{"id":17978,"date":"2019-11-26T11:19:30","date_gmt":"2019-11-26T10:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=17978"},"modified":"2019-11-26T11:19:30","modified_gmt":"2019-11-26T10:19:30","slug":"one-earth-one-ocean-e-v-wird-mit-dembundespreis-ecodesign-2019-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=17978","title":{"rendered":"One Earth \u2013 One Ocean e.V. wird mit demBundespreis ecodesign 2019 ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcllverwertungsschiff SeeElefant ist Preistr\u00e4ger 2019<\/p>\n<p>Der SeeElefant, das M\u00fcllverwertungsschiff der Umweltorganisation One Earth \u2013One Ocean e.V. (OEOO), dessen Machbarkeitsstudie im Mai 2019 fertiggestellt wurde, erh\u00e4lt den diesj\u00e4hrigen Bundespreis ecodesign in der Kategorie Konzept. In einer feierlichen Preisverleihung bekam G\u00fcnther Bonin, der Gr\u00fcnder der NGO, den Preis von Svenja Schulze, Bundesministerin f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, in Berlin \u00fcberreicht.<br \/>\nDer Bundespreis ecodesign ist die h\u00f6chste staatliche Auszeichnung f\u00fcr \u00f6kologisches Design in Deutschland. Er wird j\u00e4hrlich vom Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt und dem Internationalen Design Zentrums Berlin verliehen und pr\u00e4miert Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die sich durch herausragende \u00f6kologische Qualit\u00e4t, einen innovativen Ansatz und eine hohe Designqualit\u00e4t auszeichnen. Aus mehr als 300 Einreichungen hatte die Fachjury aus Designund Umweltexpert*innen in Berlin das Umsetzungskonzept von OEOO zum Pilotsystem SeeElefant zum Preistr\u00e4ger 2019 in der Kategorie Konzept ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Dass Plastikm\u00fcll in den Gew\u00e4ssern weltweit eines der gravierendsten Umweltprobleme unserer Weltgesellschaft ist, muss nicht mehr betont werden. Die Ggemeinn\u00fctzige Organisation One Earth \u2013 One Ocean e.V. (OEOO) mit Sitz in M\u00fcnchen- Garching und Kiel hat deshalb bereits seit 2011 ihr Konzept der<br \/>\n\u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c zur Sammlung von Plastikm\u00fcll aus den Meeren entwickelt. 2018-2019 hat ein Expertenteam aus Schiffskonstrukteuren,\u00a0 Anlagentechnikern, Umwelttechnikern und Projektentwicklern unter der Leitung von Dr. Harald Frank in zehn Monaten ein Umsetzungskonzept zur Beseitigung k\u00fcstennaher Meeres-Verschmutzung durch Plastikm\u00fcll erarbeitet und die technische, \u00f6konomische und rechtliche Machbarkeit belegt. Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt OEOO seit Jahren durch die gemeinn\u00fctzige R\u00f6chling Stiftung aus Mannheim, die auch das Umsetzungskonzept f\u00fcr den SeeElefanten finanziert und erm\u00f6glicht<br \/>\nhat. Schon 2016 war auch das M\u00fcllsammelschiff \u201eSeeKuh\u201c von OEOO unter den Nominierten f\u00fcr den Bundespreis ecodesign. \u201cWir freuen uns sehr, dass unser SeeElefant-System zum diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4ger des Bundespreis ecodesign in der Kategorie Konzept gek\u00fcrt wurde,\u201c erkl\u00e4rt G\u00fcnther Bonin, Gr\u00fcnder und Vorsitzender der Organisation One Earth \u2013 One Ocean e.V..