{"id":15092,"date":"2019-08-07T10:01:39","date_gmt":"2019-08-07T08:01:39","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=15092"},"modified":"2019-08-06T11:17:34","modified_gmt":"2019-08-06T09:17:34","slug":"sgl-carbon-steigert-umsatz-zum-halbjahr-2019-und-bestaetigt-die-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=15092","title":{"rendered":"SGL Carbon steigert Umsatz zum Halbjahr 2019 und best\u00e4tigt die Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Konzernumsatz steigt um rund 6 Prozent auf 562 Millionen Euro dank organischen Wachstums in den Marktsegmenten Digitalisierung, Energie und Chemie<\/strong><\/li>\n<li><strong>Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen bei knapp 38 Millionen Euro; bereinigt um positiven Einmaleffekt im Vorjahr damit rund 2 Millionen Euro unter der Vorjahresperiode<\/strong><\/li>\n<li><strong>EBIT im Gesch\u00e4ftsbereich Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM) im zweiten Quartal gegen\u00fcber Vorquartal leicht verbessert; Gesch\u00e4ftsbereich Graphite Materials &amp; Systems (GMS) liegt leicht unter Rekordergebnis des ersten Quartals<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ausblick f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 best\u00e4tigt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dr. J\u00fcrgen K\u00f6hler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon: \u201eTrotz der sich weltweit abk\u00fchlenden Konjunktur hatten wir speziell in den M\u00e4rkten Digitalisierung, Energie und Chemie eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren L\u00f6sungen\u201c<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe \u00fcber 250 Millionen Euro im April<\/strong><\/li>\n<li><strong>BMW-Darlehen zur Finanzierung des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens SGL ACF Ende Juni zur\u00fcckgezahlt; Wandelanleihe 2015\/2020 im Juli vorzeitig zur\u00fcckgekauft<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>In einer sich abschw\u00e4chenden globalen Weltwirtschaft hat sich die SGL Carbon im ersten Halbjahr 2019 gut behauptet. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 6 Prozent auf 562 Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt in H\u00f6he von rund 4 Millionen Euro aus dem Vorjahr lag das Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen mit 38 Millionen Euro rund 2 Millionen Euro unter der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Gesch\u00e4ftsbereich Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM) verzeichnete dabei einen deutlichen Ergebnisr\u00fcckgang, w\u00e4hrend der Gesch\u00e4ftsbereich Graphite Materials &amp; Systems (GMS) sein operatives Ergebnis deutlich verbessert hat. Die SGL Carbon best\u00e4tigt ihre Prognose f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 und erwartet einen mittleren einstelligen prozentualen Umsatzanstieg und ein EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis soll wie avisiert ausgeglichen ausfallen. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass das Vorjahr durch einen nicht zahlungswirksamen positiven Sondereffekt in H\u00f6he von rund 28 Millionen Euro aus der Erstkonsolidierung von SGL ACF beg\u00fcnstigt wurde. Dar\u00fcber hinaus plant das Unternehmen f\u00fcr das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis aufgrund der durchgef\u00fchrten Refinanzierungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p><strong>\u201eTrotz der sich weltweit abk\u00fchlenden Konjunktur hatten wir speziell in den M\u00e4rkten Digitalisierung, Energie und Chemie eine weiterhin hohe Nachfrage nach unseren L\u00f6sungen\u201c, sagt Dr. J\u00fcrgen K\u00f6hler, Vorstandsvorsitzender der SGL Carbon. \u201eDer Gesch\u00e4ftsbereich GMS wird sich wie erwartet auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen. Im Gesch\u00e4ftsbereich CFM haben wir nach dem eher schwachen ersten Halbjahr umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Ergebnisverbesserung eingeleitet. In Summe best\u00e4tigen wir unsere Prognose f\u00fcr das laufende Jahr.