{"id":16340,"date":"2019-10-02T14:48:57","date_gmt":"2019-10-02T12:48:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=16340"},"modified":"2019-09-30T14:52:44","modified_gmt":"2019-09-30T12:52:44","slug":"neue-generation-von-stabilisatoren-fuer-hochwertige-polyolefin-rezyklate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=16340","title":{"rendered":"Neue Generation von Stabilisatoren f\u00fcr hochwertige Polyolefin-Rezyklate"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"entry-title\">Fraunhofer LBF und Br\u00fcggemann kooperieren<\/h3>\n<p>Ein Thema r\u00fcckt in j\u00fcngster Zeit immer tiefer in das Bewusstsein vieler Menschen: Der Umgang mit Altkunststoffen. Klar ist, die energetisch g\u00fcnstigste und umweltfreundlichste Option daf\u00fcr ist das werkstoffliche Recycling. Allerdings weisen Kunststoffe, wenn sie oft viele Jahre ihre Funktion erf\u00fcllt haben, Vorsch\u00e4digungen durch Umwelteinfl\u00fcsse wie Oxidation und Photooxidation auf. Mit der Folge, dass die Verarbeitungs- und Langzeitstabilit\u00e4t des Kunststoffs negativ beeinflusst werden, und das stellt wiederum eine anspruchsvolle Nutzung des Rezyklats in Frage. <strong>Forscher am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Systemzuverl\u00e4ssigkeit LBF, Darmstadt, haben jetzt neue Stabilisatorsysteme zur Eigenschaftsverbesserung von Polyolefin-Rezyklaten, insbesondere aus Polypropylen und Polyethylen, entwickelt. <\/strong>Die neuen Stabilisatorsysteme f\u00fcr Polyolefine sind wegweisend, wenn es darum geht, das Potenzial dieser Kunststoffe l\u00e4nger und effizienter zu nutzen. Sie werden die Auswirkungen von Sch\u00e4digungen gezielt und signifikant verringern, so dass sich die damit hergestellten Rezyklate erneut f\u00fcr die Verarbeitung zu anspruchsvollen Produkten eignen. <strong>Bei der aktuell laufenden Weiterentwicklung arbeitet das Fraunhofer LBF eng mit der Heilbronner L. Br\u00fcggemann GmbH &amp; Co. KG zusammen, einem f\u00fchrenden Hersteller ma\u00dfgeschneiderter Hochleistungsadditive f\u00fcr technische Kunststoffe, der auch die Produktion und den weltweiten Vertrieb \u00fcbernehmen wird.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aus der Entwicklung schnell in den Markt<\/strong><\/p>\n<p>Das Fraunhofer LBF hat sein umfangreiches Know-how zur Wirkung von Kunststoff-Additiven, wie Antioxidantien, Lichtschutz-, Flammschutz- und Nukleierungsmittel, jetzt f\u00fcr die besonderen Herausforderungen von Rezyklaten genutzt. Stand der Technik war dabei die Nachstabilisierung, das hei\u00dft der Ersatz der im ersten Leben verbrauchten Stabilisatoren. Traditionell wirken diese allerdings unspezifisch \u2013 sie unterscheiden nicht zwischen Neuware und Rezyklat. Dem gegen\u00fcber haben die neuen Stabilisatorsysteme aufgrund ihrer speziellen Reaktivit\u00e4t das Potential, Vorsch\u00e4digungen komplett zu kompensieren. So erlauben sie die gezielte Additivierung, um Rezyklate mit neuwaregleicher Verarbeitungs- und Langzeit-W\u00e4rmestabilit\u00e4t zu erhalten. Dabei basieren die neuen Systeme anteilig auf nachwachsenden Rohstoffen und tragen so zus\u00e4tzlich zu einem reduzierten CO<sub>2<\/sub>-Eintrag in die Umwelt bei.<\/p>\n<p>Dass das Entwicklungsziel in kurzer Zeit erreicht werden konnte, ist auch dem k\u00fcrzlich ins Leben gerufenen Forschungscluster \u201eCircular Plastics Economy\u201c zu verdanken. \u00dcber Branchengrenzen hinweg entwickeln hier f\u00fcnf Institute der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit ihren Stakeholdern Systemleistungen f\u00fcr eine funktionierende zirkul\u00e4re Kunststoffwirtschaft, die von Prototypen \u00fcber das Recycling bis zu Akzeptanzprozessen und Gesch\u00e4ftsmodellen reichen.