{"id":14215,"date":"2019-06-28T10:09:00","date_gmt":"2019-06-28T08:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14215"},"modified":"2019-06-28T10:09:00","modified_gmt":"2019-06-28T08:09:00","slug":"fuellsimulation-allrounder-spritzgiessmaschinen-noch-smarter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14215","title":{"rendered":"F\u00fcllsimulation: Allrounder-Spritzgie\u00dfmaschinen noch smarter"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Integrierte F\u00fcllsimulation steigert Sicherheit und Effizienz beim Einrichten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Arburg und Simcon b\u00fcndeln Kompetenzen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Komplexer Spritzgie\u00dfprozess wird berechenbar<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>In Sachen Assistenzfunktionen hat Arburg einen weiteren Meilenstein gesetzt: die Integration einer F\u00fcllsimulation in die Gestica-Steuerung der Allrounder-Spritzgie\u00dfmaschinen. Wie dieses Feature prinzipiell aussehen wird, hat Arburg bereits auf der Fakuma 2018 gezeigt. Im Rahmen der Technologie-Tage im M\u00e4rz 2019 wurde die n\u00e4chste Entwicklungsstufe pr\u00e4sentiert: die Darstellung der F\u00fcllsimulation direkt am produzierenden Allrounder. Bei diesem anspruchsvollen und komplexen Projekt kooperiert Arburg mit dem Simulations-Experten Simcon, der \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrung im Spritzgie\u00dfsektor verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>\u201eSchon bei der Entwicklung der Gestica war unser Ziel, mehr Bedienassistenz in die Steuerung zu bringen\u201c, erl\u00e4utert Dr. Eberhard Duffner, Bereichsleiter Entwicklung bei Arburg.<\/p>\n<p>\u201eUnser Assistenzpaket \u201a4.set-up\u2018 unterst\u00fctzt den Einrichter bereits aktiv beim R\u00fcsten und der Eingabe von Parametern. Die integrierte F\u00fcllsimulation geht jedoch deutlich weiter. Die Maschine wird damit noch \u201asmarter\u2018, denn sie kennt das Teil, das sie produzieren soll.\u201c<\/p>\n<p><strong>Erfahrener Partner f\u00fcr Simulationen im Spritzgie\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Suche nach einem Partner fiel die Wahl auf das Unternehmen Simcon aus W\u00fcrselen (Deutschland), da man schon bei anderen Projekten zusammengearbeitet hatte. Als Experte f\u00fcr Simulationen kennt Simcon die aktuelle Situation der Werkzeugauslegung, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr.-Ing. Paul F. Filz beschreibt: \u201eDerzeit gibt es quasi zwei voneinander unabh\u00e4ngige Welten: Werkzeugbau und Spritzerei. In der Werkzeugkonstruktion geh\u00f6ren F\u00fcllsimulationen mittlerweile zum Standard. Deren Daten k\u00f6nnen f\u00fcr den Spritzgie\u00dfprozess jedoch nicht genutzt werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zwei Welten wachsen zusammen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eHerausforderung ist das Material, dessen Eigenschaften sich im Laufe des Umformprozesses ver\u00e4ndern. Demzufolge wird die Frage der optimalen Werkzeugf\u00fcllung von Experten seit langem vielschichtig diskutiert\u201c, wei\u00df Dr. Eberhard Duffner aus Erfahrung. So sei es im Grund schon lange ein Bed\u00fcrfnis, Simulationen aus dem Werkzeugbau mit der Maschine zu koppeln. \u201eMit der in die Gestica-Steuerung integrierten F\u00fcllsimulation bringen wir nun die beiden Welten zusammen. Daraus resultieren Vorteile in Sachen R\u00fcstzeit, Sicherheit und Effizienz\u201c, so der Entwicklungsleiter.<\/p>\n<p>Um den Spitzgie\u00dfprozess optimal einzustellen, ist sehr viel Know-how seitens der Einrichter erforderlich, da nur das Material und dessen Verarbeitungstemperatur sowie das erforderliche Dosiervolumen bekannt sind. Die anspruchsvolle Aufgabe lautet nun, das Werkzeug optimal zu f\u00fcllen. \u00dcber das Einspritzprofil lassen sich die Flie\u00dflinien der Kunststoffschmelze beeinflussen. Allerdings wei\u00df der Einrichter, wenn er eine bestimmte \u00c4nderung des Schneckenwegs bzw. Dosiervolumens vornimmt, nicht, bei welcher Geometrie in der Kavit\u00e4t sich die Flie\u00dffront gerade befindet. Da zudem \u00dcberspritzungen viel Zeit kosten, um das Teil aus dem Werkzeug \u201ebergm\u00e4nnisch abzubauen\u201c, gilt es, diese zu vermeiden. Hier ist heute die langj\u00e4hrige Erfahrung des Einrichters gefragt. Zuk\u00fcnftige Assistenzsysteme, wie z. B. das integrierte Modell aus der F\u00fcllsimulation, werden den Maschinebediener verst\u00e4rkt interaktiv und grafisch unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><strong>F\u00fcllsimulation und Spitzgie\u00dfrealit\u00e4t zusammenf\u00fchren<\/strong><\/p>\n<p>Die Aufgabe, die F\u00fcllsimulation mit der Spitzgie\u00dfrealit\u00e4t in eine Korrelation zu bringen, ist sehr anspruchsvoll. Um die Flie\u00dffront korrekt abzubilden, sind Rechenmodelle und Algorithmen erforderlich, die z. B. auch das Verhalten von Schnecke und R\u00fcckstromsperre sowie die Kompressibilit\u00e4t des Werkstoffs ber\u00fccksichtigen. Hierf\u00fcr haben Arburg und Simcon ihre Kompetenzen geb\u00fcndelt und auf den Technologie-Tagen 2019 bereits die Synchronisation der Schneckenbewegung mit dem berechneten Simulationsmodell direkt auf der Maschine gezeigt. Dabei wird das F\u00fcllbild des zu produzierenden Bauteils auf der Oberfl\u00e4che der Gestica-Steuerung angezeigt und die Abh\u00e4ngigkeit des F\u00fcllgrads zum Schneckenweg visualisiert.<\/p>\n<p>Hiervon profitieren auch die Experten unter den Einrichtern, indem sie wertvolle Zeit sparen. Sie m\u00fcssen keine Spritzkurven-Diagramme mehr interpretieren, sondern k\u00f6nnen die Flie\u00dffront in der 3D-Darstellung der Kavit\u00e4t anschauen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Quelle: Arburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Sachen Assistenzfunktionen hat Arburg einen weiteren Meilenstein gesetzt: die Integration einer F\u00fcllsimulation in die Gestica-Steuerung..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14216,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14215","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14215","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14215"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14215\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14217,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14215\/revisions\/14217"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14215"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14215"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14215"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14215"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}