{"id":15455,"date":"2019-08-28T08:50:46","date_gmt":"2019-08-28T06:50:46","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=15455"},"modified":"2019-08-27T11:55:01","modified_gmt":"2019-08-27T09:55:01","slug":"15455","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=15455","title":{"rendered":"Kunststoffe sind zu wertvoll, um weggeworfen zu werden"},"content":{"rendered":"<div class=\"container\">\n<div id=\"c27640\" class=\"ce-layout-0\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext ce-nowrap\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<p><strong>Unsere heutige Welt \u2013 und damit auch unser Wohlstand \u2013 ist ohne Kunststoffe aus zahlreichen Gr\u00fcnden nicht denkbar. Die polymeren Werkstoffe finden sich in den unterschiedlichsten Anwendungen, seien es Haushaltswaren, der Fahrzeug- und Flugzeugbau, in der Elektronik, in der Medizin oder im Bausektor. Sie sind als Verpackungsmaterial nahezu unverzichtbar. Hierbei leisten Kunststoffe wesentliche Beitr\u00e4ge zur Ressourceneffizienz, indem sie etwa als Isolier- oder Leichtbauwerkstoff helfen, Heiz\u00f6l und Treibstoffe zu sparen, oder als Verpackungsmaterial Lebensmittel vor dem vorzeitigen Verderben sch\u00fctzen.<\/strong><\/p>\n<p>Unstrittig ist aber auch, dass Kunststoffm\u00fcll mittlerweile ein weltweites Problem ist, dem zu begegnen beziehungsweise das zu l\u00f6sen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Hinzu kommt als weiterer Aspekt die steigende Nachfrage nach Rohstoffen und eine bereits abzusehende Ressourcenknappheit: Eine Reihe wichtiger Rohstoffe ist nur begrenzt verf\u00fcgbar und da die Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst, steigt auch die Nachfrage nach Rohstoffen. F\u00fcr die Kunststoffindustrie ist daher die Kreislaufwirtschaft ein zentrales Thema.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"container\">\n<div id=\"c27641\" class=\"ce-layout-0\">\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<h2>Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs<\/h2>\n<p>Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie m\u00f6glich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verl\u00e4ngert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abf\u00e4lle auf ein Minimum reduziert werden.<\/p>\n<p>Nachdem ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, bleiben die Ressourcen und Materialien so weit wie m\u00f6glich in der Wirtschaft. Sie k\u00f6nnen erneut produktiv genutzt werden, um weiterhin Wertsch\u00f6pfung zu generieren.<\/p>\n<p>Die Kreislaufwirtschaft steht im Gegensatz zum traditionellen, linearen Wirtschaftsmodell \u2013 auch als Wegwerfwirtschaft bezeichnet. Dieses Modell setzt auf gro\u00dfe Mengen billiger, leicht zug\u00e4nglicher Materialien und Energie.<\/p>\n<h2>Mit den vorhandenen Ressourcen hauszuhalten, ist eine der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit<\/h2>\n<p>Mit den vorhandenen Ressourcen hauszuhalten, ist eine der gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit. Dies gilt insbesondere f\u00fcr knapper werdende fossile Rohstoffe. Insofern kann eine gut funktionierende Kreislaufwirtschaft eine sinnvolle und notwendige Erg\u00e4nzung sein, um die wertvolle Ressource \u201eKunststoff\u201c zu sparen sowie dazu beizutragen, die allgemeine Akzeptanz, also das aktuell schlechte Image von Kunststoffen, wieder zu verbessern. Insbesondere der letzte Aspekt ist vor dem Hintergrund der vielfach emotional gef\u00fchrten Diskussionen um Kunststoffe im Allgemeinen, sowie im Besonderen, wenn es um Kunststoffm\u00fcll geht, nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<h2>Kunststoffe bieten hinsichtlich ihrer Wiederverwertung (Recycling) im Grunde ideale Eigenschaften.<\/h2>\n<p>Kunststoffe bieten hinsichtlich ihrer Wiederverwertung (Recycling) im Grunde ideale Eigenschaften. Voraussetzung f\u00fcr eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist jedoch, dass alle Akteure \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette hinweg miteinander kooperieren und kommunizieren. Bezogen auf die Kunststoffindustrie (Kunststofferzeuger, Kunststoffverarbeiter und Kunststoffrecycler) betrifft das auch deren Kunden sowie die Inverkehrbringer, die ihrerseits im Rahmen ihrer Produktanforderungen und Werkstoffspezifikationen ma\u00dfgeblich das Produktdesign und die M\u00f6glichkeiten eines Rezyklateinsatzes bestimmen.