{"id":19263,"date":"2020-02-19T14:25:40","date_gmt":"2020-02-19T13:25:40","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19263"},"modified":"2020-02-20T08:29:31","modified_gmt":"2020-02-20T07:29:31","slug":"19263","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19263","title":{"rendered":"Neues Kunststoff-Recyclinganlage er\u00f6ffnet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Otto Graf GmbH, Teningen, hat im Beisein des baden-w\u00fcrttembergischen Umweltministers Franz Untersteller und des B\u00fcrgermeisters der Stadt Herbolzheim, Thomas Gedemer, mit zahlreichen G\u00e4sten das GRAF Kompetenzzentrum Rohstoffe in Herbolzheim eingeweiht. Das Familienunternehmen hat in den Standort rund 35 Mio. Euro investiert und seit dem Anlauf des Testbetriebs rund 40 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen. Durch die Aufbereitung und Wiederverwertung von Kunststoff werden pro Jahr 100.000 t CO<sub>2<\/sub>-Emissionen gegen\u00fcber der Verwendung von neuen Rohstoffen eingespart. <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Kompetenzzentrum Rohstoffe ist ein wesentlicher Baustein unserer Strategie zur ressourcenschonenden Produktion von Umweltprodukten. Der Standort in Herbolzheim ist Nachhaltigkeit pur: Wir schaffen in der N\u00e4he zu unseren bestehenden Produktionsstandorten Arbeitspl\u00e4tze, minimieren dadurch die Emissionen beim Transport, produzieren aus recycelten Kunststoffen Umweltprodukte und setzen mit diesen Produkten Regenwasser als Prozesswasser und K\u00fchlmittel bei der Aufbereitung unserer Rohstoffe ein.\u201c, sagte Otto P. Graf, Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der GRAF Gruppe bei der Einweihung.<\/p>\n<p>Umweltminister Franz Untersteller betonte in seiner Rede das nachhaltige Investment und Engagement des Familienunternehmens: \u201eIn einer Zeit, in der andere Hersteller noch \u00fcberlegen, Rezyklate einzusetzen, ist GRAF schon einen gro\u00dfen Schritt weiter. Das Unternehmen nimmt damit eine Vorbildfunktion ein und leistet mit seinem Kompetenzzentrum Rohstoffe einen wichtigen Beitrag zur Schonung der begrenzten nat\u00fcrlichen Ressourcen.\u201c Auch Thomas Gedemer, B\u00fcrgermeister von Herbolzheim, freute sich \u00fcber die Ansiedlung des zukunftsorientierten Kompetenzzentrums im Gewerbegebiet: \u201eMit dem neuen Werk der GRAF Gruppe\u00a0 haben wir nicht nur ein beeindruckendes Kompetenzzentrum, sondern auch ein Innovationszentrum, von dem aus in die ganze Welt Technologie exportiert wird, die wegweisend ist f\u00fcr die Zukunft. Dazu gratuliere ich sehr herzlich.\u201c<\/p>\n<p>Der Standort verfolgt mehrfach den Nachhaltigkeitsgedanken: Das Recyclingmaterial aus Kunststoff, zumeist Verpackungen, wird in einem von GRAF entwickelten Prozess zu einem hochwertigen Regranulat f\u00fcr langlebige GRAF Umweltprodukte aufbereitet. Die Rohstoffe werden \u00fcberwiegend an den nahen Standorten Teningen und Dachstein im Elsass verwendet. GRAF ist Marktf\u00fchrer im Bereich Regenwassernutzung. Die Produktpalette erstreckt sich \u00fcber zahlreiche Anwendungen rund um die Wasserbewirtschaftung. GRAF gew\u00e4hrt bis zu 30 Jahre Garantie auf seine Produktpalette, die zudem zu 100 % recycelbar ist.<\/p>\n<p><strong>Regranulat entspricht Qualit\u00e4t von Prim\u00e4rkunststoff<\/strong><\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig wird bei der Herstellung von GRAF Produkten bereits 70 % Regranulat verarbeitet. Mittelfristig soll der Anteil auf etwa 85 % gesteigert werden. Durch eine inzwischen \u00fcber 30 Jahre andauernde intensive Praxis hat sich GRAF nach eigenen Angaben eine herausragende Expertise in diesem Bereich erarbeitet.