{"id":17798,"date":"2019-11-21T11:11:04","date_gmt":"2019-11-21T10:11:04","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=17798"},"modified":"2019-11-21T11:11:04","modified_gmt":"2019-11-21T10:11:04","slug":"bosch-beantragt-5g-lizenzen-fuer-lokale-netze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=17798","title":{"rendered":"Bosch beantragt 5G-Lizenzen f\u00fcr lokale Netze"},"content":{"rendered":"<p><strong>5G-Vorreiterrolle sichert Boschs Innovationskraft bei Industrie 4.0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Bosch bereitet Aufbau lokaler Campusnetze vor<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Die Fabrik der Zukunft ben\u00f6tigt hochleistungsf\u00e4hige Funktechnologie<\/strong><br \/>\n<strong>\u20225G hievt die Produktion auf ein neues Level<\/strong><\/p>\n<p>Stuttgart \u2013 Bosch setzt auf lokale 5G-Netze. Das Unternehmen hat Lizenzen f\u00fcr ausgew\u00e4hlte deutsche Standorte bei der Bundesnetzagentur beantragt. \u201eAls IoT-Unternehmen hat Bosch fr\u00fchzeitig Forschungsaktivit\u00e4ten im Bereich 5G gestartet. Der neue Kommunikationsstandard ist ein Schl\u00fcssel f\u00fcr das automatisierte und vernetzte Fahren und ein wesentliches Element f\u00fcr die Fabrik der Zukunft\u201c, sagt Dr. Michael Bolle, Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und CDO\/CTO der Bosch-Gruppe. Nach Lizenzierung durch die Bundesnetzagentur plant Bosch gemeinsam mit Partnern den Aufbau der lokalen 5G-Netze im Laufe des n\u00e4chsten Jahres, um die Potenziale von Industrie 4.0 noch besser auszusch\u00f6pfen. In den kommenden Monaten testet Bosch 5G in eigenen Werken sowie am Forschungscampus in Renningen und bereitet so den operativen Einsatz vor.<\/p>\n<p><strong>5G-Campusnetze f\u00fcr Bosch-Werke<\/strong><\/p>\n<p>Dank des neuen Vergabeverfahrens der Bundesnetzagentur, mit dem Unternehmen erstmals eigene lokale Frequenzen beantragen k\u00f6nnen, will Bosch private 5G-Netze aufbauen und damit seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit st\u00e4rken. \u201ePrivate Campusnetze sorgen f\u00fcr ein H\u00f6chstma\u00df an Sicherheit und Unabh\u00e4ngigkeit. 5G beschleunigt und verbessert die industrielle Produktion. Mit lokalen 5G-Netzen kommen wir unserer Idee von der Fabrik der Zukunft einen gro\u00dfen Schritt n\u00e4her\u201c, so Bosch-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rolf Najork, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Industrietechnik. Zun\u00e4chst hat Bosch f\u00fcr das Industrie-4.0-Leitwerk in <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/10\/3MZEMUX4-3MZEBRM0-3MZEBRLU-ANUBIH.html\">Stuttgart-Feuerbach<\/a> sowie den <a href=\"http:\/\/news.bosch-presse.de\/go\/10\/3MZEMUX4-3MZEBRM0-3MZEBRLV-NM3RB4.html\">Forschungscampus in Renningen<\/a> 5G-Lizenzen beantragt. \u201eDie ausgew\u00e4hlten Standorte leisten Pionierarbeit, die dem gesamten Bosch-Verbund aus rund 280 Werken weltweit zugutekommt\u201c, sagt Bolle.<\/p>\n<p><strong>5G wird zentraler Baustein der Fabrik der Zukunft <\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn unserer Vision der Fabrik der Zukunft sind nur noch Boden, W\u00e4nde und Decke statisch und fest. Alles andere ist flexibel, mobil und ordnet sich immer wieder neu\u201c, erkl\u00e4rt Najork. Dies umfasst mobile Roboter, autonome Transportfahrzeuge und neue Assistenzsysteme wie Datenbrillen, die Mitarbeiter optimal unterst\u00fctzen. Eine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr ist eine hochleistungsf\u00e4hige drahtlose