{"id":15125,"date":"2019-08-08T08:05:32","date_gmt":"2019-08-08T06:05:32","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=15125"},"modified":"2019-08-07T10:51:03","modified_gmt":"2019-08-07T08:51:03","slug":"continental-erzielt-solides-ergebnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=15125","title":{"rendered":"Continental erzielt solides Ergebnis"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Marktentwicklung nach sechs Monaten weiterhin deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig<\/strong><\/li>\n<li><strong>Umsatz im zweiten Quartal bei 11,3 Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge 7,8 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Aufsichtsrat ber\u00e4t \u00fcber Wandel in Umfeld und Industrie<\/strong><\/li>\n<li><strong>Vorstand beschlie\u00dft Ma\u00dfnahmen im Antriebsgesch\u00e4ft zur Fokussierung auf E-Mobilit\u00e4t <\/strong><\/li>\n<li><strong>Fertigung von Festk\u00f6rperbatteriezellen wird nicht zum Teil der Strategie<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Continental hat im zweiten Quartal 2019 ein insgesamt solides Ergebnis erzielt. Trotz eines stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Marktes. Denn im abgelaufenen Quartal verringerte sich die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegen\u00fcber dem entsprechenden Vorjahresquartal um rund 7 Prozent. Der Konzernumsatz lag dagegen 1,0 Prozent niedriger als im vergleichbaren Vorjahresquartal und betr\u00e4gt rund 11,3 Milliarden Euro. Das um Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekte bereinigte organische Umsatzwachstum lag im selben Zeitraum bei -3,7 Prozent. Das bereinigte EBIT im zweiten Quartal lag bei 868 Millionen Euro. Dies entspricht einer Marge von 7,8 Prozent (Vj.: 10,2 Prozent). Das Technologieunternehmen best\u00e4tigt damit seine am 22. Juli 2019 ver\u00f6ffentlichten vorl\u00e4ufigen Gesch\u00e4ftszahlen zum 1. Halbjahr 2019. F\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr rechnet es mit einem R\u00fcckgang der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um rund 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>\u201eDerzeit ist das Marktumfeld sehr herausfordernd. Die wichtigen Automobilm\u00e4rkte Europa, Nordamerika und insbesondere China entwickeln sich r\u00fcckl\u00e4ufig\u201c, so der Vorstandsvorsitzende von Continental, Dr. Elmar Degenhart. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eAuf den r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt reagieren wir mit strenger Kostendisziplin und Erh\u00f6hung unserer Wettbewerbsf\u00e4higkeit.\u201c Besorgt zeigte sich Degenhart \u00fcber den akut zunehmenden Druck auf Industriestandorte wie Deutschland mit ihren vergleichsweise hohen Energie-, Steuer- und Sozialkosten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus befinde sich die Automobilindustrie derzeit weltweit in einem tief greifenden, sich dramatisch beschleunigenden und teilweise disruptiven Wandel. Zu diesen Herausforderungen hat sich der Aufsichtsrat des Unternehmens beraten. Die Unternehmensleitung hat dabei ihre Strategie erl\u00e4utert, mit der Continental ihre Finanzkraft dauerhaft beibeh\u00e4lt, ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00f6ht und ihre Zukunftsf\u00e4higkeit sichert. Der daraus entstehende Handlungsbedarf wird mit den Arbeitnehmervertretern besprochen. Ziel ist dabei, sich in den kommenden Wochen auf ein geplantes, gemeinsames Vorgehen zu verst\u00e4ndigen. \u00dcber etwaige Ergebnisse werden Vorstand und Arbeitnehmervertreter berichten, sobald eine solche Verst\u00e4ndigung erfolgt ist.<\/p>\n<p><strong>Antriebsbereich setzt auf Elektrifizierung, Continental steigt nicht in Zellfertigung ein<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr das k\u00fcnftig unter dem Namen Vitesco Technologies firmierende Antriebsgesch\u00e4ft hat der Vorstand die n\u00e4chsten Schritte bereits entschieden. Vor allem aufgrund der sich versch\u00e4rfenden politischen Vorgaben agiert Continentals Antriebsbereich in einem zunehmend disruptiven Marktumfeld. Jetzt nimmt er die notwendigen Portfolioanpassungen vor und konzentriert sich dabei k\u00fcnftig noch st\u00e4rker auf das Gesch\u00e4ft mit der Elektromobilit\u00e4t. \u201eWir richten unseren Antriebsbereich konsequent darauf aus, weil sich der Markt eindeutig in diese Richtung entwickelt. Zugute kommt uns, dass wir in diesem Bereich bereits seit Langem ein technologisch f\u00fchrender Akteur mit breiter, systemischer Erfahrung sind\u201c, sagte Degenhart.