{"id":16621,"date":"2019-10-16T14:38:06","date_gmt":"2019-10-16T12:38:06","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=16621"},"modified":"2019-10-16T14:38:06","modified_gmt":"2019-10-16T12:38:06","slug":"abfalleintraege-in-die-umwelt-vermeiden-kreislaufwirtschaft-forcieren-kunststoffindustrie-schafft-transparenz-zu-weltweiten-kunststoffstroemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=16621","title":{"rendered":"Abfalleintr\u00e4ge in die Umwelt vermeiden, Kreislaufwirtschaft forcieren \u2013 Kunststoffindustrie schafft Transparenz zu weltweiten Kunststoffstr\u00f6men"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Insgesamt 250 Mio. t Post Consumer-Kunststoffabf\u00e4lle weltweit<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Sammlung: 173 Mio. t; Unsachgem\u00e4\u00dfe Entsorgung: 63 Mio. t; Achtloses Wegwerfen: 14 Mio. t<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Kreislaufschlie\u00dfung hat oberste Priorit\u00e4t im Kampf gegen Meeresm\u00fcll<\/strong><\/p>\n<p>Kunststoffe sind eine wichtige Ressource, die im Kreislauf gef\u00fchrt und nicht als Abfall in die Umwelt gelangen darf. Um die Stoffstr\u00f6me daf\u00fcr gezielt lenken und optimieren zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Materialstr\u00f6me sowie die Eintr\u00e4ge in die Umwelt in ihrer Gr\u00f6\u00dfenordnung bekannt sein. Ausgehend von diesem gemeinsamen Anspruch haben sechs Verb\u00e4nde und Organisationen der Kunststoffwertsch\u00f6pfung eine Pilot-Studie zu den weltweiten Kunststoffstr\u00f6men inklusive des Umgangs mit Post-Consumer-Kunststoffabf\u00e4llen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden nun im Rahmen der Weltleitmesse K 2019 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>\u201eMit der Global Plastics Flow Studie wurden erstmalig Daten und Fakten zur Kreislaufwirtschaft in 44 L\u00e4ndern der Welt einheitlich und umfassend dokumentiert sowie die bisherigen Schwachstellen bei der Abfallsammlung und -verwertung klar identifiziert\u201c, erl\u00e4uterte Dr. J\u00fcrgen Bruder, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und Projektleiter der Studie, den einzigartigen Beitrag der Erhebung im Kampf gegen M\u00fclleintr\u00e4ge in die Umwelt. \u201eDie Abfallmengen, die in die Umwelt gelangen, sind dramatisch und m\u00fcssen ein Weckruf sein f\u00fcr die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette. Abfallmanagement in all seinen Varianten muss das gemeinsame Ziel von Wirtschaft und Politik sein. Hot Spots mit erh\u00f6htem Handlungsbedarf zur Reduzierung ungeordneter Abfallbehandlungen sind durch die Studienergebnisse klar erkennbar.\u201c<\/p>\n<p>Das Besondere an der Studie ist, dass die Ergebnisse nicht aus der Helikopterperspektive entstanden sind, sondern \u00fcber umfangreiche regionale Erhebungen. So unterschiedlich die Ergebnisse sind, so vielf\u00e4ltig sind auch die Ma\u00dfnahmen: W\u00e4hrend in einigen Regionen der Welt die Abfallsammlung Priorit\u00e4t haben muss, ist Europa beispielsweise beim Ausbau des Recyclings und Durchsetzen des Deponieverbots gefordert.<\/p>\n<p>Die Studie wurde von der Conversio Market &amp; Strategy GmbH in enger Zusammenarbeit mit Verb\u00e4nden der Global Plastics Alliance sowie weiteren zahlreichen Institutionen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Zentrale Erkenntnisse zu Stoffstr\u00f6men im Jahr 2018<\/strong><\/p>\n<p>Die umfangreiche Studie liefert wichtige Zahlen zur weltweiten Produktion von Kunststoffen, zu deren Kreislauff\u00fchrung aber auch zu den Wertstoffverlusten. Auf globaler Ebene ergeben sich die folgenden Kernergebnisse:<br \/>\n\u2022 Produktion: Weltweit werden 360 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt.<br \/>\n\u2022 Verarbeitung: Zu den 360 Millionen Tonnen Neuware kommen weitere 30 Millionen Tonnen Rezyklat, mithin werden insgesamt 390 Millionen Tonnen Kunststoffe j\u00e4hrlich verarbeitet.<br \/>\n\u2022 Post-Consumer-Abf\u00e4lle: Aus der Summe der gebrauchten Kunststoffg\u00fcter entstehen rund 250 Millionen Tonnen verbrauchernahe Kunststoffabf\u00e4lle pro Jahr.<br \/>\n\u2022 Abfallmanagement: Davon werden 173 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle gesammelt.<br \/>\n\u2022 Abfalleintr\u00e4ge in die Umwelt: 63 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle werden unsachgem\u00e4\u00df entsorgt, beispielsweise auf wilden Deponien und 14 Millionen Tonnen werden achtlos weggeworfen (Leckage).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend geschlossene Kreisl\u00e4ufe weltweit unterschiedlich definiert werden, besteht innerhalb der an der Studie beteiligten Partner Einigkeit dar\u00fcber, dass das Sammeln, Sortieren und Verwerten von Post-Consumer-Abf\u00e4llen aus Kunststoff oberste Priorit\u00e4t haben muss, um Eintr\u00e4ge des Werkstoffs in die Umwelt grunds\u00e4tzlich zu verhindern. Dar\u00fcber hinaus muss sichergestellt werden, dass auch durch den Handel mit Abf\u00e4llen keine zus\u00e4tzlichen Eintr\u00e4ge in die Umwelt entstehen.<\/p>\n<p><strong>Strukturierte Datenerhebung, weltweite Kooperationen, hohe Repr\u00e4sentationsrate<\/strong><\/p>\n<p>Die Global Plastics Flow-Studie ist ein wichtiger Schritt, weltweite Daten zu Post-Consumer-Abf\u00e4llen aus Kunststoff in einer systematischen Struktur zu sammeln, aufzubereiten und zu evaluieren. Die beteiligten Verb\u00e4nde und Organisationen aus Deutschland und Europa wollen mit der Studie Impulse liefern f\u00fcr die weltweite Diskussion von Ma\u00dfnahmen gegen Abfalleintr\u00e4ge in die Umwelt. So wird die Studie einen Beitrag zum Global Information Project der \u201eAlliance to End Plastic Waste\u201c leisten, einer Open-Source-Datenbank insbesondere zur Priorisierung von Investitionen ins Abfallmanagement.<br \/>\nGleichzeitig soll die Studie als Ausgangsbasis f\u00fcr zuk\u00fcnftige Studien dienen, um Fortschritte beim weltweiten Abfallmanagement zu dokumentieren. Auch deshalb ist eines der Ziele der an der Studie beteiligten Organisationen, weitere Akteure einzubinden und so die Breite und Tiefe der nun in einem ersten Aufschlag vorliegenden Daten auszubauen und weiter zu verifizieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuellen Daten konnten Informationen zu Kunststoffen von der Produktion bis hin zum Abfall aus 44 L\u00e4ndern aufbereitet werden, die zusammen rund 60% der Weltbev\u00f6lkerung und rund 80% des globalen BIP abdecken.<br \/>\nIm Fokus der l\u00e4nder- und kontinentbezogenen sowie globalen Datensammlung und -analyse stehen:<br \/>\n\u2022 der Kunststoffstoffstrom von der Produktion \u00fcber Verarbeitung und Verbrauch bis zum Abfall<br \/>\n\u2022 Unterteilung der Kunststoffstr\u00f6me in die Bereiche Verpackung und Nicht-Verpackung<br \/>\n\u2022 unterschiedliche Verlustraten, das hei\u00dft Umwelteintr\u00e4ge von Kunststoffabf\u00e4llen pro Land\/Kontinent<br \/>\n\u2022 verschiedene Abfallmanagementsysteme mit jeweils spezifischen Entsorgungsstrukturen (Recycling, energetische Verwertung, geordnete Deponierung, etc.)<br \/>\n\u2022 unterschiedliche Rahmenbedingungen f\u00fcr die Kunststoffsammlung, -verwertung und -entsorgung.<br \/>\nDie zusammengefasste Studie steht als Download zur Verf\u00fcgung unter: www.k-online.com\/GPFStudie<\/p>\n<p>Quelle: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunststoffe sind eine wichtige Ressource, die im Kreislauf gef\u00fchrt und nicht als Abfall in die Umwelt gelangen darf. 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