{"id":15107,"date":"2019-08-07T08:35:09","date_gmt":"2019-08-07T06:35:09","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=15107"},"modified":"2019-08-06T11:36:52","modified_gmt":"2019-08-06T09:36:52","slug":"schaeffler-legt-zwischenbericht-fuer-das-erste-halbjahr-2019-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=15107","title":{"rendered":"Schaeffler legt Zwischenbericht f\u00fcr das erste Halbjahr 2019 vor"},"content":{"rendered":"<div class=\"font-highlight g_firstchild\">\n<ul class=\"contentlist\">\n<li><strong>Umsatz in H\u00f6he von 7,2 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in anhaltend schwierigem Marktumfeld w\u00e4hrungsbereinigt leicht r\u00fcckl\u00e4ufig (minus 0,8 Prozent)<\/strong><\/li>\n<li><strong>EBIT-Marge vor Sondereffekten mit 7,7 Prozent unter Niveau des Vorjahres (11,0 Prozent), Ergebnisqualit\u00e4t im Halbjahr quartalsweise verbessert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Anhaltend starkem Gesch\u00e4ft der Sparte Industrie stehen Umsatz- und Ergebnisr\u00fcckg\u00e4nge der beiden Automotive-Sparten gegen\u00fcber<\/strong><\/li>\n<li><strong>Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen f\u00fcr M&amp;A-Aktivit\u00e4ten mit minus 229 Millionen Euro unter Vorjahr (minus 75 Millionen Euro), positiver Wert im zweiten Quartal (6 Millionen Euro)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Jahresprognose am 29. Juli 2019 angepasst<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung vorl\u00e4ufiger Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal am 29. Juli 2019 hat der weltweit t\u00e4tige Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler seinen Zwischenbericht f\u00fcr das erste Halbjahr 2019 vorgelegt. Nach den ersten sechs Monaten liegt der Umsatz der Schaeffler Gruppe bei 7.226 Millionen Euro (Vorjahr: 7.193 Millionen Euro). W\u00e4hrungsbereinigt ging der Umsatz in diesem Zeitraum leicht um 0,8 Prozent zur\u00fcck, im zweiten Quartal betrug der R\u00fcckgang 2 Prozent. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr war die r\u00fcckl\u00e4ufige Umsatzentwicklung der beiden Automotive-Sparten, die vom Umsatzwachstum der Sparte Industrie nicht vollst\u00e4ndig ausgeglichen werden konnte. Von den vier Regionen trugen die Regionen Americas und Asien\/Pazifik mit 8,5 Prozent respektive 1,6 Prozent auf w\u00e4hrungsbereinigter Basis zum Umsatzwachstum bei, w\u00e4hrend die Umsatzentwicklung in den Regionen Greater China und Europa mit minus 5 Prozent respektive minus 3,3 Prozent r\u00fcckl\u00e4ufig war.<\/p>\n<p>Die Schaeffler Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten ein Ergebnis vor Finanzergebnis, at-Equity bewerteten Beteiligungen und Ertragsteuern (EBIT) in H\u00f6he von 483 Millionen Euro (Vorjahr: 773 Millionen Euro), das im Berichtszeitraum mit Sondereffekten in H\u00f6he von 73 Millionen Euro belastet war. Die Sondereffekte resultierten im Wesentlichen aus den Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm RACE der Sparte Automotive OEM. Das EBIT vor Sondereffekten lag damit bei 556 Millionen Euro (Vorjahr: 794 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 7,7 Prozent (Vorjahr: 11,0 Prozent). Die Verschlechterung gegen\u00fcber dem Vorjahr resultierte insbesondere aus dem R\u00fcckgang der Bruttomarge. Dar\u00fcber hinaus belasteten gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten die Margenentwicklung. Vom ersten zum zweiten Quartal verbesserte sich die EBIT-Marge vor Sondereffekten von 7,5 Prozent auf 7,9 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Automotive OEM: