% gesunken ist, wird es laut Berechnungen der Weltbank im Wirtschaftsjahr 2018-2019 wahrscheinlich auf 7,3% steigen und in den folgenden Jahren sogar 7,5% betragen.<\/p>\n<p>In Vorbereitung auf weiteren Gegenwind in den folgenden Monaten richten gro\u00dfe Volkswirtschaften ihren Kompass in Richtung der s\u00fcdostasiatischen L\u00e4nder aus, auch wenn die Prognose der Bank of America Merrill Lynch einen R\u00fcckgang in f\u00fcnf L\u00e4ndern vorhersagt \u2013 Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Singapur und Thailand \u2013, in denen das Wachstum von 5% in 2019 auf 4,8% in 2019 leicht sinken soll.<\/p>\n<p>Als Einzelmarkt besitzt S\u00fcdostasien hohe Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Schl\u00fcsselindustrien hervor, zu denen die Automobilbranche, die Verpackungsbranche, die Baubranche und die Branche f\u00fcr medizinische Ger\u00e4te geh\u00f6ren. Die Region befasst sich au\u00dferdem mit herausragenden Problemen in Zusammenhang mit Kraftstoffeffizienz durch die Entwicklungen ihrer Elektrofahrzeugbranche, mit der Reduzierung von Kunststoffm\u00fcll durch eine Recycling-Infrastruktur und mit der Anpassung der intelligenten Fertigung im Rahmen von Industrie 4.0 Initiativen. Der s\u00fcdostasiatische Kunststoffmarkt wird laut eines Berichts von Mordor Intelligence von 2018 bis 2023 eine durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsrate in H\u00f6he von 5,5% vorweisen k\u00f6nnen. Die Bau- und Verpackungsbranche sind die gr\u00f6\u00dften Kunststoff-Konsumenten in der Region. Gleiches gilt f\u00fcr Folien- und Blattanwendungen.<\/p>\n<p>Mordor Intelligence meldet au\u00dferdem, dass der Markt f\u00fcr technische Kunststoffe in der Asien-Pazifik-Region im Jahr 2017 ganze 25,37 Millionen Tonnen umfasste. Der Markt wird \u00fcber den Vorhersagezeitraum 2018 bis 2023 voraussichtlich eine gesunde Wachstumsrate abbilden und ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von 5,7% vorweisen. PET-Harze (Polyethylenterephthalat) werden in Zukunft wahrscheinlich die Sparte dominieren und bei den technischen Kunststoffprodukten einen Anteil von 51%<br \/>\nausmachen sowie in den kommenden f\u00fcnf Jahren ein Wachstum von 6,6% vorweisen.<\/p>\n<p><strong>Zurschaustellung des Automotive-Basis-Verm\u00f6gens<\/strong><br \/>\nUm weiterhin wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, muss S\u00fcdostasien dem weltweiten Automotive-Bedarf nachkommen.\u00a0 Die Region produzierte im Jahr 2018 \u00fcber 4 Millionen Fahrzeuge und konnte laut Angaben der ASEAN Automotive Federation (AAF) von Januar bis November 2018 ein durchschnittliches Wachstum von 7,6% im Bereich Fertigung und Vertrieb vorweisen.<\/p>\n<p>Thailand, der gr\u00f6\u00dfte Automobilhersteller der Region (Nutzfahrzeuge und Personenkraftwagen), \u00fcbernimmt mit 2,16 Millionen produzierten Fahrzeugen in 2018 die F\u00fchrungsposition und weist somit eine Steigerung von 9% im Vergleich zum Vorjahr auf. Im Jahr 2018 ist der Fahrzeugabsatz in Thailand um 19,2% gegen\u00fcber dem Vorjahr gestiegen und erreichte die magische Zahl von 1 Million verkauften Fahrzeuge. Die Federation of Thai Industries (FTI) prognostiziert jedoch, dass die Fahrzeugproduktion in Thailand im Jahr 2019 voraussichtlich auf 2,15 Millionen Einheiten sinken wird. Das Land, das auch \u201eDetroit Asiens\u201c genannt wird, bleibt f\u00fcr weltweite Automobilhersteller wie Toyota, Ford, Honda, BMW, Mercedes und viele mehr, die ihre Fabriken in Thailand errichtet haben, eine Fertigungsoase.