<\/p>\n<p>Gleichzeitig nimmt Continental von \u00dcberlegungen Abstand, in die Fertigung von Festk\u00f6rperbatteriezellen einzusteigen. Bisher hatte das Unternehmen sich dies offengehalten. Die Aufnahme der Produktion von heute \u00fcblichen Lithium-Ionen-Zellen hatte das DAX-Unternehmen stets ausgeschlossen. Nach intensiver Pr\u00fcfung ist Continental zu dem Schluss gekommen, nicht in die Fertigung von Batteriezellen zu investieren. Besonders durch die politischen Vorgaben sei die technologische Richtung bei Energiespeichern f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t vorgegeben. Ihr Ausbau werde jetzt gezwungenerma\u00dfen beschleunigt mithilfe von Lithium-Ionen-Batteriezellen erfolgen. Die Marktanteile in der Zellfertigung f\u00fcr die Automobilindustrie w\u00fcrden somit deutlich fr\u00fcher und auf Basis dieser bestehenden Technologie vergeben werden, erl\u00e4uterte Degenhart die Beweggr\u00fcnde. \u201eDamit sind die Weichen gestellt. Mit der voraussichtlich erst nach 2030 verf\u00fcgbaren Festk\u00f6rpertechnologie l\u00e4sst sich von Continental kein attraktives Gesch\u00e4ftsmodell mehr aufbauen\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p><strong>Anpassungen im Antriebsbereich wegen geringerer Nachfrage nach Verbrennungsmotoren<\/strong><\/p>\n<p>Die sich sehr rasch ver\u00e4ndernde Marktentwicklung geht mit einer sinkenden Nachfrage nach Verbrennungsmotoren einher. Dies hat Continental dazu bewogen, ihr Gesch\u00e4ft mit hydraulischen Komponenten nicht weiter auszubauen. Dieses umfasst unter anderem das Gesch\u00e4ft mit Injektoren und Pumpen f\u00fcr Benzin- und Dieselmotoren. Diese Entscheidung bedeutet, dass bestehende Vertr\u00e4ge erf\u00fcllt, aber neue Auftr\u00e4ge eine immer geringere Rolle spielen werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus \u00fcberpr\u00fcft Continental ihr Gesch\u00e4ft mit Komponenten f\u00fcr Abgasnachbehandlung und Kraftstofff\u00f6rderung. Intensiver Preisdruck sowie die hohe Abh\u00e4ngigkeit von der weiteren Entwicklung des Markts sind die Hauptgr\u00fcnde hierf\u00fcr.<\/p>\n<p><strong>Zweites Quartal in stark r\u00fcckl\u00e4ufigem Marktumfeld solide verlaufen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnser Gesch\u00e4ft ist derzeit gepr\u00e4gt von der Verlangsamung der weltweiten Automobilproduktion. Den negativen Entwicklungen in unseren M\u00e4rkten haben wir uns mit einem leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Umsatz im zweiten Quartal ein St\u00fcck weit entziehen k\u00f6nnen\u201c, ordnete Continental-Finanzvorstand Wolfgang Sch\u00e4fer den Verlauf des zweiten Quartals 2019 ein. Er f\u00fcgte hinzu: \u201eF\u00fcr das zweite Halbjahr erwarten wir kein Nachlassen des Gegenwinds.\u201c Mit einer kurz- bis mittelfristigen Belebung des Marktumfelds rechnet das Unternehmen derzeit nicht.<\/p>\n<p>So senkte das Unternehmen k\u00fcrzlich seine Markterwartungen f\u00fcr das laufende Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet Continental nun einen R\u00fcckgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA um 2 Prozent, in Europa um 3 Prozent und in China um 10 Prozent. Insgesamt geht das Unternehmen f\u00fcr das Jahr 2019 von einem R\u00fcckgang der weltweiten Fahrzeugproduktion von rund 5 Prozent aus. Diese Annahmen bilden die Grundlage f\u00fcr die k\u00fcrzlich angepasste Prognose vom 22. Juli 2019.<\/p>\n<p>Das den Anteilseignern zuzurechnende <strong>Konzernergebnis<\/strong> des zweiten Quartals 2019 verringerte sich um 41 Prozent auf 485 Millionen Euro nach 822 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Der im zweiten Quartal 2019 erreichte <strong>Free Cashflow<\/strong> lag bei -262 Millionen Euro nach 82 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der <strong>Free Cashflow vor Akquisitionen<\/strong>, in dem vor allem die Abfl\u00fcsse f\u00fcr den Erwerb des Spezialisten f\u00fcr Schwingungsd\u00e4mpfung Cooper Standard enthalten sind, sowie vor Effekten aus der rechtlichen Verselbstst\u00e4ndigung der Division Powertrain, lag bei -29 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Der Umsatz der <strong>Automotive Group <\/strong>sank im vergangenen Quartal im Vergleich zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Organisch lag das Wachstum bei -4,9 Prozent. Im selben Zeitraum verringerte sich die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um rund 7 Prozent. Die bereinigte operative Marge der Automotive Group lag bei 5,5 Prozent.