{"id":14918,"date":"2019-07-30T09:05:00","date_gmt":"2019-07-30T07:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=14918"},"modified":"2019-07-29T14:12:11","modified_gmt":"2019-07-29T12:12:11","slug":"testzone-fuer-die-agile-produktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=14918","title":{"rendered":"Testzone f\u00fcr die agile Produktion\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><strong>Grundsteinlegung zur Karlsruher Forschungsfabrik befeuert Vision von der selbstlernenden Fertigung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gest\u00fctzt auf Digitalisierung, K\u00fcnstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, \u00fcberf\u00fchren Wissenschaft und Industrie neue, herausfordernde Fertigungsverfahren gemeinsam und in k\u00fcrzester Zeit vom Rei\u00dfbrett in die betriebliche Praxis: Das ist die Vision der Karlsruher Forschungsfabrik. Im Beisein von mehr als 100 G\u00e4sten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) und die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) heute die Grundsteinlegung zu dem Gemeinschaftsprojekt gefeiert. Ab Ende 2020 wollen Forscher und Unternehmensvertreter die Arbeit in der Forschungsfabrik aufnehmen.<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Spatenstich im Dezember 2018 hat ein f\u00fcr die Innovationskraft des Standorts Deutschland bedeutendes Vorhaben den zweiten Meilenstein genommen: Nach der heutigen Grundsteinlegung auf dem Campus Ost des KIT ist die Karlsruher Forschungsfabrik \u2013 ein Entwicklungs- und Demonstrationszentrum f\u00fcr die Fabrik der Zukunft \u2013 auf dem Weg zur baulichen Fertigstellung. Ab Ende 2020 sollen neue Produktionstechnologien hier deutlich schneller als bisher geplant, getestet und in die Industrie transferiert werden.<\/p>\n<p>\u00bbDie Karlsruher Forschungsfabrik schafft die einzigartige M\u00f6glichkeit, das Zukunftsthema Intelligente Produktion an realen Prozessen praxisnah zu erforschen\u00ab, sagte der Pr\u00e4sident das KIT, Professor Holger Hanselka. \u00bbGemeinsam bringen die Partner KIT und Fraunhofer ihre umfassende Expertise auf den Gebieten K\u00fcnstliche Intelligenz, Maschinenbau, Prozesstechnik, Sensorikentwicklung und Sensorikintegration ein, um Mehrwerte f\u00fcr starke, innovative Unternehmen zu schaffen.\u00ab<\/p>\n<p>Professor Alexander Kurz, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft f\u00fcr Personal, Recht und Verwertung, lobte den breiten, kooperativen Ansatz: \u00bbMit dem gemeinsamen Vorhaben b\u00fcndeln das KIT und die Fraunhofer-Gesellschaft ihre Forschung in Karlsruhe im Bereich zuk\u00fcnftiger, innovativer Produktionstechnologien und -methoden. Das Konzept der Einbeziehung sowohl der Wirtschaft als auch der Weiterentwicklung der Forschung bis hin zur akademischen Ausbildung wird mit dem gemeinsamen Ansatz bestens umgesetzt.\u00ab<\/p>\n<p><strong>\u00bbIn mehrfacher Hinsicht neue Wege beschritten\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>Staatssekret\u00e4rin Katrin Sch\u00fctz vom Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-W\u00fcrttemberg betonte den Nutzen f\u00fcr die regionale Wirtschaft: \u00bbDie Karlsruher Forschungsfabrik wird ein Leuchtturm f\u00fcr den Innovationsstandort Baden-W\u00fcrttemberg. Um unseren Status als Innovationsregion Nummer 1 in Europa weiter zu festigen, m\u00fcssen wir neue Technologien so schnell wie m\u00f6glich in die betriebliche Anwendung bringen. Die Forschungsfabrik wird dies ma\u00dfgeblich beschleunigen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbMit der Forschungsfabrik werden in mehrfacher Hinsicht neue Wege beschritten\u00ab, erg\u00e4nzte Ulrich Steinbach, Amtschef im Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg. \u00bbSie ist ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr die gemeinsame Forschung des KIT und der Karlsruher Fraunhofer-Institute. Erforscht wird dort zum Beispiel, wie man bereits sehr fr\u00fch \u2013 das hei\u00dft, wenn die f\u00fcr ein neues Produkt erforderlichen Fertigungsprozesse