{"id":14836,"date":"2019-07-25T11:58:53","date_gmt":"2019-07-25T09:58:53","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14836"},"modified":"2019-07-25T11:58:53","modified_gmt":"2019-07-25T09:58:53","slug":"umsatzwachstum-in-stark-ruecklaeufigem-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14836","title":{"rendered":"Umsatzwachstum in stark r\u00fcckl\u00e4ufigem Markt"},"content":{"rendered":"<p>In einem stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt hat Autoneum den Umsatz in Lokalw\u00e4hrungen im ersten Halbjahr 2019 dank zahlreicher Neuanl\u00e4ufe um 1.9% gesteigert. Der Umsatz in Schweizer Franken lag mit 1 156.1 Mio. CHF auf Vorjahresniveau (1 159.4 Mio. CHF). Alle vier Business Groups haben den Markt \u00fcbertroffen. Das Turnaround-Programm in Nordamerika zeigt Fortschritte, die noch bestehenden operativen Ineffizienzen in zwei US-Werken belasten jedoch wie bereits kommuniziert die Profitabilit\u00e4t des Gesamtkonzerns. Entsprechend reduzierte sich das EBIT im ersten Semester auf 16.4 Mio. CHF, das erwartete negative Konzernergebnis summierte sich auf \u20136.0 Mio. CHF.<\/p>\n<p>Das weltweit schwache makro\u00f6konomische Umfeld, weiterhin bestehende Handelsstreitigkeiten und die daraus resultierende Verunsicherung von Herstellern und Konsumenten f\u00fchrten im ersten Halbjahr 2019 zu einem weiteren, deutlichen R\u00fcckgang der globalen Fahrzeugproduktion. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte Autoneum den Umsatz in den ersten sechs Monaten gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum insbesondere aufgrund zahlreicher Neuanl\u00e4ufe in Lokalw\u00e4hrungen um 1.9% steigern. Der Umsatz in Schweizer Franken lag mit 1 156.1 Mio. CHF auf Vorjahresniveau (1 159.4 Mio. CHF). W\u00e4hrend die Zahl der produzierten Fahrzeuge in allen Regionen r\u00fcckl\u00e4ufig war, sind die Business Groups (BG) North America, Asia und SAMEA (S\u00fcdamerika, Mittlerer Osten und Afrika) gewachsen und haben den Markt zum Teil deutlich \u00fcbertroffen. Lediglich bei der Business Group Europe f\u00fchrten die stark gesunkenen\u00a0 Produktionsvolumen der Fahrzeughersteller zu reduzierten Lieferabrufen und einem im Vergleich zur Vorjahresperiode niedrigeren Umsatz.<\/p>\n<p>In der Business Group North America zeigt das Turnaround-Programm zur L\u00f6sung der operativen\u00a0 Probleme in zwei US-Werken Fortschritte, die noch bestehenden Ineffizienzen belasten jedoch wie bereits kommuniziert die Profitabilit\u00e4t des Gesamtkonzerns. Die geringere Auslastung der europ\u00e4ischen Werke und die aufgrund des Marktr\u00fcckgangs noch nicht genutzten neuen Fertigungskapazit\u00e4ten in China haben das Ergebnis zus\u00e4tzlich belastet. Entsprechend sank das EBIT im ersten Semester 2019 auf 16.4 Mio. CHF, was einer EBIT-Marge von 1.4% entspricht. Ohne die Effekte aus den im Halbjahr 2019 erstmalig angewendeten neuen Vorschriften zur Rechnungslegung von Leasingverh\u00e4ltnissen (IFRS 16) summierte sich das EBIT auf 12.8 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 86.4 Mio. CHF). Auf vergleichbarer Basis erreichte die EBIT-Marge 1.1% (Vorjahresperiode: 7.5%). Daraus resultierte f\u00fcr das erste Halbjahr 2019 mit \u20136.0 Mio. CHF wie erwartet ein negatives Konzernergebnis (Vorjahresperiode: Gewinn von 60.1 Mio. CHF).<\/p>\n<p>Der Halbjahresverlust und das im Vergleich zum 31. Dezember 2018 h\u00f6here Nettoumlaufverm\u00f6gen f\u00fchrten zu einem Cashflow aus operativer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit von 10.1 Mio. CHF oder auf vergleichbarer Basis von \u20133.4 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 48.5 Mio. CHF). Die Einf\u00fchrung von IFRS 16 erforderte eine Neubilanzierung von geleasten Sachanlagen und damit einhergehenden Verbindlichkeiten im Umfang von je 301.6 Mio. CHF. Dies wirkte sich negativ auf die Eigenkapitalquote aus, die per 30. Juni 2019 bei 30.1% lag. Auf vergleichbarer Basis betrug die Eigenkapitalquote 35.7% (31. Dezember 2018: 39.2%). Die Nettoverschuldung exklusive der IFRS 16-Effekte stieg auf 381.5 Mio. CHF (31. Dezember 2018: 283.7 Mio. CHF). Im Mai 2019 wurde der bestehende Kreditvertrag mit einem Bankensyndikat von bisher 150 Mio. CHF auf neu 350 Mio. CHF zu weiterhin vorteilhaften Bedingungen erh\u00f6ht. Bei dieser Gelegenheit haben sich dem seit 2011 bestehenden Bankenkonsortium weitere, teils langj\u00e4hrige Partnerbanken angeschlossen. Mit dieser Kreditvereinbarung und den 2016 und 2017 ausgegebenen Anleihen ist Autoneum weiterhin solide finanziert.