{"id":17404,"date":"2019-11-07T08:00:37","date_gmt":"2019-11-07T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=17404"},"modified":"2019-11-06T10:46:50","modified_gmt":"2019-11-06T09:46:50","slug":"sgl-carbon-erhoeht-konzernumsatz-nach-neun-monaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=17404","title":{"rendered":"SGL Carbon erh\u00f6ht Konzernumsatz nach neun Monaten"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Konzernumsatz steigt gegen\u00fcber Vorjahresperiode um rund 6 Prozent auf 832 Millionen Euro dank organischen Wachstums in den Marktsegmenten Digitalisierung, Energie und Chemie<\/strong><\/li>\n<li><strong>Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen bei rund 54 Millionen Euro; bereinigt um positiven Einmaleffekt im Vorjahr damit in etwa auf Niveau des Vorjahres<\/strong><\/li>\n<li><strong>Gesch\u00e4ftsbereich Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM) im dritten Quartal deutlich von den schwachen Entwicklungen bei Textilen Fasern, Windenergie und Industriellen Anwendungen gekennzeichnet; Graphite Materials &amp; Systems (GMS) besser als erwartet auf sehr gutem Niveau des Vorquartals und damit insgesamt in 9M\/2019 auf historischem Rekordniveau<\/strong><\/li>\n<li><strong>Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten in den ersten neun Monaten deutlich verbessert<\/strong><\/li>\n<li><strong>Anlassbezogene Werthaltigkeitspr\u00fcfung f\u00fchrt zu nicht zahlungswirksamer Wertminderung bei CFM in H\u00f6he von rund 75 Millionen Euro im dritten Quartal<\/strong><\/li>\n<li><strong>Revidierte Prognose vom 25. Oktober 2019: EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen bei CFM im negativen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag und f\u00fcr den Konzern bei 45 bis 50 Millionen Euro erwartet<\/strong><\/li>\n<li><strong>Umfangreiches Ma\u00dfnahmenpaket zur Verbesserung des Ergebnisses von CFM beschlossen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dr. Michael Majerus, Sprecher des Vorstands der SGL Carbon: \u201eDie strukturellen Wachstumstreiber in den f\u00fcr uns strategisch relevanten M\u00e4rkten sind intakt. Unsere Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses der CFM setzen wir konsequent um.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Im dritten Quartal 2019 haben sich die beiden Gesch\u00e4ftsbereiche der SGL Carbon sehr unterschiedlich entwickelt. W\u00e4hrend Graphite Materials &amp; Systems (GMS) besser als erwartet abschnitt, verschlechterte sich Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM) deutlich gegen\u00fcber den beiden Vorquartalen. Der Grund ist die schw\u00e4chere Entwicklung in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen. Insgesamt stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund 6 Prozent auf 832 Millionen Euro. Bereinigt um einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr lag das Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen nach neun Monaten mit rund 54 Millionen Euro in etwa auf H\u00f6he des Vorjahres.<\/p>\n<p>In seiner Adhoc-Mitteilung vom 25. Oktober 2019 hat das Unternehmen seine Prognose f\u00fcr das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen f\u00fcr CFM auf einen negativen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag nach unten revidiert. F\u00fcr den Konzern wird nun ein EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen von 45 bis 50 Millionen Euro erwartet. Aufgrund der niedrigen Ausgangsbasis f\u00fcr 2019 sowie der anhaltenden Schw\u00e4che in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen im Gesch\u00e4ftsbereich CFM wurde ein nicht zahlungswirksamer Wertminderungsaufwand von rund 75 Millionen Euro im dritten Quartal 2019 gebucht. Die erst in den letzten Jahren akquirierten Anlageverm\u00f6gen der ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen mit BMW und Benteler sind von der Wertminderung nicht betroffen. Im Zusammenhang mit der Wertminderung bei CFM war zudem eine Wertberichtigung auf aktivierte latente Steuern von 7,4 Millionen Euro notwendig. Vor diesem Hintergrund wird f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 nun ein Konzernergebnis von etwa minus 100 Millionen Euro erwartet.