{"id":18180,"date":"2019-12-12T09:14:37","date_gmt":"2019-12-12T08:14:37","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=18180"},"modified":"2019-12-12T09:14:37","modified_gmt":"2019-12-12T08:14:37","slug":"kooperation-in-der-kreislaufwirtschaft-ist-alternativlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=18180","title":{"rendered":"Kooperation in der Kreislaufwirtschaft ist alternativlos"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bericht vom 3. Internationalen Recyclingforum, 26. bis 28.11.2019, Wiesbaden<\/strong><\/p>\n<p>Peter Sundt, Generalsekret\u00e4r der EPRO, des europ\u00e4ischen Verbandes der Betreiber von R\u00fccknahme- und Recyclingsystemen f\u00fcr Kunststoffe, sieht in seiner zusammenfassenden Betrachtung die internationale Kooperation als wesentlichen Erfolgsfaktor f\u00fcr das Recycling. \u201eEntscheidend ist der Dialog innerhalb der Branche. Auf dieser Veranstaltung erleben wir optimistisches, innovatives Denken. Genau dieses ben\u00f6tigen wir zur Umsetzung eines geschlossenen Rohstoffkreislaufs. Dies gilt f\u00fcr Europa ebenso wie weltweit, wo Kanada, Neuseeland und S\u00fcd-Afrika bereits Teil unseres Netzwerks sind und bew\u00e4hrte Verfahren einsetzen. Der Schutz der Umwelt ist eine globale und lokale Aufgabe zugleich. Es reicht nicht aus, Str\u00e4nde zu s\u00e4ubern oder auf den Stra\u00dfen Abfall einzusammeln. In Sachen Kreislaufwirtschaft sind wir alle f\u00fcr die ganze Welt verantwortlich.\u201c<\/p>\n<p>RIGK hatte das Symposium mit begleitender Ausstellung vom 26. bis 28. November 2019 in Kooperation mit der European Association of Plastics Recycling &amp; Recovery Organisations (EPRO) in Wiesbaden veranstaltet. Rund 150 Branchenvertreter aus 22 L\u00e4ndern nutzten die M\u00f6glichkeit, sich auf internationaler Ebene \u00fcber Erfahrungen und Entwicklungen bez\u00fcglich des Recyclings von Kunststoffen auszutauschen und ihr Netzwerk zu pflegen.<\/p>\n<p>\u201eWir gehen die Themen an, die die Branche umtreiben\u201c, so Jan Bauer, Prokurist der RIGK GmbH. So befasste sich die Vortragsreihe nach einer Einf\u00fchrung in die Lage der Circular Economy mit dem recyclinggerechten Design und dem Einsatz von Rezyklaten. Au\u00dferdem wurden neue Maschinentechnik und Innovationen beim chemischen Recycling vorgestellt. Im abschlie\u00dfenden Block pr\u00e4sentierten sich internationale Projekte zur Sammlung und zum Recycling von Agrarkunststoffen, etwa in Spanien, Italien, Chile, Irland oder Neuseeland.<\/p>\n<p>Jan Bauer wei\u00df: \u201eFunktionierende Kreislaufwirtschaft bedeutet Rezyklateinsatz in hochwertigen Anwendungen. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen wir ein recyclinggerechtes Produktdesign sowie die Akzeptanz des Konsumenten. Nur wenn es gelingt, Rezyklate im Kreislauf zu halten, kann das Gesch\u00e4ftsmodell erfolgreich sein.\u201c<\/p>\n<p>Andreas Malmberg, CEO von Trioplast, zeigte, wie eine Kreislauff\u00fchrung bei PE-Folien gelingen kann und wo die Herausforderungen liegen. \u201eBis 2025 sollen innerhalb der EU 50\u00a0% des verwendeten Kunststoffs werkstofflich recycelt werden. Das fordert die Verarbeiter, denn je h\u00f6her der Rezyklatanteil im Produkt, umso komplexer wird der Verarbeitungsprozess, und damit steigen die Ausschussraten.\u201c<\/p>\n<p>Mehrfach wurde auf dem Forum deutlich, wie bedeutsam das Produktdesign f\u00fcr den umfassenden Rezyklateinsatz ist. Denn \u201e\u2026 letztlich ist Abfall nur ein Ergebnis von fehlerhaftem Design\u201c, so Andreas Bastian, Mitgr\u00fcnder des Start-Ups Plastship.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des europ\u00e4ischen Recyclerverbandes PRE, Ton Emans, fasste die Entwicklung der Veranstaltungsreihe so zusammen: \u201eDie beiden ersten Recyclingforen drehten sich thematisch vor allem um Recycling. Nun haben wir den Fokus erweitert und sprechen \u00fcber Kreislaufwirtschaft. Die neuen Regularien haben bereits das Gesch\u00e4ft ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher wurden Kunststoffprodukte am Ende ihres Lebenszyklus recycelt, und dann wurden Anwendungen f\u00fcr das Rezyklat gesucht. Zuk\u00fcnftig ist davon auszugehen, dass f\u00fcr viele Produkte Rezyklatanteile vorgeschrieben werden. In diesem Sinne haben sich auch die Produzenten von Agrarfolien freiwillig zum Einsammeln und Recycling verpflichtet, obwohl die Landwirtschaft mit nur 3\u00a0% einen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen Anteil am gesamten Kunststoffverbrauch hat.