<\/p>\n<p>\u201eMit seiner langj\u00e4hrigen und umfassenden Erfahrung im Bereich der Kunststoffadditive und seiner weltweiten Marktdurchdringung ist Br\u00fcggemann f\u00fcr uns der richtige Partner, um unsere Ideen f\u00fcr das Upcycling von Kunststoffen jetzt auch rasch zur Marktreife zu bringen\u201c, unterstreicht Dr. Rudolf Pfaendner, Bereichsleiter Kunststoffe am Fraunhofer LBF. Aufbauend auf den Entwicklungsarbeiten des Fraunhofer LBF wird Br\u00fcggemann sein Know-how und sein technisches Potenzial einsetzen, um Rezepturen gemeinsam mit dem Fraunhofer LBF anwendungsspezifisch zu optimieren. Das Unternehmen wird die zu entwickelnden Verkaufsprodukte auf die Anforderungen der Kunden und M\u00e4rkte anpassen, anwendungstechnisch beraten und die gro\u00dftechnische Herstellung, die Qualit\u00e4tssicherung sowie die weltweite Vermarktung \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><strong>Bestens auf die Produktion und Vermarktung vorbereitet<\/strong><\/p>\n<p>Traditionell setzt Br\u00fcggemann einen Schwerpunkt bei Hochleistungsadditiven f\u00fcr Polyamide, darunter Hitze-, Verarbeitungs- und Lichtstabilisatoren, Prozesshilfsmittel und Modifikatoren. Unter der Marke BR\u00dcGGOLEN<sup>\u00ae<\/sup> vertrieben, sorgen diese im Spritzguss ebenso wie in der Extrusion f\u00fcr Verarbeitungseffizienz, erh\u00f6hte Bauteil-Lebensdauer und hohe Qualit\u00e4t zu wirtschaftlichen Bedingungen. Aufgrund der abzusehenden erheblichen Nachfragesteigerung baut das Unternehmen derzeit eine hochautomatisierte Produktionsanlage, die nach ihrer Fertigstellung deutlich erweiterte Kapazit\u00e4ten bereitstellen wird. Als Basis f\u00fcr eine weltweite Vermarktung wird dort dann auch die Herstellung der neuen Additive f\u00fcr das Polyolefinrecycling integriert sein.<\/p>\n<p>Dazu Dr. Klaus Bergmann, Bereichsleiter Kunststoffadditive bei Br\u00fcggemann: \u201eStetige Weiterentwicklung ist eine wesentliche Basis unseres Unternehmenserfolges. Wir sind sehr gerne die Kooperation mit dem Fraunhofer LBF eingegangen, um gezielt unser Portfolio von Recyclingadditiven auf Polyolefine zu erweitern. Letztlich ist es unser Ziel, mit Hilfe innovativer Additive die Qualit\u00e4t von Rezyklaten deutlich anzuheben und damit einen wichtigen Beitrag zu leisten f\u00fcr ein verst\u00e4rktes Up-Cycling von Kunststoffabf\u00e4llen.\u201c<\/p>\n<p>Bereits zur K2019, die vom 16. bis 23. Oktober in D\u00fcsseldorf stattfindet, stellt Br\u00fcggemann auf Stand D08 in Halle 8a reaktive Kettenmodifikatoren f\u00fcr Polyamidrezyklate vor, die pr\u00e4zise und robust die f\u00fcr die jeweilige Anwendung gew\u00fcnschte Einstellung der Molmassen und Viskosit\u00e4ten erm\u00f6glichen. Dabei reichen jeweils bereits geringe Additivmengen und ein einziger Extrusionsschritt aus, um Rezyklate herzustellen, deren Gebrauchseigenschaften auf Neuwareniveau liegen.<\/p>\n<p>Das Fraunhofer LBF und der Circular Plastics Economy Cluster finden sich auf der K2019 in Halle 7 am Stand SC01.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Thema r\u00fcckt in j\u00fcngster Zeit immer tiefer in das Bewusstsein vieler Menschen: Der Umgang mit Altkunststoffen. 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