{"id":14459,"date":"2019-07-11T12:47:56","date_gmt":"2019-07-11T10:47:56","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14459"},"modified":"2019-07-11T12:47:56","modified_gmt":"2019-07-11T10:47:56","slug":"schneller-auf-touren-dank-magnetischem-kunststoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14459","title":{"rendered":"Schneller auf Touren dank magnetischem Kunststoff"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Bei der Langzeitvalidierung eines neuen, leichten und effektiven Elektromotors, dessen Entwicklung der Kunststoffmaschinenbau-Experte ARBURG, Lo\u00dfburg, in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ins Leben gerufen und erfolgreich abgeschlossen hat, zeigt unter anderem auch der hochspezialisierte Spritzgusswerkstoff KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW 53.2000 PPS von BARLOG Plastics, Overath bei K\u00f6ln, seine Leistungsf\u00e4higkeit. Obwohl BARLOG nicht an der Entwicklung des Motors beteiligt war, konnte dieser weichmagnetische und Magnetfeld-leitende Werkstoff aus der KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW-Familie von BARLOG sich einen Platz im Kreis der Werkstoffe erobern, die den Rotor k\u00fcnftig weiter verbessern sollen. Ausschlaggebend f\u00fcr die Wahl der ARBURG-Ingenieure waren unter anderem die ma\u00dfgeschneiderte magnetische Permeabilit\u00e4t und S\u00e4ttigungsflussdichte des Werkstoffs \u2013 bei \u00fcberzeugenden mechanischen Kennwerten.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Dank Kunststoff bis zu 24\u00a0% leichter \u2013 bei gleicher Leistung<\/strong><\/p>\n<p>Elektromotoren mit Hilfe von Kunststoffen leichter und damit effizienter zu machen: Das war das Ziel des Projekts \u201e<strong>Pro<\/strong>duktionstechnologien f\u00fcr effiziente <strong>Le<\/strong>ichtbau<strong>mo<\/strong>toren f\u00fcr Elektrofahrzeuge\u201c (ProLemo), dessen Ergebnis ARBURG bereits 2017 vorgestellt hatte. Ein wichtiger Aspekt des Vorhabens war die Reduzierung des Motorgewichts, \u201edenn je schwerer dessen Komponenten sind, desto h\u00f6her auch ihr Tr\u00e4gheitsmoment; leichtere Motoren m\u00fcssen also weniger Energie in die \u00dcberwindung ihrer eigenen Massentr\u00e4gheit stecken\u201c, erl\u00e4utert Robert Konnerth von BARLOG. \u201eSo erreichen sie ihre Spitzenleistung schneller \u2013 ideal zum Beispiel f\u00fcr Servomotoren.\u201c Dank vieler neuer Konzepte konnte beim ProLemo-Motor im Vergleich zu klassischen Servomotoren eine Gewichtseinsparung von insgesamt bis zu 24\u00a0% realisiert werden \u2013 bei gleicher Leistung wohlgemerkt. Derzeit befindet sich der neue E-Motor im Langzeittest, unter anderem in der Spritzeinheit einer ARBURG Spritzgie\u00dfmaschine.<\/p>\n<p>Eine der zentralen Innovationen des ProLemo-E-Motors: An Stelle eines einzigen kompakten Rotors finden sich hier acht segmentierte Rotorscheiben, f\u00fcr die die Entwickler auf eine leichte, spritzgie\u00dfgerechte 2K-Konstruktion mit einer speziell angepassten Au\u00dfenkontur und einem Kern aus einem glasfaserverst\u00e4rkten und w\u00e4rmebest\u00e4ndigen Kunststoff zur Anbindung an die Rotorwelle setzten. Diese durchdachte Konstruktion l\u00f6st den klassischen Aufbau aus schweren Blechpaketen ab. Zur Fertigung des \u00e4u\u00dferes Rings des Rotors, der kraftschl\u00fcssig mit dem Inneren verbunden ist und \u00fcber Nuten f\u00fcr das nachtr\u00e4gliche Einstecken von Permanentmagneten versehen ist, testen seine Erfinder nun auch KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW 53.2000 PPS. Dabei handelt es sich um einen weichmagnetischen PPS-Compound zur Magnetflussf\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>Vorteile (weich-) magnetischer Kunststoffe von BARLOG<\/strong><\/p>\n<p>Die Mitglieder der KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW-Familie lassen sich nicht nur hervorragend im wirtschaftlichen Spritzgussverfahren verarbeiten: Sie zeichnen sich vor allem durch eine kundenspezifisch ma\u00dfgeschneiderte magnetische Permeabilit\u00e4t und S\u00e4ttigungsflussdichte aus. Zudem \u00fcberzeugen kunststoffgebundene Weichmagnete aus KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW-Compounds mit ihren mechanischen Eigenschaften: Gute Z\u00e4higkeit und eine gleichzeitig hohe Festigkeit lassen unter anderem auch eine nachtr\u00e4gliche mechanische Bearbeitung der Spritzgussbauteile zu. Gesinterten Ferritmagneten sind sie nicht nur im Blick auf ihre mechanischen Eigenschaften weit \u00fcberlegen; im Vergleich zu diesen \u00fcberzeugen sie au\u00dferdem durch eine h\u00f6here Gestaltungsfreiheit \u2013 im konkreten Fall u.a. bei der Ausgestaltung feiner Nuten zur spielfreien Aufnahme weiterer Motorkomponenten.<\/p>\n<p>\u201eDieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr das, was wir unseren Kunden mit unseren magnetisierbaren oder weichmagnetischen KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW-Werkstoffen anbieten k\u00f6nnen\u201c, erl\u00e4utert Robert Konnerth: \u201eDie Wirtschaftlichkeit und Gestaltungsfreiheit des Spritzgusses unter anderem in der Sensor- und Aktuator-Technologie nutzen, um innovative Produkte zu schaffen. Weichmagnetische Werkstoffe, auch SMC genannt f\u00fcr softmagnetic compounds, sind durch kleine Koerzitivfeldst\u00e4rken und Remanenzen gekennzeichnet. Einfach ausgedr\u00fcckt, besitzen weichmagnetische Werkstoffe keine permanente magnetische Kraft wie Dauer- oder Hartmagnete. Sie sind daher besonders gut f\u00fcr Anwendungen geeignet, die eine st\u00e4ndige Ummagnetisierung erfordern. Daf\u00fcr \u201averst\u00e4rken\u2018 oder f\u00fchren sie \u00e4u\u00dfere Magnetfelder, je nach Werkstoffpermeabilit\u00e4t. Sie helfen also, Magnetfeldlinien auszurichten\u201c, so Konnerth.<\/p>\n<p>Das ist auch die Aufgabe des KEBABLEND<sup>\u00ae<\/sup>\/ MW-Compounds im ProLemo-Rotor. Andere Anwendungen, bei denen diese Eigenschaft wichtig ist, sind das Induktive Laden bzw. die kontakt- oder ber\u00fchrungslose Energie\u00fcbertragung, etwa in Handyladeger\u00e4ten, sowie die effektive Abschirmung von Elektromagnetischen Feldern ohne schwere metallische Einleger \u2013 Stichwort \u201aEMV-gerechte Bauteilauslegung\u2018.<\/p>\n<p>Quelle: Barlog<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Langzeitvalidierung eines neuen, leichten und effektiven Elektromotors, dessen Entwicklung der Kunststoffmaschinenbau-Experte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14460,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14459","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14459"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14461,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14459\/revisions\/14461"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14459"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}