wom\u00f6glich noch nicht vollst\u00e4ndig verstanden werden \u2013 qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen kann. Damit legen wir einen weiteren Grundstein f\u00fcr neue Technologien aus Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><strong>Auf dem Weg zur agilen Produktion<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem anspruchsvollen Ziel vor Augen haben zwei starke Forschungsinstitutionen die Karlsruher Forschungsfabrik gemeinsam initiiert und werden sie auch gemeinsam betreiben: zum einen das KIT mit seinem wbk Institut f\u00fcr Produktionstechnik unter Leitung von Professor J\u00fcrgen Fleischer, zum anderen die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihrem Institut f\u00fcr Chemische Technologie ICT \u2013 vertreten insbesondere durch dessen stellvertretenden Leiter und Inhaber der Professur f\u00fcr Leichtbautechnologie am Institut f\u00fcr Fahrzeugsystemtechnik des KIT Professor Frank Henning \u2013 und ihrem Institut f\u00fcr Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB unter Leitung von Professor J\u00fcrgen Beyerer, der zudem die Professur f\u00fcr Interaktive Echtzeitsysteme am Institut f\u00fcr Anthropomatik und Robotik des KIT innehat.<\/p>\n<p>Die drei genannten Wissenschaftler sowie Dr. Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB als Koordinator des Projekts auf Seiten der Fraunhofer-Gesellschaft erl\u00e4uterten bei der Grundsteinlegung, wie die Forschungsfabrik mittels \u00bbKI-integrierter Produktion\u00ab die gesteckten Ziele erreichen soll: \u00bbModernste Digitalisierungsmethoden, K\u00fcnstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen erm\u00f6glichen es uns, neue Produktionstechnologien deutlich schneller zu planen, zu testen und vor allem fr\u00fchzeitig in die Industrie zu \u00fcberf\u00fchren.\u00ab In gemeinsamen Verbundprojekten mit Industrieunternehmen wie \u00bbSMiLE \u2013 Systemintegrativer Multi-Material-Leichtbau f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t\u00ab oder \u00bbMoPaHyb \u2013 Modulare Produktionsanlage f\u00fcr hochbelastbare Hybridbauteile\u00ab haben KIT und Fraunhofer bereits eine F\u00fclle einschl\u00e4giger Erfahrungen gesammelt.<\/p>\n<p>Angestrebt wird eine agile Produktion, das hei\u00dft: Hochwertige Produkte laufen bereits vom Band, w\u00e4hrend das dazugeh\u00f6rige Fertigungsverfahren noch optimiert wird. Ziel agilen Produzierens ist es, die \u00bbTime-to-Market\u00ab signifikant \u2013 teilweise um mehrere Jahre \u2013 zu verk\u00fcrzen. Das erm\u00f6glicht es innovationsstarken Unternehmen, neue Produkte deutlich fr\u00fcher als bisher auf den Zielm\u00e4rkten zu platzieren.<\/p>\n<p><strong>Kooperation mit Industriepartnern<\/strong><\/p>\n<p>Wie das geht, wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Forschungsfabrik herausfinden und gemeinsam mit Industriepartnern in die Anwendung \u00fcberf\u00fchren. Ihrem Claim \u00bbEtablierte Prozesse optimieren \u2013 unreife Prozesse ert\u00fcchtigen\u00ab entsprechend, nehmen sie hierbei die Reifmachung eines Produktionsprozesses im Laborma\u00dfstab ebenso in den Blick wie den Produktionsanlauf auf der Maschine im industriellen Ma\u00dfstab sowie, zuletzt, die kontinuierliche \u00dcberwachung und Verbesserung einer laufenden Produktion. Alle drei Phasen werden in der Forschungsfabrik durch Methoden Maschinellen Lernens und K\u00fcnstlicher Intelligenz unterst\u00fctzt. Angetrieben werden die KIT- und Fraunhofer-Forschenden von der Vision, nicht nur einzelne Fertigungsschritte agil zu machen, sondern ganze Prozessketten zu einem intern kommunizierenden, selbstlernenden System auszubauen.