<\/p>\n<p><strong>Im Einsatz f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t<\/strong><br \/>\nAls Markt- und Innovationsf\u00fchrer ist Autoneum bevorzugter Partner der Fahrzeughersteller f\u00fcr l\u00e4rm- und hitzereduzierende Leichtbaukomponenten. Bereits heute beliefert das Unternehmen die Mehrheit der weltweit verf\u00fcgbaren Elektromodelle mit Komponenten, die durch ihr geringes Gewicht eine h\u00f6here Fahrreichweite dieser Fahrzeugkategorie erm\u00f6glichen und gleichzeitig die Ger\u00e4uschentwicklung positiv beeinflussen. Angesichts der weiter steigenden Nachfrage hat Autoneum im Fr\u00fchjahr sein breites Produktportfolio um Batterieunterschilder aus Ultra-Silent erg\u00e4nzt, die die spezifischen Anforderungen an das Akustik- und W\u00e4rmemanagement von Elektrofahrzeugen optimal erf\u00fcllen. Mit Batterieunterschildern aus Ultra-Silent hat das Unternehmen erstmals die textile Unterbodentechnologie f\u00fcr den Einsatz in Elektrofahrzeugen adaptiert. Ger\u00e4uschreduzierende Komponenten sind f\u00fcr Elektromodelle unverzichtbar, weil L\u00e4rmquellen wie L\u00fcfter, Pumpen oder elektronische Antriebselemente durch den Wegfall des Motorenl\u00e4rms verst\u00e4rkt wahrzunehmen sind und entsprechend den Fahrkomfort beeinflussen. Gleichzeitig sind Batterieunterschilder aus Ultra-Silent aufgrund ihres hohen Anteils an rezyklierten PET-Fasern besonders umweltfreundlich. Ab 2020 werden die ersten Komponenten im deutschen Gundernhausen f\u00fcr das Elektromodell eines deutschen Premiumherstellers in Serie produziert.<\/p>\n<p><strong>Wechsel in der Konzernleitung<\/strong><br \/>\nMit Dr. Alexandra Bendler und Greg Sibley hat der Verwaltungsrat der Autoneum Holding AG zwei neue Mitglieder der Konzernleitung ernannt. Alexandra Bendler ist seit 1. Februar 2019 Leiterin der Business Group Europe und folgt auf Matthias Holzammer, der Autoneum auf eigenen Wunsch verlassen hat. Alexandra Bendler hatte seit ihrem Eintritt in das Unternehmen 2008 verschiedene F\u00fchrungspositionen inne, unter anderem war sie Leiterin Konzernstrategie &amp; Marketing und f\u00fcr den Vertrieb und das Projektmanagement der Business Group Europe verantwortlich.<br \/>\nGreg Sibley hat die Leitung der Business Group North America nach einer \u00dcbergangsphase am 1. Juli 2019 von Fausto Bigi \u00fcbernommen, der diese Business Group seit Anfang 2019 interimistisch gef\u00fchrt hatte. Greg Sibley verf\u00fcgt \u00fcber langj\u00e4hrige F\u00fchrungserfahrung in der internationalen Automobilzulieferindustrie, exzellente Kenntnisse des US-amerikanischen Automobilmarktes und eine umfassende Expertise in den Bereichen Produktion, Entwicklung und Vertrieb bei f\u00fchrenden Automobilzulieferern.<\/p>\n<p><strong>Business Groups<\/strong><br \/>\nDer Umsatz der Business Group Europe reduzierte sich im ersten Halbjahr 2019 gegen\u00fcber der Vorjahresperiode in Lokalw\u00e4hrungen um \u20133.6%, womit diese Business Group den Markt trotz geringerer Lieferumf\u00e4nge f\u00fcr Modelle schwedischer, deutscher und japanischer Fahrzeughersteller \u00fcbertroffen hat. In Schweizer Franken sank der Umsatz um 33.7 Mio. CHF auf 467.6 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 501.2 Mio. CHF). Die schw\u00e4chere Kapazit\u00e4tsauslastung insbesondere in westeurop\u00e4ischen Werken und eine entsprechend niedrigere Fixkostendeckung sowie weiter steigende Lohnkosten in Osteuropa resultierten in einem auf 24.8 Mio. CHF gesunkenen EBIT (Vorjahresperiode: 43.7 Mio. CHF). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5.3%.<br \/>\nDie Business Group North America erzielte trotz weiter schrumpfender Automobilproduktion im Hauptmarkt USA und in Kanada eine Umsatzsteigerung von 4.1% in Lokalw\u00e4hrungen. Ausschlaggebend f\u00fcr diesen erfreulichen Zuwachs sind zahlreiche Kundenprogramme f\u00fcr europ\u00e4ische Fahrzeugmodelle, die sich gegenw\u00e4rtig in der Hochlaufphase befinden. In Schweizer Franken stieg der Umsatz wechselkursbedingt um 6.4% auf 502.5 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 472.2 Mio. CHF).