{"id":17025,"date":"2019-10-23T09:22:50","date_gmt":"2019-10-23T07:22:50","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=17025"},"modified":"2019-10-23T09:22:50","modified_gmt":"2019-10-23T07:22:50","slug":"kreislaufwirtschaft-bringt-neue-materialien-und-produkte-hervor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=17025","title":{"rendered":"Kreislaufwirtschaft bringt neue Materialien und Produkte hervor"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Maschinenbauer k\u00f6nnen Kreislaufwirtschaft beschleunigen<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Einheitliche Kennzeichnung n\u00f6tig<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Kreislaufwirtschaft muss schnell angegangen werden<\/strong><\/p>\n<p>Das Bekenntnis der Kunststoffindustrie zur Kreislaufwirtschaft wird in Zukunft eine ganze Reihe neuer Materialien, Prozesse und Produkte hervorbringen. \u201eDie Maschinenbauer haben die technologische Kompetenz, diesen Prozess zu beschleunigen\u201c, sagte Thilo Brodtmann, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA am Dienstag im VDMA-Pavillon auf der K. F\u00fcr die Metalle sei der Kreislauf mit einer Recyclingrate von fast 100 Prozent schon fast vollst\u00e4ndig geschlossen. Jetzt seien die Kunststoffe an der Reihe. \u201eDas ist technologisch schwieriger, aber das Potenzial, etwas zu erreichen, ist sehr gro\u00df\u201c, sagte Brodtmann.<br \/>\nF\u00fcr das Gelingen sei wichtig, dass alle Beteiligten miteinander kooperierten. Ein Beispiel: Ein Maschinenbauer muss mit dem Materiallieferanten seines Kunden sprechen, damit er wei\u00df, welche Anforderungen seine Maschine erf\u00fcllen muss. Auch der Verbraucher m\u00fcsse einbezogen werden. Damit er sich in Zukunft auch bewusst f\u00fcr Produkte aus Rezyklaten oder biobasierten Kunststoffen entscheiden k\u00f6nne, brauche es eine entsprechende Kennzeichnung auf EU-Ebene. \u201eMit dem gestiegenen Bewusstsein f\u00fcr Nachhaltigkeit ist das, glaube ich, sehr gut machbar\u201c, sagte Brodtmann.<\/p>\n<p><strong>Bio-Kunststoffe auf dem Vormarsch<\/strong><br \/>\nAuf der K wurden bereits eine Reihe neuer Materialien und Produkte vorgestellt. Die Firma fm Kunststofftechnik pr\u00e4sentierte einen Mehrweg-Kaffeebecher, der vollst\u00e4ndig kompostierbar ist. Daf\u00fcr verwendet sie ein Biopolyester, das mit bis zu 40 Prozent Sonnenblumenschalen angereichert wird. Diese Schalen sind ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Sonnenblumen\u00f6l. Sie erm\u00f6glichen erstens eine Einsparung des Bio-Kunststoffes und zweitens erh\u00f6hen sie die Stabilit\u00e4t des Produkts. Die Kaffeebecher sind sogar sp\u00fclmaschinenfest. Der gr\u00f6\u00dfere Vorteil ist aber, dass sich die Kaffeebecher im Erdreich zersetzen und nicht, wie etwa PLA, auf eine Temperatur von 60 Grad gebracht werden m\u00fcssen. \u201eUnser Material ist f\u00fcr den Gebrauch im Lebensmittelbereich vollst\u00e4ndig zertifiziert\u201c, sagte Reinhard Trumme, Prokurist bei der Firma Golden Compound, die dieses Material entwickelt hat, bei einer Pr\u00e4sentation im VDMA-Pavillon.<br \/>\nAuch auf der Materialseite tut sich schon viel. Die Firma Biofibre hat einen biobasierten Kunststoff mit sehr guten Eigenschaften f\u00fcr das Spritzgie\u00dfen entwickelt, den ein Kunde f\u00fcr die Produktion von Schuhspannern einsetzt. \u201eDas Produkt ist sehr leicht, sehr stabil und gleichzeitig sehr flexibel, alles Eigenschaften, die man f\u00fcr einen Schuhspanner braucht. Au\u00dferdem l\u00e4sst es sich sehr gut kolorieren\u201c, erkl\u00e4rte Prokurist Christoph Glammert im VDMA-Pavillon. Damit er\u00f6ffneten sich f\u00fcr das Material auch andere Einsatzgebiete, zum Beispiel im M\u00f6bel-Bereich. Die Produkte kosteten heute noch etwas mehr als vergleichbare aus konventionellen Materialien. Aber die Verbraucher seien mittlerweile bereit, f\u00fcr ein umweltfreundliches Produkt auch mehr zu bezahlen. Nachfrage komme auch aus L\u00e4ndern, in denen bestimmte Kunststoffprodukte verboten worden seien. Dort werde nach Alternativen gesucht. \u201eWir erleben gerade eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung in unserem Markt\u201c, sagte Glammert.<\/p>\n<p><strong>Chemisches Recycling bei schwer zu rezyklierenden Kunststoffen<\/strong><br \/>\nNicht aller Kunststoffabfall l\u00e4sst sich heute schon wirtschaftlich recyceln und damit zur\u00fcck in den Kreislauf bringen. Der Materialaufbereitungsspezialist Vecoplan zeigte im VDMA-Pavillon, dass in einem solchen Fall chemisches Recycling eine Option sein kann. Die US-Firma Brightmark Energy macht in einem selbst entwickelten chemischen Verfahren j\u00e4hrlich aus 100.000 Tonnen schwer rezyklierbaren Kunststoffabfalls neue Produkte wie beispielsweise Diesel oder auch Wachse. \u201eAuf diese Weise verhindert unser Kunde Brightmark, dass dieser Abfall auf Deponien landet\u201c, sagte Martina Schmidt, Leiterin des Gesch\u00e4ftsbereichs Recycling\/Waste bei Vecoplan. Die Anforderungen an die Aufbereitung dieses Abfallstroms seien anders als bei werkstofflichem Recycling. \u201eChemisches Recycling kann ein Weg sein, Kunststoffabf\u00e4llen ein zweites Leben zu geben\u201c, sagte Schmidt.<\/p>\n<p><strong>Mut zur Transformation<\/strong><br \/>\nDie Kunststoffindustrie hat auf der K gezeigt, dass sie f\u00fcr Kreislaufwirtschaft bereit ist und auch schon konkrete Schritte in diese Richtung unternommen hat. \u201eDa ist eine Transformation im Gange\u201c, sagte Julia Eckey von der Unternehmensberatung Joschka Fischer &amp; Company. Jetzt gehe es um die Umsetzung, und da sollten alle Teilnehmer am Kreislauf nicht z\u00f6gerlich sein. \u201eDie Frage ist, ob wir darauf warten, dass wir von anderen gedr\u00e4ngt werden, oder ob wir die Dinge in die Hand nehmen\u201c, sagte sie.<br \/>\n&#8211;<br \/>\nProgramm, Videoclips der Beitr\u00e4ge und weitere Informationen zum VDMA Circular Economy Forum auf der K 2019 siehe https:\/\/plastics.vdma.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bekenntnis der Kunststoffindustrie zur Kreislaufwirtschaft wird in Zukunft eine ganze Reihe neuer Materialien, Prozesse und Produkte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17026,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-17025","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17025"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17025\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17027,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17025\/revisions\/17027"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/17026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17025"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17025"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=17025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}