\u201c\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2019 hat die SGL Carbon ihren Umsatz um 6,1 Prozent auf 561,5 (Vorjahr: 529,3) Millionen Euro erh\u00f6ht. Der Anstieg ging vor allem auf h\u00f6here Auslieferungen sowie Preissteigerungen im Gesch\u00e4ftsbereich GMS zur\u00fcck. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen sank zwar um 14,5 Prozent auf 37,8 (Vorjahr: 44,2) Millionen Euro, allerdings war in der Vorjahresperiode ein Ertrag von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundst\u00fccksverkauf enthalten. Bereinigt um diesen Effekt hat sich das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen um 6 Prozent verringert. Dies ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass der deutliche Ergebnisr\u00fcckgang im Gesch\u00e4ftsbereich CFM nicht vollst\u00e4ndig durch die operativen Ergebnisverbesserungen im Gesch\u00e4ftsbereich GMS und im Berichtssegment Corporate kompensiert werden konnten. Die Kapitalrendite (ROCE) auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag im ersten Halbjahr bei 4,6 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Das EBIT nach Sondereinfl\u00fcssen reduzierte sich auf 33,5 (Vorjahr: 71,0) Millionen Euro. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr diese Entwicklung waren die hohen positiven Sondereinfl\u00fcsse im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2018 war aus dem \u00dcbergang auf die Vollkonsolidierung des ehemaligen Joint Ventures mit der BMW Group (SGL ACF) eine Anpassung an den Fair Value der anteilig konsolidierten Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt erforderlich. Dies f\u00fchrte in der Vorjahresperiode zu einem positiven Ergebnisbeitrag von 28,4 Millionen Euro. Wegen des Wegfalls der positiven Sondereinfl\u00fcsse aus dem Vorjahr sowie eines verschlechterten Finanzergebnisses in der Berichtsperiode ging das Ergebnis aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten vor Steuern deutlich von 57,3 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro zur\u00fcck. Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei 10,1 (Vorjahr: 47,3) Millionen Euro.<\/p>\n<p><strong>Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM): Tempor\u00e4r ung\u00fcnstiger Produktmix, Auslieferungsverschiebungen sowie das schwache erste Quartal im Marktsegment Textile Fasern pr\u00e4gen EBIT im ersten Halbjahr<\/strong><\/p>\n<p>Die Ums\u00e4tze des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM verblieben mit 219,4 Millionen Euro wie erwartet in etwa auf dem Vorjahresniveau (w\u00e4hrungsbereinigt: minus 3 Prozent). W\u00e4hrend das Marktsegment Windenergie wie im ersten Quartal ein starkes Wachstum gegen\u00fcber dem sehr schwachen Vorjahr verzeichnete, ging der Umsatz im Segment Industrielle Anwendungen aufgrund der sich abschw\u00e4chenden Weltwirtschaft im ersten Halbjahr zur\u00fcck. Wegen der unterschiedlichen zeitlichen Verteilung der Projektabrechnungen lag das Marktsegment Luftfahrt ebenfalls noch unter Vorjahr. In den Bereichen Automobil und Textile Fasern verblieben die Ums\u00e4tze nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen verbesserte sich im zweiten Quartal leicht gegen\u00fcber dem schwachen ersten Quartal und reflektierte vor allem die Ergebnisverbesserung im Marktsegment Textile Fasern. Es blieb jedoch mit 2,8 (Vorjahr: 17,3) Millionen Euro im ersten Halbjahr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Damit sank die EBIT-Marge von 7,7 Prozent im Vorjahr auf 1,3 Prozent. Hauptgrund war der Ergebnisr\u00fcckgang in den Marktsegmenten Automobil und Luftfahrt aufgrund eines tempor\u00e4r ung\u00fcnstigen Produktmixes beziehungsweise eines ver\u00e4nderten Abrechnungszyklus. Das Segment Windenergie verzeichnete ebenfalls einen Ergebnisr\u00fcckgang, zur\u00fcckzuf\u00fchren auf eine extern verursachte Auslieferungsverschiebung in das zweite Halbjahr sowie einen vor\u00fcbergehend ung\u00fcnstigeren Produktmix. Der Ergebnisr\u00fcckgang im Marktsegment Textile Fasern ist auf die ung\u00fcnstige Margenentwicklung im ersten Quartal zur\u00fcckzuf\u00fchren, die sich bereits im zweiten Quartal verbessert hat. Diese Entwicklungen konnten nicht durch die Ergebnissteigerung im Segment Industrielle Anwendungen kompensiert werden. Die Kapitalrendite (ROCE) des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 0,9 (Vorjahr: 5,3) Prozent.