{"id":16360,"date":"2019-10-01T10:42:28","date_gmt":"2019-10-01T08:42:28","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=16360"},"modified":"2019-10-01T10:42:28","modified_gmt":"2019-10-01T08:42:28","slug":"peter-gumbsch-ist-neuer-vorsitzender-des-fraunhofer-verbund-werkstoffe-bauteile-materials","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=16360","title":{"rendered":"Peter Gumbsch ist neuer Vorsitzender des Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS hat einen neuen Vorsitzenden: Professor Peter Gumbsch, Leiter des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM, \u00fcbernimmt das Amt heute. Professor Bernd Mayer, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, wird sein Amt als Stellvertretender Vorsitzender fortf\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p>Im Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS b\u00fcndeln die 16 materialwissenschaftlich orientierten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft ihre Kompetenzen. So decken sie die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von der Entwicklung neuer und der Verbesserung bestehender Materialien \u00fcber die Fertigungsverfahren im quasi-industriellen Ma\u00dfstab und die Charakterisierung der Materialeigenschaften bis hin zur Bewertung des Einsatzverhaltens von Bauteilen und Systemen ab. Partnern aus der Industrie und der \u00f6ffentlichen Hand steht der Verbund damit als exzellentes FuE-Netzwerk zur Seite. Ihr Know-how bringen die rund 2.200 Forscherinnen und Forscher des Verbunds vor allem in den Bereichen Energie &amp; Umwelt, Mobilit\u00e4t, Gesundheit, Maschinen- &amp; Anlagenbau, Bauen &amp; Wohnen, Mikrosystemtechnik und Sicherheit ein.<\/p>\n<p>Professor Peter Gumbsch, seit 2001 Leiter des Fraunhofer IWM in Freiburg, wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 von den Verbundmitgliedern einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Fraunhofer-Verbund MATERIALS gew\u00e4hlt und f\u00fcr eine Amtszeit von drei Jahren vom Fraunhofer-Senat dazu ernannt. Professor Bernd Mayer, einer der beiden Institutsleiter des Fraunhofer IFAM in Bremen und seit 1.10.2018 stellvertretender Vorsitzender des Verbunds, wird sein Amt fortf\u00fchren.<\/p>\n<p>Peter Gumbsch tritt in der Funktion als Verbundvorsitzender die Nachfolge von Professor Ralf B. Wehrspohn an, der die Geschicke des Verbunds seit dem 1.10.2018 als Vorsitzender lenkte. Ralf Wehrspohn, bisher auch Leiter des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle (Saale), wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 zum Fraunhofer-Vorstand f\u00fcr Technologiemarketing und Gesch\u00e4ftsmodelle berufen. Peter Gumbsch ist au\u00dferdem Mitglied der Hauptkommission des Wissenschaftlich Technischen Rats der Fraunhofer-Gesellschaft und Vorsitzender der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats Deutschlands.<\/p>\n<p>Gumbsch und Mayer geben in ihren Funktionen als Verbundvorsitzende der Verstetigung des eingeleiteten Strategieprozesses im Fraunhofer-Verbund MATERIALS eine hohe Priorit\u00e4t. \u00bbDie offene Kommunikation und das kollegiale Miteinander innerhalb des Verbunds sind beste Voraussetzungen daf\u00fcr, verteilte Kompetenzen f\u00fcr gemeinsame Zielsetzungen zusammenzubringen\u00ab, erkl\u00e4rt Peter Gumbsch.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Strategieprozesses wurden bereits verschiedene Initiativen auf Verbundebene initiiert und mit entsprechenden Ma\u00dfnahmen vorangetrieben, etwa Initiativen zur Additiven Fertigung, dem Systemleichtbau, der Digitalisierung, zu Biointelligenten Materialien sowie zur Energiewende.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung beispielsweise treibt der Fraunhofer-Verbund MATERIALS \u00fcber das Konzept und die gleichnamige Initiative \u00bbMaterials Data Space\u00ae (MDS)\u00ab voran. Das \u00fcbergeordnete Ziel ist es, Werkstoffe bzw. werkstoffintensive Wertsch\u00f6pfungsketten Industrie-4.0-f\u00e4hig zu machen, sodass k\u00fcrzere Entwicklungszeiten, lernende Fertigungsverfahren und neue Gesch\u00e4ftsmodelle m\u00f6glich werden. Zudem ergeben sich durch die Digitalisierung der Materialien enorme Potenziale f\u00fcr Material- und Produktionseffizienz, f\u00fcr den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und f\u00fcr das Recycling.<\/p>\n<p>\u00bbDie Werkstoffcommunity steht vor einer Reihe von Umbr\u00fcchen. Die Digitalisierung wird sich unaufhaltsam ihren Weg bahnen. Die Grenzen zwischen fertigungstechnischen Fragen und Werkstofffragen verflie\u00dfen zunehmend. Hier m\u00fcssen wir mitgestalten\u00ab, erkl\u00e4rt Peter Gumbsch. Er f\u00fchrt weiter aus: \u00bbNur eine integrale und am Produktlebenszyklus orientierte Betrachtung verhilft zu substantiellen Wettbewerbsvorteilen. Ich denke, dass sich die beiden Disziplinen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie Produktionstechnik ein St\u00fcck weit neu definieren und positionieren m\u00fcssen. Viele technische L\u00f6sungen, die zur Bew\u00e4ltigung globaler Themen wie Energie, Mobilit\u00e4t oder Klimawandel beitragen, sind systemischer Natur und f\u00fcr sie gilt \u203aPowered by Materials\u2039. Als Werkstoff- und Bauteilinstitute m\u00fcssen wir selbstbewusst gro\u00dfe Anstrengungen unternehmen, um den systemischen Beitrag unserer Arbeiten herauszustellen. F\u00fcr mich als neuen Verbundvorsitzenden bergen all diese Themen enorme Gestaltungsr\u00e4ume. Ich freue mich darauf, diese gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Partnerinstitute auszuf\u00fcllen.