{"id":19302,"date":"2020-02-20T15:12:14","date_gmt":"2020-02-20T14:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=19302"},"modified":"2020-02-20T15:12:14","modified_gmt":"2020-02-20T14:12:14","slug":"deutsche-maschinenexporte-schrumpfen-im-jahr-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=19302","title":{"rendered":"Deutsche Maschinenexporte schrumpfen im Jahr 2019"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Exportminus von real 1,5 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Maschinenbauer k\u00f6nnen sich dem Sog der weltweit schwachen Industrieproduktion nicht entziehen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Coronavirus d\u00e4mpft Exporterwartungen f\u00fcr China<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die weltweit schwache Industrieproduktion und der wachsende Protektionismus haben ihre Spuren in der Exportbilanz der Maschinenbauer aus Deutschland hinterlassen. Die Unternehmen f\u00fchrten im Jahr 2019 Waren im Wert von insgesamt 179,8 Milliarden Euro aus. Nach vorl\u00e4ufigen Zahlen des statistischen Bundesamtes lagen die deutschen Maschinenausfuhren damit um real 1,5 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Nicht preisbereinigt kamen die Maschinenexporte gerade noch auf eine Stagnation. Mit einer Exportquote von knapp 80 Prozent sind die Maschinenbauer aus Deutschland unver\u00e4ndert stark auf dem Weltmarkt pr\u00e4sent, h\u00e4ngen aber auch von dessen Entwicklung ab. \u201eInsbesondere internationale Handelsstreitigkeiten, zunehmender Protektionismus und die Brexit-H\u00e4ngepartie sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie haben zu Unsicherheiten und Investitionszur\u00fcckhaltung in vielen Industrien gef\u00fchrt\u201c, erkl\u00e4rte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. \u201eMit Blick auf die aktuellen Auftragseing\u00e4nge der Maschinenbauunternehmen ist ein erneuter Exportr\u00fcckgang f\u00fcr das Gesamtjahr 2020 wahrscheinlich\u201c, prognostizierte er.<\/p>\n<p><strong>USA baut Position als wichtigster Einzelmarkt weiter aus<\/strong><br \/>\nZwischen Januar und Dezember stiegen die Ausfuhren in die <strong>Vereinigten Staaten<\/strong>, der Nummer Eins der Ziell\u00e4nder f\u00fcr deutsche Maschinenexporteure, um nominal 4,3 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Damit entf\u00e4llt ein Anteil von 11,2 Prozent an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren auf die USA. Allerdings nahm die Dynamik im Jahresverlauf deutlich ab. \u201eDas liegt nicht zuletzt daran, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China auch die Industrie in den Vereinigten Staaten geschw\u00e4cht hat\u201c, erl\u00e4uterte Wortmann.<\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2019 konnten die Maschinenexporte in die USA noch um nominal 7,8 Prozent zulegen. In der zweiten Jahresh\u00e4lfte war es dagegen nur noch ein Zuwachs von rund 1 Prozent. Dennoch konnten die USA damit ihre F\u00fchrung gegen\u00fcber dem zweitplatzierten Absatzmarkt China ausbauen.<\/p>\n<p><strong>Coronavirus d\u00e4mpft Exporterwartungen f\u00fcr chinesischen Markt<\/strong><br \/>\nDie deutschen Maschinenexporte nach China schrumpften im Gesamtjahr 2019 um nominal 1,1 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro. Die Volksrepublik hat einen Anteil von 10,5 Prozent an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren. \u201eIn der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2019 hatte sich das Wachstum in der chinesischen Industrie wieder stabilisiert, und es gab die Hoffnung, dass der Handelskrieg entsch\u00e4rft werden kann. Doch nun ist China mit dem Coronavirus konfrontiert, dessen Auswirkungen auf die weltweiten Exporte noch nicht absch\u00e4tzbar sind\u201c, sagte Wortmann. \u201eAn der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung des chinesischen Marktes f\u00fcr unsere Industrie auch in der Zukunft \u00e4ndert die Corona-Gefahr allerdings nichts\u201c, betonte der VDMA-Konjunkturexperte.<\/p>\n<p><strong>Frankreich und Gro\u00dfbritannien schlagen unterschiedliche Richtungen ein <\/strong><br \/>\nDie Exporte in die EU-L\u00e4nder (85,9 Milliarden Euro) verharrten im Jahr 2019 nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die EU-L\u00e4nder nahmen insgesamt 47,8 Prozent der gesamten deutschen Maschinenexporte auf. Wichtigster Partner ist hier traditionell <strong>Frankreich<\/strong>, die Nummer Drei im gesamten Exportranking. Deutsche Maschinenexporteure verbuchten im Frankreich-Gesch\u00e4ft ein Plus von 5,3 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. \u201eDie franz\u00f6sischen Investitionen in Ausr\u00fcstungen, unter anderem auch deutsche Maschinen, entwickelten sich im Jahr 2019 deutlich dynamischer als im EU-Durchschnitt. Ein wesentlicher Grund f\u00fcr die Entwicklungen d\u00fcrfte die Reformpolitik Macrons gewesen sein\u201c, erkl\u00e4rte Wortmann. Andres dagegen das Bild im Export nach <strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong>. Das politische Gezerre um die Modalit\u00e4ten des Brexits belastete das Exportgesch\u00e4ft mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich ab dem zweiten Quartal 2019 deutlich. Deutsche Maschinenbauexporteure verbuchten von Januar bis Dezember ein Exportminus von nominal 5,8 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>Exporte nach Russland und T\u00fcrkei mit Wachstum im zweiten Halbjahr<\/strong><br \/>\nDie <strong>T\u00fcrkei <\/strong>und <strong>Russland<\/strong> konnten ihr Vorjahresniveau nicht halten. Im Gesamtjahr 2019 schrumpften die Maschinenexporte in die T\u00fcrkei um 3,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Nach Russland lieferten deutsche Maschinenbauer Waren im Wert von 5,3 Milliarden Euro und damit 1,9 Prozent weniger als 2018. Allerdings verzeichneten die Maschinenexporte in die beiden L\u00e4nder im zweiten Halbjahr ein Plus von 5,4 beziehungsweise 4,3 Prozent. Weiterhin positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach <strong>Japan<\/strong> (plus 6,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweit schwache Industrieproduktion und der wachsende Protektionismus haben ihre Spuren in der Exportbilanz der Maschinenbauer&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-19302","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19302","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19302"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19302\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19303,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19302\/revisions\/19303"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19302"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=19302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}