{"id":15797,"date":"2019-09-10T10:12:38","date_gmt":"2019-09-10T08:12:38","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=15797"},"modified":"2019-09-10T10:12:38","modified_gmt":"2019-09-10T08:12:38","slug":"borealis-begeht-spatenstich-fuer-neue-anlage-im-weltmassstab-in-belgien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=15797","title":{"rendered":"Borealis begeht Spatenstich f\u00fcr neue Anlage im Weltma\u00dfstab in Belgien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neue Anlage soll Propylenversorgung f\u00fcr PP-Nachfrage und Kunden in Europa sicherstellen<\/strong><\/p>\n<p>Borealis feierte am 9. September den Spatenstich f\u00fcr seine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltma\u00dfstab. Die neue Anlage am bestehenden Borealis Produktionsstandort in Kallo, Belgien, wird \u00fcber eine Produktionskapazit\u00e4t von 750.000 Tonnen Propylen pro Jahr verf\u00fcgen. Damit ist sie eine der gr\u00f6\u00dften und effizientesten Anlagen ihrer Art weltweit. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1 Milliarde Euro ist das Projekt das gr\u00f6\u00dfte jemals von Borealis umgesetzte Vorhaben in Europa. Dies unterstreicht das Bekenntnis des Unternehmens zu seinen Kontinentalbetrieben und zu seinen Kunden in Europa, deren bevorzugter Lieferant zu sein, Borealis bestrebt ist.<\/p>\n<p><strong>Verbesserte Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Nachhaltigkeit<\/strong><br \/>\nPDH ist ein essenzieller Prozessschritt bei der Produktion von Propylen aus Propan. Propylen, einer der wichtigsten Bausteine der gesamten chemischen Industrie, wird f\u00fcr die Herstellung von Polypropylen (PP) genutzt, das wiederum eine der am weitesten verbreiteten Kunststoffarten darstellt. PP bildet die Basis zahlreicher Industrieanwendungen, die in einer Vielzahl von Sektoren zur Anwendung kommen, wie beispielsweise in der Automobilindustrie, im Konsumg\u00fcter-, Energie- und Healthcare-Bereich, bei Lebensmittelverpackungen und vielen anderen.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Propylennachfrage w\u00e4chst. Im Moment ist das Angebot jedoch aufgrund des Zusammenwirkens globaler Marktentwicklungen r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage in Kallo, die f\u00fcr Mitte 2022 geplant ist, wird sicherstellen, dass sich Borealis\u2018 europ\u00e4ische Kunden in Zukunft auf eine sichere Versorgung mit preisg\u00fcnstigem Propylen und dessen Derivaten verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Borealis\u2019 Entscheidung, in den Standort Kallo zu investieren, wurde von einer Reihe von Faktoren beeinflusst. Zum einen sind die Gr\u00f6\u00dfenvorteile, die der Antwerpener Hafen durch seine gut etablierte Transport- und Logistikinfrastruktur in Flandern bietet, von wesentlicher Bedeutung. Aufgrund der N\u00e4he zu einer bestehenden Borealis-Produktionsanlage am Standort wird das Unternehmen auch in der Lage sein, zus\u00e4tzliche Synergieeffekte zu nutzen. Dar\u00fcber hinaus wird sich die neue PDH-Anlage der Oleflex\u2122-Technologie von Honeywell UOP bedienen \u2013 eine weit verbreitete, zuverl\u00e4ssige und nachhaltige Wahl f\u00fcr die zweckorientierte Propylenproduktion.<\/p>\n<p>Neben der Steigerung der Produktionskapazit\u00e4t tr\u00e4gt die neue Anlage zu einer Weiterentwicklung von Effizienz und Nachhaltigkeit des Betriebs bei. Die Nutzung der Oleflex-Technologie erm\u00f6glicht einen geringeren Energieverbrauch in der Produktion, wobei zugleich gr\u00f6\u00dfere Mengen bei gleicher Qualit\u00e4t erzeugt werden. Der Propanbedarf ist geringer, w\u00e4hrend mehr Wasserstoff produziert wird. Damit kann Borealis nicht nur seinen internen Bedarf, sondern auch jenen externer Nutzer decken. Zudem wird das integrierte Hybrid-Blockheizkraftwerk einen Gro\u00dfteil des f\u00fcr den Betrieb ben\u00f6tigten Dampfs und Stroms selbst erzeugen.