\u201c<\/p>\n<p>Emans r\u00e4t zu einer ganzheitlichen Perspektive: \u201eWir m\u00fcssen uns die gesamte Kette von der Produktion \u00fcber die Nutzung und die Entsorgung bis hin zur Wiederaufbereitung und Verwendung f\u00fcr neue Produkte anschauen. In den vergangenen Jahren hat sich die Branche die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Nun aber kommt es darauf an, den Gedanken der Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Die EU hat das verstanden und mit ihrer Plastics Strategy die ersten Schritte unternommen. Ein Produkt soll nach seiner Verwendung recycelbar sein, um neue hochwertige Produkte daraus machen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Clemens Kitzberger, Business Development Manager Post Consumer Recycling bei Erema, hob hervor, dass auf der Veranstaltung Vertreter der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zusammenkommen. \u201eDas ist sehr wichtig, da heute die Akteure immer enger kooperieren m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Peter Sundt ruft die Verb\u00e4nde auf, ihren Teil zur Weiterentwicklung des zirkul\u00e4ren Wirtschaftens beizutragen und die Chancen dieser Entwicklung zu nutzen. \u201eDie EU hat uns eine letzte Chance gegeben. Das Gute ist, dass man in Br\u00fcssel durchaus Potenzial in der Kunststoffindustrie sieht. Recycling geht uns alle an. Und damit sind auch wir, die EPRO, der gesamten Gesellschaft verpflichtet.\u201c<\/p>\n<p>Die 1992 gegr\u00fcndete <a href=\"http:\/\/www.rigk.de\"><strong>RIGK<\/strong><\/a> GmbH organisiert als zertifiziertes Fachunternehmen f\u00fcr Zeichennutzer (Abf\u00fcller, Vertreiber, H\u00e4ndler und Importeure) die R\u00fccknahme gebrauchter, restentleerter Verpackungen und Kunststoffe von deren deutschen Kunden und f\u00fchrt sie einer sicheren und nachhaltigen Verwertung zu. Dar\u00fcber hinaus ber\u00e4t das Unternehmen bei der Erarbeitung individueller R\u00fccknahme- und Recyclingl\u00f6sungen. International ist RIGK in Rum\u00e4nien und Chile vertreten. Die rum\u00e4nische Tochtergesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.rigk.de\/ueber-rigk\/rigk-weltweit\/internationale-beratung-projektarbeit\/rigk-romania\/\">https:\/\/www.rigk.de\/ueber-rigk\/rigk-weltweit\/internationale-beratung-projektarbeit\/rigk-romania\/<\/a> und www.rigk.ro) \u00fcbernimmt dort ebenfalls die R\u00fccknahme und Verwertung gebrauchter Verpackungen und Kunststoffe. Die RIGK Chile SpA (<a href=\"http:\/\/www.rigk.de\/ueber-rigk\/rigk-weltweit\/internationale-beratung-projektarbeit\/rigk-chile\/\">http:\/\/www.rigk.de\/ueber-rigk\/rigk-weltweit\/internationale-beratung-projektarbeit\/rigk-chile\/<\/a> und www.rigk.cl) ber\u00e4t die Industrie vor Ort beim Aufbau ihrer Systeme und der Umsetzung gesetzlicher Umwelt- und Verwertungsauflagen. Gesellschafter der RIGK GmbH sind namhafte Hersteller von Kunststoffen und Packmitteln. RIGK GmbH ist seit 2006 Mitglied der EPRO, wo sie den Arbeitskreis f\u00fcr das Recycling von Kunststoffabf\u00e4llen aus der Landwirtschaft gegr\u00fcndet hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.epro-plasticsrecycling.org\/\"><strong>EPRO<\/strong><\/a>, die European Association of Plastics Recycling and Recovery Organisations, ist eine paneurop\u00e4ische Partnerschaft von 23 Fachorganisationen, die effiziente L\u00f6sungen f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit Kunststoffabf\u00e4llen entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Sundt, Generalsekret\u00e4r der EPRO, des europ\u00e4ischen Verbandes der Betreiber von R\u00fccknahme- und Recyclingsystemen f\u00fcr Kunststoffe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18181,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-18180","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18180"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18182,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18180\/revisions\/18182"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/18181"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18180"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=18180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}