{"id":16889,"date":"2019-10-21T11:13:16","date_gmt":"2019-10-21T09:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=16889"},"modified":"2019-10-21T11:13:16","modified_gmt":"2019-10-21T09:13:16","slug":"markt-fuer-rezyklate-wird-wachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=16889","title":{"rendered":"Markt f\u00fcr Rezyklate wird wachsen"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Neue digitale Plattform schafft Transparenz im Markt f\u00fcr Rezyklate<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 PCR-Einsatz erm\u00f6glicht Materialeinsparungen<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Aufkl\u00e4rung im richtigen Umgang mit Kunststoffen ist wichtig<\/strong><\/p>\n<p>Die Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe funktioniert \u00fcberall dort gut, wo es genug Rezyklate gibt. In einigen Bereichen, wie etwa bei Fensterprofilen, ist der Kreis schon geschlossen. Insgesamt ist die Menge an verf\u00fcgbaren Rezyklaten aber noch relativ gering. Um die Verf\u00fcgbarkeit zu erh\u00f6hen, hat die KraussMaffei-Gruppe einen digitalen Marktplatz entwickelt, auf dem sich Anbieter und Nachfrager treffen k\u00f6nnen. \u201eDie Idee zu Polymore ist aus der \u00dcberlegung entstanden, wie wir dem Markt unser Wissen \u00fcber die Verarbeitung von Rezyklaten und unser Wissen \u00fcber die Herstellung von Rezyklaten zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnen\u201c, sagte CEO Frank Stieler am Sonntag im VDMA-Pavillon auf der K. Am f\u00fcnften Messetag ging es in den Diskussionen und Pr\u00e4sentationen dort in erster Linie und Produkte, in denen bereits Rezyklate verarbeitet werden.<\/p>\n<p>Der neue B2B-Online-Marktplatz schafft eine Transparenz, die es bislang in dem Markt nicht gab \u2013 auch weil es auf der Anbieterseite eine un\u00fcbersichtlich gro\u00dfe Zahl an kleinen Unternehmen gibt, deren Angebotspalette jeweils bilateral angefragt werden muss. Wer k\u00fcnftig Rezyklat braucht, kann seine Bedarfsanfrage an Polymore schicken. Die Plattform leitet sie dann an die infrage kommenden Anbieter weiter. Die k\u00f6nnen daraufhin Angebote machen, aus denen der Anfrager sich eines aussuchen kann. \u201eWenn wir den Kreislauf schlie\u00dfen wollen, m\u00fcssen wir die einzelnen Teilnehmer verbinden\u201c, erkl\u00e4rte Stieler. Die hohe Transparenz der Plattform wird nach seiner Ansicht auch dabei helfen, Standards zu etablieren, die wiederum die Akzeptanz des Rezyklateinsatzes erh\u00f6hen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Mit PCR Material und Gewicht sparen<br \/>\nDie Einbindung von Rezyklaten in neue Produkte hat auf Seiten des Maschinenbaus eine Welle an neuer Forschung und Entwicklung in Gang gesetzt. Kautex Maschinenbau stellt beispielsweise auf der K eine Maschine f\u00fcr eine dreilagige Kunststoffflasche vor, deren Innen- und Au\u00dfenhaut aus biobasiertem Kunststoff besteht. Die mittlere Lage besteht aus gesch\u00e4umtem PCR. \u201eDiese Flasche hat die gleichen mechanischen Eigenschaften, wie eine aus fossilen Materialien\u201c, sagte Christian Kirchbaumer, Head of Marketing Communications bei einer Pr\u00e4sentation im VDMA-Pavillon. Auch die Zeit zum Formen der Flasche sei dieselbe wie bei konventionellem Material. Zugleich spare man 18 Prozent Material ein und verringere auch die CO2-Emissionen.<br \/>\nDas biobasierte Material bekommt Kautex vom brasilianischen Kunststoffhersteller Braskem. Das Unternehmen, das zahlreiche internationale Standorte unter anderem auch in Deutschland hat, bietet neben fossilen Kunststoffen auch eine ganze Reihe nicht-fossiler Materialien an. \u201eKautex setzt zum Beispiel ein auf Zuckerrohr basierendes Polyethylen von uns ein\u201c, sagte Tim Wagler, Commercial Director Renewable Chemicals Europe &amp; Asia. Grunds\u00e4tzlich positiv beurteilte er die Zukunft des chemischen Recycling. \u201eDas ist m\u00f6glich, aber derzeit k\u00f6nnen wir es noch nicht in gro\u00dfen Mengen machen\u201c, meinte er. Braske entwickelt nicht nur neue, biobasierte Kunststoffe. Der Konzern engagiert sich auch in der Aufkl\u00e4rung der Menschen im Umgang mit Kunststoff. In Brasilien, Mexiko und vielen anderen L\u00e4ndern hat er dazu Projekte gestartet. \u201eDas Thema Recycling ist sehr wichtig, aber die Aufkl\u00e4rung ist ebenso n\u00f6tig. Denn schlie\u00dflich ist nicht der Kunststoff schlecht, sondern die Art und Weise, wie er manchmal genutzt und entsorgt wird\u201c, sagte Wagler.<\/p>\n<p>Biobasiertes Material steht fossilem in wenig nach<br \/>\nBiobasierte Kunststoffe haben ihre vielfache Substituierbarkeit mit fossilen Materialien schon bewiesen. Die Firma Herrmann Ultraschall hat jetzt nachgewiesen, dass man dieses Material mit der Methode des Ultraschallschwei\u00dfens auch gut verbinden kann. Am Beispiel zweier kleiner Achtecke, die durch einen kurzen Zylinder verbunden werden, hat man herausgefunden, dass die Festigkeit unterschiedlicher biobasierter Kunststoffe teilweise sehr nahe an die von fossilen Materialien herankommt. \u201eBei mehr als 90 Prozent aller Anforderungen, bei denen es auf Festigkeit ankommt, haben sich die biobasierten Materialien als geeignet erwiesen\u201c, sagte CEO Thomas Herrmann. Ob biobasierte Kunststoffe eine Zukunft haben, h\u00e4nge aber ganz wesentlich vom Verbraucher ab. F\u00fcr die Akzeptanz solcher Produkte sei es wichtig, eine gute Kennzeichnung zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Von Anfang an den Kreis denken<br \/>\n\u201eEs ist wichtig, das Prinzip der Kreislaufwirtschaft bereits in der Designphase und bei der Entwicklung des Gesch\u00e4ftsmodells zu ber\u00fccksichtigen, um den Kreis zu schlie\u00dfen und zirkul\u00e4re Produkte zu designen.\u201c So lautete das Fazit eines Workshops, den zwei Vertreter des Fraunhofer-UMSICHT-Instituts im VDMA-Pavillon veranstalteten. Dass das nicht immer einfach ist, zeigten sie dem Publikum am Beispiel eines Auto-Kindersitzes, der aus \u00fcber 100 Teilen besteht, darunter allein \u00fcber 20 verschiedene Kunststoffsorten.<\/p>\n<p>Programm, Videoclips der Beitr\u00e4ge und weitere Informationen zum VDMA Circular Economy Forum auf der K 2019 siehe https:\/\/plastics.vdma.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe funktioniert \u00fcberall dort gut, wo es genug Rezyklate gibt. 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