<\/p>\n<p>\u201eObwohl das Thema Plastikm\u00fcll in den Meeren heute allgegenw\u00e4rtig ist, fehlen weltweit tragf\u00e4hige und umsetzbare Konzepte, die es erm\u00f6glichen, schnell gegen die Verm\u00fcllung durch Plastik im Meer vorzugehen. Utopien helfen uns da nicht weiter. Unser Konzept ist ein durchdachter und pragmatischer L\u00f6sungsansatz, der in Teilen bereits erprobt ist und laufend optimiert wird. Wir sammeln nicht nur, sondern sortieren den Plastikm\u00fcll an Bord des SeeElefanten, so dass er wieder in den Stoffkreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann.\u201c<br \/>\n\u201eWenn Seek\u00fche und Seeelefanten aufeinandertreffen und der Seeelefant mit seinem bordeigenen Kran nach der Seekuh greift, w\u00e4hnt man sich in einem\u00a0 B-Movie\u201c, meint Rita Schwarzel\u00fchr-Sutter, Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Mitglied der Fachjury. \u201eAber die Maritime M\u00fcllabfuhr von One Earth \u2013 One Ocean kann Teil einer L\u00f6sung eines der gr\u00f6\u00dften globalen Umweltprobleme sein: Marine Littering, der Verm\u00fcllung unserer Ozeane.\u201c<\/p>\n<p><strong>Maritime M\u00fcllabfuhr<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber 140 Mio. Tonnen Plastikm\u00fcll befinden sich nach Sch\u00e4tzungen bereits in den Meeren weltweit, jedes Jahr kommen mindestens 10-15 Mio. Tonnen dazu. Prognosen gehen bis 2025 von einer Verdoppelung der maritimen M\u00fcllmengen aus. Die globalen j\u00e4hrlichen Sch\u00e4den durch Plastikm\u00fcll in Gew\u00e4ssern werden von der UN mit 13 Mrd. USD angegeben.<br \/>\nLangzeitauswirkungen und Folgesch\u00e4den f\u00fcr Menschen, Tiere und \u00d6kosysteme, insbesondere durch Mikroplastik in der Nahrungskette, sind dabei noch nicht ber\u00fccksichtigt. Das Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c sieht eine Flotte aus speziellen Arbeitsschiffen mit f\u00f6rdertechnischer Ausr\u00fcstung zum Aufsammeln des Plastikm\u00fclls in Flussm\u00fcndungen und k\u00fcstennahen Meeresregionen vor. Eine erste so genannte \u201eSeeKuh\u201c wurde 2016 gebaut und ist seitdem im Einsatz, eine modernisierte Variante soll 2020 fertiggestellt werden. Die SeeK\u00fche liefern den gesammelten Plastikm\u00fcll beim &#8220;SeeElefanten&#8221; ab, einem M\u00fcllverwertungsschiff und zentralem Baustein im Konzept der &#8220;Maritimen M\u00fcllabfuhr&#8221;. Der SeeElefant ist ein umgebauter Mehrzweckfrachter, der Anlagen zum Sortieren, erkleinern,<br \/>\nVerarbeiten und Pressen von Meeresm\u00fcll an Bord haben wird. Ein Expertenteam aus Schiffskonstrukteuren, Anlagen- und Umwelttechnikern sowie Projektentwicklern und \u00d6konomen hatte im letzten Jahr ein Umsetzungskonzept f\u00fcr dieses Pilotsystems erarbeitet, das nun den diesj\u00e4hrigen Bundespreis ecodesign erhielt. Das von den M\u00fcllsammelschiffen der Organisation eingesammelte Meeresplastik wird an Bord des SeeElefanten zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst und sp\u00e4ter dem Recycling zugef\u00fchrt. In wenigen Jahren \u2013 bei Verf\u00fcgbarkeit von industrietauglichen Depolymerisationsanlagen \u2013 soll Plastik direkt an Bord auch ver\u00f6lt werden k\u00f6nnen. Angestrebt wird beim Pilotsystem eine Verarbeitungskapazit\u00e4t von etwa 20t\/Tag. In weiteren<br \/>\nAusbaustufen soll dieses System dann auch f\u00fcr kommerzielle Betreiber mit bis zu 200t\/Tag entwickelt werden.<br \/>\nEine Animation zur Maritimen M\u00fcllabfuhr und dem SeeElefanten von OEOO finden Sie unter https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1KbxZDiMZw4 .