{"id":19146,"date":"2020-02-14T11:04:20","date_gmt":"2020-02-14T10:04:20","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19146"},"modified":"2020-02-14T11:04:20","modified_gmt":"2020-02-14T10:04:20","slug":"prozessnahe-bestimmung-von-vernetzungs-und-aushaertegrad-mit-optischen-verfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19146","title":{"rendered":"Prozessnahe Bestimmung von Vernetzungs- und Aush\u00e4rtegrad mit optischen Verfahren"},"content":{"rendered":"<p>Das Kunststoff-Zentrum SKZ in W\u00fcrzburg und das Institut f\u00fcr Lasertechnologien in der Medizin und Me\u00dftechnik an der Universit\u00e4t Ulm (ILM) untersuchen gemeinsam die Nutzung verschiedener optischer Verfahren zur Vernetzungs- und Aush\u00e4rtegradbestimmung. Im neu gestarteten Forschungsvorhaben OptiXlink wird die Eignung dieser nicht-invasiven Verfahren zur Online-Prozesskontrolle intensiv beleuchtet.<\/p>\n<p>Durch Vernetzen werden die mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften von Standardthermoplasten gezielt und kosteng\u00fcnstig verbessert. Bekanntestes Beispiel sind dabei Rohre aus vernetztem Polyethylen (PE-X). Ebenso vernetzen Klebstoffe bzw. duroplastische Matrixmaterialien von Faserverbundkunststoffen w\u00e4hrend der Aush\u00e4rtung.<\/p>\n<p>Die wichtigste Qualit\u00e4tskennzahl f\u00fcr Faserverbundkunststoffe bzw. Klebstoffe ist der Aush\u00e4rtegrad bzw. im Falle von PE-X der Vernetzungsgrad. Bis dato kommen f\u00fcr dessen Bestimmung \u2013 insbesondere bei PE-X \u2013 stichprobenartig zerst\u00f6rende und teilweise sehr zeitaufw\u00e4ndige (Norm-)Pr\u00fcfmethoden zum Einsatz. Von Seiten der Industrie und Forschung bestehen bereits seit l\u00e4ngerem Bestrebungen, alternative Verfahren wie die dynamisch-mechanische Analyse oder Kernspinresonanz (NMR) zur beschleunigten Vernetzungsgradpr\u00fcfung einzusetzen.<\/p>\n<p>Einen vielversprechenden neuartigen L\u00f6sungsansatz zur prozessnahen, zerst\u00f6rungsfreien und schnellen Vernetzungsgradbestimmung direkt an (Endlos-)Bauteilen bieten optische Verfahren unter Verwendung der Ulbrichtkugel, der Streifenprojektion sowie der kollimierten Transmission. Dabei wird ausgenutzt, dass sich das Streu- und Absorptionsverhalten der untersuchten Kunststoffe beim Vernetzen bzw. Aush\u00e4rten ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Forschungsvorhabens mit einer Laufzeit von zwei Jahren verfolgen SKZ und ILM das Ziel, diese zerst\u00f6rungsfreien, optischen Verfahren f\u00fcr die prozessnahe Bestimmung von Vernetzungs- bzw. Aush\u00e4rtegrad nutzbar zu machen und gleichzeitig deren Einsatzgrenzen systematisch zu evaluieren. Als Referenz dienen verschiedene in der Praxis g\u00e4ngige Pr\u00fcfverfahren.<\/p>\n<p>Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens sollen die Zukunftstrends E-Mobilit\u00e4t und Leichtbau sowie die sichere Verwendung von PE-X-Rohren durch eine beschleunigte, prozessnahe Qualit\u00e4tssicherung unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Interessierte Industrieunternehmen sind eingeladen, sich beim SKZ oder ILM zu melden, um das Projekt kostenfrei zu begleiten und fr\u00fchzeitig von den Ergebnissen zu profitieren.<\/p>\n<p>Das Vorhaben 20848 N der Forschungsvereinigung &#8220;F\u00f6rdergemeinschaft f\u00fcr das S\u00fcddeutsche Kunststoff-Zentrum e. V.&#8221; wird \u00fcber die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e. V. (AiF) im Rahmen des Programms zur F\u00f6rderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Das SKZ ist Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabh\u00e4ngiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kunststoff-Zentrum SKZ in W\u00fcrzburg und das Institut f\u00fcr Lasertechnologien in der Medizin und Me\u00dftechnik an der Universit\u00e4t Ulm&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19147,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-19146","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19146"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19148,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19146\/revisions\/19148"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19146"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=19146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}