Schwieriges Marktumfeld in Europa und Greater China, gute Auftragslage und Gro\u00dfauftrag in der E-Motorenfertigung<\/strong><br \/>\nDie Sparte Automotive OEM erzielte im ersten Halbjahr Umsatzerl\u00f6se in H\u00f6he von rund 4.514 Millionen Euro (Vorjahr: 4.587 Millionen Euro). W\u00e4hrungsbereinigt ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zur\u00fcck. Damit lag die Sparte mit einer Outperformance von 3,8 Prozentpunkten \u00fcber der weltweiten Automobilproduktion, die im selben Zeitraum um 6,7 Prozent zur\u00fcckging. Der Auftragseingang entwickelte sich in den ersten sechs Monaten sehr positiv und lag bei 7,7 Milliarden Euro. Das so genannte \u201eBook-to-Bill-Ratio\u201c, das den Auftragseingang im Verh\u00e4ltnis zum Jahresumsatz angibt, lag im ersten Halbjahr mit 1,8x leicht \u00fcber Vorjahr (1,7x). Zudem konnte der Unternehmensbereich E-Mobilit\u00e4t im zweiten Quartal den Auftrag eines globalen Premiumherstellers f\u00fcr die Lieferung von Elektromotorenkomponenten im Volumen von 1,1 Milliarden Euro gewinnen. Von den vier Regionen zeigte die Region Americas mit 8,6 Prozent das w\u00e4hrungsbereinigt st\u00e4rkste Umsatzwachstum der Sparte Automotive OEM, was vor allem auf Bedarfsanstiege einzelner Gro\u00dfkunden aufgrund von Produkthochl\u00e4ufen zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Die Region Asien\/Pazifik erzielte ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent. Deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig war das Umsatzwachstum in den Regionen Greater China und Europa mit minus 12,6 Prozent respektive minus 5,0 Prozent. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die R\u00fcckg\u00e4nge in Greater China und Europa war der starke R\u00fcckgang der Automobilproduktion. Von den vier Unternehmensbereichen der Sparte Automotive OEM zeigte der Bereich E-Mobilit\u00e4t mit einem w\u00e4hrungsbereinigten Umsatzanstieg von 35,8 Prozent das st\u00e4rkste Wachstum, gefolgt vom Unternehmensbereich Fahrwerksysteme mit 1,9 Prozent. Der Anstieg im Bereich E-Mobilit\u00e4t ging insbesondere auf Produkthochl\u00e4ufe bei Prim\u00e4rkomponenten f\u00fcr stufenlose Getriebe (CVT) und im Bereich Aktorik zur\u00fcck. Das Wachstum in den Bereichen Getriebesysteme und Motorsysteme war mit minus 8,2 Prozent beziehungsweise minus 3,9 Prozent r\u00fcckl\u00e4ufig. Hervorzuheben ist das starke Umsatzplus in H\u00f6he von 47 Prozent, das isoliert betrachtet im Bereich Motorsysteme mit dem Thermomanagementmodul erzielt wurde.<\/p>\n<p>In den ersten sechs Monaten wurde ein EBIT vor Sondereffekten in H\u00f6he von 216 Millionen Euro (Vorjahr: 421 Millionen Euro) erzielt. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag damit im selben Zeitraum bei 4,8 Prozent und somit deutlich unter dem Vorjahreswert von 9,3 Prozent. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr den R\u00fcckgang waren der R\u00fcckgang der Bruttomarge aufgrund von Volumenr\u00fcckg\u00e4ngen, Preis- und Mixeffekten, und hohe Fixkosten sowie der Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr 2019 gilt auf Basis der angepassten Prognose vom 29. Juli 2019 (siehe hierzu die Presse- und IR-Mitteilung vom selben Tag), dass ein w\u00e4hrungsbereinigtes Umsatzwachstum in H\u00f6he von minus 1 bis 1 Prozent (vorher 1 bis 3 Prozent) und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 5 bis 6 Prozent (vorher 6 bis 7 Prozent) erwartet wird.