<\/p>\n<p>An zweiter Stelle auf der Liste der Produktionswettstreiter steht Indonesien, mit 1,24 Millionen produzierten Fahrzeugen und einer Steigerung von 9,9% im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Land laut Angaben der AAF 1,13 Millionen Fahrzeuge produziert hat.\u00a0 Indonesien bleibt im Jahr 2018 mit 1,06 Millionen verkauften Fahrzeugen in den elf Monaten bis November au\u00dferdem der gr\u00f6\u00dfte Fahrzeugmarkt und weist somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 994.436 Fahrzeuge verkauft wurden, eine Steigerung von 6,9% auf.<\/p>\n<p>Malaysia hingegen musste nach den unerwartet umsatzstarken drei Monaten von Juni bis August in der Fahrzeugproduktion einen R\u00fcckgang von 23,7% hinnehmen. Nach Angaben der Malaysian Automotive Association (MAA) endete dieser R\u00fcckgang im Monat November 2018 mit einem Umsatzwachstum von 5,5%.<\/p>\n<p><strong>Der Einstieg in die Elektrofahrzeugbranche<\/strong><br \/>\nDer Verkauf von Elektrofahrzeugen nimmt auf der ganzen Welt zu und \u00fcberschritt im Jahr 2018 zum ersten Mal den Schwellenwert von 1,2 Millionen, wobei laut Sch\u00e4tzungen der\u00a0 Frost &amp; Sullivan Prognose 2018 f\u00fcr den weltweiten Elektrofahrzeugmarkt bis Ende des Jahres weltweit \u00fcber 1,6 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft werden sollen. W\u00e4hrend China, die USA und Europa f\u00fcr rund 90% aller Elektrofahrzeugverk\u00e4ufe weltweit verantwortlich sind, geh\u00f6ren auch Japan und S\u00fcdkorea zu den Hauptakteuren. China beherrschte 2017 sogar die H\u00e4lfte der weltweiten Produktion, gefolgt von Europa und den USA mit je 21% und 17%, sowie Japan und S\u00fcdkorea mit je 8% und 3%.<\/p>\n<p>Die Region S\u00fcdostasien, in der die industrielle und Biomasse-Verbrennung zu den Hauptgr\u00fcnden f\u00fcr die immer schlechter werdende Luftqualit\u00e4t z\u00e4hlen, orientiert sich mittlerweile an einem kohlenstoffarmen Transport. Eine Studie, die im Jahr 2018 von Frost &amp; Sullivan und Nissan in den L\u00e4ndern Singapur, Indonesien, Thailand, Malaysia, Vietnam und den Philippinen durchgef\u00fchrt wurde, besagt, dass obwohl die Zunahme von Elektrofahrzeugen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrig ausf\u00e4llt, Verbraucher sich der Unterschiede hinsichtlich verschiedener Elektrofahrzeugtechnologien wie Batterie-Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybridfahrzeuge und Voll-Hybridfahrzeuge durchaus bewusst sind. Die Studie besagt au\u00dferdem, dass Elektrofahrzeuge besonders bei jungen Verbrauchern unter 40 Jahren immer beliebter werden.<\/p>\n<p>Als das britische Technologieunternehmen Dyson als Standort f\u00fcr sein Multi-Milliarden-Dollar-Elektrofahrzeugprojekt Singapur ausw\u00e4hlte, um seine ersten Elektrofahrzeuge bis 2021 auf den Markt zu bringen, war dies eine gro\u00dfe \u00dcberraschung, da fast 90% der in Singapur gefahrenen Fahrzeuge mit Benzin betrieben werden. Nach Angaben der Land Transport Authority (LTA) handelte es sich im letzten Jahr bei den insgesamt 614.937 in Singapur registrierten Fahrzeugen bei 357 Fahrzeugen um Benzin-Elektro-Plug-in-Fahrzeuge und