{"id":14324,"date":"2019-07-08T10:11:21","date_gmt":"2019-07-08T08:11:21","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14324"},"modified":"2019-07-08T10:11:21","modified_gmt":"2019-07-08T08:11:21","slug":"maschinenbau-rechnet-fuer-2019-mit-produktionsminus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14324","title":{"rendered":"Maschinenbau rechnet f\u00fcr 2019 mit Produktionsminus"},"content":{"rendered":"<p>\u00b7\u00a0<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Prognose: Produktion geht um 2 Prozent zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Geopolitische Verwerfungen bremsen Investitionen<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 VDMA-Pr\u00e4sident Welcker: Ausbau der Infrastruktur ist zwingend notwendig<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verband fordert investitions- und innovationsf\u00f6rdernde steuerliche Entlastung<\/strong><\/p>\n<p>Die Auftragslage und die reale Produktion im Maschinenbau haben sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres deutlich abgeschw\u00e4cht, und der Blick nach vorn verhei\u00dft derzeit keine Besserung. \u201eDeshalb ist eine Revision unserer Prognose unumg\u00e4nglich, wir rechnen f\u00fcr 2019 nun mit einem realen Minus der Produktion von 2 Prozent\u201c, erl\u00e4uterte VDMA-Pr\u00e4sident Carl Martin Welcker in einem Pressegespr\u00e4ch. Dies gelte trotz der hohen Auftragsbest\u00e4nde, die im April f\u00fcr 8,5 Monate reichten. Denn diese sind \u00fcber die Unternehmen und Branchen ungleich verteilt und k\u00f6nnen das starke Minus im Auftragseingang nicht bis zum Jahresende komplett abpuffern. Bisher waren die VDMA-Volkswirte f\u00fcr das Gesamtjahr von einem leichten Produktionszuwachs von 1 Prozent ausgegangen. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres stagnierte die Produktion im Maschinenbau im Vergleich zum Vorjahr, im April lag sie nach vorl\u00e4ufigen Zahlen um 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang im Maschinenbau war in den ersten f\u00fcnf Monaten des laufenden Jahres um 9 Prozent geringer als im Vorjahr. Die Kapazit\u00e4tsauslastung erreichte im April noch 87,4 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Zyklische Abschw\u00e4chung und geopolitische Verwerfungen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die schlechteren Aussichten sind neben der nun deutlich sp\u00fcrbaren zyklischen Abschw\u00e4chung auch geopolitische Verwerfungen verantwortlich, die den exportstarken Maschinen- und Anlagenbau direkt treffen:<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der <strong>Handelsstreit zwischen den USA und China<\/strong> ist entgegen vieler Annahmen wieder eskaliert.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der <strong>Brexit<\/strong> wurde abermals verschoben, die Ungewissheit h\u00e4lt an.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ungewissheit herrscht auch in Bezug auf die <strong>drohenden Handelsbeschr\u00e4nkungen <\/strong>seitens der USA gegen\u00fcber der EU.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In <strong>Italien<\/strong> hat sich die Haushaltslage weiter verschlechtert, die italienische Regierung geht auf harten Konfrontationskurs zur Europ\u00e4ischen Kommission.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die <strong>Situation im Nahen Osten<\/strong> droht zu eskalieren, was weitere negative Effekte auf Investitionen zur Folge haben wird.<\/p>\n<p><strong>Investitionen werden verschoben oder eingefroren<\/strong><\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass sich die Automobilindustrie in einem tiefgreifenden Strukturwandel befindet, der auch die Kunden v\u00f6llig verunsichert und der schneller als erwartet sp\u00fcrbare negative Effekte auf laufende und k\u00fcnftige Investitionsvorhaben hat. \u201eAll dies sorgt daf\u00fcr, dass die Kunden der Maschinenbauer ihre Investitionen hinausschieben oder vorl\u00e4ufig einfrieren\u201c, erl\u00e4uterte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Zwar k\u00f6nnen zahlreiche Unternehmen im Maschinenbau weiterhin auf gut gef\u00fcllte Auftragsb\u00fccher zur\u00fcckgreifen und so Orderr\u00fcckg\u00e4nge noch eine Zeit lang