{"id":19289,"date":"2020-02-20T10:03:51","date_gmt":"2020-02-20T09:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19289"},"modified":"2020-02-19T12:07:07","modified_gmt":"2020-02-19T11:07:07","slug":"rpet-verpackung-nachhaltig-gedacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19289","title":{"rendered":"rPET \u2013 Verpackung nachhaltig gedacht!"},"content":{"rendered":"<p><em>Voll wiederverwertbar: gesch\u00e4umtes, rezykliertes PET (rPET) ist die innovative Alternative zum Getr\u00e4nkekarton. Die Herstellung dieser hochwertigen Schaumfolie beruht auf einer Produktionsanlage, deren Basis ein Leistritz Doppelschneckenextruder ist. Ihre Engineering-Kompetenz in diesem Feld zeigte die Leistritz Extrusionstechnik GmbH auf der Interplastica.<\/em><\/p>\n<p>Das Rezyklieren von Getr\u00e4nkeverpackungen stellt die Industrie vor eine gro\u00dfe Herausforderung: Die Schichten des Foliengemisches k\u00f6nnen nicht sauber voneinander getrennt werden. Das macht eine Wiederverwertung sehr schwierig. \u201eDie L\u00f6sung ist gesch\u00e4umtes rPET, das wir auf der diesj\u00e4hrigen Interplastica gezeigt haben\u201c, wei\u00df Sven Wolf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Leistritz Extrusionstechnik GmbH. Die Anlagentechnologie, die gemeinsam mit Partnern entwickelt und getestet wurde, erm\u00f6glicht es, rPET Granulate zu hochwertigen Schaumfolien zu extrudieren. Neben Leistritz sind an diesem trendgebenden Entwicklungsprojekt Recycling-Spezialist NGR und Folienhersteller Kuhne beteiligt. \u201eUnsere Kompetenz als Systemlieferant haben wir bereits in zahlreichen Projekten sehr erfolgreich unter Beweis gestellt. Wir freuen uns, unsere Innovationskraft in diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Unternehmung einzubringen \u201c, so Wolf.<\/p>\n<p>Die Innovation, rPET f\u00fcr Getr\u00e4nkekartons zu verwenden, kommt von ForPET, einem innovativen, russischen Unternehmen. Einer der Eigent\u00fcmer, Sergey Nikitenko, erkl\u00e4rt: \u201eUnser Ziel war es, ein Material zu schaffen, dass Wiederverwertung ohne Limitierungen zul\u00e4sst. Das ist uns gelungen und mittlerweile haben wir es weltweit patentieren lassen.\u201c Die Folie stellt eine zu 100 % wiederverwertbare Alternative zum herk\u00f6mmlichen Verbundmaterial dar.<\/p>\n<p><strong><em>Design f\u00fcr Rezyklierbarkeit<\/em><\/strong><br \/>\nEine Getr\u00e4nkeverpackung muss relativ leicht, trotzdem aber sehr robust sein. Sie soll f\u00fcr lange Haltbarkeit und den Schutz des Inhalts sorgen. Damit alle geforderten Eigenschaften erf\u00fcllt sind, werden unterschiedliche Materialien zu einem Verbund kombiniert. Neben Papier kommen zum Beispiel mehrere Lagen Polyethylen zum Einsatz. Um den Inhalt ohne Konservierungsstoffe ungek\u00fchlt \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum aufbewahren zu k\u00f6nnen, wird eine Aluminiumfolienschicht als Gasbarriere eingearbeitet. Genau dieses Foliengemisch stellt die Technik allerdings vor besondere Herausforderungen: Da die Schichten im Recyclingprozess nicht sauber voneinander getrennt werden k\u00f6nnen, ist eine Wiederverwertung (Einsatz des Rezyklats zur Herstellung neuer Produkte) schwierig. Anders verh\u00e4lt es sich bei gesch\u00e4umtem rPET. Der Entwicklung in Richtung Monomaterialverpackungen und damit dem Design nach Rezyklierbarkeit wird Rechnung getragen. Mit dem Rohstoff PET lassen sich einerseits weitgehend alle Funktionen einer Verpackung mit nur einem Material abdecken, andererseits ist auch die Trennung von zus\u00e4tzlichen Barriereschichten (wie z.B. Aluminium \u2013 wenn gefordert) im Schmelzeverfahren sehr effizient und wirtschaftlich zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong><em>Die \u00f6konomische und \u00f6kologische L\u00f6sung: gesch\u00e4umtes rPET<br \/>\n<\/em><\/strong>F\u00fcr die Herstellung der gesch\u00e4umten rPET-Folie sind mehrere Verfahrensschritte notwendig: Die Aufbereitung der rPET Flakes mit entsprechenden Additiven erfolgt im Leistritz- Doppelschneckenextruder. In Kombination mit einem LSP Reaktor (Liquid State Polykondensation) von NGR entsteht ein ma\u00dfgeschneidertes Granulat oder bereits direkt eine Schmelze f\u00fcr das nachgelagerte Sch\u00e4umen. Die Beladung der Schmelze mit einem physikalischen Treibmittel erfolgt ebenfalls in einem Leistritz-Doppelschneckenextruder, um von dort in die Folienextrusionsnachfolge von Kuhne zu gelangen. Hier entsteht dann die Schaumfolie, die weiterverarbeitet werden kann und voll recyclingf\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>\u201eZurzeit arbeiten wir daran, gemeinsam mit Investoren ein kommerzielles Entwicklungszentrum in Russland zu etablieren\u201c, erkl\u00e4rt Nikitenko die n\u00e4chsten Schritte. Es wird erwartet, dass damit die finale Entwicklung bis Ende 2020 abgeschlossen sein wird. Danach werden auch die ersten kommerziellen Produkte ihren Weg in den Markt finden. \u201eDer gro\u00dfe Zuspruch zeigt, wie gefragt dieses Thema ist. Internationale Marken, wie etwa ein weltweit f\u00fchrender Getr\u00e4nkehersteller, aber auch institutionelle Investoren zeigten bereits gro\u00dfes Interesse anl\u00e4sslich der ersten Designvorstellung des Produktes an unserem Stand auf der K 2019\u201c, freut sich Wolf. \u201eDie Resonanz auf der Interplastica wird mit Sicherheit genauso begeisternd sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voll wiederverwertbar: gesch\u00e4umtes, rezykliertes PET (rPET) ist die innovative Alternative zum Getr\u00e4nkekarton. 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