<\/p>\n<p>Um das Ergebnis von CFM zu verbessern, hat die SGL Carbon ein umfangreiches Ma\u00dfnahmenpaket geschn\u00fcrt. Es sieht unter anderem einen gezielten Abbau von rund 3 Prozent der Stellen im Gesch\u00e4ftsbereich CFM und einen beschleunigten Umbau von Textilproduktionslinien in Produktionslinien f\u00fcr Precursor f\u00fcr die Carbonfaserherstellung vor. Weiterhin sollen der Produktmix in den Bereichen Industrielle Anwendungen und Textile Fasern verbessert sowie selektive Preiserh\u00f6hungen durchgesetzt werden. Zudem plant das Unternehmen, den Ausbau des Luftfahrtgesch\u00e4fts zu beschleunigen.<\/p>\n<p><strong>\u201eDas Wachstum in unseren Kernm\u00e4rkten zeigt, dass unsere strategische Sto\u00dfrichtung stimmt\u201c, sagt Dr. Michael Majerus, Sprecher des Vorstands der SGL Carbon. \u201eIm Gesch\u00e4ft mit Spezialgraphiten haben wir Umsatz und Ertrag gesteigert und besser als erwartet abgeschnitten. Im Gesch\u00e4ftsbereich CFM sind die strukturellen Wachstumstreiber in den f\u00fcr uns strategisch relevanten M\u00e4rkten intakt. Im Bereich Automobil sehen wir eine steigende Zahl von Verbundwerkstoffprojekten, die speziell durch die Elektromobilit\u00e4t getrieben sind. Den Ausbau des h\u00f6hermargigen Luftfahrtgesch\u00e4fts werden wir forcieren. Unser Ma\u00dfnahmenpaket zur Verbesserung des Ergebnisses des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM setzen wir konsequent um.\u201c\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Im Dreivierteljahr per Ende September 2019 erzielte die SGL Carbon einen Umsatz von 832,4 (Vorjahr: 786,3) Millionen Euro und damit ein Plus von 5,9 Prozent. Der Anstieg ging vor allem auf h\u00f6here Auslieferungen und auf Preissteigerungen im Gesch\u00e4ftsbereich GMS zur\u00fcck. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen sank zwar um 8,4 Prozent auf 54,2 (Vorjahr: 59,2) Millionen Euro, allerdings enthielt der Vorjahresbetrag einen Ertrag von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundst\u00fccksverkauf. Um diesen Effekt bereinigt hat sich das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen nahezu auf Vorjahresniveau stabilisiert. Dies ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass der deutliche Ergebnisr\u00fcckgang im Gesch\u00e4ftsbereich CFM nahezu vollst\u00e4ndig durch die operativen Ergebnisverbesserungen im Gesch\u00e4ftsbereich GMS und Corporate kompensiert wurde. Die Kapitalrendite (ROCE) auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag nach neun Monaten bei 4,7 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent). Die Sondereinfl\u00fcsse in H\u00f6he von minus 81,0 Millionen Euro enthalten im Wesentlichen den Wertminderungsaufwand im Berichtssegment CFM in H\u00f6he von 74,7 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Vorjahres war aus dem \u00dcbergang auf die Vollkonsolidierung des ehemaligen Joint Ventures mit der BMW Group (SGL ACF) eine Anpassung an den Fair Value der anteilig konsolidierten Beteiligung zum Akquisitionszeitpunkt erforderlich. Dies f\u00fchrte in der Vorjahresperiode zu einem positiven Sondereinfluss von 28,4 Millionen Euro. Damit sank das EBIT nach Sondereinfl\u00fcssen gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum von 79,7 Millionen Euro auf minus 26,8 Millionen Euro. Das Ergebnis aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten vor Steuern ging ebenfalls deutlich von 58,4 Millionen Euro auf minus 59,4 Millionen Euro zur\u00fcck. Nach Steuern und Minderheitenanteilen lag das Konzernergebnis bei minus 74,5 (Vorjahr: 47,7) Millionen Euro.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Composites \u2013 Fibers &amp; Materials (CFM): Umsatz etwa auf Vorjahresniveau; Ergebnisverschlechterung vor allem aufgrund der Schw\u00e4che in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Ums\u00e4tze des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM verblieben nach neun Monaten 2019 mit 328,6 Millionen Euro erwartungsgem\u00e4\u00df etwa auf dem Vorjahresniveau (w\u00e4hrungsbereinigt: plus 1 Prozent). Das starke Wachstum im Marktsegment Windenergie gegen\u00fcber dem schwachen Vorjahr verst\u00e4rkte sich im dritten Quartal. Der Umsatz im Marktsegment Automobil verblieb nahezu auf Vorjahresniveau, w\u00e4hrend sich die Marktsegmente Textile Fasern und Industrielle Anwendungen wegen der schw\u00e4cheren Weltwirtschaft sowie aus strukturellen Gr\u00fcnden r\u00fcckl\u00e4ufig entwickelten. Aufgrund der unterschiedlichen zeitlichen Verteilung der Projektabrechnungen lag auch das Marktsegment Luftfahrt unter Vorjahr.