abfedern. \u201eDoch um die bestehende Prognose eines leichten Produktionszuwachses zu erreichen, w\u00e4ren deutlich bessere Daten f\u00fcr die kommenden Monate Pflicht. Nur ist fraglich, ob das in einem Umfeld der wieder aufflammenden Handelsstreitigkeiten in ausreichendem Ma\u00dfe gelingen kann. Und selbst eine z\u00f6gerliche Belebung der Konjunktur im zweiten Halbjahr w\u00fcrde die Produktion im Maschinenbau erst zeitverz\u00f6gert erreichen, das hei\u00dft der Branche im laufenden Jahr nicht mehr zu Gute kommen\u201c, res\u00fcmierte Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen gefordert<\/strong><\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es nun, dass die Politik damit aufh\u00f6rt, der mittelst\u00e4ndischen Industrie immer neue Belastungen aufzub\u00fcrden und stattdessen echte Entlastungen f\u00fcr die Unternehmen umsetzt, forderte VDMA-Pr\u00e4sident Welcker. Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren: innovations- und unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und eine international wettbewerbsf\u00e4hige Infrastruktur bereitstellen. \u201eWir brauchen eine echte steuerliche Entlastung, wie andere Industriel\u00e4nder sie l\u00e4ngst durchgef\u00fchrt haben. Wir brauchen mehr politischen Einsatz f\u00fcr offene M\u00e4rkte und neue Freihandelsabkommen, insbesondere mit den USA. Der Staat muss die Infrastruktur \u2013 digital, aber auch f\u00fcr Verkehr und Energie &#8211; dringend modernisieren. Und wir m\u00fcssen endlich die B\u00fcrokratielasten f\u00fcr die Betriebe sp\u00fcrbar verringern, damit wir mehr investieren k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4uterte Welcker.<\/p>\n<p><strong>Um die Wettbewerbsst\u00e4rke des Maschinen- und Anlagenbau auch in schwierigen Zeiten zu erhalten, fordert der VDMA, dass die Politik auf den folgenden f\u00fcnf Feldern rasch handelt: <\/strong><\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Offene M\u00e4rkte und Freihandelsabkommen:<\/strong> Die Vorteile der Globalisierung d\u00fcrfen in einem hartn\u00e4ckig schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nicht weiter durch zunehmende Handelskonflikte und politisch motivierte Restriktionen gef\u00e4hrdet werden. Eine WTO-Reform muss den freien Welthandel sicherstellen, und die EU muss neue Freihandelsabkommen auch mit den USA schlie\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus braucht es ein Investitionsabkommen der EU mit China.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Digitale Infrastruktur<\/strong><strong>:<\/strong> Maschinen- und Anlagenbauer ben\u00f6tigen eine echte digitale Infrastruktur, um sich weiterhin erfolgreich im Weltmarkt behaupten zu k\u00f6nnen. Der Breitbandausbau darf sich nicht nur auf st\u00e4dtische Regionen konzentrieren, Deutschland ben\u00f6tigt ein fl\u00e4chendeckendes und leistungsstarkes Internet. Die Bundesnetzagentur muss schnellstm\u00f6glich die Vergabebedingungen f\u00fcr die lokalen 5G-Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 Gigahertz bekannt geben. Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ben\u00f6tigen hier dringend Klarheit, insbesondere hinsichtlich der Geb\u00fchren. Diese lokalen Frequenzen sind Voraussetzung, um Leitmarkt und Leitanbieter f\u00fcr industrielle 5G-Anwendungen werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Arbeitsmarkt und B\u00fcrokratie:<\/strong> Die Digitalisierung erfordert moderne Rahmenbedingungen f\u00fcr ein Arbeiten 4.0. Daf\u00fcr m\u00fcssen mehr betriebliche und individuelle Gestaltungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnet werden. Das hei\u00dft zum Beispiel: keine weitere Regulierung von befristeten Arbeitsverh\u00e4ltnissen, Ruhezeiten flexibilisieren und von t\u00e4glicher auf w\u00f6chentliche H\u00f6chstarbeitszeit umstellen, Werk- und Dienstvertr\u00e4ge als Grundlage f\u00fcr Wissens- und Innovationsnetzwerke in einer arbeitsteiligen Wirtschaft f\u00f6rdern. Die Unternehmen des Maschinenbaus leiden zudem unter der st\u00e4ndig wachsenden B\u00fcrokratie. Gerade mittelst\u00e4ndische Betriebe werden mit Dokumentations- und Berichtspflichten \u00fcberlastet. Es braucht daher eine Beschr\u00e4nkung der R\u00fcckverfolgbarkeit von Daten in der Kreislaufwirtschaft, eine konsequente Entb\u00fcrokratisierung des Arbeitsrechts, die Schaffung eines europ\u00e4ischen Normenkontrollgremiums sowie eine bessere Evaluation von Gesetzen bez\u00fcglich des b\u00fcrokratischen Erf\u00fcllungsaufwands. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen auf europ\u00e4ischer Ebene die Verfahren f\u00fcr A1-Formulare und die Entsenderichtlinie kritisch \u00fcberpr\u00fcft und deutlich vereinfacht werden.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Unternehmenssteuerreform: <\/strong>Im internationalen Steuerwettbewerb hat sich die Stellung Deutschlands in den vergangenen Jahren verschlechtert. Nach gro\u00dfen Steuerreformen in den USA und vielen anderen Industriestaaten hat Deutschland eine zu hohe Unternehmenssteuerbelastung. Es bedarf deshalb dringend einer Senkung der Ertragssteuerbelastung auf ein im internationalen Vergleich wettbewerbsf\u00e4higes Niveau von maximal 25 Prozent, unter anderem durch eine vollst\u00e4ndige Abschaffung des Solidarit\u00e4tszuschlages. Zudem muss die eklatante steuerliche Benachteiligung von Personengesellschaften bei der Reinvestition von Gewinnen durch eine praxistaugliche Thesaurierungsbeg\u00fcnstigung und eine verbesserte Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer beseitigt werden. Denn die mittelst\u00e4ndische Industrie muss aufgrund der digitalen Ver\u00e4nderungsprozesse deutlich st\u00e4rker investieren. Die Wiedereinf\u00fchrung der degressiven AfA w\u00fcrde dies ebenfalls unterst\u00fctzen. Eine schnellere Abschreibung schafft finanziellen Spielraum f\u00fcr Investitionen. Daher sollte das Instrument auch nicht als konjunktureller Impuls f\u00fcr kurze Zeit umgesetzt werden, sondern als Dauerma\u00dfnahme in H\u00f6he von 25 Prozent.<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Forschungsf\u00f6rderung:<\/strong> Forschung liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen und sichert Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland und Europa. Die Politik muss dies mit innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen unterst\u00fctzen. Die von der Regierung vorgelegte Steuerliche Forschungsf\u00f6rderung ist ein wichtiger Schritt, auf den die Branche schon lange wartet. Sie muss im Gesetzgebungsprozess aber weiter verbessert und dann schnell in Kraft gesetzt werden. Besonders wichtig ist dabei, bei den sogenannten Midrange-Companies (gr\u00f6\u00dfere Mittelst\u00e4ndler mit 250 bis 3000 Mitarbeitern) durch eine Anhebung des Deckelbeitrags deutlichere Innovationsanreize zu setzen. Es ist ein b\u00fcrokratiearmes Verfahren umzusetzen. Dar\u00fcber hinaus sind ein nachhaltiger finanzieller Ausbau der vorwettbewerblichen und breitenwirksamen industriellen Gemeinschaftsforschung, eine St\u00e4rkung der Forschung f\u00fcr eine intelligente Produktion sowie die Einbindung der Industrie in die Programmplanung notwendig.<\/p>\n<p>\u201eDen Maschinenbauern ist vor einem normalen Abschwung nicht bang, wir k\u00f6nnen mit dem Auf und Ab in Konjunkturzyklen gut umgehen. Die Zahl der politischen Unw\u00e4gbarkeiten w\u00e4chst derzeit aber so stark an, dass die international t\u00e4tigen Unternehmen damit nicht allein gelassen werden d\u00fcrfen. Die Betriebe werden alles tun, um neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und damit Arbeitspl\u00e4tze zu sichern. Nun muss auch die Politik ihren Teil dazu tun\u201c, res\u00fcmierte VDMA-Pr\u00e4sident Welcker.<\/p>\n<p><strong>Mobilit\u00e4t: Technologieoffenheit ist Gebot der Stunde<\/strong><\/p>\n<p>Die Maschinenbauer bekommen auch zu sp\u00fcren, dass es in der Automobilindustrie zu ver\u00e4nderten Produktstrategien und Investitionsplanungen kommt, die einen tiefgreifenden Wandel bedeuten.\u00a0 Diese Entwicklung ist jedoch gerade in der Elektromobilit\u00e4t keine Einbahnstra\u00dfe. \u201eUnsere innovativen Produktionstechnologien im Maschinenbau sind unabdingbar f\u00fcr die erfolgreiche Transformation\u201c, betonte Welcker. Die zweite, nicht minder wichtige Dimension betrifft den Maschinenbau als Anwenderindustrie, etwa in der Logistik oder bei mobilen Arbeitsmaschinen. \u201eNat\u00fcrlich gibt es Ungewissheiten und vielleicht auch Friktionen, aber Alarmismus ist fehl am Platze\u201c, betonte Welcker. \u201eWas der Transformationsprozess an Wertsch\u00f6pfung nimmt, kann potenziell sogar durch Neues \u00fcberkompensiert werden.