<\/p>\n<p><strong>Graphite Materials &amp; Systems (GMS): Umsatz deutlich erh\u00f6ht in den meisten Marktsegmenten; Ergebnis \u00fcberproportional gestiegen<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz des Gesch\u00e4ftsbereichs GMS lag im ersten Halbjahr 2019 mit 321,0 (Vorjahr: 288,0) Millionen Euro rund 12 Prozent (w\u00e4hrungsbereinigt: plus 9 Prozent) \u00fcber dem Vorjahresniveau. Haupttreiber waren die Segmente Halbleiter und LED, die ihre Ums\u00e4tze prozentual deutlich zweistellig steigerten. Auch das Segment Automobil &amp; Transport wuchs \u00fcberdurchschnittlich um mehr als 30 Prozent. Der Umsatz in den Segmenten Industrielle Anwendungen und Chemie legte mit plus 10 Prozent ebenfalls deutlich zu. Im Segment Batterie &amp; sonstige Energie verblieb er wie erwartet leicht unter Vorjahresniveau, w\u00e4hrend der Umsatz im Solarbereich erneut unter das Vorjahresniveau begrenzt wurde, um Halbeiter- und LED-Kunden bevorzugt zu bedienen. Insgesamt stieg das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen \u00fcberproportional um 21 Prozent auf 48,5 (Vorjahr: 40,0) Millionen Euro. Entsprechend stieg die EBIT-Marge von 13,9 auf 15,1 Prozent durch verbesserte Ergebnisse in den meisten Marktsegmenten. Im Marktsegment Solar lag das Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz gestiegener Ums\u00e4tze sank das Ergebnis im Marktsegment Automobil &amp; Transport aufgrund der bei neuen Projekten \u00fcblichen Anlaufkosten, die sich im Jahresverlauf verringern werden. Die Kapitalrendite (ROCE) des Gesch\u00e4ftsbereichs GMS auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 16,8 (Vorjahr: 14,8) Prozent.<\/p>\n<p><strong>Corporate: Umsatz gestiegen; Ergebnis auf Vorjahresniveau<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz im Berichtssegment Corporate ist im ersten Quartal um 20 Prozent (kein W\u00e4hrungseffekt) auf 21,1 (Vorjahr: 17,6) Millionen Euro gestiegen. Grund waren h\u00f6here Ums\u00e4tze im Marktsegment Energie. Hierbei handelt es sich um Ums\u00e4tze der zentralen Entwicklungsabteilung (Central Innovation), die sich auf 5,3 Millionen Euro fast verdoppelt haben. Haupttreiber f\u00fcr diese Entwicklung war das Gesch\u00e4ft mit Brennstoffzellenkomponenten. Mit minus 13,5 Millionen Euro lag das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments Corporate auf dem Vorjahresniveau, das allerdings einen positiven Effekt in H\u00f6he von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundst\u00fccksverkauf in Kanada beinhaltete. Um diesen Effekt bereinigt verbesserte sich das Ergebnis deutlich wegen geringerer Kosten im Zusammenhang mit dem im Vorjahr eingef\u00fchrten Operations Management System (OMS), hoher Einmalertr\u00e4ge aus Serviceleistungen an den K\u00e4ufer des Graphitelektrodengesch\u00e4fts sowie geringerer Netto-Aufwendungen der zentralen Forschungsaktivit\u00e4ten. Diese lagen um 0,7 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau aufgrund h\u00f6herer Ergebnisbeitr\u00e4ge aus dem Gesch\u00e4ft mit Brennstoffzellenkomponenten.<\/p>\n<p><strong>Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten erneut deutlich verbessert<\/strong><\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit der fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten verbesserte sich im ersten Halbjahr 2019 deutlich um 23,2 Millionen Euro auf 15,4 (Vorjahr: minus 7,8) Millionen Euro. Ursache war vor allem der reduzierte Aufbau des Nettoumlaufverm\u00f6gens. Der Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit verringerte sich von minus 31,2 Millionen Euro auf minus 24,6 Millionen Euro, wobei der Vorjahreswert unter anderem einen Mittelabfluss von 23,1 Millionen Euro aus dem Erwerb der SGL Composites-Gesellschaft in Wackersdorf enthielt. Die Investitionen in immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen erh\u00f6hten sich deutlich um 53 Prozent auf 33,6 (Vorjahr: 21,9) Millionen Euro. Der Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten verbesserte sich deutlich auf minus 9,2 (Vorjahr: minus 39,0) Millionen Euro.