<\/p>\n<p>Das Kompetenzzentrum verkn\u00fcpft erstmalig mehrere Prozessschritte mit neuen Anlagentechnologien zu einer gesamtheitlichen Prozesskette. Die zukunftsweisende Technologie mache das Werk weltweit einzigartig, so das Unternehmen.<\/p>\n<p>Mit der eigenen Aufbereitung von Rohstoffen sichert sich das Unternehmen eine konstant hohe Qualit\u00e4t auf dem Niveau neuer Rohstoffe und macht sich unabh\u00e4ngiger vom Rohstoffmarkt. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen mit weltweit rund 600 Mitarbeitern einen Umsatz von 120 Mio. Euro erwirtschaftet. 390 Mitarbeiter sind in der Region S\u00fcdbaden besch\u00e4ftigt, weitere 100 im Elsass.<\/p>\n<p>GRAF \u00fcberzeugte mit seinen innovativen Ideen auch das Bundesumweltministerium. Das Ministerium f\u00f6rderte das Projekt im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms, welches den Einsatz neuartiger Technologien sowie die Errichtung von Produktionsanlagen mit Vorbildcharakter zum Ziel hat.<\/p>\n<p><strong>Nachhaltigkeit \u00fcber das Produkt hinaus<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem 6,3 ha gro\u00dfen Grundst\u00fcck im Gewerbegebiet an der Autobahn entstand ein Geb\u00e4ude mit einer<br \/>\nGrundfl\u00e4che von etwa 23.000 m<sup>2 <\/sup>und zw\u00f6lf je 30 Meter hohe Rohstoffsilos. GRAF hat am Standort alle gegenw\u00e4rtigen M\u00f6glichkeiten genutzt, um Regenwasser zu sammeln, zu nutzen, zu versickern und die Fl\u00e4chen nicht zu versiegeln. So speichert ein GRAF Tank 52.000 l Regenwasser f\u00fcr betriebliche Prozesse. Dieses wird als Prozess- und K\u00fchlwasser, zur W\u00e4sche der Arbeitsbekleidung und zur Toilettensp\u00fclung genutzt. Zudem wird in vier GRAF L\u00f6schwasserbeh\u00e4ltern 188.000 l Regenwasser als L\u00f6schwasser bevorratet.<\/p>\n<p>Das Niederschlagswasser, das nicht genutzt wird, wird einer offenen Versickerungsmulde zugef\u00fchrt. Um m\u00f6glichst wenig Fl\u00e4chen zu versiegeln, wurden \u00fcber 17.000 m\u00b2 Fl\u00e4che als Schotterfl\u00e4chen oder beispielsweise aus \u00d6kopflaster ausgef\u00fchrt. Damit k\u00f6nnen die anfallenden Niederschl\u00e4ge direkt vor Ort versickern und belasten nicht die \u00f6rtliche Kanalisation.<\/p>\n<p>Neben den energieeffizienten Produktionsanlagen wurde insgesamt gro\u00dfer Wert auf einen m\u00f6glichst geringen Prim\u00e4renergiebedarf des Werks gelegt. So wird beispielsweise das komplette Geb\u00e4ude mit der Abw\u00e4rme der Produktionsanlagen beheizt. Die Beleuchtung besteht ausnahmslos aus LED-Leuchten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Otto Graf GmbH, Teningen, hat im Beisein des baden-w\u00fcrttembergischen Umweltministers Franz Untersteller und des B\u00fcrgermeisters&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19296,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-19263","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19263"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19263\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19265,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19263\/revisions\/19265"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19263"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=19263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}