{"id":14424,"date":"2019-07-10T13:08:26","date_gmt":"2019-07-10T11:08:26","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14424"},"modified":"2019-07-10T13:08:26","modified_gmt":"2019-07-10T11:08:26","slug":"mehrschichtverpackungen-innovativ-und-nachhaltig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14424","title":{"rendered":"Mehrschichtverpackungen: innovativ und nachhaltig"},"content":{"rendered":"<p><strong>BASF, Borealis, S\u00fcdpack und Zott stellen Prototypen einer Lebensmittelverpackung aus 100 Prozent recyceltem Material vor<\/strong><\/p>\n<p>Mehrschichtverpackungen sichern dank ihrer Produkteigenschaften zuverl\u00e4ssig Qualit\u00e4t und Frische von Lebensmitteln. Sie bieten Produktschutz und Hygiene und verl\u00e4ngern damit die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Dies ist auch vor dem Hintergrund der Weltern\u00e4hrung bedeutsam: Denn ein Drittel der weltweiten Lebensmittel verderben, bevor sie den Konsumenten erreichen. Mit intelligenten Verpackungsl\u00f6sungen durch Mehrschichtverpackungen kann diese unn\u00f6tige Verschwendung einged\u00e4mmt werden.<\/p>\n<p>Mehrschichtverpackungen sind nachhaltig: sie kommen mit wenig Material aus und lassen sich jetzt aus chemisch recyceltem Material herstellen.<\/p>\n<p>\u201eModerne Folienverpackungen bestehen aus mehreren Materialien und Schichten mit verschiedenen Eigenschaften, wie zum Beispiel eine Sauerstoffbarriere. Sie sind Hightech. Und durch den optimierten Materialeinsatz konnten wir das Volumen der Verpackungen auf ein Mindestma\u00df reduzieren\u201c, so Johannes Remmele, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von S\u00fcdpack.<\/p>\n<p>Mehrschichtverpackungen bestehen aus bis zu elf einzelnen sehr d\u00fcnnen Schichten. Dadurch sind sie deutlich leichter und d\u00fcnner als vergleichbare Verpackungen. Das spart nicht nur eingesetzte Rohstoffe, sondern tr\u00e4gt auch zu erheblichen Einsparungen von CO2-Emissionen beim Transport bei. Mehrschichtverpackungen sind dadurch deutlich ressourceneffizienter als ihre Alternativen.<\/p>\n<p>Mehrschichtverpackungen gelten allerdings nur als eingeschr\u00e4nkt recyclingf\u00e4hig, da mechanische Recyclingverfahren nicht f\u00fcr Verbundmaterialien geeignet sind. \u201eIm Rahmen des Projektes ,ChemCycling\u2018 arbeiten wir bei BASF darum daran, das chemische Recycling von Kunststoffabf\u00e4llen voranzubringen, da \u00fcber diesen Prozess bisher nicht recycelte Kunststoffe, wie etwa Mischkunststoffe, wiederverwertet werden k\u00f6nnen. Nun haben wir erstmals mit Partnern eine Prototypenverpackung aus chemisch recyceltem Polyamid und Polyethylen hergestellt. Damit haben wir gezeigt, dass der Kreislauf auch f\u00fcr Mehrschichtverpackungen schon bald geschlossen werden k\u00f6nnte\u201c, erkl\u00e4rt Christoph Gahn, zust\u00e4ndig f\u00fcr das Polyamidgesch\u00e4ft bei BASF.<\/p>\n<p>M\u00f6glich wurde dieses Pilotprojekt durch die Zusammenarbeit der vier Partner BASF, Borealis, S\u00fcdpack und Zott: BASF lieferte chemisch recyceltes Polyamid, Borealis stellte nachhaltig produziertes Polyethylen zur Verf\u00fcgung. S\u00fcdpack, ein f\u00fchrender Produzent von Folienverpackungen f\u00fcr Lebensmittel in Europa, stellte aus diesen Materialien eine Mehrschichtfolie her, die zu einer speziell versiegelten Mozzarella-Verpackung f\u00fcr die Genuss-Molkerei Zott verarbeitet wurde.<\/p>\n<p>Die Vorz\u00fcge dieser neuen Mehrschichtfolie wei\u00df man in Mertingen zu sch\u00e4tzen. \u201eIn unserer Molkerei pr\u00fcfen wir kontinuierlich entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette, wo wir noch nachhaltiger sein k\u00f6nnen und wie wir unsere Nachhaltigkeitsstandards sinnvoll ausbauen. Zudem erwarten die Verbraucher heute mehr denn je, dass hochwertige und nachhaltig produzierte Lebensmittel auch m\u00f6glichst ressourcenschonend verpackt sind. Uns war es daher wichtig, bei diesem Pilotprojekt von Anfang an dabei zu sein und unsere Erfahrungen wie auch unsere hohen Anforderungen an Verpackungen und deren Barrierefunktion einzubringen und an einer funktionell identischen, aber \u00f6kologisch vorteilhafteren L\u00f6sung mitzuwirken. Wir sind positiv eingestellt und hoffen, dass dieses Projekt zur Serienreife gelangt\u201c, erkl\u00e4rt Andreas Strunk, Leiter Produktion Technik &amp; Supply Chain Management bei Zott.<\/p>\n<p>\u201eDas Besondere am Pilotprojekt ist, dass beide Bestandteile der Verpackung \u2013 also Polyamid und Polyethylen \u2013 aus chemisch recyceltem Material bestehen\u201c, erkl\u00e4rt Maurits van Tol, Borealis Senior Vice President Innovation, Technology &amp; Circular Economy Solutions. \u201eDiese innovative L\u00f6sung wurde durch die Auswahl der speziellen Polymere m\u00f6glich. Zus\u00e4tzlich konnte mit der Kooperation erstmals Schritt f\u00fcr Schritt durchg\u00e4ngig vom Rohstoff bis hin zur Verpackung zertifiziert werden.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr das Polyamid und das Polyethylen wurden die Rohstoffe im Rahmen des Projekts \u201eChemCycling\u201c in Kleinstmengen hergestellt. Dabei wurde von einem Partner zugeliefertes, aus Kunststoffabf\u00e4llen gewonnenes Pyrolyse\u00f6l in der Verbundproduktion der BASF in Ludwigshafen als Rohstoff eingesetzt. Beiden Kunststoffen wurde der 100-prozentige Rezyklatanteil \u00fcber das zertifizierte Massenbilanzverfahren rechnerisch zugeordnet.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zu ChemCycling finden Sie auch in der Presse-Information \u201eNeue Produkte aus Kunststoffabfall\u201c (P254\/19) sowie unter <a href=\"https:\/\/www.basf.com\/global\/de\/who-we-are\/sustainability\/management-and-instruments\/circular-economy\/chemcycling.html\">basf.com\/chemcycling<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrschichtverpackungen sichern dank ihrer Produkteigenschaften zuverl\u00e4ssig Qualit\u00e4t und Frische von Lebensmitteln. 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