{"id":18798,"date":"2020-01-28T13:09:08","date_gmt":"2020-01-28T12:09:08","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=18798"},"modified":"2020-01-28T13:09:08","modified_gmt":"2020-01-28T12:09:08","slug":"semperit-fokussiert-auf-industriegummi-und-trennt-sich-vom-medizingeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=18798","title":{"rendered":"Semperit fokussiert auf Industriegummi und trennt sich vom Medizingesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Transformation zum Industriegummi-Spezialisten \u2022 Trennung vom Medizingesch\u00e4ft beschlossen <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Gr\u00f6\u00dfte strategische Grundsatzentscheidung der letzten Jahrzehnte soll Zukunftsf\u00e4higkeit und h\u00f6here Rentabilit\u00e4t der Semperit-Gruppe sichern<\/strong><\/p>\n<p><strong> \u2022 Klares Standortbekenntnis zu Wimpassing <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Wachstumsstrategie \u201eSemperGrowth200\u201c folgt auf weitgehend erfolgreiche Restrukturierung des Industriesektors<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung wird sich die Semperit-Gruppe k\u00fcnftig auf die erkennbaren Potenziale im Sektor Industrie konzentrieren und die Transformation zum Industriegummi-Spezialisten vollziehen. Als Konsequenz haben der Vorstand und der Aufsichtsrat beschlossen, sich vom Medizingesch\u00e4ft zu trennen: \u201eWir haben die gr\u00f6\u00dfte strategische Grundsatzentscheidung der letzten Jahrzehnte sehr bewusst getroffen: Sie soll die Zukunftsf\u00e4higkeit und h\u00f6here Rentabilit\u00e4t der Semperit-Gruppe sicherstellen. Die Zukunft von Semperit liegt ganz klar im Sektor Industrie\u201c, sagt Dr. Martin F\u00fcllenbach, Vorsitzender des Vorstands der Semperit AG Holding und f\u00e4hrt fort: \u201eWenngleich wir die operativen Kennzahlen bei Sempermed ab dem zweiten Quartal 2019 klar verbessern konnten, sehen wir uns im Sektor Medizin einer drastisch versch\u00e4rften Wettbewerbsdynamik gegen\u00fcber; der kapazit\u00e4tsseitige Abstand zu den Marktf\u00fchrern wird immer gr\u00f6\u00dfer. Daher sind wir fest davon \u00fcberzeugt, dass unser Medizingesch\u00e4ft durch andere Eigent\u00fcmer besser fortgef\u00fchrt und entwickelt werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Der Entscheidung ging die Pr\u00fcfung verschiedener Alternativen voraus; diese beinhaltete auch die nun beschlossene Trennung vom Medizingesch\u00e4ft im Ganzen oder in Teilen. Der Fortbetrieb des Medizingesch\u00e4ftes w\u00fcrde angesichts des \u00fcberaus dynamischen Wettbewerbsumfelds hohe Investitionen erfordern: Einzelne Wettbewerber investieren bis zu 20 Prozent ihres Jahresumsatzes in Kapazit\u00e4tserweiterung und Automatisierung. Das Wettbewerbsumfeld f\u00fchrte zum 30. September 2019 zur Identifikation eines Wertminderungsbedarfs in H\u00f6he von EUR 46,8 Mio.<\/p>\n<p>Der Vorstand der Semperit AG Holding sieht auf Basis eines st\u00e4rkeren Fokus auf den Industriesektor ein h\u00f6heres Ertrags- und Rentabilit\u00e4tspotenzial im Vergleich zur Fortf\u00fchrung der beiden Sektoren mit erh\u00f6htem Investitionsbedarf: Den Sektor Industrie kennzeichnen eine deutlich h\u00f6here Rentabilit\u00e4t, eine erfolgreichere Performance und die M\u00f6glichkeit zur technologischen Differenzierung in regionalen und anwendungsbezogenen Nischen.<\/p>\n<p>\u201eKlare Priorit\u00e4t hat ein Gesamtverkauf der Medizinsparte, den wir eingehend und ausf\u00fchrlich evaluieren werden\u201c, sagt F\u00fcllenbach. \u201eGem\u00e4\u00df der sehr bew\u00e4hrten Kultur in der beinahe 200j\u00e4hrigen Unternehmensgeschichte von Semperit werden wir in diesem Zusammenhang rechtzeitig Gespr\u00e4che mit den Arbeitnehmer-Vertretern aufnehmen. Ziel muss es in den kommenden Monaten sein, bestm\u00f6gliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Sempermed-Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive zu geben.\u201c M\u00f6gliche Restrukturierungskosten werden sich erst aus der konkreten Transaktionsstruktur ableiten und sind somit noch nicht bezifferbar.