<\/p>\n<p>Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM sank im dritten Quartal 2019 gegen\u00fcber den beiden Vorquartalen signifikant. Ursache sind vor allem die Verschlechterungen in den Marktsegmenten Textile Fasern, Windenergie und Industrielle Anwendungen. Im Bereich der Windenergie sank das Ergebnis in den ersten neun Monaten 2019 deutlich aufgrund des ung\u00fcnstigen Produktmixes. Das Ergebnis im Bereich der Textilen Fasern hat sich nach einer vor\u00fcbergehenden Stabilisierung im zweiten Quartal deutlich verschlechtert. Das liegt zum einen an der weiterhin schwachen Nachfrage nach Acrylfasern infolge des konjunkturellen Umfelds, zum anderen sind viele Anwender nachhaltig auf Polyester umgestiegen. Daher lag das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in den ersten neun Monaten 2019 mit minus 1,8 Millionen Euro deutlich unter der vergleichbaren Vorjahresperiode von 20,9 Millionen Euro. Die Kapitalrendite (ROCE) des Gesch\u00e4ftsbereichs CFM auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei minus 0,3 (Vorjahr: 4,6) Prozent.<\/p>\n<p>Wegen der signifikanten Abweichungen zu den Erwartungen f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich CFM, die sich im August 2019 ergeben haben, hat die SGL Carbon die Erstellung der neuen F\u00fcnfjahresplanung beschleunigt. Vor allem aufgrund der niedrigeren Ausgangsbasis f\u00fcr 2019 und der anhaltenden Schw\u00e4che bei Textilen Fasern und Industriellen Anwendungen, hat das Unternehmen einen anlassbezogenen Werthaltigkeitstest durchgef\u00fchrt, der einen teilweisen Wertminderungsbedarf in H\u00f6he von 74,7 Millionen Euro ergab. Dieser betraf ausschlie\u00dflich die zahlungsmittelgenerierende Einheit CF\/CM (Carbon Fibers\/Composite Materials) und wurde im dritten Quartal 2019 gebucht. Hinzu kamen Sondereinfl\u00fcsse in H\u00f6he von minus 6,5 Millionen Euro aus der zus\u00e4tzlichen Amortisation im Rahmen der Kaufpreisallokation der SGL Composites-Gesellschaften. Weiterhin entfiel ein positiver Sondereinfluss in H\u00f6he von 28,4 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Das EBIT nach Sondereinfl\u00fcssen reduzierte sich damit von 39,0 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2018 auf minus 82,8 Millionen Euro in der Berichtsperiode.<\/p>\n<p><strong>Graphite Materials &amp; Systems (GMS): Umsatz steigt um fast 8 Prozent; EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen w\u00e4chst \u00fcberproportional auf historischen Rekordwert\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz des Gesch\u00e4ftsbereichs GMS lag in den ersten neun Monaten 2019 mit 471,3 Millionen Euro rund 8 Prozent (w\u00e4hrungsbereinigt rund 6 Prozent) \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Haupttreiber dieser starken Entwicklung war das Segment Automobil &amp; Transport, das \u00fcberdurchschnittlich wuchs und seinen Umsatz um mehr als 30 Prozent erh\u00f6hte. Auch die Marktsegmente Halbleiter und LED haben ihre Ums\u00e4tze prozentual deutlich zweistellig gesteigert. Leichtes Wachstum verzeichneten die Segmente Industrielle Anwendungen und Chemie. Im Segment Batterie &amp; sonstige Energie verblieb der Umsatz erwartungsgem\u00e4\u00df unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz im Solarbereich wurde erneut unter das Vorjahresniveau begrenzt, um Halbleiter- und LED-Kunden bevorzugt zu bedienen. Insgesamt stieg das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in den ersten neun Monaten 2019 \u00fcberproportional um 19 Prozent auf 70,9 (Vorjahr: 59,5) Millionen Euro. Entsprechend stieg die EBIT-Marge von 13,6 Prozent auf 15 Prozent dank des verbesserten Ergebnisses in den Marktsegmenten Halbleiter, LED, Chemie und Industrielle Anwendungen. Einzig das Solargesch\u00e4ft lag leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Kapitalrendite (ROCE) des Gesch\u00e4ftsbereichs GMS auf Basis des EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 16,9 (Vorjahr: 16,0) Prozent.