<\/p>\n<p>Die <strong>Rubber Group<\/strong> setzte im zweiten Quartal 2019 4,5 Milliarden Euro um, was einem Wachstum von 2,5 Prozent gegen\u00fcber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Das organische Wachstum lag im selben Zeitraum bei -1,8 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge der Rubber Group im zweiten Quartal 2019 lag bei 12,3 Prozent.<\/p>\n<p>Im zweiten Quartal 2019 investierte Continental 785 Millionen Euro in<strong> Sachanlagen und Software<\/strong> und damit 70 Millionen Euro mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Investitionsquote belief sich auf 7,0 Prozent (Vj.: 6,3 Prozent). F\u00fcr Forschung und Entwicklung wendete das Technologieunternehmen im selben Zeitraum netto 917 Millionen Euro auf. Dies entspricht einer Quote von 8,1 Prozent bezogen auf den Unternehmensumsatz. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 7,6 Prozent.<\/p>\n<p>Zum 30. Juni 2019 beliefen sich die <strong>Nettofinanzschulden<\/strong> auf rund 5,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 1,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Stichtag des ersten Quartals 2019. Der Anstieg der Nettofinanzschulden im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf den Abfluss der Dividende f\u00fcr das vergangene Gesch\u00e4ftsjahr in H\u00f6he von 950 Millionen Euro zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die <strong>Gearing Ratio<\/strong>, Gradmesser der Verschuldung, stieg auf 31,3 Prozent zum Berichtstag (Vj.: 16,8 Prozent). Zum Jahreswechsel hatten die Nettofinanzschulden bei rund 1,7 Milliarden Euro gelegen, was einer Gearing Ratio 9,1 Prozent entsprach. Zum Ende des ersten Quartals 2019 stieg dieser Wert auf 22,6 Prozent an. Hintergrund ist der ab dem Gesch\u00e4ftsjahr 2019 verpflichtend anzuwendende Standard IFRS 16, der zu einer grunds\u00e4tzlichen Abbildung aller Leasingverh\u00e4ltnisse in der Bilanz und damit zu einem starken Anstieg der Leasingverbindlichkeiten f\u00fchrte. Die Kennziffer Investitionen in Sachanlagen und Software stieg infolge dieser neuen Vorschrift ebenfalls an. Das <strong>Liquidit\u00e4tspolster<\/strong>, \u00fcber das Continental verf\u00fcgt, hat zum Stichtag des Berichtszeitraums rund 4,8 Milliarden Euro betragen.<\/p>\n<p>Zum Ende des ersten Halbjahrs 2019 besch\u00e4ftigte Continental 244.615 <strong>Mitarbeiter <\/strong>(Stand Jahresende 2018: 243.226, Stand Ende M\u00e4rz 2019: 245.686). Besonders gro\u00df ist der Bedarf des Unternehmens an Softwareentwicklern. Bereits heute besch\u00e4ftigt das Technologieunternehmen weltweit rund 49.000 Ingenieure. Mehr als ein Drittel davon hat einen Softwarehintergrund. In der globalen unternehmenseigenen Softwareakademie werden allein 2019 \u00fcber 5.000 Mitarbeiter weitergebildet.<\/p>\n<p>Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste f\u00fcr die nachhaltige und vernetzte Mobilit\u00e4t der Menschen und ihrer G\u00fcter. Das 1871 gegr\u00fcndete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche L\u00f6sungen f\u00fcr Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2018 einen Umsatz von 44,4 Milliarden Euro und besch\u00e4ftigt aktuell mehr als 244.000 Mitarbeiter in 60 L\u00e4ndern und M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Quartalsver\u00f6ffentlichungen: <a href=\"https:\/\/www.continental-corporation.com\/de\/presse\/messen-events\/quartalsergebnisse-170592\">www.continental.de\/quartalsergebnisse<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Continental hat im zweiten Quartal 2019 ein insgesamt solides Ergebnis erzielt. Trotz eines stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Marktes. 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