<\/p>\n<p><strong>Neue Anlage st\u00e4rkt strategische Bedeutung Nordwesteuropas f\u00fcr die chemische Industrie<\/strong><br \/>\nDie neue PDH-Anlage wird an die 100 neuen Vollzeitstellen bei Borealis und rund zwei- bis dreimal so viele bei Borealis\u2018 Zulieferern und Subunternehmen in der Region schaffen. W\u00e4hrend der Bauphase werden ungef\u00e4hr 1.000 Besch\u00e4ftigte am Standort im Einsatz sein, wobei diese Zahl in intensiven Bauphasen auf bis zu 2.000 anwachsen wird. Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird zus\u00e4tzlicher Arbeitsaufwand f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfigen Anlagen-Turnarounds, die alle paar Jahre stattfinden, anfallen. Auch f\u00fcr regionale Zulieferer und andere Unternehmen in Flandern werden positive Nebeneffekte erwartet, da diese bedeutende Investition von Borealis die strategische Bedeutung des Hafens von Antwerpen insgesamt erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Anfang des Jahres erhielt Borealis die \u201eForeign Investment of the Year Trophy 2019\u201c von Flanders Investment &amp; Trade als Anerkennung f\u00fcr die sozio\u00f6konomische Bedeutung dieser Investition f\u00fcr die Region.<\/p>\n<p>\u201eBorealis\u2018 Investition in die neue Kallo-Anlage ist nicht nur die gr\u00f6\u00dfte, die wir je in Europa get\u00e4tigt haben \u2013 sie ist auch die wichtigste Investition in Europa, die von einem Unternehmen der petrochemischen Industrie in den letzten 20 Jahren durchgef\u00fchrt wurde\u201c, erkl\u00e4rt Borealis\u2018 Vorstandsvorsitzender Alfred Stern. \u201eDie Investitionen in unsere europ\u00e4ischen Anlagen sind ein klares Zeichen f\u00fcr unser Engagement zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit unseres Betriebs, aber auch zur St\u00e4rkung der Region als unverzichtbare Industriedrehscheibe.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ausgew\u00e4hlte Fakten &amp; Kennzahlen \u2013 Kallo PDH-Anlagenbau<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gesamtinvestitionssumme von rund 1 Mrd. EUR<\/li>\n<li>geplante Anlagenkapazit\u00e4t von insgesamt 750.000 Tonnen Propylen pro Jahr<\/li>\n<li>Baubeginn 2019, Inbetriebnahme geplant f\u00fcr Mitte 2022<\/li>\n<li>Tecnimont erhielt den Auftrag f\u00fcr Planung, Beschaffung, Baumanagement (EPCM) sowie f\u00fcr Inbetriebnahmeleistungen f\u00fcr das Projekt.<\/li>\n<li>In der Anlage werden rund 100 neue Vollzeitstellen geschaffen.<\/li>\n<li>Die Zahl der Besch\u00e4ftigten w\u00e4hrend des Baus betr\u00e4gt 1.000, in Spitzenzeiten sogar \u00fcber 2.000.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Baubezogene technische Spezifikationen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>mehr als 450 Anlageninstallationen, davon einige im Weltma\u00dfstab<\/li>\n<li>C3 Propylen-Splitter-Turm mit einer H\u00f6he von \u00fcber 100 m, einer Breite von 10 m und einem Gewicht von \u00fcber 1.200 t; wird in einem St\u00fcck nach Kallo geliefert<\/li>\n<li>gr\u00f6\u00dfter Elektromotor weist eine Leistung von +\/- 50 Megawatt (MW) auf<\/li>\n<li>\u00fcber 5.000 neue Pf\u00e4hle mit einer durchschnittlichen L\u00e4nge von 15 m<\/li>\n<li>\u00fcber 50.000 m\u00b3 Beton<\/li>\n<li>Verlegung von mehr als 70 km Rohrleitungen, mit einem Durchmesser von bis zu 2 m<\/li>\n<li>Der Katalysator-Regenerationsturm ist mit einer H\u00f6he von \u00fcber 80 m die h\u00f6chste Stahlkonstruktion vor Ort; das gr\u00f6\u00dfte der sieben f\u00fcr die Installation gelieferten Turmmodule wiegt 270 Tonnen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Borealis feierte am 9. 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