{"id":19053,"date":"2020-02-10T08:11:39","date_gmt":"2020-02-10T07:11:39","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19053"},"modified":"2020-02-07T15:14:39","modified_gmt":"2020-02-07T14:14:39","slug":"arburg-auf-der-hannover-messe-2020-leichtbau-und-ressourcen-effizienz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19053","title":{"rendered":"Arburg auf der Hannover Messe 2020: Leichtbau und Ressourcen-Effizienz"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>\u201earburgGREENworld\u201c: Ressourcenschonung am Praxisbeispiel Leichtbau<\/strong><\/li>\n<li><strong>\u201earburgXworld\u201c: Digitalisierung zur Steigerung der Produktionseffizienz<\/strong><\/li>\n<li><strong>Innovativ: Faserverst\u00e4rkung mittels Faser-Direct-Compoundieren und Arburg Kunststoff-Freiformen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Auf der Hannover Messe, Deutschland, demonstriert Arburg vom 20. bis 24. April 2020 seine Kompetenz in Sachen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Produktionseffizienz in der Kunststoffverarbeitung. Den Schwerpunkt seines Messe\u00adauftritts (Stand C48 in Halle 23) legt der Maschinenbauer darauf, welches Potenzial der Leichtbau in Sachen Ressourcen-Effizienz und CO<sub>2<\/sub>-Footprint bietet. Zu sehen sind zwei wirtschaftliche und zukunftsweisende Verfahren f\u00fcr das Spritzgie\u00dfen und die additive Fertigung.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Schl\u00fcssel f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit eines Unternehmens sind die Steigerung der Produktionseffizienz und die Nutzung neuer Technologien. Dazu z\u00e4hlt der Leichtbau, der f\u00fcr viele innovative Branchen unverzichtbar ist\u201c, betont Gerhard B\u00f6hm, Gesch\u00e4fts\u00adf\u00fchrer Vertrieb bei Arburg. \u201eIn Hannover pr\u00e4sentieren wir mit zwei zukunftsweisenden Anwendungen die flexible und wirtschaftliche Herstellung faserverst\u00e4rkter Bauteile. Das Faser-Direkt-Compoundieren und das Arburg Kunststoff-Freiformen belegen, dass wir sowohl f\u00fcr Spritzgie\u00dfen als auch f\u00fcr Additive Manufacturing effiziente L\u00f6sungen anbieten.\u201c<\/p>\n<p><strong>FDC: Innovatives Spritzgie\u00dfverfahren f\u00fcr den Leichtbau<\/strong><\/p>\n<p>Das Spritzgie\u00dfen und die additive Fertigung erlauben Konstruktionen, die sich mit zerspanenden Technologien nicht realisieren lassen, auch und gerade f\u00fcr den Leichtbau. Wie Langfaserverst\u00e4rkung von Kunststoffteilen die Belastbarkeit steigern und den Materialeinsatz reduzieren kann, demonstriert Arburg am Beispiel seines ressourcenschonenden Leichtbau-Verfahrens FDC: Das Faser-Direkt-Compoundieren zeichnet sich durch hohe Verf\u00fcgbarkeit der Materialien und eine Kostenreduktion von bis zu 40 Prozent aus. Anders als bei vergleichbaren Verfahren mit teuren Langglasfaser-Compounds, kann eine breite Auswahl kosteng\u00fcnstiger Standardkunststoffe verwendet werden. Zudem lassen sich Materialien flexibel kombinieren, Faserl\u00e4nge und Faseranteil individuell einstellen und damit die Bauteileigenschaften gezielt beeinflussen.<\/p>\n<p>Das Exponat, eine elektrische Spritzgie\u00dfmaschine Allrounder 630\u00a0A mit 2.500\u00a0kN Schlie\u00dfkraft, zeigt eine Praxisanwendung aus der Automobilindustrie. In einer Zykluszeit von rund 50 Sekunden werden langglasfaserverst\u00e4rkte Tr\u00e4gerplatten aus PP f\u00fcr die Sitzverstellung im Pkw-Innenraum produziert. Der Faseranteil betr\u00e4gt bei dieser Anwendung 35 Prozent, das Spritzteilgewicht rund 330 Gramm. \u00dcber eine in die Automation integrierte Gewichtskontrolle wird die Konstanz des Schussgewichts, und damit auch des Fasergehalts, dargestellt und das Messergebnis in der Steuerung als Prozessparameter kontrolliert. Ein lineares Robot-System Multilift Select legt die Fertigteile auf ein F\u00f6rderband ab.