bei 466 Fahrzeugen um reine Elektrofahrzeuge. Nichtsdestotrotz geh\u00f6rt das Land zu den wenigen L\u00e4ndern auf dieser Erde, die sowohl ein Car-Sharing-System f\u00fcr Elektrofahrzeuge als auch eine Taxiflotte mit Elektrofahrzeugen vorweisen k\u00f6nnen. Des Weiteren geht die LTA davon aus, dass bis 2020 rund 60 Elektrobusse auf \u00f6ffentlichen Strecken eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Anderweitig haben die \u201eGro\u00dfen 3\u201c &#8211; Thailand, Malaysia und Indonesien &#8211; entsprechende Roadmaps f\u00fcr den Einsatz von Elektrofahrzeugen entwickelt, um ein integriertes Elektrofahrzeug-\u00d6kosystem zu errichten, das Privatinvestitionen \u00fcber die Wertsch\u00f6pfungskette unterst\u00fctzt. Unter seinem \u201eElectric Vehicle Promotion Plan\u201c, ein Teil des \u201eThailand Alternative Energy Development Plan 2012-2021\u201c, konnte Thailand gro\u00dfe Fortschritte erzielen und entwickelte sich laut dem Ministerium f\u00fcr Landverkehr von 60.000 Hybrid-PKWs und 8.000 Batterie-Elektromotorr\u00e4dern im Jahr 2014 zu 102.000 Hybridfahrzeugen und 1.400 Batterie-Elektrofahrzeugen im Jahr 2018.<\/p>\n<p>Indonesien hat sich noch intensiver mit dem Thema Einf\u00fchrung von Elektrofahrzeugen befasst und sich das Ziel gesetzt, dass 20% aller lokal produzierten Fahrzeuge bis 2025 elektrisch sein sollen. Momentan visiert das Land bis 2025 rund 2,1 Millionen Einheiten f\u00fcr Zweirad-Elektrofahrzeuge wie Elektromotorr\u00e4der sowie 2.200 Einheiten f\u00fcr Vierrad-Fahrzeuge an. Die Investitionen stehen kurz bevor und zu den neusten Entwicklungen z\u00e4hlt auch der Bau eines Elektrofahrzeugwerks des s\u00fcdkoreanischen Herstellers Hyundai im Industriegebiet von Cikarang (Indonesien), in dem pro Jahr 250.000 Einheiten produziert werden sollen, sowie ein Konsortium aus Investoren aus S\u00fcdkorea, Japan und China, das den Bau eines 4 Milliarden USD teuren Werks f\u00fcr Batterie-Elektrofahrzeuge in Morowali (Indonesien) plant, um die reichlich vorhandenen Nickel-Laterit-Ressourcen des Landes als Schl\u00fcssel-Bestandteil von Lithium-Batterien zu erschlie\u00dfen.\u00a0 Au\u00dferdem arbeitet das Land momentan eine Richtlinie aus, die steuerliche Anreize f\u00fcr Hersteller von Elektrobatterien und Elektrofahrzeugen bietet, sowie Tarifvereinbarungen mit L\u00e4ndern, die einen hohen Bedarf an Elektrofahrzeugen aufweisen.<\/p>\n<p>Laut Aussage der Malaysian Investment Development Authority prognostiziert Malaysia in seinem National Green Technology Master Plan und dem Electric Mobility Blueprint (EMB), dass bis 2030 rund 100.000 Elektroautos und 2.000 Elektrobusse auf den Stra\u00dfen des Landes unterwegs sein und 125.000 Ladestationen vorhanden sein werden.<\/p>\n<p>In den Philippinen hat sich die Electric Vehicle Association of the Philippines (EVAP) im Jahr 2014 das Ziel gesetzt, bis 2020 rund 1 Million Elektroautos auf die Stra\u00dfe zu bringen, w\u00e4hrend das philippinische Energieministerium eine Kollaboration mit der Asian Development Bank (ADB) eingegangen ist, um E-Tricycles (E-Trikes) einzuf\u00fchren, die mit einer Lithium-Ionen-Batterie betrieben werden. Laut dem Investitionsausschuss des Wirtschaftsministeriums befahren seit 2018 ca. 1.400 E-Jeepneys und E-Trikes die Stra\u00dfen und an 19 Standorten befinden sich Ladestationen. Die EVAP rechnet mit 200 dieser Fahrzeuge bis 2022. Im vor allem von Zweir\u00e4dern befahrenen Vietnam rechnet der gr\u00f6\u00dfte Fahrzeughersteller Vinfast damit, pro Jahr 250.000 E-Motorr\u00e4der herzustellen und in naher Zukunft sein eigenes Elektroauto auf den Markt zu bringen.