{"id":14195,"date":"2019-06-27T08:17:23","date_gmt":"2019-06-27T06:17:23","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14195"},"modified":"2019-06-26T13:56:47","modified_gmt":"2019-06-26T11:56:47","slug":"circular-economy-bei-engel-auf-der-k-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14195","title":{"rendered":"Circular Economy bei ENGEL auf der K 2019"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\"><strong>Circular Economy geh\u00f6rt zu den Schwerpunktthemen der K 2019 und bildet auch beim Messeauftritt des Spritzgie\u00dfmaschinenbauers und Systeml\u00f6sers ENGEL einen \u201egr\u00fcnen\u201c Faden. \u201eEs ist mir ein pers\u00f6nliches Anliegen, dazu beizutragen, f\u00fcr die Kunststoffindustrie eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen\u201c, betont Dr. Stefan Engleder, CEO der ENGEL Gruppe, bereits im Messevorfeld die gro\u00dfe Bedeutung dieses Themas. \u201eDie Kunststoffindustrie tr\u00e4gt eine globale Verantwortung, der die Unternehmen nur gemeinsam gerecht werden k\u00f6nnen. Ich begr\u00fc\u00dfe es deshalb, Circular Economy auf dem wichtigsten internationalen Branchenevent in den Fokus zu r\u00fccken. Die K wird diesem Thema noch mehr Schub verleihen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDie K 2019 wird aufzeigen, was heute schon m\u00f6glich ist und woran die Unternehmen der Kunststoffbranche arbeiten, um immer mehr Stoffkreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen\u201c, so Engleder. \u201eDie Kreislaufwirtschaft ist ein Innovationstreiber.\u201c Zu den vorrangigen Aufgaben auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft geh\u00f6re es, aufbereiteten Kunststoffabf\u00e4llen ein breiteres Einsatzspektrum zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Welchen Beitrag ENGEL als Spritzgie\u00dfmaschinenbauer und Systeml\u00f6ser leistet, machen auf der K 2019 f\u00fcnf Exponate an drei Standorten deutlich. Im Mittelpunkt stehen die Verarbeitung von Rezyklat, die Erh\u00f6hung der Prozessstabilit\u00e4t und der Trend zum Design for Recycling.<\/p>\n<h5>H\u00f6here Prozessstabilit\u00e4t ebnet breiterem Rezyklateinsatz den Weg<\/h5>\n<p class=\"bodytext\">\u201eDie Stabilit\u00e4t der Spritzgie\u00dfprozesse ist ein wichtiger Schl\u00fcssel, Rezyklate auch f\u00fcr h\u00f6herwertige Produkte einsetzen zu k\u00f6nnen\u201c, betont G\u00fcnther Klammer, Bereichsleiter Plastifiziersysteme und Experte f\u00fcr Circular Economy bei ENGEL AUSTRIA. Rezyklate unterliegen naturgem\u00e4\u00df st\u00e4rkeren Chargenschwankungen als Neuware. Um deren Einfluss auf den Prozess deutlich zu reduzieren, kommt bei der Verarbeitung von vollrezykliertem ABS am Messestand von ENGEL das intelligente Assistenzsystem iQ weight control zum Einsatz. Die Software aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL sorgt selbst bei stark schwankender Rohmaterialqualit\u00e4t f\u00fcr ein konstantes Schmelzevolumen beim Einspritzen und damit f\u00fcr eine konstant hohe Produktqualit\u00e4t. \u201eDie intelligente Assistenz \u00f6ffnet Rezyklaten die T\u00fcr zu einem deutlich breiteren Spektrum an Anwendungen\u201c, sagt Klammer. \u201eIndustrie 4.0 ist f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Enabler.\u201c<\/p>\n<h5>Rezyklatanteil in Sandwichbauteilen steigern<\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Ein weiterer Ansatz, Rezyklate breiter einzusetzen, sind so genannte Sandwichbauteile mit einem Kern aus Rezyklat, der in Neuware eingebettet ist. Ziel ist es, zum einen immer mehr Produkte f\u00fcr diese Form der Zwei-Komponenten-Fertigung auszulegen und zum anderen den Rezyklat\u00acanteil in den Sandwichstrukturen zu erh\u00f6hen. Der erzielbare Rezyklatanteil im Kern wird wesentlich von der Formteilgeometrie und dem F\u00fcllbild der Kavit\u00e4t bestimmt. Die Transportboxen, die ENGEL auf seinem Messestand im ENGEL skinmelt Verfahren produziert, stellen in dieser Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Dennoch gelingt es ENGEL, bei dieser komplexen Bauteilgeometrie mit dem skinmelt Verfahren einen sehr hohen Rezyklatanteil von \u00fcber 50 Prozent zu erreichen. Wichtig ist zudem die Sortenreinheit, \u201edamit sich die Sandwichprodukte am Ende ihrer Nutzungsdauer wieder leicht recyceln lassen\u201c, betont Klammer. F\u00fcr die Herstellung der Transportboxen verarbeitet ENGEL ausschlie\u00dflich Polypropylen, wobei das Rezyklat aus Post-Consumer-Sammlungen stammt. ENGEL arbeitet hierf\u00fcr mit dem Gr\u00fcnen Punkt, dem Dualen System Deutschland (DSD), zusammen.