\u201c So hat die VDMA-Studie \u201eAntrieb im Wandel\u201c gezeigt, dass sich die Kombination aus Hybridantrieben, einer h\u00f6heren Komplexit\u00e4t beim Verbrennungsmotor sowie steigenden Absatzzahlen von Fahrzeugen \u2013 vor allem in China \u2013 insgesamt in den n\u00e4chsten Jahren positiv auf die Wertsch\u00f6pfung beim Antriebsstrang auswirkt. \u201eUns allen w\u00e4re ein B\u00e4rendienst erwiesen, wenn die Politik meint, neben dem Ziel auch den Weg in die Zukunft der Mobilit\u00e4t und der Antriebstechnologie zu kennen. Gebot der Stunde sind Technologieoffenheit und Investitionen dort, wo sie zum Gelingen des Wandels am besten beitragen \u2013 sprich in Forschung, Produktionstechnologien und Infrastruktur.\u201c<\/p>\n<p><strong>Klimaschutz: Marktwirtschaftliche Anreize \u00fcber CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung schaffen<\/strong><\/p>\n<p>Der Entwurf f\u00fcr ein Klimaschutzgesetz, der Einsetzung eines Klimaschutzkabinetts sowie die drohenden Strafzahlung aufgrund der Nicht-Erf\u00fcllung von europ\u00e4ischen Klimazielvorgaben zeigen, dass die klimapolitische Diskussion wieder ganz oben auf der politischen Agenda angekommen ist. Der Druck auf die Wirtschaft und jeden einzelnen Sektor, seinen Beitrag zur Emissionsreduktion zu leisten, steigt. \u201eUnser Leitbild dabei ist \u00f6konomische Effizienz und Vernunft sowie ein m\u00f6glichst globaler Ansatz\u201c, betonte der VDMA-Pr\u00e4sident. Es braucht effektive und kostenoptimierte Instrumente zur Erreichung der Klimaziele \u2013 und es muss global gedacht und gehandelt werden. Und die Unternehmen brauchen marktwirtschaftliche Anreize, um in CO<sub>2<\/sub>-arme Technologien zu investieren. Das heutige System setzt aufgrund der ungleichen und unsystematischen Bepreisung von den Energietr\u00e4gern jedoch nicht die richtigen Anreize, um die Rolle von kohlenstoff\u00e4rmeren Energietr\u00e4gern zu st\u00e4rken. Denn unter der heutigen Energietr\u00e4gerbelastung gibt es keinen Anreiz, im Sinne des Klimaschutzes zu handeln.<\/p>\n<p><strong>CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung braucht Zeit und ist teuer<\/strong><\/p>\n<p>Eine CO<sub>2<\/sub>-Bepreisung kann bei richtiger Ausgestaltung dagegen ein effektives und kostenoptimiertes Instrument zur Reduktion von CO<sub>2<\/sub>-Emissionen darstellen und damit als Investitions- und Innovationssignal wirken. Eine zielgerichtete und volkswirtschaftlich aufkommensneutrale Umgestaltung der heutigen Energietr\u00e4gerbelastung, orientiert an ihrer Kohlenstoffintensit\u00e4t, k\u00f6nnte einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele darstellen. Im Vergleich zu anderen Ans\u00e4tzen, die zu einer kollektiven Mehrbelastung f\u00fcr alle f\u00fchren, schafft eine solche Umgestaltung einen marktwirtschaftlichen Anreiz und belohnt diejenigen, die emissionsarm konsumieren und produzieren. \u201eDie Politik muss verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen in dieser Diskussion schaffen, dann lassen sich aus einem ambitionierten Heimatmarkt, \u00f6konomischer Vernunft und technologischen Potenzialen mit Klimaschutz schwarze Zahlen schreiben\u201c, fasste es Welcker zusammen.<\/p>\n<p>Quelle: VDMA<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Auftragslage und die reale Produktion im Maschinenbau haben sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres deutlich abgeschw\u00e4cht&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14324","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14324"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14324\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14325,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14324\/revisions\/14325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14324"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14324"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14324"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}