<\/p>\n<p>Die Region hat jedoch noch immer mit den nur langsam steigenden Nutzungsraten von Elektrofahrzeugen zu k\u00e4mpfen, die durch unattraktive Anreize, hohe Preise f\u00fcr Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Benzinfahrzeugen und der nicht vorhandenen Ladeinfrastruktur verursacht werden, wobei die Forschungsergebnisse von Frost &amp; Sullivan zeigen, dass die Regierungen eine wichtige Rolle bei der Vermarktung der Elektrofahrzeugnutzung spielen.<\/p>\n<p><strong>Spitzenreiter in der Verpackungsindustrie<\/strong><br \/>\nLaut einer Branchen-Prognose von Transparency Market Research kann der asiatische Markt f\u00fcr flexible Verpackungen von 2016 bis 2024 ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von 5,7% erreichen und somit auf 6,7 Milliarden USD steigen, was durch eine positive Entwicklung und ein steigendes verf\u00fcgbares Einkommen verursacht wird. Thailand, auch bekannt als \u201eK\u00fcche der Welt\u201c, da das Land seine Nahrungsmittel- und Landwirtschaftsbranche in den Mittelpunkt stellt, kann eines der fortschrittlichsten Nahrungsmittelverarbeitungssegmente Asiens vorweisen und besitzt \u00fcber 10.000 Nahrungsmittel- und Getr\u00e4nke-Verarbeitungsbetriebe. Als drittgr\u00f6\u00dfte Branche des Landes erwirtschaftet sie \u00fcber 20% des Bruttoinlandsprodukts.<\/p>\n<p>Die thail\u00e4ndische Verpackungsindustrie wird im Jahr 2020 voraussichtlich 63,1 Billionen Einheiten vorweisen und somit im Vergleich zu 2017, als sie noch 51,3 Billionen Einheiten z\u00e4hlte, ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von 4,2% aufweisen. Verpackungen, die eine hohe Funktionalit\u00e4t aufweisen, wie On-the-go-Verpackungen, nachhaltige Verpackungen oder personalisierte P\u00e4ckchen, werden langfristig eine h\u00f6here Nachfrage erzielen, ebenso wie Hartkunststoffe, die von 2017 bis 2022 die gr\u00f6\u00dften Marktanteile verzeichnen und ein Wachstum von 4,5% vorweisen werden.<\/p>\n<p>Indonesien wird in der Region zugleich die f\u00fchrende Position im Markt f\u00fcr flexible Verpackungen einnehmen, wobei laut Transparency Market Research die Lebensmittelverpackungen in diesem Land 70% des Plastikkonsums ausmachen. Die Ums\u00e4tze im Bereich Lebensmittel und Getr\u00e4nke z\u00e4hlen in Indonesien zu den treibenden Kr\u00e4ften f\u00fcr den starken Anstieg im Einzelhandelsumsatz, der basierend auf den Daten von Dezember 2018 von der Bank Indonesia durchschnittlich bei 3,7% im Vergleich zum Vorjahr liegt. Dadurch ist auch der indonesische Kunststoffmarkt gewachsen, der laut einem Bericht von Mordor Intelligence von 2018 bis 2023 ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von 6,23% vorweisen wird.<\/p>\n<p>Der aufkommende Trend eines hektischen, schnelllebigen Lebensstils in der florierenden indonesischen Urbanisierung ist laut Global Data auch f\u00fcr die steigende Nachfrage nach kleineren, praktischen, On-the-go-Verpackungen und anderen Verpackungsarten verantwortlich, was auch f\u00fcr ein steigendes Umweltbewusstsein bei den Verbrauchern spricht, welches wiederum als Schl\u00fcsselfaktor f\u00fcr eine h\u00f6here Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungsformaten gilt.