<br \/>\nDas EBIT sank aufgrund der bestehenden operativen Probleme in zwei US-Werken auf \u201333.1 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 18.4 Mio. CHF). Die durch die\u00a0 operativen Ineffizienzen im vierten Quartal 2018 von Monat zu Monat zunehmenden Verluste konnten im ersten Halbjahr 2019 trotz anziehender Volumen in den betroffenen Kundenprogrammen reduziert werden. Die zu Jahresbeginn initiierten umfangreichen Restrukturierungsmassnahmen wurden konsequent vorangetrieben und zeigen die erwartete Wirkung. Ein im Aktionsplan gesetztes wesentliches Ziel, die Lieferf\u00e4higkeit in beiden US-Werken wiederherzustellen, ist erreicht worden. Nichtsdestotrotz bleibt die Situation vor Ort insbesondere angesichts programmbedingt steigender Produktionsvolumen und zus\u00e4tzlicher Neuanl\u00e4ufe weiterhin \u00e4usserst herausfordernd.<br \/>\nMit einem Umsatzplus von 0.9% in Lokalw\u00e4hrungen hat sich die Business Group Asia im ersten Halbjahr 2019 in einem, vor allem in China, stark\u00a0 schrumpfenden und hochkompetitiven Markt behaupten k\u00f6nnen. Dank h\u00f6herer Lieferabrufe deutscher und japanischer Automobilhersteller konnten die Volumenr\u00fcckg\u00e4nge bei US-amerikanischen Kunden kompensiert werden. In Schweizer Franken ging der Umsatz kursbedingt um \u20131.7% auf 125.1 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 127.3 Mio. CHF) zur\u00fcck. Der auf das urspr\u00fcnglich prognostizierte Wachstum des chinesischen Marktes ausgerichtete Kapazit\u00e4tsausbau wirkt sich angesichts des derzeitigen Markteinbruchs merklich auf die Ergebnislage der Business Group aus. Trotz unverz\u00fcglich eingeleiteter Sparmassnahmen, insbesondere im Bereich Strukturkosten, sank das EBIT auf 6.0 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 11.3 Mio. CHF). Die EBIT-Marge lag damit bei 4.8%.<br \/>\nObwohl die Zahl der produzierten Fahrzeuge in der Region SAMEA im ersten Halbjahr 2019 um mehr als 15% abnahm, konnte die Business Group SAMEA ihren Wachstumskurs weiter fortsetzen und den Umsatz in Lokalw\u00e4hrungen inflationsgest\u00fctzt um 45.3% steigern. Insbesondere volumenstarke Auftr\u00e4ge japanischer und US-amerikanischer Fahrzeughersteller in Brasilien und Argentinien sowie h\u00f6here Exportvolumen eines franz\u00f6sischen Fahrzeugherstellers in der T\u00fcrkei waren massgeblich f\u00fcr dieses signifikante Wachstum verantwortlich. Aufgrund der massiven Abwertung verschiedener W\u00e4hrungen in der Region stieg der in Schweizer Franken konsolidierte Umsatz lediglich um 13.5% auf 63.6 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 56.0 Mio. CHF). Das EBIT verbesserte sich dank st\u00e4rkerer Kapazit\u00e4tsauslastung um 1.1 Mio. CHF auf 4.2 Mio. CHF (Vorjahresperiode: 3.1 Mio. CHF). Die EBIT-Marge stieg um 1.1 Prozentpunkte auf ein neues\u00a0 Bestmarkenniveau dieser Business Group von 6.6%.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das Gesamtjahr 2019 wird eine r\u00fcckl\u00e4ufige globale Automobilproduktion prognostiziert. Autoneum geht davon aus, in diesem anspruchsvollen Umfeld den Umsatz auch im zweiten Halbjahr organisch leicht steigern zu k\u00f6nnen. Angesichts der Stabilisierung der Business Group North America wird zudem ein verbessertes operatives Konzernergebnis im zweiten Semester erwartet. Basierend auf den in Umsetzung befindlichen Turnaround-Massnahmen sollte Autoneum 2020 substanzielle Ergebnissteigerungen und 2021 wieder ein gesundes Profitabilit\u00e4tsniveau erreichen.<\/p>\n<p>Quelle: Autoneum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt hat Autoneum den Umsatz in Lokalw\u00e4hrungen im ersten Halbjahr 2019 dank zahlreicher Neuanl\u00e4ufe um&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7344,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14836","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14836"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14837,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14836\/revisions\/14837"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14836"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14836"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14836"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}