<\/p>\n<p>Per 30. Juni 2019 lag die Bilanzsumme der SGL Carbon bei 1.784,7 Millionen Euro und verl\u00e4ngerte sich damit um 12,6 Prozent gegen\u00fcber dem Jahresendwert (31. Dezember 2018: 1.585,1 Millionen Euro). Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr war der Mittelzufluss aus der im April 2019 begebenen Unternehmensanleihe. Das Eigenkapital sank um 4,8 Prozent auf 506,2 Millionen Euro, unter anderem wegen der erfolgsneutralen Anpassung der Zinsen f\u00fcr Pensionsr\u00fcckstellungen an das niedrige Zinsumfeld in Deutschland und den USA. Zur Jahresmitte ging die Eigenkapitalquote auf 28,4 Prozent zur\u00fcck (31. Dezember 2018: 33,5 Prozent). Neben der Anpassung der Pensionszinsen machte sich insbesondere die tempor\u00e4r gestiegene Bilanzsumme bemerkbar. Bereinigt um die im Juli 2019 durchgef\u00fchrte vollst\u00e4ndige R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe 2015\/2020 und die damit einhergehende Verringerung der Bilanzsumme ergibt sich zur Jahresmitte eine pro forma Eigenkapitalquote von 31,5 Prozent.<\/p>\n<p>Im April 2019 hat die SGL Carbon eine Unternehmensanleihe in H\u00f6he von 250 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis September 2024 erfolgreich platziert. Den Emissionserl\u00f6s hat das Unternehmen zur Vorfinanzierung der Wandelanleihe 2015\/2020, zur vollst\u00e4ndigen R\u00fcckzahlung eines Darlehens von BMW im Zusammenhang mit der \u00dcbernahme des ehemaligen BMW-Gemeinschaftsunternehmens SGL ACF und f\u00fcr die Begleichung der Transaktionskosten der Unternehmensanleihe verwendet. Das Darlehen an die BMW Group wurde Ende Juni zur\u00fcckgezahlt, die Wandelanleihe im Juli 2019 vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgekauft.<\/p>\n<p><strong>SGL Carbon best\u00e4tigt Prognose f\u00fcr 2019<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsjahr 2018 war gepr\u00e4gt von positiven Effekten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 sowie von positiven Sondereinfl\u00fcssen aus der Vollkonsolidierung der ehemaligen SGL ACF. Diese beeinflussen aufgrund der hohen Ausgangsbasis die Prognose f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr. Dar\u00fcber hinaus nimmt die SGL Carbon die Berichte \u00fcber eine sich weltweit abk\u00fchlende gesamtwirtschaftliche Entwicklung zur Kenntnis. Dennoch geht das Unternehmen unver\u00e4ndert von einem mittleren einstelligen prozentualen Anstieg im Konzernumsatz 2019 aus, der vor allem mengengetrieben ist. Das Konzern-EBIT (vor Sondereinfl\u00fcssen und Kaufpreisallokation) sollte sich nach dem sehr deutlichen Zuwachs im Vorjahr auf diesem Niveau stabilisieren.<\/p>\n<p>Nach einem Konzern-Jahres\u00fcberschuss von rund 41 Millionen Euro im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 d\u00fcrfte das Konzernergebnis im Jahr 2019 ausgeglichen sein. Hierbei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass das Vorjahr durch einen nicht zahlungswirksamen positiven Sonderertrag in H\u00f6he von rund 28 Millionen Euro aus der Vollkonsolidierung von SGL ACF beg\u00fcnstigt wurde. Dar\u00fcber hinaus plant die SGL Carbon f\u00fcr das Jahr 2019 eine Mehrbelastung im Finanzergebnis im Wesentlichen wegen Einmaleffekten in Verbindung mit dem vorzeitigen R\u00fcckkauf der Wandelanleihe 2015\/2020 und aus der Begebung der Unternehmensanleihe im April 2019 zur Refinanzierung der Ende 2020 anfallenden F\u00e4lligkeiten. Mit dieser Anleihe sowie dem im Januar abgeschlossenen syndizierten Kredit \u00fcber 175 Millionen Euro sind die Refinanzierungsma\u00dfnahmen abgeschlossen und das Unternehmen im Hinblick auf bestehende Finanzverbindlichkeiten bis zum Jahr 2023 durchfinanziert.