{"id":14284,"date":"2019-07-01T15:03:15","date_gmt":"2019-07-01T13:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14284"},"modified":"2019-06-28T15:05:50","modified_gmt":"2019-06-28T13:05:50","slug":"grosses-interesse-beim-kunststoffland-nrw-innovationstag-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14284","title":{"rendered":"Gro\u00dfes Interesse beim kunststoffland NRW Innovationstag 2019"},"content":{"rendered":"<h3>&#8220;Erfolgreicher Einsatz der Additiven Fertigung &#8211; Chancen, Grenzen, Praxistipps&#8221;<\/h3>\n<div><strong>Gro\u00dfes Interesse beim kunststoffland NRW Innovationstag 2019<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<p>Das Interesse war enorm. Der Einladung zum Innovationstag bei Vereinsmitglied und Gastgeber Arburg und Veranstalter kunststoffland NRW waren zahlreiche Industrievertreter\/-innen ins Arburg Technology Center nach Radevormwald gefolgt, um aktuelle Fragen rund um das Thema \u201eEinsatz der Additiven Fertigung\u201c mit Experten von Maschinen- und Rohstoffherstellern, Kunststoffverarbeitern und der Anwenderindustrie gemeinsam zu diskutieren.<\/p>\n<p>\u201eWo stehen wir beim Thema Additive Fertigung aktuell und welche neuen Materialien sind in der Zukunft m\u00f6glich?\u201c \u2013 mit dieser Frage er\u00f6ffnete Dr. Patrick Gl\u00f6ckner, VP Industry Cross Innovation, Evonik Industries AG und Vorstand des Vereins kunststoffland die Veranstaltung und gab damit zugleich den roten Faden vor. Reichlich geb\u00fcndelte und vertiefende Informationen lieferten die spannenden Vortr\u00e4ge der Referenten, die in Teilen durchaus kontrovers waren.<\/p>\n<div><strong>Geometrien neu denken \u2013 Individualisierung f\u00f6rdern<\/strong><\/div>\n<div>Zum aktuellen Stand und zur Zukunft der Additiven Fertigung von Einzelteilen und Kleinserien referierten Frank Kynast, Manager Additive Manufacturing, Arburg GmbH + Co KG, und Hagen Tschorn, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Canto Ing. GmbH, in ihrem Partnervortrag. Wichtig f\u00fcr den erfolgreichen Einsatz des \u201e3D-Drucks\u201c sei es, vorhandene Serienteile nicht 1:1 wie im Spritzgie\u00dfverfahren abzubilden, in dem sich beispielsweise komplexe Geometrien h\u00e4ufig nur mit Hilfe mehrerer zusammengesetzter Teile umsetzen lie\u00dfen, so Kynast. In der Additiven Fertigung k\u00f6nne man stattdessen durch neue Geometrien mehrere Funktionsbauteile in einer einzigen Baugruppe zusammenfassen und damit deutlich Kosten reduzieren. Der Experte betonte, dass der Freeformer und das offene Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF-Verfahren) an das zu verarbeitende Standardmaterial angepasst w\u00fcrden \u2013 und nicht umgekehrt, und so die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Materialien weitestgehend erhalten blieben. In der Idee Bauteile \u201eneu zu denken\u201c l\u00e4ge der Mehrwert f\u00fcr die Industrie, so Kynast. Additive Manufacturing sei daf\u00fcr gedacht, neue Produkte hervorzubringen.<\/div>\n<p>\u201eDer Prototypenmarkt mit der Additiven Fertigung ist prinzipiell ges\u00e4ttigt und die Verfahren sind bei den meisten Kunden bekannt und etabliert, interessant wird zunehmend das Thema Serie\u201c, f\u00fchrte Hagen Tschorn in seinem Beitrag aus, sinnvoll sei 3D-Druck gerade bei kleineren St\u00fcckzahlen. Hier macht die additive Produktion in der Serienfertigung bis zu Losgr\u00f6\u00dfen um ca. 1.000 Artikel bereits heute Sinn: Insbesondere dann, wenn die Teile obendrein noch individualisiert gefertigt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>In ihrem Vortrag \u201e3D-Druck \u2013 K\u00fcnftige Materialien und Technologien in der Industrieproduktion\u201c f\u00fchrte Sylvia Monsheimer, Head of Market Segment Neue 3D Technologien, Evonik Industries AG aus, dass sich Maschinen und Material gemeinsam weiterentwickeln m\u00fcssten. Wichtig sei es, quer und neu zu denken, Firmen w\u00fcrden bei kleinen St\u00fcckzahlen das Verfahren pr\u00e4ferieren, dieses lasse \u201eFreedom of Design\u201c zu. Durch die ver\u00e4nderte Produktionsweise erfolge auch eine \u00c4nderung der internen Abl\u00e4ufe, hier sei es wichtig, das Bewusstsein f\u00fcr diese Ver\u00e4nderung bis in die Spitze des jeweiligen Unternehmens zu tragen.<\/p>\n<div><strong>Fahrende Z\u00fcge dank Additiver Fertigung \u2013 Einzelteilfertigung on demand<\/strong><\/div>\n<div>Eine andere Blickrichtung auf den Einsatz der Additiven Fertigung zeigte Dr. Tina Schlingmann, Senior Referent Technik Gesamtsystem Bahn, Deutsche Bahn AG auf. Von elementarer Bedeutung seien die Themen Verf\u00fcgbarkeit\/Ersatzteilmanagement. Das Bauteil sollte hierbei dem Original entsprechen und weder in der Geometrie noch in den Anforderungen abweichen, nur wenige Materialien w\u00fcrden den hohen Anforderungen beispielsweise im Bereich Flammfestigkeit standhalten. Gerade der 3-D-Druck von Einzelteilen und Fertigung on demand w\u00fcrden als gro\u00dfe Chance \u2013 besonders in Hinblick auf die hohen Kosten f\u00fcr Ersatzteillager &#8211; bei der Deutschen Bahn wahrgenommen, so Schlingmann.<\/div>\n<p>Aus Anwendersicht seien die Automatisierung, die Qualit\u00e4tssicherung und die Reproduzierbarkeit zurzeit noch die gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden auf dem Weg zur Additiven Serienfertigung. Hier seien die Forscher und die Hersteller gefragt, L\u00f6sungen zu entwickeln. Neue druckbare Materialien und vor allem auch mehr Nachwuchskr\u00e4fte seien f\u00fcr die Hersteller von 3D-Druckanlagen w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<p>Bei der engagierten Podiumsdiskussion zeigte sich einmal mehr die ganze Vielfalt des Themas, die Referenten\/-innen diskutierten hierbei lebhaft und kontrovers mit dem Publikum ihre jeweiligen Standpunkte. Beim abschlie\u00dfenden Get-together nutzen die Teilnehmenden die Chance f\u00fcr einen intensiven Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Weitere kunststoffland NRW Veranstaltungen zu dem Thema folgen.<\/p>\n<p>Quelle: Kunstoffland NRW<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Interesse war enorm. 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