<\/p>\n<p>Die FDC-Einheit an der Spritzeinheit umfasst eine Seitenbeschickung mit integrierter Schneidvorrichtung, einen angepassten Zylinder und eine spezielle Schneckengeometrie. Die Glasfasern werden als Rovings bereitgestellt, inline zugeschnitten und direkt der fl\u00fcssigen Schmelze zugef\u00fchrt. Eine solche prozessintegrierte Werkstoffaufbereitung wirkt sich auch positiv auf die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz der Produktion aus. Leichtbau bietet somit auch hohes Potenzial in Sachen Ressourcen-Effizienz und Circular Economy \u2013 Themen, die auch im Programm \u201earburgGREENworld\u201c eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n<p><strong>AKF: additive Fertigung faserverst\u00e4rkter Teile in Losgr\u00f6\u00dfe 1<\/strong><\/p>\n<p>Mit einem zweiten Maschinenexponat demonstriert Arburg auf der Hannover Messe 2020 die industrielle additive Fertigung belastbarer Funktionsbauteile in Losgr\u00f6\u00dfe 1: Ein Freeformer 300-4X produziert im Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) \u201elive\u201c einen faserverst\u00e4rkten Greifer. Die neue Maschine verf\u00fcgt dazu \u00fcber eine zus\u00e4tzliche vierte Rotationsachse und eine Zuf\u00fchreinheit f\u00fcr Endlosfasern aus Glas oder Carbon. Diese werden gezielt auf dem Bauteiltr\u00e4ger abgelegt, dabei sofort in eine Kunststoff\u00adschmelze eingebettet und auf die definierte L\u00e4nge zugeschnitten. Damit lassen sich im AKF-Verfahren nun auch Bauteile herstellen, die individuell und gezielt in den beanspruchten Bereichen lokal verst\u00e4rkt sind.<\/p>\n<p>Den Freeformer und das AKF-Verfahren hat Arburg mit seinem jahrzehntelangen Know-how in der Kunststoffverarbeitung entwickelt. Ein Vorteil des offenen Systems ist, dass Anwender die Prozessf\u00fchrung selbst optimieren und Kunststoffgranulate verarbeiten k\u00f6nnen, wie sie auch f\u00fcr das Spritzgie\u00dfen eingesetzt werden. Also auch z. B. f\u00fcr die Medizintechnik oder Luft- und Raumfahrt zugelassene Originalwerkstoffe. Der additiv gefertigte Greifer ist ein Beispiel f\u00fcr Automationsl\u00f6sungen und Betrieb\u00adsmittel, die der Freeformer nach Bedarf, werkzeuglos und individuell in Losgr\u00f6\u00dfe 1 fertigen kann. Zudem l\u00e4sst sich die Time-to-Market beschleunigen, um den rasanten technischen Entwicklungen, kurzen Produktlebenszyklen, zunehmender Variantenvielfalt und dem Wunsch nach individuellen Produkten gerecht zu werden.<\/p>\n<p><strong>\u201earburgXworld\u201c: Digitalisierung und Kundenportal<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich Digitalisierung, die auch in Sachen Nachhaltigkeit und Produktionseffizienz ein wichtiger Enabler ist, wird Arburg eben\u00adfalls seiner Vorreiterrolle in der Welt der Kunststoffverarbeitung gerecht. Dabei hat Arburg f\u00fcr praktisch jede Anforderung eine passende L\u00f6sung parat \u2013 von Losgr\u00f6\u00dfe 1 bis zur IT-vernetzten und automatisierten Gro\u00dfserienfertigung.<\/p>\n<p>Auf dem Arburg-Messestand wird das Kundenportal \u201earburgXworld\u201c vorgestellt. Mit seinen zahlreichen Apps und Ausbaustufen bietet das Portal umfassende Unterst\u00fctzung beim Spritzgie\u00dfen \u2013 angefangen bei der Maschinenauslegung und Bestellung des neuen Allrounders 270 S compact \u00fcber Simulation der Steuerung, \u00dcberblick zum Maschinenpark und Dokumentation der Produktionsprozesse bis zur Ersatzteilbestellung und digitalen Service-Dienstleistungen. Das gesamte Spektrum an digitalen Produkten und Services, zu dem auch zahlreiche Assistenzfunktionen geh\u00f6ren, fasst Arburg in seinem Programm \u201earburgXworld\u201c zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Hannover Messe, Deutschland, demonstriert Arburg vom 20. bis 24. 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