\u00ab<\/p>\n<p>Professor Bernd Mayer unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit starker Akteure innerhalb des Verbunds. Durch die gro\u00dfe Breite an Expertise k\u00f6nnen die enormen Herausforderungen in Materialwissenschaft und Werkstofftechnik zielf\u00fchrend angegangen werden. Die Forschungsergebnisse kommen Kunden und Partnern des Verbunds durch Transferleistungen zu Gute. \u00bbThemen mit hoher Relevanz und gro\u00dfen Chancen f\u00fcr die Gesellschaft wie die Digitalisierung, Biointelligenz oder die Energiewende bringen einen hohen Forschungsbedarf mit sich; etwa wenn es um die Entwicklung neuer sicherer Speichermedien, um programmierbare Materialien oder insgesamt um das Bestreben nach mehr Ressourceneffizienz geht. Wir wollen auch weiterhin im Verbund Motor dieser Entwicklungen sein.\u00ab<\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM<\/strong><\/p>\n<p>Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Werkstoffmechanik IWM charakterisiert und bewertet die Eigenschaften von Werkstoffen in Bauteilen und Fertigungsverfahren und das Verhalten von Bauteilen auf vielen Skalen. Es betrachtet Entwicklung, Fertigung und Einsatz von Werkstoffen und Bauteilen integral und hilft so neue Funktionen und zielgerichtet verbesserte Fertigungsschritte zu realisieren. Um die Eigenschaften von Werkstoffen aus ihrer inneren Struktur abzuleiten, entwickelt und nutzt das Fraunhofer IWM mechanismenbasierte Werkstoffmodelle. \u00dcber solche Struktur-Eigenschaftsbeziehungen kann umgekehrt Einfluss auf die Strukturentwicklung bei der Herstellung und im Einsatz genommen werden. Aus dem etablierten Zusammenspiel von Experiment und Simulation ergibt sich eine hervorragende L\u00f6sungskompetenz f\u00fcr werkstoffbezogene Fragen zur Zuverl\u00e4ssigkeit, Sicherheit, Lebensdauer und Funktionalit\u00e4t von Bauteilen und Systemen aus nahezu allen Industriebereichen. <a href=\"http:\/\/www.iwm.fraunhofer.de\">www.iwm.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcber das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM<\/strong><\/p>\n<p>Das Fraunhofer IFAM ist eine der europaweit bedeutendsten unabh\u00e4ngigen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Klebtechnik, Oberfl\u00e4chen, Formgebung und Funktionswerkstoffe. An allen sechs Standorten \u2013 in Bremen, Braunschweig, Dresden, Oldenburg, Stade und Wolfsburg \u2013 z\u00e4hlen wissenschaftliche Exzellenz mit starker Anwendungsorientierung und messbarem Kundennutzen sowie h\u00f6chste Qualit\u00e4t zu den zentralen Leitlinien des Instituts. Derzeit b\u00fcndeln \u00fcber 680 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus \u00fcber 20 Abteilungen ihr Know-how in sieben Kernkompetenzen: Metallische Werkstoffe, Polymere Werkstoffe, Oberfl\u00e4chentechnik, Kleben, Formgebung und Funktionalisierung, Elektromobilit\u00e4t, Automatisierung und Digitalisierung. Diese Kernkompetenzen \u2013 jede f\u00fcr sich und im Zusammenspiel \u2013 begr\u00fcnden die starke Position des Instituts am Forschungsmarkt und bilden die Basis f\u00fcr zukunftsorientierte Entwicklungen zum Nutzen der Gesellschaft. <a href=\"http:\/\/www.ifam.fraunhofer.de\">www.ifam.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00dcber den Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS<\/strong><\/p>\n<p>Mit \u00fcber 2.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und einem Gesamthaushalt von ca. 470 Mio \u20ac im Leistungsbereich Vertragsforschung ist der Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS der derzeit gr\u00f6\u00dfte Verbund innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft. Stofflich deckt der Verbund den gesamten Bereich der metallischen, anorganisch-nichtmetallischen, polymeren und aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugten Werkstoffe sowie Halbleitermaterialien ab. Eine gro\u00dfe Bedeutung haben in den letzten Jahren hybride Materialien und Verbundwerkstoffe gewonnen. Neben experimentellen Untersuchungen in Laboren, Technika und Pilotanlagen werden stets gleichrangig Verfahren der numerischen Simulation und Modellierung eingesetzt. Dies gilt f\u00fcr alle Skalen, vom Molek\u00fcl \u00fcber das Bauteil bis hin zum komplexen System und zum Prozess. <a href=\"http:\/\/www.materials.fraunhofer.de\">www.materials.fraunhofer.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile \u2013 MATERIALS hat einen neuen Vorsitzenden: Professor Peter Gumbsch, Leiter des&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":16361,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-16360","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16360","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16360"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16360\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16362,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16360\/revisions\/16362"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/16361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16360"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16360"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16360"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=16360"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}