<\/p>\n<p>Eine weitere Voraussetzung f\u00fcr eine wirkungsvolle Kreislaufwirtschaft ist ein geeignetes Stoffstrom-Management mit dem Ziel, m\u00f6glichst sortenreine Kunststoffabf\u00e4lle zu erhalten. Denn je sortenreiner ein Kunststoff zur\u00fcckgewonnen werden kann, desto besser l\u00e4sst er sich aufbereiten. Ein Ziel ist in diesem Zusammenhang, die erforderlichen Mengen zu generieren, um eine ausreichende Versorgung mit Rezyklaten sicherzustellen. Dazu tragen die Fortschritte bei der Entwicklung von Sortier- und Trennsystemen f\u00fcr stark vermischte Stoffstr\u00f6me aus den allgemeinen Sammelsystemen bei. \u00dcbrigens gibt es heute fast keine echten Produktionsabf\u00e4lle mehr, denn diese werden entweder direkt in die laufende Produktion zur\u00fcckgef\u00fchrt oder an spezialisierte Aufbereiter weitergegeben.<\/p>\n<h2>Das Gelingen der Kreislaufwirtschaft steht und f\u00e4llt mit der Transparenz dar\u00fcber, was genau in ein Produkt eingeflossen ist und wohin dieses Produkt weitergegeben wird<\/h2>\n<p>Als Hersteller von Produkten und Systemen f\u00fcr das Material Handling von Sch\u00fcttg\u00fctern (Granulat, Mahlgut, Flakes und unterschiedlichste Pulver) ist motan Partner der drei Kunststoffteilbereiche: Herstellung von Neuware und Rezyklaten sowie Kunststoffverarbeitung. Im\u00a0 Zusammenhang mit dem Aufbau von Kreislaufsystemen spielt nach Auffassung von motan die Digitalisierung und damit die Vernetzung von Produktionsprozessen \u2013 allgemein auch Industrie 4.0 bezeichnet \u2013 eine wichtige Rolle. Bereits heute stehen die Daten aus Trocknern, Dosier- und Mischsystemen oder aus der Kristallisation zur Verf\u00fcgung und werden innerhalb der Prozesse genutzt. In Zukunft werden weitere Daten hinzukommen, etwa Informationen \u00fcber die Zusammensetzung der Materialien, deren Feuchte, Rezepturen, Materialkennwerte sowie Produktionsdaten der Verarbeitungsmaschinen. Zu ber\u00fccksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Eigenschaften von Rezyklaten nach wiederholter Verarbeitung \u00e4ndern. Auch hier spielt das motan-Knowhow eine Rolle, etwa wenn es um das pr\u00e4zise Dosieren von Additiven bei der Herstellung von Regenerat geht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Qualit\u00e4tssicherung wird es mehr als bisher erforderlich sein, auch Daten aus dem Verarbeitungsprozess zu erhalten und sie mit den bereits vorhandenen Informationen zu vernetzen. Insofern gewinnt eine erweiterte Sensorik in der Verarbeitung, sowohl in den Verarbeitungsmaschinen als auch in den Werkzeugen, an Bedeutung. Die digitale Vernetzung aller Systeme ist in diesem Zusammenhang aktuell eine der wichtigsten Aufgaben, an der motan mitarbeitet. Das Gelingen der Kreislaufwirtschaft steht und f\u00e4llt mit der Transparenz dar\u00fcber, was genau in ein Produkt eingeflossen ist und wohin dieses Produkt weitergegeben wird. Bereits heute gibt es Ans\u00e4tze, Materialien zu kennzeichnen, um sie identifizierbar zu machen. motan entwickelt daf\u00fcr L\u00f6sungen, den Informationsfluss parallel zum Materialfluss beim Materials Handling zu automatisieren und so eine durchg\u00e4ngig digitalisierte Informationskette vom Wareneingang bis zum Fertigprodukt zu erhalten.<\/p>\n<p>Ist Rezyklat sortenrein oder sehr gut sortiert und aufbereitet, unterscheidet es sich von Neuware nur wenig. Wie wichtig Transparenz hinsichtlich der Herkunft und Zusammensetzung von Materialien sein kann, sei kurz an einem Beispiel erl\u00e4utert: Muss etwa ein Material aus einer Mischfraktion getrocknet werden, kann es zu unkontrollierten Ausd\u00fcnstungen kommen, die schlimmstenfalls das Trockenmittel zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Ist die Materialzusammensetzung zuvor bekannt, ist eine geeignete Trocknerauslegung m\u00f6glich. Unverzichtbar sind daher eine entsprechende Dokumentation und Qualit\u00e4tssicherung seitens der Recycling-Wirtschaft und des Verarbeiters.<\/p>\n<p>Um eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu etablieren, sind schlussendlich alle als Verbraucher gefordert. Das betrifft sowohl das Verhalten hinsichtlich M\u00fcllvermeidung und M\u00fclltrennung, als auch die Akzeptanz von Produkten aus Rezyklaten. Hier ist noch viel Aufkl\u00e4rungsarbeit erforderlich.<\/p>\n<p>Wichtig ist schlie\u00dflich, den Rahmen des M\u00f6glichen realistisch einzusch\u00e4tzen. Soweit sich beispielsweise vermischte und verschmutzte Abf\u00e4lle nicht gut recyceln lassen, sollten derartige Restabfallstr\u00f6me einer rohstofflichen (chemischen) Verwertung zugef\u00fchrt werden. Hierzu gibt es bereits erste, vielversprechende Projekte. Erst ganz am Ende der Kreislaufwirtschaft steht dann die energetische Verwertung, vorzugsweise mit einer effizienten Energier\u00fcckgewinnung.<\/p>\n<p>Quelle: motan<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere heutige Welt \u2013 und damit auch unser Wohlstand \u2013 ist ohne Kunststoffe aus zahlreichen Gr\u00fcnden nicht denkbar. 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