{"id":14433,"date":"2019-07-11T08:13:58","date_gmt":"2019-07-11T06:13:58","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14433"},"modified":"2019-07-10T13:36:46","modified_gmt":"2019-07-10T11:36:46","slug":"k-2019-neue-produkte-aus-kunststoffabfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14433","title":{"rendered":"K 2019 \u2013 Neue Produkte aus Kunststoffabfall"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>Partner der BASF im ChemCycling-Projekt: Jaguar Land Rover, Storopack, S\u00fcdpack und Schneider Electric<\/b><\/li>\n<li><b>Vielversprechende Pilotphase, aber weiterhin technologische und wirtschaftliche Herausforderungen sowie Bedarf an regulatorischer Entwicklung<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Immer mehr Unternehmen aus der Kunststoffindustrie arbeiten daran, die Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen zu verbessern und tragen so zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bei. BASF leistet unter anderem mit dem Projekt ChemCycling einen Beitrag: Ende 2018 setzte das Unternehmen erstmals Pilotmengen eines aus Kunststoffabf\u00e4llen gewonnenen Pyrolyse\u00f6ls als Rohstoff in der Produktion ein. Bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der \u201eK 2019\u201c, der weltgr\u00f6\u00dften Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie, pr\u00e4sentierten vier Partner die ersten Prototypen, die im Rahmen der Pilotphase des Projekts entstanden sind.<\/p>\n<p>Jaguar Land Rover (JLR), ein f\u00fchrender Automobilhersteller, entwickelte einen Kunststoff-Montagetr\u00e4ger Prototypen f\u00fcr sein erstes elektrisches SUV \u201eI-Pace\u201c aus Ultramid<sup>\u00ae<\/sup> B3WG6 Ccycled Black 00564. \u201eIm Rahmen unseres Engagements, in unserer gesamten Produktion geschlossene Kreisl\u00e4ufe zu beschleunigen, suchen wir immer nach technologischen Neuerungen, die uns helfen, Abfall zu reduzieren\u201c, sagt Craig Woodburn, Global Environmental Compliance Manager bei JLR. \u201eDie F\u00e4higkeit, durch den ChemCycling-Prozess aus Verbraucherabf\u00e4llen sichere Qualit\u00e4tsteile herzustellen, ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel einer abfallfreien Zukunft.\u201c<\/p>\n<p>Storopack, ein global t\u00e4tiges Unternehmen f\u00fcr Schutzverpackungen und technische Formteile, produzierte aus Styropor<sup>\u00ae<\/sup> P Ccycled Isolierverpackungen f\u00fcr temperaturempfindliche, pharmazeutische Produkte, Boxen zum Transport von Frischfisch sowie Schutzverpackungen f\u00fcr Elektroger\u00e4te. \u201eBesonders \u00fcberzeugt hat uns, dass Styropor<sup>\u00ae<\/sup> P Ccycled in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden kann. <a id=\"_Hlk11263648\" name=\"_Hlk11263648\"><\/a>F\u00fcr Styropor gibt es bereits verschiedene Recyclingm\u00f6glichkeiten und durch ChemCycling kann der Recyclinganteil weiter erh\u00f6ht werden\u201c, sagt Storopack-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Hermann Reichenecker. Storopack geht so gemeinsam mit BASF neue Wege in der Kreislaufwirtschaft.<\/p>\n<p>S\u00fcdpack, ein f\u00fchrender Produzent von Folienverpackungen in Europa, stellte eine Polyamid-Folie und eine Polyethylen-Folie her, die zu einer speziell versiegelten Mozzarella-Verpackung verarbeitet wurden. Mehrschichtverpackungen gelten bisher als eingeschr\u00e4nkt recyclingf\u00e4hig. \u201eFolienverpackungen haben eine wichtige Aufgabe zu erf\u00fcllen: Produktschutz, Hygiene und Haltbarkeit, und dies bei minimalem Einsatz von Kunststoffen. Deshalb bestehen sie aus mehreren Materialien und Schichten mit verschiedenen Eigenschaften und Barrieren. Durch Innovationen wie ChemCycling kommen wir der L\u00f6sung der Probleme der Recycelbarkeit von flexiblen Verpackungen n\u00e4her\u201c, so Johannes Remmele, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von S\u00fcdpack.<\/p>\n<p>Schneider Electric, f\u00fchrend bei der digitalen Transformation in den Bereichen Energiemanagement und Automatisierung, fertigte einen Schutzschalter aus chemisch recyceltem Ultramid<sup>\u00ae<\/sup>. \u201eAuch beim Einsatz von Sekund\u00e4rrohstoffen wie recycelten Kunststoffen m\u00fcssen unsere anspruchsvollen Qualit\u00e4tsstandards sowie die strengen Normen und Richtlinien der Industrie erf\u00fcllt werden. Wir bauen auf die Expertise der BASF, die gesamtheitlichen Vorteile des Verfahrens im Hinblick auf Nachhaltigkeit darzustellen und die Kosten attraktiv zu halten. Wir hoffen, dass dieser Test mit BASF uns neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Innovationen der Kreislaufwirtschaft in Energiemanagement und -verteilung er\u00f6ffnet\u201c, sagt Xavier Houot, Senior Vice President Group Environment, Safety, Real Estate, bei Schneider Electric.<\/p>\n<p>\u201eDie Pilotprojekte mit Kunden aus verschiedenen Industrien zeigen, dass Produkte auf Basis von chemisch recycelten Rohstoffen \u00fcber die gleiche hohe Qualit\u00e4t und Leistungsf\u00e4higkeit verf\u00fcgen wie Produkte aus Neuware. ChemCycling, bei dem der Anteil des recycelten Materials \u00fcber den Massenbilanzansatz dem Endprodukt rechnerisch zugewiesen wird, kann unseren Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen\u201c, sagt J\u00fcrgen Becky, Senior Vice President Performance Materials. Die zertifizierten Produkte sind durch den Zusatz \u201eCcycled\u201d gekennzeichnet. Die nun pr\u00e4sentierten Prototypen sind Teil der laufenden Pilotphase des ChemCycling-Projekts.