{"id":14065,"date":"2019-06-24T11:23:33","date_gmt":"2019-06-24T09:23:33","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14065"},"modified":"2019-06-24T11:23:33","modified_gmt":"2019-06-24T09:23:33","slug":"drei-millionen-tonnen-tdi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14065","title":{"rendered":"Drei Millionen Tonnen TDI"},"content":{"rendered":"<p>Weichschaumkomponente f\u00fcr Matratzen und Autositze \/ 55 Jahre Erfahrung in der Dormagener TDI-Produktion \/ TDI-Anlage ging 2014 in Betrieb<\/p>\n<p>Es ist ein echter Zungenbrecher: Toluylendiisocyanat, kurz TDI. Hinter dem komplizierten Namen steht ein fl\u00fcssiger Rohstoff, aus dem Polyurethan-Weichsch\u00e4ume hergestellt werden. Covestro produziert in Dormagen seit 55 Jahren TDI und konnte jetzt die dreimillionste Tonne produzieren.<\/p>\n<p>Allein die Tagesproduktion des TDI-Betriebs im Chempark Dormagen reicht heute aus, um daraus 200.000 Matratzen herzustellen. Angesichts solcher Mengen w\u00fcrde selbst die Prinzessin auf der Erbse bequem durchschlafen. Doch das High-Tech-Material sorgt nicht nur f\u00fcr s\u00fc\u00dfe Tr\u00e4ume. Ein Gro\u00dfteil der Produktion geht in die Automobilindustrie, um daraus Autositze herzustellen. Auch modisch setzt das spezielle Isocyanat Akzente: Als Schulterpolster oder in BH-Cups macht es eine gute Figur.<\/p>\n<p>&#8220;Die Herstellung von TDI ist einer unserer Schwerpunkte hier am Standort Dormagen. Gleichzeitig ist die TDI-Anlage ein Meilenstein in Sachen Effizienz und Umweltvertr\u00e4glichkeit: Dank hochmoderner Anlagentechnik k\u00f6nnen wir hier den wichtigen Rohstoff f\u00fcr Weichsch\u00e4ume besonders ressourcenschonend und umweltvertr\u00e4glich herstellen&#8221;, lobt auch Produktionsleiter in Dormagen Dr. Rob Eek die TDI-Produktion in Dormagen.<\/p>\n<p>55-j\u00e4hrige Erfolgsgeschichte in der TDI-Produktion<br \/>\nDie Dormagener Erfolgsgeschichte begann 1964 im westlichen Teil des Gel\u00e4ndes. Die TDI-Produktion startete mit einer Menge von 24.000 Jahrestonnen und wuchs kontinuierlich bis auf 75.000 Tonnen Kapazit\u00e4t an. 2014 ging im Ostwerk die heutige World-Scale-Anlage mit 300.000 Tonnen in Betrieb und \u00fcbernahm die Produktion. Sie f\u00fcgt sich perfekt in den Stoffverbund des Standorts ein: Das Ausgangsprodukt Toluylendiamin (TDA) kommt aus dem Nachbarbetrieb. Rohstoffe wie Toluol, Wasserstoff und Salpeters\u00e4ure werden ebenfalls in Dormagen produziert.<\/p>\n<p>&#8220;Die neue Anlage ist eine von drei Covestro-Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr TDI weltweit&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Andreas Rausch, Leiter der TDI-Anlage in Dormagen. &#8220;Schwesteranlagen stehen im s\u00fcdchinesischen Caojing und in Baytown, USA. Der Dormagener Betrieb ist der j\u00fcngste und verf\u00fcgt \u00fcber die modernste Technik&#8221;, so Rausch weiter. Das technische Know-how der Mitarbeiter aus der Altanlage sorgte \u00a0f\u00fcr Kontinuit\u00e4t in der Produktion. Im Vorg\u00e4ngerbetrieb ist 2004 unter anderem die GPP-Technologie (Gasphasen-Phosgenierung) entwickelt worden, die gegen\u00fcber der bis dato herk\u00f6mmlichen Fl\u00fcssig-Phosgenierung 80 Prozent weniger L\u00f6sungsmittel und bis zu 60 Prozent weniger Energie verbraucht.<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit aus der Historie: Der Versandbetrieb, der sich um die Lagerung, die Abf\u00fcllung und den Versand des TDI k\u00fcmmert, ist an alter Stelle geblieben &#8211; im Westwerk. Per Rohrleitung gelangt das TDI in den Lagertank des Versandbetriebs, wird anschlie\u00dfend abgef\u00fcllt und zu den Kunden transportiert. Die machen daraus Weichsch\u00e4ume f\u00fcr die unterschiedlichsten Anwendungen.<\/p>\n<p>Wie wird aus TDI Schaumstoff?<br \/>\nSchaumstoff entsteht durch die Zugabe von Polyolen, die sich in einer sogenannten Polyadditions-Reaktion mit dem TDI verbinden. Das Mischungsverh\u00e4ltnis variiert je nach Polyol-Typ und Beschaffenheit des Schaums. F\u00fcr eine Matratze zum Beispiel sind es meist zwei Teile Polyol auf einen Teil TDI. Durch Zugabe von Wasser entsteht in der Reaktion gasf\u00f6rmiges Kohlendioxid, das aus der z\u00e4hen Masse nicht mehr entweichen kann und Blasen bildet. Das Volumen erh\u00f6ht sich um ein Vielfaches.<\/p>\n<p>Die Anwendungen sind vielf\u00e4ltig und werden stetig weiterentwickelt. Dabei ist die Grundidee mehr als 70 Jahre alt. Otto Bayer, Erfinder der Polyurethan-Chemie, suchte bereits Ende der 30er Jahre nach einem Rohstoff f\u00fcr vollsynthetische Fasern &#8211; \u00e4hnlich wie Nylon. Ein fehlgeschlagener Versuch brachte 1941 eine Masse hervor, die vollkommen mit Blasen durchzogen war. Die Geburtsstunde des Schaumstoffs!<\/p>\n<p>Zitate<br \/>\n\u2022 &#8220;Die Herstellung von TDI ist einer unserer Schwerpunkte hier am Standort Dormagen. Gleichzeitig ist die TDI-Anlage ein Meilenstein in Sachen Effizienz und Umweltvertr\u00e4glichkeit: Dank hochmoderner Anlagentechnik k\u00f6nnen wir hier den wichtigen Rohstoff f\u00fcr Weichsch\u00e4ume besonders ressourcenschonend und umweltvertr\u00e4glich herstellen.&#8221;<br \/>\nRob Eek, Produktionsleiter in Dormagen<\/p>\n<p>\u2022 &#8220;Die neue Anlage ist eine von drei Covestro-Produktionsst\u00e4tten f\u00fcr TDI weltweit. Schwesteranlagen stehen im s\u00fcdchinesischen Caojing und in Baytown, USA. Der Dormagener Betrieb ist der j\u00fcngste und verf\u00fcgt \u00fcber die modernste Technik.&#8221;<br \/>\nAndreas Rausch, Leiter der TDI-Anlage in Dormagen<\/p>\n<p>Quelle: Covestro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein echter Zungenbrecher: Toluylendiisocyanat, kurz TDI. 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