{"id":14838,"date":"2019-07-25T13:21:08","date_gmt":"2019-07-25T11:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14838"},"modified":"2019-07-25T13:21:42","modified_gmt":"2019-07-25T11:21:42","slug":"basf-gruppe-im-2-quartal-mit-leichtem-umsatzrueckgang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14838","title":{"rendered":"BASF-Gruppe im 2. Quartal mit leichtem Umsatzr\u00fcckgang"},"content":{"rendered":"<div class=\"title aem-GridColumn aem-GridColumn--default--12\">\n<div class=\"cmp-title\">\n<ul>\n<li><b>Umsatz 15,2 Milliarden \u20ac (minus 4 %)<\/b><\/li>\n<li><b>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen 2 Milliarden \u20ac (minus 27 %)<\/b><\/li>\n<li><b>EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen 1 Milliarde \u20ac (minus 47 %)<\/b><\/li>\n<li><b>Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter infolge der Entkonsolidierung von Wintershall 6,5 Milliarden \u20ac (plus 5 Milliarden \u20ac gegen\u00fcber 2. Quartal 2018)<\/b><\/li>\n<li><b>Bruderm\u00fcller: \u201eBASF setzt strategische Wachstums-Initiativen mit hohem Tempo, Konsequenz und Nachdruck um.\u201c<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"text component aem-GridColumn--default--none aem-GridColumn--default--9 aem-GridColumn aem-GridColumn--offset--default--0\">\n<div class=\"textbody\">\n<div class=\"cmp-text\">\n<p>Im 2. Quartal 2019 ist das makro\u00f6konomische Umfeld f\u00fcr BASF herausfordernd geworden. \u201eEs ist zurzeit gepr\u00e4gt von hoher Unsicherheit, geringer Sichtweite und schlechter Vorhersehbarkeit\u201c, so Dr. Martin Bruderm\u00fcller, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE im Rahmen einer Telefonkonferenz. \u201eUnsere Ergebnisse im 2. Quartal spiegeln dies deutlich wider.\u201c<\/p>\n<p>Der Umsatz ging gegen\u00fcber dem 2. Quartal des Vorjahres um 4 % auf 15,2\u00a0Milliarden \u20ac zur\u00fcck. Die Preise sanken um 2 %, vor allem aufgrund der Gesch\u00e4fte mit Isocyanaten und Crackerprodukten. Die Verkaufsmengen fielen um 6\u00a0%. Au\u00dfer Nutrition &amp; Care verzeichneten alle Segmente niedrigere Mengen. Am deutlichsten war der R\u00fcckgang in den Segmenten Chemicals und Agricultural Solutions. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr waren turnusm\u00e4\u00dfige Wartungsabstellungen der Steamcracker in Antwerpen\/Belgien und Port Arthur\/Texas und im Segment Agricultural Solutions die schlechten Wetterverh\u00e4ltnisse in Nordamerika. Die Portfolio-Effekte beliefen sich auf plus 2 % dank der von Bayer akquirierten Saatgut- und nichtselektiven Herbizidgesch\u00e4fte. W\u00e4hrungseffekte betrugen plus 2 %.<\/p>\n<p>Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen ging um 27 % zur\u00fcck auf 2 Milliarden \u20ac. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag mit 1 Milliarde \u20ac um 47 % unter Vorjahr.<\/p>\n<p>Die weltweiten Handelskonflikte, besonders zwischen den USA und China, wiegen aus Sicht des Unternehmens schwer. \u201eWir sind der g\u00e4ngigen Einsch\u00e4tzung gefolgt, dass es hier sp\u00e4testens zur Jahresmitte zu einer L\u00f6sung kommt. Eine Entspannung scheint heute aber in weite Ferne ger\u00fcckt\u201c, so Bruderm\u00fcller. Die wesentlichen Zahlen hat das Unternehmen bereits am 8.\u00a0Juli vorab ver\u00f6ffentlicht. Ihren Ausblick f\u00fcr 2019 vom Februar dieses Jahres hatte BASF an bestimmte makro\u00f6konomische und geopolitische Annahmen gekn\u00fcpft. \u201eViele davon traten leider nicht ein, deshalb haben wir unsere Prognose zur\u00fccknehmen m\u00fcssen\u201c, so Bruderm\u00fcller. Der angepasste Ausblick \u00e4ndere aber nichts an der progressiven Dividendenpolitik: \u201eWir wollen unsere Dividende pro Aktie jedes Jahr erh\u00f6hen.