<\/p>\n<p><b>Steigerung des Recyclinganteils m\u00f6glich<\/b><\/p>\n<p>\u201eBASF hat sich mit dem ChemCycling-Projekt zum Ziel gesetzt, Pyrolyse\u00f6l aus Kunststoffabf\u00e4llen zu verarbeiten, die derzeit nicht recycelt werden, wie beispielsweise gemischte oder verunreinigte Kunststoffe. Wenn es gelingt, das Projekt zur Marktreife zu entwickeln, kann ChemCycling als innovative Erg\u00e4nzung zu bestehenden Prozessen f\u00fcr Recycling und Wiederverwertung zur L\u00f6sung des Plastikm\u00fcllproblems beitragen\u201c, sagt Stefan Gr\u00e4ter, Leiter des ChemCycling-Projekts bei BASF.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Potenzial von chemischem Recycling best\u00e4tigt die Unternehmensberatung McKinsey in einer Studie vom Dezember 2018: Werden etablierte und neue Recyclingverfahren wie das chemische Recycling kombiniert, halten die Experten bis 2030 eine weltweite Recyclingquote f\u00fcr Kunststoffe von 50\u00a0% f\u00fcr m\u00f6glich (heute: 16\u00a0%). Der Anteil des chemischen Recyclings k\u00f6nnte dann von derzeit einem Prozent auf rund 17\u00a0% ansteigen, was der Verwertung von 74 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4llen entspricht.<\/p>\n<p><b>Technologische, wirtschaftliche und regulatorische Herausforderungen<\/b><\/p>\n<p>Von der Pilotphase bis zur Marktreife m\u00fcssen jedoch noch verschiedene Aspekte gekl\u00e4rt werden. Die existierenden Technologien zur Umwandlung von Kunststoffabf\u00e4llen in Recycling-Rohstoffe m\u00fcssen weiterentwickelt und f\u00fcr die Nutzung im gro\u00dfindustriellen Ma\u00dfstab angepasst werden, um eine durchg\u00e4ngig hohe Qualit\u00e4t des Pyrolyse\u00f6ls sicherzustellen. BASF pr\u00fcft derzeit verschiedene Optionen, wie der Produktionsverbund des Unternehmens langfristig mit kommerziellen Mengen an Pyrolyse\u00f6l versorgt werden kann. Dabei spielen neben technologischen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Damit chemisches Recycling im Markt Akzeptanz findet, <a id=\"_Hlk11264106\" name=\"_Hlk11264106\"><\/a>m\u00fcssen dar\u00fcber hinaus Regulierungsbeh\u00f6rden das Verfahren offiziell als Recycling anerkennen. In diesem Rahmen m\u00fcssen sie definieren, wie chemisches Recycling und Massenbilanzans\u00e4tze zur Erf\u00fcllung von gesetzlichen Recyclingquoten beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Verantwortlicher Umgang mit Ressourcen<\/b><\/p>\n<p>\u201eUnser ChemCycling-Projekt ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie BASF gemeinsam mit Partnern an L\u00f6sungen f\u00fcr die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts arbeitet\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Andreas Kicherer, Experte f\u00fcr Nachhaltigkeit bei BASF. \u00dcber \u201eChemCycling\u201c hinaus engagiert sich BASF in vielen weiteren Projekten und Initiativen, um den Gedanken der Kreislaufwirtschaft zu st\u00e4rken und den Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt zu vermeiden. Beispielsweise beinhaltet das Produktportfolio der BASF mit ecovio<sup>\u00ae<\/sup> einen zertifiziert kompostierbaren Kunststoff, der teilweise biobasiert ist. BASF ist Mitglied im World Plastics Council und beteiligt sich an zwei Programmen der Ellen MacArthur Foundation.\u00a0An allen Standorten weltweit setzt BASF das Programm \u201eOperation Clean Sweep\u201c um. Hierbei handelt es sich um eine internationale Initiative der Kunststoffindustrie, die den Verlust von Kunststoffgranulaten in die Umwelt verhindern soll. Anfang 2019 hat BASF zudem gemeinsam mit rund 30 Firmen die \u201eAlliance to End Plastic Waste\u201c (AEPW) gegr\u00fcndet. In den kommenden f\u00fcnf Jahren will der Zusammenschluss bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar in verschiedene Projekte und Kooperationen investieren, vor allem in Asien und Afrika. Im Zentrum stehen dabei vier Schwerpunkte: Infrastrukturentwicklung f\u00fcr Abfallsammlung, F\u00f6rderung von innovativen Recycling-Methoden, Aufkl\u00e4rung und Einbindung verschiedener Gruppen sowie S\u00e4uberung von stark durch Kunststoffabf\u00e4lle betroffenen Gebieten.<\/p>\n<p>Mehr Informationen zu ChemCycling unter <a href=\"https:\/\/www.basf.com\/global\/de\/who-we-are\/sustainability\/management-and-instruments\/circular-economy\/chemcycling.html\">basf.com\/chemcycling<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Unternehmen aus der Kunststoffindustrie arbeiten daran, die Wiederverwertbarkeit von Kunststoffen zu verbessern und tragen so&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10579,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14433","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14433"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14433\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14434,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14433\/revisions\/14434"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10579"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14433"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}