<\/p>\n<p><strong>Corporate: Gesch\u00e4ft mit Komponenten f\u00fcr Brennstoffzellen treibt das Umsatzwachstum; Ergebnis verbessert<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz im Berichtssegment Corporate hat sich in den ersten neun Monaten 2019 um 27 Prozent (kein W\u00e4hrungseffekt) auf 32,5 (Vorjahr: 25,6) Millionen Euro verbessert. Der wesentliche Grund waren die deutlich h\u00f6heren Ums\u00e4tze im Marktsegment Energie, vor allem durch h\u00f6here Ums\u00e4tze der zentralen Entwicklungsabteilung (Central Innovation) mit Komponenten f\u00fcr Brennstoffzellen. Das EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen hat sich deutlich auf minus 14,9 (Vorjahr: minus 21,2) Millionen Euro verbessert, obwohl das Vorjahr einen positiven Effekt in H\u00f6he von 3,9 Millionen Euro aus einem Grundst\u00fccksverkauf beinhaltete. Neben den h\u00f6heren Ums\u00e4tzen mit Komponenten f\u00fcr Brennstoffzellen machten sich \u2013 aufgrund der stark r\u00fcckl\u00e4ufigen Ergebnisentwicklung bei CFM und damit auch im Konzern \u2013 geringere Aufwendungen f\u00fcr Management-Incentive-Pl\u00e4ne bemerkbar.<\/p>\n<p><strong>Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten erneut deutlich verbessert<\/strong><\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit der fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2019 deutlich auf 29,9 (Vorjahr: 7,6) Millionen Euro. Ursache war vor allem der reduzierte Aufbau des Nettoumlaufverm\u00f6gens. Der Cashflow aus Investitionst\u00e4tigkeit aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten lag bei minus 39,5 Millionen Euro gegen\u00fcber minus 47,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wobei der Vorjahreswert unter anderem einen Mittelabfluss von 23,1 Millionen Euro aus dem Erwerb der SGL Composites-Gesellschaft in Wackersdorf enthielt. Die Investitionen in immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen erh\u00f6hten sich erwartungsgem\u00e4\u00df deutlich um 31 Prozent auf 50,7 (Vorjahr: 38,7) Millionen Euro. Insgesamt verbesserte sich der Free Cashflow aus fortgef\u00fchrten Aktivit\u00e4ten deutlich auf minus 9,6 (Vorjahr: minus 39,9) Millionen Euro.<\/p>\n<p>Per 30. September 2019 summierte sich die Bilanzsumme der SGL Carbon auf 1.539,7 (31. Dezember 2018: 1.585,1) Millionen Euro. Das Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens ist per Ende September deutlich auf 409,4 (31. Dezember 2018: 531,6) Millionen Euro gesunken. Daraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 26,6 Prozent (31. Dezember 2018: 33,5 Prozent). Der R\u00fcckgang resultiert im Wesentlichen aus dem durch die Wertminderung gepr\u00e4gten Konzernergebnis von minus 74,5 Millionen Euro und aus der erfolgsneutralen Anpassung der Zinsen f\u00fcr Pensionsr\u00fcckstellungen an das niedrige Zinsumfeld in Deutschland und in den USA. Dem standen positive W\u00e4hrungseffekte gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Revidierte Prognose vom 25. Oktober 2019<\/strong><\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ftsjahr 2018 war gepr\u00e4gt von positiven Effekten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 sowie von positiven Sondereinfl\u00fcssen aus der Vollkonsolidierung der ehemaligen SGL ACF. Diese beeinflussen aufgrund der hohen Ausgangsbasis die Prognose f\u00fcr das laufende Gesch\u00e4ftsjahr. Dar\u00fcber hinaus nimmt die SGL Carbon Berichte \u00fcber eine sich weltweit abk\u00fchlende gesamtwirtschaftliche Entwicklung zur Kenntnis. Dennoch geht das Unternehmen unver\u00e4ndert von einem mittleren einstelligen prozentualen Anstieg im Konzernumsatz 2019 aus, der vor allem mengengetrieben ist.