{"id":14070,"date":"2019-06-24T11:45:45","date_gmt":"2019-06-24T09:45:45","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14070"},"modified":"2019-06-24T11:45:45","modified_gmt":"2019-06-24T09:45:45","slug":"full-house-beim-engel-lightweight-future-day-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14070","title":{"rendered":"Full House beim ENGEL Lightweight Future Day 2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHeader\" role=\"contentHeader\">\n<div class=\"detail newsHeaderDetail\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-lg-5 col-md-5 col-sm-6 descr\">\n<div class=\"teaser-text\">\n<p class=\"bodytext\"><strong>Hoch im Kurs: Leichtbau ist eines der Zukunftsthemen schlechthin und geht heute weit \u00fcber Carbonfasern hinaus. Mit dem Lightweight Future Day 2019 brachte ENGEL AUSTRIA im Mai Spezialisten aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen um \u00fcber spannende Entwicklungen und die Trends der Zukunft zu diskutieren. Mehr als 130 Teilnehmer folgten der Einladung ins ober\u00f6sterreichische Schwertberg. Informative Vortr\u00e4ge, Wissensaustausch und Zukunftsvisionen standen im Zentrum der Veranstaltung.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"news news-single\">\n<div class=\"article\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"col-lg-8 col-md-8\">\n<div class=\"news-text-wrap\">\n<p class=\"bodytext\">Hochkar\u00e4tige Experten, neue Herausforderungen, aussagekr\u00e4ftige Argumente und rege Diskussionen \u2013 genauso vielf\u00e4ltig wie die Anwendungsbereiche von Leichtbau sind, war auch der Lightweight Future Day. Leichtbau ist eines der gro\u00dfen Themen der Zukunft. Das gro\u00dfe Interesse an der Veranstaltung spiegelt diesen Trend deutlich wider. Die Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen, von der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Luftfahrtindustrie und Baubranche bis hin zu Bildungs- und Forschungseinrichtungen oder aus dem Ingenieurwesen.<\/p>\n<p><strong>Funktionsintegration und Materialmix treiben Leichtbau an<\/strong><\/p>\n<p>Um die Herausforderungen der Zukunft, zum Beispiel die Senkung der CO2-Emmissionen, zu meistern, ist der Leichtbau ein wichtiger Enabler, waren sich die Teilnehmer vom Lightweight Future Day einig. So auch Dr. Umut \u00c7akmak, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Plastics Innovation GmbH und Wissenschaftler am Institut f\u00fcr Polymer Product Engineering an der Johannes Kepler Universit\u00e4t in Linz: \u201eDenken wir Effizienz und \u00d6kobilanz der Bauteile von Anfang an mit, betrifft das nicht nur die Materialeigenschaften, sondern auch den Energiebedarf. Spannend ist in diesem Zusammenhang vor allem die steigende Bedeutung von thermoplastischen Strukturbauteilen und deren Potenzial, mittels Funktionsintegration effizient in Serie produzieren zu k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich geht der Trend im Produkt-Engineering in Richtung Hybridisierung und lastgerechte Bauteilauslegung, das hei\u00dft die Materialien werden dort eingesetzt, wo sie wirklich ihre St\u00e4rken ausspielen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des gesamten Veranstaltungstages kam dem Composite-Leichtbau auf Basis von Thermoplasten eine herausragende Bedeutung zu. Flugzeugzulieferer Premium Aerotec konzentriert sich ebenfalls verst\u00e4rkt auf die thermoplastische Verarbeitung, wie Referent Dr. Christoph Stehncken, Head of R&amp;T Composites bei Premium Aerotec verdeutlicht: \u201eWir haben bei Faserverbundwerkstoffen lange Zeit mit Duroplasten gearbeitet, derartige Teile finden wir beispielsweise im Airbus A350. Im Moment gehen viele Forschungsanstrengungen in die Richtung, Thermoplaste f\u00fcr Composites einzusetzen.\u201c Abgesehen vom geringeren Gewicht sind insbesondere die Kosten ein entscheidender Faktor. Ersetzt man zum Beispiel Aluminium durch thermoplastische Bauteile, k\u00f6nne man bei einer Druckkalotte f\u00fcr den Airbus A320 die Bauteilanzahl von 149 auf 40 reduzieren, wie erste Studien zeigten. Dadurch w\u00fcrden die Montagezeit und in weiterer Folge die Kosten erheblich gesenkt. \u201eOb Thermoplaste in der Serie f\u00fcr den Flugzeugbau wirklich eine gro\u00dfe Rolle spielen werden, ist sicherlich noch offen, aber meines Erachtens geht der gro\u00dfe Trend genau in diese Richtung, eben auch f\u00fcr Prim\u00e4rstrukturen\u201c, so Stehncken weiter.