Infrastruktur, die eine effiziente Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Anlagen erm\u00f6glicht. \u201eEs geht um eine zuverl\u00e4ssige, sichere und schnelle Daten\u00fcbertragung mit kurzen Reaktionszeiten \u2013 all das l\u00e4sst sich mit 5G realisieren\u201c, sagt Andreas M\u00fcller, Bosch-Forscher und Vorsitzender der internationalen Initiative 5G-ACIA (5G Alliance for Connected Industries and Automation). Dabei sorgt 5G nicht nur f\u00fcr eine effiziente Vernetzung mobiler Endger\u00e4te und drahtloser Sensoren, sondern stellt gleichzeitig die Grundlage f\u00fcr komplett neue Systemkonzepte dar. So kann beispielsweise mittels 5G die Steuerung eines mobilen Roboters in Echtzeit aus einer lokalen Fertigungscloud heraus erfolgen. Das reduziert Kosten, erh\u00f6ht die Flexibilit\u00e4t und vereinfacht die Wartung. Auch die Bedienung der Maschinen wird optimiert. \u201eGeht man heute in eine Fabrik, h\u00e4ngt an nahezu jeder Maschine ein Bedienger\u00e4t mit einem Not-Halt-Schalter. Wenn ich den Schalter dr\u00fccke, bleibt die Maschine stehen. Mit 5G k\u00f6nnen viele dieser station\u00e4ren Bedienelemente durch ein mobiles Endger\u00e4t ersetzt werden, inklusive der Not-Halt-Funktion. Auf diese Weise wird die Arbeit komfortabler und wir sparen gleichzeitig Kosten\u201c, erkl\u00e4rt M\u00fcller.<\/p>\n<p><strong>5G sichert und verbessert die Produktion <\/strong><\/p>\n<p>Lokale 5G-Netze machen Fabrikbetreiber unabh\u00e4ngiger. Sie k\u00f6nnen damit ohne Abh\u00e4ngigkeit von Dritten ein eigenes Netz aufbauen und betreiben und dieses passgenau auf die oftmals sehr anspruchsvollen industriellen Anwendungen ausrichten. Zudem haben Fabrikbetreiber s\u00e4mtliche relevanten Sicherheitsaspekte in der eigenen Hand. Ist beispielsweise das \u00f6ffentliche Netz \u00fcberlastet, bleibt bei lokalen 5G-Netzen dennoch der operative Betrieb gewahrt und die Kontrolle \u00fcber das Gesamtsystem bestehen. \u201eMit Campusnetzen k\u00f6nnen wir selbst kontrollieren, wie das Netzwerk aufgebaut und abgesichert ist und welches Equipment zum Einsatz kommt. Und es ist ersichtlich, wer Zugriff auf bestimmte Komponenten und Daten hat\u201c, sagt M\u00fcller. Damit verringern Unternehmen Risiken und gew\u00e4hrleisten die Datenhoheit. Die Anbindung an das Internet und die \u00f6ffentlichen Netze erfolgt \u00fcber dezidierte Schnittstellen und wird fortlaufend \u00fcberwacht.<\/p>\n<p><strong>Deutschland \u00fcbernimmt Vorreiterrolle bei 5G<\/strong><\/p>\n<p>Mit Einf\u00fchrung des neuen Mobilfunkstandards 5G besteht f\u00fcr Unternehmen in Deutschland erstmalig die M\u00f6glichkeit, lokale Netze aufzubauen und zu betreiben. Die Bundesnetzagentur stellt daf\u00fcr Frequenzen im Bereich von 3.700 MHz bis 3.800 MHz bereit. Diese k\u00f6nnen entsprechend der angemeldeten Bedarfe, insbesondere f\u00fcr Industrie 4.0 oder die Land- und Forstwirtschaft, eingesetzt werden. Die Bundesnetzagentur teilt die Frequenzen zun\u00e4chst f\u00fcr bis zu zehn Jahre befristet zu. Die Geb\u00fchr je Lizenz errechnet sich aus einem Sockelbetrag von 1.000 Euro, der zugeteilten Bandbreite (mindestens 10 bis maximal 100 MHz), der Laufzeit der Zuteilung in Jahren sowie aus der Fl\u00e4che des Zuteilungsgebietes in km\u00b2, unterschieden nach Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen und anderen Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Quelle: Bosch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bosch setzt auf lokale 5G-Netze. 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