<\/p>\n<p><strong>Standortgarantie und Aufwertung f\u00fcr Stammwerk Wimpassing<\/strong><\/p>\n<p>Die Trennung vom Medizingesch\u00e4ft betrifft alle Sempermed-Standorte und damit auch die Produktion von Operationshandschuhen, die einen Teilbereich des nieder\u00f6sterreichischen Semperit-Stammwerks Wimpassing ausmacht. Wimpassing ist aber in erster Linie Standort der Industriesegmente Semperform und Semperflex und steuert auch gruppenweite Schl\u00fcsselbereiche wie die Forschung &amp; Entwicklung oder Mixing. \u201eUnser Stammwerk Wimpassing bleibt als Teil der Semperit-Gruppe zweifellos erhalten\u201c, so F\u00fcllenbach, der den heimischen Produktionsstandort weiter aufwerten m\u00f6chte. \u201eVor dem Hintergrund der Eintr\u00fcbung der konjunkturellen Rahmenbedingungen arbeiten wir derzeit an einem neuen Standortkonzept.\u201c Wimpassing soll k\u00fcnftig nicht nur wegen seiner historischen Bedeutung, sondern auch im Lichte der noch st\u00e4rker zu akzentuierenden technologischen Differenzierung der Semperit-Produkte eine konzernweit noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung erfahren.<\/p>\n<p><strong>SemperGrowth200: Von der Restrukturierung zur Wachstumsstrategie<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der Vorstand die Restrukturierung des Industriesektors weitgehend erfolgreich abgeschlossen und dessen Profitabilit\u00e4t deutlich gesteigert hat, wird die Semperit-Gruppe im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung mit voller Kraft und Fokussierung zum Industriegummi-Spezialisten transformiert: Die Potenziale im Industriesektor sollen k\u00fcnftig durch eine deutliche Erh\u00f6hung der Kundenn\u00e4he, eine marktorientiertere Ausrichtung der Gesamtorganisation und verst\u00e4rkte Anwendungsfokussierung besser genutzt werden. Ziel ist es, bestehende und zuk\u00fcnftige M\u00e4rkte schneller und effektiver bedienen zu k\u00f6nnen. Wichtige strukturelle Weichenstellungen hierf\u00fcr wurden durch die Organisation des Sektors Industrie in vier statt drei Segmenten (Semperflex, Semperform, Semperseal, Sempertrans) und den ersten Schritt zur regionalen Entwicklung au\u00dfereurop\u00e4ischer Kernm\u00e4rkte \u00fcber eine Fertigungsexpansion und regionale Vertriebsorganisation in Nordamerika geschaffen. Mit dem Ziel, neue Wachstumsregionen, -industrien und Anwendungsm\u00f6glichkeiten zu identifizieren und zu erschlie\u00dfen sowie insbesondere segment\u00fcbergreifende Absatzchancen zu nutzen, hat die neue Organisationseinheit Customer Excellence Center (CEC) im vierten Quartal 2019 ihre T\u00e4tigkeit aufgenommen.<\/p>\n<p>Basierend auf ihrem starken Material- und Prozesswissen wird sich die Semperit-Gruppe k\u00fcnftig verst\u00e4rkt auch auf ihr Anwendungswissen konzentrieren. Das seit vielen Jahrzehnten vorhandene chemische und prozessorientierte Grundlagenwissen soll k\u00fcnftig ma\u00dfgeblicher f\u00fcr die Entwicklung neuer Produkte genutzt werden. Einen klaren Schwerpunkt der neuen Industrie-Strategie bildet das Thema Innovation und Digitalisierung: \u201eUnser Werkstoff Gummi muss sich den Anforderungen der Industrie 4.0 stellen und digitale Funktionalit\u00e4ten mitliefern\u201c, sagt F\u00fcllenbach.<\/p>\n<p>Bis Ende 2024 \u2013 das 200. Jahr in der Unternehmensgeschichte \u2013 soll Semperit durch organische Wachstumsschritte und eine klare M&amp;A-Strategie wieder auf deutlich mehr Umsatzvolumen anwachsen. Begleitet wird die strategische Neuausrichtung durch die Modernisierung des Unternehmensauftritts, der den fortschreitenden Wandel der SemperitGruppe st\u00e4rker transportieren und visualisieren soll.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit der Fokussierung auf den Industriesektor legt Semperit die zu Beginn des Restrukturierungsprozesses definierte Zielsetzung (bisher: EBITDA-Marge von rund 10 Prozent ab Ende 2020) neu fest und strebt bis Ende 2024 eine EBITDA-Marge von rund 13 Prozent an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung wird sich die Semperit-Gruppe k\u00fcnftig auf die erkennbaren Potenziale im Sektor Industrie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-18798","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18798","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18798"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18798\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18799,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18798\/revisions\/18799"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18798"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18798"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18798"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=18798"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}