<\/p>\n<p>Wie am 25. Oktober 2019 berichtet, wird sich die Schw\u00e4che in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen im Berichtssegment CFM auch im Schlussquartal 2019 fortsetzen. Daher erwartet die SGL Carbon nun ein Konzern-EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 45 bis 50 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Die Wertminderung in H\u00f6he von ca. 75 Millionen Euro ist die Hauptursache f\u00fcr die Verschlechterung im Konzernergebnis, das nun mit rund minus 100 Millionen Euro erwartet wird (bisherige Prognose: Konzernergebnis in H\u00f6he eines negativen hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags). Der Konzern-Jahres\u00fcberschuss von rund 41 Millionen Euro im Gesch\u00e4ftsjahr 2018 wurde durch einen nicht zahlungswirksamen positiven Sondereffekt in H\u00f6he von rund 28 Millionen Euro aus der Vollkonsolidierung von SGL ACF beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2019 erwartet die SGL Carbon unver\u00e4ndert ein Investitionsbudget von rund 100 Millionen Euro nach 78 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nettofinanzschulden zum Jahresende 2019 sollten sich unver\u00e4ndert um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag gegen\u00fcber dem Jahresende 2018 erh\u00f6hen. Die Gr\u00fcnde sind vor allem h\u00f6here Investitionen sowie gestiegene Zinsaufwendungen. Allerdings ist aufgrund der Ergebnisverschlechterung bei CFM das Risiko dieser Nicht-Zielerreichung gestiegen.<\/p>\n<p>Mit der Begebung der Wandelanleihe 2018\/2023 im September 2018, der Unternehmensanleihe 2019\/2024 im April 2019 sowie dem im Januar 2019 abgeschlossenen syndizierten Kredit \u00fcber 175 Millionen Euro (der weiterhin nicht gezogen ist), ist die SGL Carbon bis 2023 im Hinblick auf bestehende Finanzverbindlichkeiten durchfinanziert.<\/p>\n<p><strong>Prognose CFM: Leichter Umsatzanstieg bei negativem EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen erwartet; Verbesserungsma\u00dfnahmen werden voraussichtlich erst 2020 wesentlich zum Ergebnis beitragen<\/strong><\/p>\n<p>Die SGL Carbon erwartet im Berichtssegment CFM einen leichten Umsatzanstieg im Gesamtjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr, der haupts\u00e4chlich durch das Marktsegment Windenergie getrieben wird.<\/p>\n<p>Die Marktsegmente Textile Fasern und Industrielle Anwendungen entwickeln sich deutlich schw\u00e4cher als urspr\u00fcnglich erwartet. Trotz des starken Wachstums im Marktsegment Windenergie wird aufgrund des verschlechterten Produktmixes auch hier ein stark r\u00fcckl\u00e4ufiges Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erwartet. In der Folge erwartet die SGL Carbon im Gesch\u00e4ftsjahr 2019 nur noch ein EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen in H\u00f6he eines negativen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrags. Die vor allem in den Marktsegmenten Textile Fasern und Industrielle Anwendungen eingeleiteten Ma\u00dfnahmen zur Ergebnisverbesserung werden voraussichtlich erst im n\u00e4chsten Jahr wesentlich zum Ergebnis beitragen.<\/p>\n<p><strong>Prognose GMS: Umsatz und EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen voraussichtlich leicht \u00fcber dem Vorjahr; Entwicklung best\u00e4tigt robustes Gesch\u00e4ftsmodell auch in einem schw\u00e4cheren wirtschaftlichen Umfeld<\/strong><\/p>\n<p>Im Vorjahr waren sowohl Umsatz als auch EBIT vor Sondereinfl\u00fcssen im Berichtssegment GMS stark positiv von der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 beeinflusst. Dennoch erwartet die SGL Carbon nun im Gesamtjahr 2019 eine leichte Steigerung bei beiden Kennzahlen aufgrund der sehr guten Gesch\u00e4ftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2019, obwohl das Unternehmen f\u00fcr das Schlussquartal 2019 eine Abschw\u00e4chung erwartet. Hier plant die SGL Carbon weiterhin weniger Menge sowie einen gezielten Bestandsabbau, die zu einer geringeren Fixkostenabsorption f\u00fchren, aber den Free Cashflow verbessern.<\/p>\n<p>GMS sollte daher die Ziel-EBIT-Marge (vor Sondereinfl\u00fcssen) von 12 Prozent erneut \u00fcbertreffen und damit untermauern, dass dieses Gesch\u00e4ftsmodell auch in einem abschw\u00e4chenden weltwirtschaftlichen Umfeld robust ist.<\/p>\n<p>Quelle: SGL Carbon<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im dritten Quartal 2019 haben sich die beiden Gesch\u00e4ftsbereiche der SGL Carbon sehr unterschiedlich entwickelt. 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