<\/p>\n<h5>Recycling schon bei der Produktentwicklung mitdenken<\/h5>\n<p class=\"bodytext\">Design for Recycling bedeutet, dass bereits bei der Entwicklung eines neuen Produkts der sp\u00e4tere Recyclingprozess mitgedacht wird und die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit im Produktdesign Ber\u00fccksichtigung finden. Weitere Beispiele, wo dies bereits gut funktioniert, sind in der Verpackungsindustrie und im Composite-Leichtbau zu finden. So geht bei der Herstellung von D\u00fcnnwandverpackungen im IML (In-mould-labelling)-Prozess der Trend zu Monomaterialsystemen, bei denen Label und Granulat aus demselben Material bestehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im Composite-Leichtbau weisen durchgehend thermoplastbasierte L\u00f6sungen den Weg in die Kreislaufwirtschaft. Im organomelt Prozess von ENGEL werden faserverst\u00e4rkte Halbzeuge mit thermoplastischer Matrix, wie Organobleche und Tapes, mit einem Thermoplast aus der Materialgruppe des Matrixmaterials umspritzt. Das gesamte Composite-Bauteil besteht nur aus thermoplastischem Kunststoff und Glasfasern und hat damit das Potenzial wiederverwertet zu werden. Auf seinem Messestand demonstriert ENGEL das serienreife Verfahren mit einer anspruchsvollen Automobilanwendung.<\/p>\n<h5>Fischernetzen ein zweites Leben schenken<\/h5>\n<p class=\"bodytext\">ENGEL spannt den Circular-Economy-Faden auf der K 2019 weit \u00fcber seinen Hauptmessestand hinaus. Im Freigel\u00e4nde zwischen den Hallen 10 und 16 werden auf einer ENGEL victory Spritzgie\u00dfmaschine Post-Consumer-Abf\u00e4lle zu Mini-M\u00fcllcontainern verarbeitet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In unmittelbarer Nachbarschaft hierzu befindet sich der Recycling-Pavillon von Erema. Dort fertigt eine weitere victory Maschine Zettelboxen aus aufbereiteten Fischernetzen. Die Polyamid-Rezyklate stammen aus Chile, wo drei amerikanische Maschinenbauer Sammelstellen f\u00fcr alte Netze eingerichtet haben. Zuvor landeten diese mangels verf\u00fcgbarer Sammelinfrastruktur h\u00e4ufig im Meer. In Chile werden die Netze auf einer Erema Anlage recycelt und auf ENGEL Spritzgie\u00dfmaschinen zu Skateboards und Sonnenbrillen verarbeitet. Das Projekt beweist, wie sich durch das interdisziplin\u00e4re und internationale Zusammenspiel Stoffkreisl\u00e4ufe auch da schlie\u00dfen lassen, wo es bislang keine umfassenden Sammelsysteme gibt.<\/p>\n<h5>Globale Verpflichtung<\/h5>\n<p class=\"bodytext\">\u201eCircular Economy ist eine weltweite Herausforderung mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten\u201c, macht Stefan Engleder deutlich. \u201eMit unserer Erfahrung aus Europa k\u00f6nnen wir dazu beitragen, auch in anderen Regionen der Erde wie S\u00fcdamerika oder Asien erste Schritte in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen. Dies funktioniert umso besser, je enger die Unternehmen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette zusammenarbeiten. Als einzelnes Unternehmen haben wir hier nur begrenzt Einfluss.\u201c Zum Ausdruck kommt diese \u00dcberzeugung im Global Commitment zur New Plastics Economy. Als einer der ersten Kunststoffmaschinenbauer schloss sich ENGEL im Herbst vergangenen Jahres der Initiative der Ellen MacArthur Foundation an. \u201eDie Initiative vernetzt die weltweiten Akteure und verschafft unserem gemeinsamen Anliegen mehr Geh\u00f6r\u201c, so Engleder.<\/p>\n<h6>ENGEL auf der K 2019:<\/h6>\n<h6>\u2022 Halle 15, Stand C58<\/h6>\n<h6>\u2022 im Freigel\u00e4nde 10.2<\/h6>\n<h6>\u2022\u00a0im Erema Recycling-Pavillon im Freigel\u00e4nde 16.2<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Circular Economy geh\u00f6rt zu den Schwerpunktthemen der K 2019 und bildet auch beim Messeauftritt des Spritzgie\u00dfmaschinenbauers&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14196,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14195","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14195"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14197,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14195\/revisions\/14197"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14195"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}