\u00a0 Flexible Verpackungen finden in der indonesischen Lebensmittelindustrie eine breite Anwendung, was auf ihre niedrigen Kosten, ihre Anpassungsf\u00e4higkeit hinsichtlich verschiedener Formen und Gr\u00f6\u00dfen, ihren Komfort und ihren niedrigen Kohlenstoff-Emissionen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die flexiblen Verpackungen wiesen im Jahr 2016 einen Marktanteil von 42% auf und z\u00e4hlten 42 Milliarden Einheiten. Im Jahr 2021 wird diese Zahl voraussichtlich auf 52 Milliarden steigen, wodurch von 2016 bis 2021 ein durchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum von 4,3% erreicht werden wird. Nichtsdestotrotz konnten auch die Hartkunststoffverpackungen im Jahr 2016 in Indonesien einen betr\u00e4chtlichen Marktanteil f\u00fcr sich beanspruchen (25%) und sollen bis 2021 mit einem durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Wachstum von 7,7% weiter steigen.<\/p>\n<p>Mit \u00fcber 1.500 Kunststofffertigungsunternehmen wird der Kunststoffmarkt in Malaysia vor allem von Verpackungen dominiert. Nach Angaben von Statista wird die Lebensmittel- und Getr\u00e4nkebranche in Malaysia im Jahr 2019 rund 268 Millionen USD verdienen und bis 2023 mit einer durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Wachstumsrate von 18% auf 520 Millionen USD ansteigen. Auch die Pharmaindustrie tr\u00e4gt zum Wachstum der Verpackungsbranche bei.<\/p>\n<p><strong>Drohende Abfallproblematik \u2013 Kreislaufmodelle zum Wohl der Nachhaltigkeit<\/strong><br \/>\nDie boomenden Kunststoff- und Verpackungsbranchen in S\u00fcdostasien haben zu einem immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Abfallproblem gef\u00fchrt. Laut der Umweltschutzorganisation Ocean Conservancy und basierend auf den Forschungsergebnissen des Magazins Science stammt \u00fcber die H\u00e4lfte des Plastikm\u00fclls, der in den Weltmeeren landet, aus f\u00fcnf L\u00e4ndern \u2013 China, Indonesien, den Philippinen, Thailand und Vietnam.<\/p>\n<p>Unterdessen ist S\u00fcdostasien aufgrund des im letzten Jahr in China verh\u00e4ngten Einfuhrverbots von fast allen weltweit recycelbaren Kunststoffen zum Ziel der Entwicklung der nationalen Recycling-F\u00e4higkeit zu einer M\u00fclldeponie f\u00fcr Plastikabfall aus anderen L\u00e4ndern geworden. Und w\u00e4hrend Thailand, Vietnam und Malaysia die Einfuhrverbote auf Plastikabfall vorantreiben, sind nach wie vor weitere Gesetze notwendig, um den Lauf der Dinge aufzuhalten, denn die Zahl der illegalen Plastik-Recycling-Fabriken nimmt auch trotz der Einf\u00fchrung der Verbote zu.<\/p>\n<p>Als zweitgr\u00f6\u00dfter Verursacher von Plastikm\u00fcll, der in den Weltmeeren endet, hat Indonesien auf Rang zwei direkt hinter China eine enorme Aufgabe zu bew\u00e4ltigen. Das Land, das eine Bev\u00f6lkerung von 250 Millionen Menschen aufweist, verwendete laut des Ministeriums f\u00fcr Umwelt und Forstwirtschaft allein im Jahr 2016 rund 9,8 Milliarden Plastikt\u00fcten. Vor dem Hintergrund einer gescheiterten Steuer auf Einwegplastikt\u00fcten, die laut der Indonesian Olefin, Aromatic and Plastic Industry Association (Inaplas) \u201eAuswirkungen auf kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen\u201c