<\/p>\n<p><strong>Automotive Aftermarket: Schwierige Markbedingungen in Europa, positive Wachstumsimpulse in der Region Americas<\/strong><br \/>\nDie Sparte Automotive Aftermarket verzeichnete im ersten Halbjahr in einem herausfordernden Umfeld mit einem Umsatz von 905 Millionen Euro (Vorjahr: 926 Millionen Euro) einen Umsatzr\u00fcckgang um w\u00e4hrungsbereinigt 2,4 Prozent, was auf den deutlichen R\u00fcckgang des Umsatzes in der Region Europa zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Der Umsatzr\u00fcckgang in Europa, der unter anderem durch einen Abbau von Best\u00e4nden auf Kundenseite sowohl im Independent Aftermarket (IAM) als auch im OES-Gesch\u00e4ft bedingt war (OES \u2013 Original Equipment Service), betrug auf w\u00e4hrungsbereinigter Basis minus 6,0 Prozent. Er konnte durch den starken Umsatzanstieg in der Region Americas um 13,0 Prozent nicht kompensiert werden. Dieser war vor allem auf Bedarfsanstiege und Neukundengesch\u00e4ft im IAM zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Regionen Greater China und Asien\/Pazifik hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung der Sparte Automotive Aftermarket.<\/p>\n<p>Auf dieser Basis betrug das EBIT vor Sondereffekten 136 Millionen Euro (Vorjahr: 177 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 15,1 Prozent (Vorjahr: 19,3 Prozent). Der R\u00fcckgang im Vergleich zum Vorjahr ist dabei im Wesentlichen auf den R\u00fcckgang der Bruttomarge sowie h\u00f6here Verwaltungskosten zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Bruttomarge ging aufgrund des gesunkenen Absatzvolumens bei gleichzeitig gestiegenen Produktkosten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr 2019 geht der Konzern f\u00fcr die Sparte Automotive Aftermarket auf Basis der angepassten Prognose vom 29. Juli 2019 von einem Umsatzwachstum vor W\u00e4hrungseinfl\u00fcssen von minus 1 bis 1 Prozent (vorher: 1 bis 3 Prozent) aus. Wie bisher wird eine EBIT-Marge vor Sondereffekten in H\u00f6he von 15 bis 16 Prozent erwartet.<\/p>\n<p><strong>Industriesparte: Anhaltend starkes Wachstum, Anhebung der Umsatzprognose<\/strong><br \/>\nDie Sparte Industrie steigerte ihre Umsatzerl\u00f6se in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 trotz einer abgeschw\u00e4chten Dynamik der globalen Industrieproduktion auf rund 1.806 Millionen Euro (Vorjahr: 1.679 Millionen Euro). W\u00e4hrungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 5,9 Prozent. Dieses war vor allem durch die Sektorcluster Wind, Raw Materials und Railway sowie Industrial Distribution getrieben. Alle vier Regionen der Schaeffler Gruppe trugen zum Umsatzwachstum bei. Den gr\u00f6\u00dften Zuwachs erzielte erneut die Region Greater China mit 18,9 Prozent, vor Americas mit 5,9 Prozent, Asien\/Pazifik mit 2,9 Prozent und Europa mit 2,6 Prozent.<\/p>\n<p>Die Sparte Industrie erzielte im ersten Halbjahr ein EBIT vor Sondereffekten in H\u00f6he von 203 Millionen Euro (Vorjahr: 190 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,2 Prozent entspricht (Vorjahr: 11,3 Prozent).<\/p>\n<p>Die Prognose f\u00fcr das w\u00e4hrungsbereinigte Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2019 liegt nunmehr bei 2 bis 4 Prozent (vorher: 1 bis 3 Prozent). Die Erwartung, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 10 bis 11 Prozent zu erreichen, gilt unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>Free Cash Flow im zweiten Quartal positiv \u2013 Jahresprognose 2019 angepasst<\/strong><br \/>\nDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis ging im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zur\u00fcck und lag bei 273 Millionen Euro (Vorjahr: 506 Millionen Euro). Das Ergebnis je Vorzugsaktie belief sich auf 0,42 Euro (Vorjahr: 0,77 Euro). Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen f\u00fcr M&amp;A-Aktivit\u00e4ten der Schaeffler Gruppe lag mit minus 229 Millionen Euro nach den ersten sechs Monaten unter dem Wert des Vorjahrs (minus 75 Millionen Euro). Im zweiten Quartal war der Wert mit 6 Millionen Euro positiv. Im ersten Halbjahr lagen die Investitionsauszahlungen (Capex) f\u00fcr Sachanlagen und immaterielle Verm\u00f6genswerte mit 594 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (595 Millionen Euro), was einer Investitionsquote bezogen auf den Umsatz in H\u00f6he von 8,2 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent) entspricht. Im zweiten Quartal ging die Capex-Quote auf 6,1 Prozent zur\u00fcck, gegen\u00fcber 10,3 Prozent im ersten Quartal.<\/p>\n<p>\u201eIm zweiten Halbjahr wird unser Fokus auf einer noch st\u00e4rkeren Kosten- und Kapitaldisziplin sowie auf der Generierung von Cash Flow liegen. Bei anhaltend hohen Investitionen in Wachstums- und Zukunftsbereiche gelingt es uns zunehmend besser, unseren Kapitaleinsatz effizienter zu steuern, wie der R\u00fcckgang der Investitionsquote vom ersten zum zweiten Quartal zeigt. Dies ist wichtig, um unser Jahresziel eines Free Cash Flow von nunmehr 350 bis 400 Millionen Euro vor Ein- und Auszahlungen f\u00fcr M&amp;A-Aktivit\u00e4ten zu erreichen\u201c, sagte Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Schaeffler AG.<\/p>\n<p>Die Netto-Finanzschulden erh\u00f6hten sich zum 30. Juni 2019 auf 3.167 Millionen Euro, wodurch das Gearing-Ratio, also das Verh\u00e4ltnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital, auf rund 116 Prozent (31. Dezember 2018: rund 83 Prozent) anstieg. Die Bilanzsumme belief sich zum 30. Juni 2019 auf 12.953 Millionen Euro (Vorjahr: 12.362 Millionen Euro). Der Konzern besch\u00e4ftigte zum selben Stichtag 90.492 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 92.198), was einem R\u00fcckgang um 2,1 Prozent entspricht.<\/p>\n<p>Die Schaeffler Gruppe rechnet f\u00fcr das Jahr 2019 auf Basis der angepassten Prognose vom 29. Juli 2019 mit einem w\u00e4hrungsbereinigten Umsatzwachstum um minus 1 bis 1 Prozent (vorher: 1 bis 3 Prozent), mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in H\u00f6he von 7 bis 8 Prozent (vorher: 8 bis 9 Prozent) und mit einem Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen f\u00fcr M&amp;A-Aktivit\u00e4ten von 350 bis 400 Millionen Euro (vorher: rund 400 Millionen Euro).<\/p>\n<p>\u201eNach einem schwierigen ersten Halbjahr, das leicht unter unseren Erwartungen lag, gehen wir davon aus, dass das Marktumfeld auch in der zweiten Jahresh\u00e4lfte herausfordernd bleiben wird. Dies gilt in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr das globale Automobilgesch\u00e4ft, dessen anhaltende Schw\u00e4che nur zum Teil von unserem starken Industriegesch\u00e4ft ausgeglichen werden kann. Dieser Entwicklung haben wir mit der Anpassung unserer Jahresprognose 2019 Rechnung getragen. Unser wichtigstes Ziel ist es nun, die neue Prognose sicher zu erreichen\u201c, sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG. \u201eGleichzeitig werden wir die strukturellen Herausforderungen der Schaeffler Gruppe weiter fokussiert angehen. Dazu haben wir in allen drei Sparten Programme zur Verbesserung der Kosten- und Kapitaleffizienz initiiert, \u00fcber die wir im Detail auf unserem Kapitalmarkttag am 11. September 2019 berichten werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung vorl\u00e4ufiger Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal am 29. 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