\u201c<\/p>\n<p><b>Neue Strategie wird schnell und entschlossen umgesetzt<\/b><\/p>\n<p>Mit der neuen Strategie hat BASF zahlreiche Ma\u00dfnahmen definiert f\u00fcr mehr Kundenorientierung und Effizienz sowie f\u00fcr eine leistungsf\u00e4higere Aufstellung des Unternehmens. \u201eTrotz der Herausforderungen werden wir unsere strategischen Wachstums-Initiativen mit hohem Tempo, Konsequenz und Nachdruck umsetzen\u201c, so Bruderm\u00fcller.<\/p>\n<p>BASF richtet derzeit ihre Organisation neu aus, verschlankt die Verwaltung, sch\u00e4rft die Rollen der Service-Einheiten sowie der Regionen und vereinfacht Abl\u00e4ufe und Prozesse. In den vergangenen Monaten wurden wesentliche Teile der funktionalen Dienstleistungen in die operativen Bereiche eingegliedert. Seit Ende Juli arbeiten bereits 15.000 Mitarbeiter n\u00e4her an den Kunden, weitere werden bis Oktober folgen. Au\u00dferdem wurde eine schlanke Unternehmenszentrale mit weniger als 1.000\u00a0Mitarbeitern definiert, die den Vorstand bei der Steuerung der<br \/>\nBASF-Gruppe unterst\u00fctzt. Der Anteil dieses Corporate Centers an der Gesamtbelegschaft entspricht weniger als 1 %. Die \u00fcbrigen Serviceaktivit\u00e4ten werden vier funktions\u00fcbergreifenden Serviceeinheiten zugeordnet. Sie umfassen zun\u00e4chst rund 29.000 Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen sind Bestandteile des BASF-Exzellenzprogramms. Schlankere Strukturen und vereinfachte Prozesse sollen zu Einsparungen von j\u00e4hrlich rund 300\u00a0Millionen \u20ac f\u00fchren. \u201eEinen wesentlichen Beitrag erwarten wir aus Produktion, Logistik und Planung durch den bestm\u00f6glichen Betrieb von Anlagen. Auch Digitalisierung und Automatisierung werden eine wichtige Rolle spielen. Insgesamt rechnen wir ab Ende 2021 mit einem <a id=\"_Hlk14678267\" name=\"_Hlk14678267\"><\/a>EBITDA-Beitrag von 2\u00a0Milliarden \u20ac j\u00e4hrlich\u201c, so Bruderm\u00fcller.<\/p>\n<p>Wie bereits angek\u00fcndigt, plant BASF einen Abbau von weltweit rund 6.000 Stellen bis Ende 2021. Dieser resultiert aus der organisatorischen Vereinfachung und aus Effizienzsteigerungen in Verwaltung, Services und den operativen Bereichen. Au\u00dferdem werden im Rahmen der angek\u00fcndigten Portfoliover\u00e4nderungen bei Bauchemie und Pigmenten zentrale Strukturen gestrafft.<\/p>\n<p>Zum aktuellen Stand des Abfindungsprogramms sagte Bruderm\u00fcller: \u201eBei BASF SE in Ludwigshafen haben im 1. Halbjahr \u00fcber 1.100\u00a0Mitarbeiter das Angebot angenommen und einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet.\u201c<\/p>\n<p><b>Wachstum der BASF-Kundenindustrien im 1. Halbjahr unter den Erwartungen<\/b><\/p>\n<p>R\u00fcckblickend lag das Wachstum der BASF-Kundenindustrien im 1.\u00a0Halbjahr deutlich unter den Erwartungen. Das Wachstum der Industrieproduktion verlangsamte sich weltweit deutlich. Zum Beispiel in der Automobilproduktion: Bei einer urspr\u00fcnglichen Gesamtprognose f\u00fcr 2019 von plus 0,8 % sank sie im 1.\u00a0Halbjahr weltweit um 6 %. In China betrug der R\u00fcckgang sogar minus 13 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Chemieproduktion im BASF-Heimatmarkt Europa um 0,5 % zur\u00fcckgegangen. Besonders ausgepr\u00e4gt war dies mit minus 3,5\u00a0% in Deutschland.<\/p>\n<p>Der Agrarsektor litt unter anhaltenden massiven Niederschl\u00e4gen in den gro\u00dfen Anbaugebieten Nordamerikas. Bruderm\u00fcller: \u201e\u00dcberschwemmungen und Extremwetter haben uns dort buchst\u00e4blich das Gesch\u00e4ft bei Agricultural Solutions verhagelt.\u201c<\/p>\n<p><b>Ergebnis im 2. Quartal gepr\u00e4gt von Chemicals und Materials<\/b><\/p>\n<p>Die Zahlen des 2. Quartals erl\u00e4uterte Dr. Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand der BASF SE. Wie im gesamten 1. Halbjahr wurde das Ergebnis im 2. Quartal 2019 deutlich von niedrigeren Mengen und Margen in den Segmenten Chemicals und Materials belastet. \u201eInsgesamt stehen die beiden Segmente f\u00fcr 83 % des gesamten Ergebnisr\u00fcckgangs im 2. Quartal 2019\u201c, so Engel.<\/p>\n<p>Das Ergebnis im Segment Agricultural Solutions sank ebenfalls deutlich, vor allem aufgrund des saisonbedingt negativen Ergebnisses aus den erworbenen Gesch\u00e4ften und niedrigerer Mengen im Pflanzenschutzgesch\u00e4ft. Deutlich h\u00f6here Ergebnisse bei Industrial Solutions und leicht h\u00f6here Ergebnisse in den Segmenten Surface Technologies und Nutrition &amp; Care konnten den R\u00fcckgang nur teilweise ausgleichen.<\/p>\n<p>Im EBIT beliefen sich die Sondereinfl\u00fcsse auf minus 497 Millionen\u00a0\u20ac gegen\u00fcber minus 66 Millionen \u20ac im 2. Quartal 2018. Der Anstieg in den Sondereinfl\u00fcssen ist unter anderem auf Einmalkosten f\u00fcr das Exzellenzprogramm zur\u00fcckzuf\u00fchren. Hinzu kommt die Abschreibung einer erdgasbasierten Investition an der US-Golfk\u00fcste, die BASF nicht weiterverfolgt. Zudem f\u00fchrte die Integration der Gesch\u00e4fte und Verm\u00f6genswerte von Bayer zu Sondereinfl\u00fcssen im Segment Agricultural Solutions. Das EBIT verringerte sich von 1,9 Milliarden \u20ac im Vorjahreszeitraum auf 548\u00a0Millionen \u20ac im 2. Quartal 2019.<\/p>\n<p>Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 6,5\u00a0Milliarden \u20ac gegen\u00fcber 1,5 Milliarden \u20ac im 2. Quartal 2018. Das Ergebnis je Aktie stieg von 1,61 \u20ac auf 7,03 \u20ac im 2. Quartal 2019. Grund hierf\u00fcr ist der Buchgewinn aus der Entkonsolidierung von Wintershall nach dem Zusammenschluss von Wintershall und DEA. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,82 \u20ac, gegen\u00fcber 1,77 \u20ac im Vorjahresquartal.<\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit lag bei 1,9 Milliarden \u20ac gegen\u00fcber 2,2\u00a0Milliarden \u20ac im 2. Quartal 2018. Der Free Cashflow sank um 31 % auf 965\u00a0Millionen\u00a0\u20ac.<\/p>\n<p><b>Neue makro\u00f6konomische Annahmen f\u00fcr Ausblick 2019<\/b><\/p>\n<p>\u201eDie weltweiten Risiken haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen\u201c, so Bruderm\u00fcller. \u201eSie sind getrieben von geopolitischen Entwicklungen und den anhaltenden Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Handelspartnern. Diese Konflikte werden zeitnah nicht gel\u00f6st werden und verursachen eine sp\u00fcrbare Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums weltweit, besonders in China.\u201c<\/p>\n<p>Die Erwartungen zum Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und der Chemieproduktion im Jahr 2019 hat BASF deutlich von 2,7 auf rund 1,5 % reduziert. \u201eDer Automobilsektor, unsere wichtige Kundenbranche, wird sich dieses Jahr nicht mehr erholen. Wir erwarten jetzt weltweit einen R\u00fcckgang von minus 4,5 % im Gesamtjahr\u201c, so Bruderm\u00fcller. \u201eKunden in allen Industrien sind derzeit sehr vorsichtig mit Vorhersagen und Bestellungen. Unsere eigene Sicht auf die Nachfrageentwicklung ist ebenfalls sehr eingeschr\u00e4nkt.\u201c<\/p>\n<p><b>Ausblick 2019 f\u00fcr die BASF-Gruppe angepasst<\/b><\/p>\n<p>Mit Blick auf das herausfordernde makro\u00f6konomische Umfeld hatte BASF am 8. Juli den Ausblick der BASF-Gruppe f\u00fcr 2019 angepasst: BASF erwartet nun einen leichten R\u00fcckgang beim Umsatz. F\u00fcr das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen erwartet das Unternehmen hingegen einen deutlichen R\u00fcckgang von bis zu 30 %. Beim Return On Capital Employed (ROCE) wird f\u00fcr das Gesamtjahr 2019 ein deutlicher R\u00fcckgang im Vergleich zum Vorjahr erwartet.<\/p>\n<p>Quelle: BASF<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im 2. 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