gehabt h\u00e4tte, hat das Land nun 1 Milliarde USD hinterlegt, einschlie\u00dflich eines Kredits von der Weltbank in H\u00f6he von 100 Millionen USD. Laut dem Ministerium f\u00fcr Meeresangelegenheiten geht das Land davon aus, dass die Menge an Plastik, die es in die Weltmeere leitet, bis 2025 um 70% reduziert werden kann, indem Produktverpackungen \u00fcberarbeitet werden, recycelbare Materialien verwendet werden und eine entsprechende Abfallwirtschaft eingef\u00fchrt wird. Bez\u00fcglich Letzterer kann das Land eine \u201ebetr\u00e4chtliche\u201c Recycling-Industrie vorweisen, die pro Jahr ca. 1,1 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll recycelt. Dennoch ist die Recycling-Rate mit unter 20% verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrig, so die k\u00fcrzlich gegr\u00fcndete Organisation Indonesia Plastics Recyclers (IPR).<\/p>\n<p>Thailand produziert pro Jahr ca. 3 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll und hat nun eine 20-Jahres-Strategie ver\u00f6ffentlicht, die laut den Pl\u00e4nen des Ministeriums f\u00fcr Umweltschutz bis 2022 ein Nutzungsverbot f\u00fcr d\u00fcnne Einwegplastikt\u00fcten vorsieht und bis 2025 ein Verbot f\u00fcr Einwegplastikbecher und Plastiktrinkhalme.<\/p>\n<p>Das Nachbarland Malaysia hat hingegen einen Zero-Waste-Plan erstellt, der die Abschaffung von Einwegplastik bis 2030 anvisiert. In Singapur, wo die M\u00fcllverbrennung auf der Tagesordnung steht, hielt man sich bisher mit der Einf\u00fchrung von Gesetzen, die Einwegplastik entweder verbieten oder besteuern, zur\u00fcck, zum \u00c4rger der Umweltsch\u00fctzer, denn sogar Kambodscha hat mittlerweile eine Geb\u00fchr auf Plastikt\u00fcten in Einkaufszentren und Superm\u00e4rkten eingef\u00fchrt. Auch in den Philippinen wurde von der Regierung ein Verbot f\u00fcr Einwegplastik eingef\u00fchrt, das f\u00fcr Plastikutensilien, Plastikt\u00fcten und Plastiktrinkhalme gilt.\u00a0 Die Gemeindeverwaltungen haben au\u00dferdem Zero-Waste-Strategien in ihren St\u00e4dten eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Fazit und Ausblick f\u00fcr die s\u00fcdostasiatische Kunststoffbranche<\/strong><br \/>\nDa s\u00fcdostasiens Kunststoffbranche momentan eine Wachstumskurve durchl\u00e4uft, kann Nachhaltigkeit in der Branche nur durch die Anpassung der aktuellen Systeme f\u00fcr die Plastikhandhabung und den Plastikkonsum erreicht werden. Alleine die f\u00fcnf L\u00e4nder Indonesien, die Philippinen, Vietnam, Thailand und Malaysia produzieren gemeinsam 8,9 Millionen Tonnen schlecht gehandhabtes Plastik pro Jahr. Wom\u00f6glich ist die Bek\u00e4mpfung der Umweltbelastung durch die Abfallhandhabung mithilfe von Verboten von Plastikt\u00fcten und \u00e4hnlichen steuerrechtlichen Ma\u00dfnahmen, die f\u00fcr viele L\u00e4nder \u00fcberwiegend das erste Instrument zur Handhabung des M\u00fclls darstellen, nicht mehr so wirkungsvoll wie vorab angenommen. Heutzutage bedarf es eines umfassenden Ansatzes, um die Planung zu ber\u00fccksichtigen und Technologien zu entwickeln, die den Wert der Materialien steigern.