<\/p>\n<p>Die in der Karlsruher Forschungsfabrik zu entwickelnde Methodik der schnellen Industrialisierung neuer Produktionstechnologien verspricht den zahlreichen innovativen Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg entscheidende Vorteile im globalen Wettbewerb. Um Ergebnisse zielgerichtet und schnell zu transferieren, sollen interessierte Unternehmen deshalb von Anfang an eingebunden werden \u2013 durch enge Kooperationen, Verbundprojekte und Workshops. \u00bbInsbesondere\u00ab, so die Initiatoren und k\u00fcnftigen Betreiber J\u00fcrgen Fleischer, Frank Henning, J\u00fcrgen Beyerer und Olaf Sauer, \u00bbwerden wir uns in den kommenden Jahren dem Leichtbau und neuen Fertigungsverfahren f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Zukunft widmen. Die Branche erlebt einen starken Wandel. Eine schnelle Markteinf\u00fchrung neuer Anlagen, Methoden und Prozesse wird f\u00fcr den Erhalt der Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Landes entscheidend sein.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Eckdaten zur Karlsruher Forschungsfabrik<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Bau der am Campus Ost des KIT angesiedelten Forschungsfabrik ist ein Gesamtbudget von rund 15 Millionen Euro vorgesehen. Hierzu tragen die Kooperationspartner KIT und Fraunhofer jeweils die H\u00e4lfte bei. Gleiches gilt f\u00fcr Investitionen in die Erstausstattung der Fertigungshallen, Labore und B\u00fcros in H\u00f6he von voraussichtlich 2,25 Millionen Euro. Nach der f\u00fcr Ende 2020 geplanten Er\u00f6ffnung wird die Forschungsfabrik auf zwei Stockwerken und einer Fl\u00e4che von 4 500 Quadratmetern rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beherbergen. F\u00fcr Industriepartner stehen 50 Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung, au\u00dferdem B\u00fcrofl\u00e4chen in unmittelbarer N\u00e4he.<\/p>\n<p>Anwendungsfelder der Forschungsfabrik sind Elektromobilit\u00e4t und Leichtbau, aber auch andere innovative Felder, f\u00fcr die es mit Industrie 4.0- und KI-Methoden eine intelligente und wirtschaftliche Produktionstechnik zu etablieren gilt.<\/p>\n<p>Das Projekt wird gef\u00f6rdert vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung, vom Ministerium f\u00fcr Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-W\u00fcrttemberg, vom Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-W\u00fcrttemberg sowie vom Europ\u00e4ischen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung.<\/p>\n<p>Als \u00bbDie Forschungsuniversit\u00e4t in der Helmholtz-Gemeinschaft\u00ab schafft und vermittelt das KIT Wissen f\u00fcr Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen ma\u00dfgebliche Beitr\u00e4ge in den Feldern Energie, Mobilit\u00e4t und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplin\u00e4ren Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universit\u00e4res Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationst\u00e4tigkeit am KIT schl\u00e4gt die Br\u00fccke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen.<\/p>\n<p>Fraunhofer ist mit mehr als 26 600 Mitarbeitenden und einem j\u00e4hrlichen Forschungsvolumen von 2,6 Milliarden Euro die gr\u00f6\u00dfte Forschungsorganisation f\u00fcr anwendungsorientierte Forschung in Europa. Die Forschungsfelder richten sich nach den Bed\u00fcrfnissen der Menschen: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation, Mobilit\u00e4t, Energie und Umwelt. Deswegen hat die Arbeit der Fraunhofer-Forscher und -Entwickler gro\u00dfen Einfluss auf das zuk\u00fcnftige Leben der Menschen. Mit Kreativit\u00e4t, Technik die gestaltet wird, neuen Produkten und verbesserten Verfahren erfindet Fraunhofer die Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gest\u00fctzt auf Digitalisierung, K\u00fcnstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, \u00fcberf\u00fchren Wissenschaft und Industrie neue, herausfordernde&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":14919,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14918","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14918"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14918\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14920,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14918\/revisions\/14920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14918"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=14918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}