<\/p>\n<p>Funktionsintegration ist ein zentrales Thema, weshalb die Nachfrage nach thermoplastbasierten Technologien ansteigt. \u201eBei KTM-Technologies gehen unsere Forschungsanstrengungen momentan verst\u00e4rkt in Richtung Funktionalisierung und Hybridisierung, da nicht mehr rein Composites im Fokus stehen, sondern die Verbindung mit weiteren Materialien\u201c, erkl\u00e4rt Maja Labentz, MSc, Sales und Account Manager bei KTM-Technologies. \u201eIn den Vortr\u00e4gen war zum Beispiel Hinterspritzen ein Thema. Wir machen das nicht nur auf Thermoplast-Basis, sondern auch mit Duroplast-Thermoplast-Verbindungen. Man merkt, dass hier alle in eine \u00e4hnliche Richtung ziehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Prozesse optimieren und Stoffkreisl\u00e4ufe schlie\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil von durchgehend thermoplastbasierten L\u00f6sungen im Composite-Leichtbau ist, dass sie den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen. W\u00e4hrend duroplastbasierte Faserverbundmaterialen nur sehr eingeschr\u00e4nkt recycelt werden k\u00f6nnen, lassen sich Composite-Materialen aus Thermoplasten gut recyclen und tragen dazu bei, Stoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen. Bei Design for Recycling denkt man den sp\u00e4teren Recyclingprozess bereits beim Produktdesign mit. Das ENGEL organomelt Verfahren leistet einen wichtigen Beitrag f\u00fcr nachhaltige, effiziente Prozesse entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette und ist erfolgreich im Einsatz. \u201eSeit dem Start der ersten Serienanwendungen von ENGEL organomelt steigt die Nachfrage sowohl aus der Automobilindustrie als auch dem Flugzeugbau kontinuierlich an\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Norbert M\u00fcller, Leiter des ENGEL Technologiezentrums f\u00fcr Leichtbau Composites, der beim Lightweight Future Day durch das Programm f\u00fchrte. \u201eGleichzeitig wird auf mehreren Ebenen weitergeforscht, um das Potenzial der neuen Materialien und Verfahren immer besser auszusch\u00f6pfen.\u201c<\/p>\n<p>Im ENGEL organomelt Verfahren werden thermoplastische Faserverbund-Halbzeuge wie Organobleche und UD-Tapes umgeformt und funktionalisiert. Komponenten, wie zum Beispiel Versteifungsrippen oder Montageelemente, lassen sich unmittelbar nach dem Umformen mit einem Thermoplast aus der Werkstoffgruppe des Matrixmaterials anspritzen. Dies erm\u00f6glicht einen hochintegrierten und v\u00f6llig automatisierten Fertigungsprozess \u2013 gleichzeitig vereinfacht das Verfahren eben das Recycling der Bauteile am Ende ihrer Nutzungsdauer. In Serie werden Organobleche unter anderem beispielsweise bereits bei Front Ends, Bremspedalen und T\u00fcrmodulen eingesetzt.<\/p>\n<p><strong>Synergieeffekte nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Der Lightweight Future Day besch\u00e4ftigte sich nicht nur mit bereits etablierten Anwendungen, sondern gab auch einen vision\u00e4ren Ausblick in die Zukunft. Mit dem Prototyp eines mobilen Fertigungsroboters f\u00fcr Fiber Placement zog das Deutsche Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt alle Blicke auf sich. Der selbstfahrende, faserlegende Roboter \u2013 als Vorbild diente ein Rasenm\u00e4hroboter \u2013 bietet Potenzial f\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige Faserverbundfl\u00e4chen, wie Segel und Geb\u00e4udekonstruktionen oder auch im Automobilbau f\u00fcr die Produktion von mehreren unterschiedlichen Teilen in einem Arbeitsschritt.<\/p>\n<p>Gerade die Mischung aus angewandten Technologien, Zukunftsvisionen und den Einblicken in die unterschiedlichen Branchen machte den Lightweight Future Day zu einer gelungenen Veranstaltung. \u201eWas ich mir mitnehmen kann, ist die Kombination aus allem\u201c, sagt Labentz. \u201eIn der heutigen Zeit kann man nicht nur in einer Sparte denken, sondern muss verschiedene Bereiche abdecken. Das kam bereits bei den ersten Vortr\u00e4gen des Tages gut zum Vorschein und genau das merken wir auch in der Entwicklung. Jeder will die Kombination aus dem Besten um noch das kleine bisschen Mehr rauszuholen. Die Veranstaltung gibt einen guten \u00dcberblick, woran andere Unternehmen arbeiten und ob man mit der Zeit geht. Man trifft bekannte und neue Gesichter und bekommt auch einen Einblick in neue Felder. Ich denke, ein Blick \u00fcber den Tellerrand hilft immer. Am Ende kommt es dem Kunden oder Projekt zugute. Deswegen sind solche Veranstaltungen meiner Meinung nach wichtig.\u201c Dass im Leichtbau die Branchen viel voneinander lernen k\u00f6nnen und die Schnittstellen zwischen den Akteuren in Zukunft eine noch gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen werden, war der allgemeine Tenor w\u00e4hrend der Veranstaltung. Wurden Synergieeffekte bisher nicht ausreichend genutzt, so l\u00e4sst sich immer h\u00e4ufiger ein Erfahrungs- und Wissensaustausch der Bereiche erkennen. Diesen Schulterschluss zwischen Materiallieferanten, Anlagenherstellern, Werkzeugbauern, Entwicklungsabteilungen, Services und Dienstleistern machte der Lightweight Future Day bei ENGEL offensichtlich und zeigte das Engagement aller Teilnehmer gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr die Zukunft zu finden.<\/p>\n<p>Quelle: Engel<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoch im Kurs: Leichtbau ist eines der Zukunftsthemen schlechthin und geht heute weit \u00fcber Carbonfasern hinaus. 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