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 erwartet die SGL Carbon unver\u00e4ndert ein Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro nach 78 Millionen Euro im abgelaufenen Jahr. Die Nettofinanzschulden zum Jahresende 2019 sollten vor allem aufgrund h\u00f6herer Investitionen sowie steigender Zinsaufwendungen um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag h\u00f6her liegen als zum Jahresende 2018. Die SGL Carbon bleibt aber dennoch innerhalb ihrer Zielsetzung f\u00fcr eine Verschuldungsquote, also dem Verh\u00e4ltnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA, von unter 2,5. Das Ziel f\u00fcr einen Verschuldungsgrad von etwa 0,5 k\u00f6nnte \u2013 wie bereits angek\u00fcndigt \u2013 aufgrund der zus\u00e4tzlichen Investitionen in den Jahren 2019 bis 2021 tempor\u00e4r \u00fcberschritten werden.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Prognose CFM: Weiterhin prozentual mittleres einstelliges Umsatzwachstum bei etwa gleichbleibendem EBIT avisiert<\/strong><\/p>\n<p>Wie zur Vorlage des Zwischenberichts \u00fcber das erste Quartal prognostiziert, war das Auftaktquartal f\u00fcr das Berichtssegment CFM das schw\u00e4chste Quartal in diesem Jahr. Bereits im zweiten Quartal konnte die SGL Carbon dieses Ergebnis verbessern, allerdings noch nicht in einem wesentlichen Ausma\u00df. Dennoch h\u00e4lt das Unternehmen an der bisherigen Jahresprognose fest, auch wenn sich das Marktsegment Industrielle Anwendungen schw\u00e4cher als erwartet entwickelt und die Risiken f\u00fcr die Zielerreichung aufgrund des langsam angelaufenen ersten Halbjahres gestiegen sind. Daher hat das Unternehmen umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Ergebnisverbesserung vor allem im Marktsegment Textile Fasern eingeleitet, die zum Teil noch in diesem Jahr ergebniswirksam sein sollten.<\/p>\n<p>Nach wie vor erwartet die SGL Carbon f\u00fcr CFM eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich, getrieben vor allem durch h\u00f6heres Mengenwachstum. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in diesem Gesch\u00e4ftsbereich sollte sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, da das Unternehmen im zweiten Halbjahr h\u00f6here Projektabrechnungen (Marktsegment Luftfahrt) und einen verbesserten Produktmix (Marktsegment Automobil) erwartet. Dar\u00fcber hinaus sollte das Ergebnis im zweiten Halbjahr von den eingeleiteten Ergebnisverbesserungsma\u00dfnahmen profitieren.<\/p>\n<p><strong>Prognose GMS: Umsatz und Ergebnis voraussichtlich auf hohem Vorjahresniveau\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz im Berichtssegment GMS war im Vorjahr stark positiv beeinflusst von der erstmaligen Anwendung von IFRS 15. Vor diesem Hintergrund erwartet die SGL Carbon f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 weiterhin einen Umsatz in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Das gleiche gilt f\u00fcr das EBIT im Gesch\u00e4ftsbereich GMS, das auch durch positive IFRS 15-Effekte beg\u00fcnstigt wurde. Trotz des starken ersten Quartals erwartet die SGL Carbon im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 ein \u00e4hnliches Niveau wie im Vorjahr, da das Unternehmen im zweiten Halbjahr etwas weniger Mengen plant und gezielt Best\u00e4nde abbauen will, die zu einer verringerten Fixkostenabsorption f\u00fchren, aber den Cashflow verbessern. Der Gesch\u00e4ftsbereich GMS sollte daher die Ziel-EBIT-Marge (vor Sondereinfl\u00fcssen) von 12 Prozent erneut \u00fcbertreffen und damit untermauern, dass dieses Gesch\u00e4ftsmodell auch in einem sich abschw\u00e4chenden weltwirtschaftlichen Umfeld robust ist.<\/p>\n<p>Quelle: SGL CARBON SE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer sich abschw\u00e4chenden globalen Weltwirtschaft hat sich die SGL Carbon im ersten Halbjahr 2019 gut behauptet. 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