{"id":18773,"date":"2020-01-27T13:37:14","date_gmt":"2020-01-27T12:37:14","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=18773"},"modified":"2020-01-27T13:37:14","modified_gmt":"2020-01-27T12:37:14","slug":"automatisch-digital-und-energieeffizient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=18773","title":{"rendered":"Automatisch, digital und energieeffizient"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Detmolder Weidm\u00fcller Gruppe begreift sich als Partner der Industrie. Ihr Tochterunternehmen GTI Software wird auf der HANNOVER MESSE 2020 ihr Energiemanagement-Portfolio pr\u00e4sentieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Hannover.<\/strong> Die Klimakonferenz in Madrid war f\u00fcr viele eine herbe Entt\u00e4uschung. Aber zumindest die deutsche Politik hat noch im Dezember 2019 ihr Klimapaket geschn\u00fcrt. Dabei wurde der CO2-Preis, so der Kompromiss, wesentlich h\u00f6her angesetzt als urspr\u00fcnglich angedacht. Damit wurde ein ordnungsrechtlicher Rahmen gesetzt, in dem der \u00f6konomische Anreiz, in klimaneutrale Techniken zu investieren, deutlich steigen wird. Davon werden vor allem Unternehmen profitieren, die sich mit dem Thema Energiemanagement besch\u00e4ftigen, ob f\u00fcr die Industrie, f\u00fcr Kommunen oder im Geb\u00e4udebereich.<\/p>\n<p>\u201eDiese Entscheidung wird die Nachfrage nach Energiemanagement-Systemen deutlich steigern, weil damit viel Energie und damit auch CO2 eingespart werden kann\u201c, sagt Achim Schreck, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Weidm\u00fcller GTI Software, der f\u00fcr die gesamte Branche viel Arbeit vor sich liegen sieht. Welches Wissen, welche Software und welche Systeme daf\u00fcr schon bereitstehen, wird Weidm\u00fcller im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr dem deutschen und internationalen Publikum auf der HANNOVER MESSE in Halle 12 demonstrieren. Schreck, der die GTI Software gr\u00fcndete und sie Mitte 2018 mit in die Weidm\u00fcller Gruppe einbrachte, sieht vor allem in den Reihen der energieintensiven Industrie eine Optimierung der Prozesse sowie des Lastmanagements als die treibenden Motive, mehr als bisher in Energiemanagement-L\u00f6sungen zu investieren. Damit sich am Ende die Investitionen f\u00fcr die Industrieunternehmen aber auch lohnen, braucht es eine ausgekl\u00fcgelte, sensible Datenerfassung und Transparenz aller Einflussfaktoren in der Produktion. Dies bezieht nicht nur die energetische Seite mit ein, sondern auch die Materialien, die in der Herstellung verwendet werden. Erst wenn alle Daten automatisiert erfasst sind, der Betrieb folglich \u201evernetzt\u201c ist, kommt das GTI Softwareprodukt ResMa zum Einsatz, das nach ISO 50001 zertifiziert ist. Ein Produkt, das sich neben dem deutschen Markt auch in Spanien und in osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern reger Nachfrage erfreut.<\/p>\n<p>Die Software bietet einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber einzelne Prozessabschnitte und l\u00e4sst eine pr\u00e4zise Analyse aller Vorg\u00e4nge zu. \u201eUns ist es bei der Entwicklung sehr wichtig gewesen, dass diese Software f\u00fcr jeden Anwender leicht handzuhaben ist\u201c, unterstreicht Schreck. \u201eSie muss in bestehende Weboberfl\u00e4chen integrierbar sein und sie muss auch individuelle Anforderungen ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen.\u201c Im immer komplexer werdenden industriellen Umfeld sei dies der Anspruch mehr denn je, so Schreck weiter. \u201eDenn nur auf diese Weise bekommen wir die Effizienz in den Firmen auch wirklich gesteigert.\u201c So geben grafisch gut aufbereitete \u00dcbersichten \u00fcber einzelne Verbr\u00e4uche schnell Ansatzpunkte f\u00fcr konkrete Einsparpotenziale, die per PDCA-Zyklus dokumentiert und im Ergebnis \u00fcberpr\u00fcft werden. F\u00fcr die detaillierte Analyse helfen die interaktiv anpassbaren Charts, die f\u00fcr jede Situation die optimale Darstellung von Zusammenh\u00e4ngen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Damit die klimaneutrale Fabrik Wirklichkeit wird, braucht es aus der Sicht von Schreck eine weiter voranschreitende Digitalisierung, sprich datentechnische Vernetzung aller Aggregate, Turbinen und Maschinen, um effizient steuernd eingreifen zu k\u00f6nnen. Einhergehend wird sich der Automatisierungsgrad in der Produktion noch weiter steigern. Dabei kommunizieren Maschinen nicht nur mit Maschinen auf immer gleichem Niveau, sondern k\u00f6nnen im Wechselspiel mit der eingesetzten Software immer weiter optimiert werden. Schreck gibt ein Beispiel: Bei guter Datenlage sind zuk\u00fcnftig bei allen am Produktionsprozess beteiligten Maschinen Muster erkennbar; wenn diese nun vom Normalzustand abweichen, dann kann schon im Voraus, bevor es zu einem St\u00f6rfall oder zu einem \u00fcberh\u00f6hten Energiebedarf kommt, gegengesteuert werden. Dies ist der Einstieg in die K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), wie sie Weidm\u00fcller mit seiner Business Unit Industrial Analytics vorantreibt. Interessant ist dabei, dass Automatisierung, Digitalisierung und Energiemanagement auf verschiedenen Ebenen zusammenwachsen und ganz neue Perspektiven einer hocheffizienten und wom\u00f6glich irgendwann auch mal klimaneutralen Produktion bieten.<\/p>\n<p>Trotz dieser guten Perspektiven gibt Schreck zu Bedenken, dass es auch Gefahren gibt, beispielsweise im Bereich Datensicherheit. \u201eDa muss rechtzeitig Vorsorge getroffen werden\u201c, wei\u00df Schreck und f\u00fcgt hinzu: \u201eDie Digitalisierung ersetzt letztlich nicht die Menschen, die miteinander reden m\u00fcssen, um L\u00f6sungen zu finden.\u201c Indirekt auch eine Einladung, um nach Hannover zu kommen. Dort informieren Aussteller im Bereich Digital Energy \u00fcber Digitalisierungsstrategien f\u00fcr Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klimakonferenz in Madrid war f\u00fcr viele eine herbe Entt\u00e4uschung. 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