\u00a0 Dabei sollte das Kreislaufwirtschaftsmodell Anwendung finden, das darauf abzielt, die M\u00fcllproduktion durch die Wiederverwendung von Materialien und die Wiederverwertbarkeit von Materialien in den gro\u00dfen Branchen (Automotive, Bauwesen, Verpackung und andere) einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Im neu gegr\u00fcndeten Nachhaltigkeitssystem, das von der in Malaysia ans\u00e4ssigen Nichtregierungsorganisation Circular Economy Asia (CEA) angef\u00fchrt wird, wurden mittlerweile Ziele festgelegt, mit denen Asien durch gemeinsame Bem\u00fchungen sein M\u00fcllproblem in den Griff bekommen und gleichzeitig eine Kreislaufwirtschaft anstreben soll.\u00a0 Das Modell der CEA sieht vor, einen regelm\u00e4\u00dfigen, praktischen und effizienten Sammelservice anzubieten, informelle Recycling-Sammler zu unterst\u00fctzen und die Ebenen zu nutzen, in denen sie t\u00e4tig sind, da es sich um ein System handelt, das bereits gut funktioniert. Des Weiteren sollen informelle Recycling-Sammler f\u00fcr technologieverbundene geografische Gebiete lizenziert werden, wodurch Informationen und Daten f\u00fcr viele Schl\u00fcssell\u00f6sungen erfasst werden k\u00f6nnen. CEA lobt au\u00dferdem das Asian Plastics &amp; Packaging Agreement (APPA), ein Programm, das darauf abzielt, ein einheitliches Recycling-Label-System und eine zertifizierbare Lieferkette einzuf\u00fchren, und dass jedes Land in Asien dazu auffordert, eine nachhaltige, kreislaufartige Kunststoff- und Verpackungsindustrie zu etablieren.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt h\u00e4lt CEA fest, dass Asien im Jahr 2050 voraussichtlich einen geschlossenen M\u00fcllkreislauf vorweisen kann, wenn Politiker die Kreislaufwirtschaft jetzt unterst\u00fctzen und die Abschaffung von Deponierungen mit der Abzweigung von recycelbaren Ressourcen f\u00fcr die Wiederverwertung und der Produktion von zu 100% recycelbaren Kunststoffen einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Sowohl Rohstoffproduzenten als auch Maschinenbauer wollen auf der K 2019 ihre Erfahrungen und ihr Wissen \u00fcber Recycling, nachhaltige Entwicklung und Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen international zur Verf\u00fcgung stellen. Gerade vor diesem Hintergrund wird die \u201eCircular Economy\u201c im Mittelpunkt der K 2019 stehen, die als globale Leitmesse der Branche optimale Voraussetzungen bietet, um mit Fachleuten aus vielen L\u00e4ndern der Welt die Gespr\u00e4che zu diesem wichtigen Thema zu vertiefen und eine Zusammenarbeit zu intensivieren.<\/p><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Informationen zur\u00a0 K 2019 unter:<\/strong><br \/>\n<a title=\"https:\/\/www.k-online.com\" href=\"https:\/\/www.k-online.com\/?_ga=2.119539208.1664580760.1557826502-1630767493.1554279839\" target=\"\" rel=\"noopener noreferrer\">www.k-online.com <\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die asiatische Region besch\u00e4ftigt sich intensiv mit Trends und Problemen, um ein \u201eperfektes\u201c zuk\u00fcnftiges Wirtschaftswachstum zu erzielen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9722,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-13441","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13441"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13442,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13441\/revisions\/13442"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13441"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=13441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}