<\/p>\n<p>F\u00fcr ihr Konzept der \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c wurde die Umweltorganisation OEOO bereits 2013 mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte erstmals die Nominierung f\u00fcr den Bundespreis ecodesign, der h\u00f6chsten Auszeichnung f\u00fcr \u00f6kologisches Design in Deutschland, damals f\u00fcr das M\u00fcllsammelschiff SeeKuh. Interessierte Unternehmen und Organisationen, die sich an der Umsetzung des Pilotsystems des SeeElefanten beteiligen wollen, k\u00f6nnen sich gerne an OEOO wenden.<\/p>\n<p>One Earth \u2013 One Ocean e. V.(OEOO)<br \/>\nDie gemeinn\u00fctzige Umweltorganisation One Earth \u2013 One Ocean e.V.(OEOO) mit Sitz in M\u00fcnchen-Garching und B\u00fcros in Hamburg, Kiel, Hong Kong, Battambang\/Kambodscha und Rio\/Brasilien hat das Ziel, Gew\u00e4sser vom Plastikm\u00fcll, aber auch von \u00d6l und anderen Schadstoffen zu befreien. Bereits heute hat die Verschmutzung der Meere mit Plastikm\u00fcll besorgniserregende Ausma\u00dfe erreicht. Wenn wir nicht gegensteuern, wird 2050 nach einer Studie der UN das Gewicht des Plastikm\u00fclls jenes der Fische \u00fcbertreffen.<br \/>\nOEOO arbeitet deshalb bereits seit 2011 an der Umsetzung und Erprobung seines Pilotkonzepts einer \u201eMaritimen M\u00fcllabfuhr\u201c. Gr\u00fcnder von OEOO ist G\u00fcnther Bonin, ehemals Inhaber einer erfolgreichen IT-Firma und seit Jugendtagen passionierter Segler. Sein Konzept gliedert sich in mehrere Stufen: In einem ersten Schritt wird der Plastikm\u00fcll mit speziellen Sammelschiffen auf Gew\u00e4ssern eingesammelt. Die Sortierung und Verballung des M\u00fclls erfolgt an Bord eines umger\u00fcsteten Mehrzweckfrachters, das Recycling bei Entsorgern an Land. Recycelbare Kunststoffe werden zu sortenreinen Kunststoffballen gepresst. Daneben soll Plastikm\u00fcll in Zukunft auch zu Energie und \u00d6l verwandelt werden.<br \/>\nWas anfangs wie eine Utopie eines Idealisten klang, nimmt heute konkrete Formen an. Sammelschiffe unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe sind heute in der Ostsee, Hong Kong und Kambodscha im Einsatz. Im Fr\u00fchjahr 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr das SeeElefant-Pilotsystem vorgestellt, bis 2021 soll die Realisierung erfolgen.<br \/>\nNamhafte Unternehmen und auch Privatpersonen, darunter die R\u00f6chling Stiftung GmbH, die Deutsche Telekom AG und die Daimler AG unterst\u00fctzen OEOO in unterschiedlicher Weise. 2013 wurde OEOO f\u00fcr das Konzept der Maritimen M\u00fcllabfuhr mit dem renommierten GreenTec Award, Europas gr\u00f6\u00dftem Umwelt- und Wirtschaftspreis, ausgezeichnet. 2016 folgte erstmals die Nominierung f\u00fcr den Bundespreis ecodesign, der h\u00f6chsten Auszeichnung f\u00fcr \u00f6kologisches Design in Deutschland. 2018 wurde der Verein f\u00fcr den Ocean Tribute Award von F\u00fcrst Albert II. von Monaco nominiert, der die innovativsten und nachhaltigsten Ideen zum Thema Meeresschutz auszeichnet. Und 2019 erhielt G\u00fcnther Bonin den Special Prize des Gruner &amp; Jahr Spa Awards.<\/p>\n<p>Quelle: One Earth \u2013 One Ocean e. V.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der SeeElefant, das M\u00fcllverwertungsschiff der Umweltorganisation One Earth \u2013One Ocean e.V. 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